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Erfolgreiche Finanzierung

Das legendäre Café Roxy in München auf der Leopoldstrasse hat nach 30 Jahren die Pforten geschlossen. Hier entsteht das erste Restaurant der Restaurantkette Via Appia. Nach einem umfangreichen Umbau entsteht an der Adresse ein italienisches Restaurant mit gemütlichem Ambiente und hochwertigen italienischen Speisen zu bezahlbaren Preisen.

 

Anfang 2016 wurde die Ablösung des Roxy im Rahmen einer klassischen Unternehmensnachfolge eingeplant. Mit Unterstützung der xGAP Unternehmensberatung und Foerdermittel Deutschland wurde die Nachfolge eingeleitet. Die neuen Inhaber investieren eine siebenstellige Summe.

 

Zur Vorbereitung des Vorhabens haben die neuen Inhaber eine Gründungs- und Nachfolgeberatung der xGAP Unternehmensberatung in Anspruch genommen. Über eine Empfehlung aus dem Freundeskreis und die Webseite http://www.foerdermittel-bayern.de sind die Inhaber auf die Unternehmensberatung aufmerksam geworden. xGAP hat auch bei der Kapitalbeschaffung beraten. Die notwendigen Investitionen und Betriebsmittel wurden vom Land Bayern durch Fördermittelprogramme der LfA bezuschusst.

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Mittelstand im Aufwind

Stimmung in den mittelständischen Firmen blüht auf

Konjunkturelle Risiken wie insbesondere das in Kürze anstehende Brexit-Referendum wiegen in der Einschätzung der Mittelständler anscheinend nicht so schwer, dass diese sich dadurch die Laune verderben ließen. Im Gegenteil, passend zur Jahreszeit blüht die Stimmung sogar regelrecht auf: Das mittelständische Geschäftsklima verbessert sich im Mai um kräftige 3,0 Zähler und erreicht mit 15,4 Saldenpunkten den höchsten Stand in diesem Jahr. Beide Komponenten des Stimmungsindikators sind deutlich im Plus:

 

Die Urteile der Mittelständler zur aktuellen Geschäftslage ziehen um 3,4 Zähler auf 27,0 Saldenpunkte an – ein Zweijahreshoch. Die sehr gute Lageeinschätzung spricht für eine solide aufwärts gerichtete konjunkturelle Grundtendenz im zweiten Quartal. Gleichwohl dürfte das Realwachstum im Frühling einen Gang zurückschalten, da nach der witterungsbedingt überzeichneten BIP-Rate im ersten Quartal (+0,7 % gegenüber Vorquartal) mit einer korrigierenden Gegenbewegung zu rechnen ist.

 

Dass die kleinen und mittleren Firmen auf einen Fortgang der guten Konjunktur setzen, signalisieren auch ihre Geschäftserwartungen. Diese steigen um 2,7 Zähler auf 3,9 Saldenpunkte. Die Optimisten gewinnen damit allmählich wieder die Oberhand, wenngleich der Vorsprung vor den Pessimisten noch immer nicht so deutlich ausfällt wie Ende 2015. Immerhin hat der Erwartungsindikator nach dem spürbaren Anstieg im Mai inzwischen aber beinahe die Hälfte des Einbruchs von November 2015 bis Februar 2016 wieder aufgeholt. Der gegenüber dem Jahresende 2015 vorsichtigere Grundton bei den Erwartungen ist angesichts der zahlreichen Unwägbarkeiten gerade im außenwirtschaftlichen Umfeld gut nachvollziehbar. Neben den ungeklärten Fragen in Europa prägen die Rezessionen in Russland und Brasilien sowie die Wachstumsabschwächung in China das globale Bild.

 

(Quelle: Kfw.de)

Konjunktur zieht spürbar an

Die deutsche Wirtschaft konnte im ersten Jahresviertel 2016 einen kräftigen Wachstumsschub verzeichnen. “Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Vierteljahr saison- und kalenderbereinigt um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal an”, schreibt die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht und beruft sich dabei auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. Der Auslastungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten habe den höchsten Wert seit mehreren Jahren erreicht und damit die Bereitschaft der Unternehmen gesteigert, wieder mehr zu investieren. Insbesondere der private Verbrauch und die rege Bauaktivität seien die treibenden Faktoren für das Wirtschaftswachstum gewesen. Im Unterschied zum Jahresende 2015 hätten aber auch die Exporte und die Auslandsinvestitionen wieder Impulse gegeben.

 

Anhaltend starke Binnenwirtschaft

Getrieben wurde das Wirtschaftswachstum im Winterquartal durch den kräftig gestiegenen privaten Konsum, heißt es im Monatsbericht. Insbesondere Pkws sowie Baubedarf und Möbel seien stark nachgefragt worden, letzteres stehe im Einklang mit der florierenden Baukonjunktur. Der Einzelhandel habe dagegen wenig Impulse gegeben. Ausschlaggebend für die insgesamt positive Verbraucherstimmung seien der erneute Preisrückgang auf den globalen Ölmärkten, aber auch die guten Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten gewesen. Ein weiterer Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft seien die Exporte gewesen, so die Bundesbank-Ökonomen. Insbesondere die Ausfuhren nach China hätten deutlich zugelegt – damit sei der Abwärtstrend, der sich über große Teile des vergangenen Jahres erstreckt hatte, gestoppt.

Die Verbraucherpreise sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April 2016 zum ersten Mal seit Januar 2015 gesunken. Im Vergleich zum April 2015 kosteten Waren und Dienstleistungen im April 2016 im Schnitt 0,1 Prozent weniger. Von März 2016 auf April 2016 seien die Verbraucherpreise zudem um 0,4 Prozent zurückgegangen.

 

Günstige Lage am Arbeitsmarkt

Die Beschäftigung nahm laut Monatsbericht im ersten Vierteljahr 2016 kräftig zu. Saisonbereinigt stieg die Zahl der im Inland erwerbstätigen Personen um 0,4 Prozent auf 43,42 Mio. “Getragen wurde dieser Zuwachs von der positiven Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.” Leicht rückläufig sei dagegen die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten. Hier setze sich der seit Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns Anfang 2015 andauernde Rückgang fort.

 

(Quelle: Deutsche Bundesbank)

Wirtschaft Top im Süden

Der Süden Deutschlands bleibt wirtschaftlich das Maß aller Dinge: Im Regionalranking der IW Consult glänzen Städte und Landkreise in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mit innovativen Unternehmen. Hier liegen 89 der 100 stärksten Regionen in Deutschland. Während Teile Niedersachsens den Anschluss an die Spitze halten können, verliert das Ruhrgebiet weiter an Boden.

 

Vollbeschäftigung – dieses wirtschaftliche Ideal ist in einigen Regionen Deutschlands in greifbarer Nähe. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs, aber auch im Süden Niedersachsens und im Westen von Rheinland-Pfalz liegt die Arbeitslosenquote bei höchstens 4 Prozent. Nach Berechnungen der IW Consult, einer Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), bleibt der Landkreis München die erfolgreichste Region hierzulande.

 

Vor allem Regionen mit einer innovativen Wirtschaft entwickeln sich positiver als der Durchschnitt, können aber gleichzeitig ihren Bedarf an Fachkräften immer seltener decken. Studien des IW Köln zeigen, dass Engpässe selbst bei Facharbeitern bestehen, die zunächst nur geringe Deutschkenntnisse brauchen. Dazu zählen LKW-Fahrer, Bäcker oder Köche. Hier könnten Flüchtlinge Lücken schließen, sagt die IW Consult. Für die benötigte schnelle Integration können die starken Regionen zudem mehr Geld investieren.

 

Dagegen kämpfen viele Regionen im Westen Deutschlands mit wirtschaftlichen Problemen – von den schlechtesten zehn Kreisen und Städten sind alleine fünf aus dem Ruhrgebiet. Schlusslicht des Regionalrankings ist Duisburg. Mit Wilhelmshaven, Neumünster, Flensburg und Bremerhaven liegen zudem vier Städte aus Norddeutschland ganz hinten. „Die schwachen Regionen drohen den Anschluss zu verlieren, wenn sie nicht gegensteuern“, warnt Hanno Kempermann von der IW Consult.

 

Im Regionalranking 2016 hat die IW Consult die sozio-ökonomische Lage in allen 402 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht. Im Dynamikranking wird die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 analysiert.

 

(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln)

 

Wachstumsfinanzierung

Wachstumsfinanzierung voranbringen – Startschuss für zwei neue Instrumente für mehr Risikokapital in Deutschland

Mit zwei neuen Fonds will die Bundesregierung den Kapitalbedarf von kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen. Dies gilt insbesondere für Start-up Unternehmen.

Bundeswirtschaftsministerium, Europäischer Investitionsfonds und KfW haben heute den Startschuss für zwei neue, großvolumige Instrumente der Finanzierung von Wagniskapital gegeben. Nachfolgend finden Sie Informationen zu den zwei neuen Instrumenten, d.h. zur sogenannten ERP/EIF Wachstumsfazilität und zum sogenannten coparion-Fonds.

  1. ERP/EIF-Wachstumsfazilität mit einem Volumen von 500 Mio. EUR
  2. coparion-Fonds mit einem Volumen von 225 Mio. EUR

Das coparion-Kapital kommt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und aus dem ERP-Sondervermögen. Die KfW hat 2015 entschieden wieder in Bereich Risikokapital tätig zu werden.

Der Fonds wird sich an innovativen Start-ups und jungen Technologieunternehmen beteiligen. Diese Beteiligung erfolgt immer gemeinsam mit einem privaten Investor. Der Investor muss sein Kapital in gleicher Höhe und zu gleichen Konditionen investieren.

Pro Investment will der Fonds Investitionen in Höhe von EUR 500.000 und 3 Mio. EUR zur Verfügung stellen. Insgesamt können so bis zu 10 Mio. EUR pro Unternehmen in verschiedenen Investitionsstufen zusammen kommen.

 

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft, BMWi.de)

Fördermittel für Handel

300 Mio. Euro für Grosshandelsunternehmen in Bayern

Über 24.000 Arbeitsplätze gesichert und rund 680 neue Jobs geschaffen

 

In den vergangenen drei Jahren haben über 500 bayerische Großhandelsunternehmen von der Förderung der LfA Förderbank Bayern profitiert. Die Großhandelsunternehmen haben knapp 300 Mio. Euro an zinsgünstigen Förderkrediten erhalten. Damit konnten sie Investitionen in Höhe von rund 412 Mio. Euro verwirklichen und rund 680 neue Arbeitsplätze schaffen.

 

Christoph Leicher, Präsident des Landesverbandes Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen, erklärt: „Für den bayerischen Groß- und Außenhandel ist die LfA ein verlässlicher Finanzierungspartner. Mit dem Förderangebot können unsere Unternehmen ihre Auslandsaktivitäten, Innovationen oder Wachstumsvorhaben langfristig und tragbar finanzieren. Auch Risikoübernahmen durch die Bürgschaftsbank Bayern und die LfA sind in Zeiten niedriger Zinsen gefragt.“

 

„Groß- und Außenhandelsunternehmen sind im Freistaat ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in allen Regionen. Durch die geförderten Investitionen von gut 412 Mio. Euro konnten allein in den letzten drei Jahren über 24.000 Arbeitsplätze gesichert und rund 680 neu geschaffen werden“, so der stellvertretende LfA-Vorstandschef Dr. Thies Claussen.

 

Die LfA ist die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch Infrastrukturvorhaben.

 

(Quelle: LfA Förderbank Bayern)

Migranten gründen

Migranten gründen überdurchschnittlich häufig

Der Anteil von Migranten am Gründungsgeschehen ist seit Jahren relativ stabil: Rund jeder fünfte Gründer hat eine ausländische Staatsbürgerschaft oder die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach der Geburt erworben. Die jährliche Gründerquote von Migranten liegt im Durchschnitt von 2009 bis 2014 bei 1,86 % und somit etwa um ein Zehntel höher als die Gründerquote im Allgemeinen (1,68 %). Zuletzt haben im Jahr 2014 179.000 Migranten eine Existenzgründung umgesetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors, der jährlich erscheinenden repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen.

 

Migranten gehen den Schritt in die Selbstständigkeit häufiger im Vollerwerb als der Durchschnittsgründer. Zwar ist der allgemeine Trend hin zur Nebenerwerbsgründung auch bei Migranten zu sehen, im Mittel der Jahre 2013/2014 lag der Anteil des Vollerwerbs mit 43 % trotzdem noch klar über dem Durchschnitt von 39 %.

 

Migranten, die seit 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen sind, waren im Mittel 36 Jahre alt. Sie waren damit eineinhalb Jahre jünger als ein Durchschnittsgründer. Dies ist auf den geringeren Anteil älterer Personen unter den erwerbsfähigen Migranten zurück zurückzuführen. Insgesamt sind 29 % der Erwerbsfähigen über 50 Jahre alt – bei Migranten nur knapp jeder Fünfte. Das geringere Alter der potenziellen Gründer drückt den Altersdurchschnitt der tatsächlichen Gründer. Dadurch sind Migranten bei ihrer Existenzgründung. jünger als die Gründer insgesamt, obwohl die Gründungsneigung jüngerer Migranten geringfügig unter- und die älterer Migranten überdurchschnittlich ist. Akademiker sind bei Migranten unter Gründern ähnlich oft vertreten wie unter Gründern insgesamt. Dagegen sind Personen ohne Berufsabschluss stark überrepräsentiert. Das könnte den Schluss nahe legen, dass bei Migranten Akademiker eine ähnlich große und Personen ohne Berufsabschluss eine deutlich größere Gründungsneigung haben als dies typischerweise der Fall ist. Dieses Bild täuscht jedoch.

 

Bei Migranten liegt der Gründeranteil unter Akademikern deutlich höher als in der Gruppe aller Erwerbsfähigen, während sich die Gründerquote bei Personen ohne Berufsabschluss kaum unterscheidet.

Für die höhere Gründungsneigung von Migranten sind in der Literatur drei Aspekte angeführt:

  • Eine stärkere Präsenz entsprechender Rollenvorbilder
  • Ein größeres Maß an Risikobereitschaft
  • Schlechtere Arbeitsmarktchancen.

Letzteres zeigt sich eindeutig. Der Anteil von Gründern, die zuvor arbeitslos waren, ist bei Migranten höher als üblich; außerdem gibt bei Migranten ein höherer Anteil der Gründer an, aufgrund mangelnder besserer Erwerbsalternativen gegründet zu haben.

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW)

Kredithürde sinkt

Kredithürde sinkt auf neues Rekordtief

Eine Kreditfinanzierung wird für deutsche Unternehmen immer einfacher. Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft sank im Januar auf 14,3 Prozent, nach 14,6 Prozent im Vormonat. Dies ist ein neuer historischer Tiefstand.

Im Verarbeitenden Gewerbe gab die Kredithürde nur leicht nach. Dies war vor allem auf die Entwicklung bei den mittleren Firmen zurückzuführen. Bei den kleinen und großen Firmen stieg die Kredithürde hingegen leicht.

Im Bauhauptgewerbe sank nach dem kleinen Anstieg im Vormonat die Kredithürde auf einen neuen Tiefststand von 16,9 Prozent. Im Handel ist sie hingegen minimal gestiegen.

 

Legende: Die Kredithürde basiert auf ca. 4.000 Meldungen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Darin enthalten sind das Verarbeitenden Gewerbe, das Bauhauptgewerbe, der Großhandel und der Einzelhandel. Die Unternehmen werden gebeten, ihr Urteil auf folgende Frage abzugeben: „Wie beurteilen Sie zur Zeit die Bereitschaft der Banken, Kredite an Unternehmen zu vergeben?“. Die möglichen Antworten sind: „entgegenkommend“, „normal“ und „restriktiv“. Seit November 2008 wird diese Frage monatlich im ifo Konjunkturtest gestellt. Davor war sie zweimal jährlich als Sonderfrage im Fragenprogramm. Die Kredithürde gibt den Prozentanteil der Antwortkategorie „restriktiv“ an. Für die Zusammenfassung zur „Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft“ werden die Prozentanteile im verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Handel mit den durchschnittlichen Kreditvolumina der Wirtschaftsbereiche im Jahr 2005 gewichtet.

 

(Quelle: ifo Institut)

Mittelstand führt

Die Geschäfte laufen gut im deutschen Mittelstand, die Umsätze sollen weiter steigen. Doch vor allem der Fachkräftemangel trübt die Stimmung und wird von den Mittelständlern als das größte Risiko für die Unternehmensentwicklung gesehen. Mehr als die Hälfte sieht Chancen, dass Flüchtlinge den Fachkräftemangel in Deutschland mildern können.

Mehr als jeder zweite Mittelständler (56 Prozent) ist derzeit uneingeschränkt zufrieden mit der Geschäftslage – das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2004, als die Studie erstmals durchgeführt wurde – nur im Juli 2014 waren genauso viele Unternehmer zufrieden. Auch der Ausblick ist optimistisch: 36 Prozent erwarten, dass sich die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten verbessert.

 

Die gute Geschäftslage spiegelt sich auch im Geschäftsklima wider: Der Index steigt mit 46,1 Punkten auf den zweithöchsten Wert seit Januar 2012. Nur zum Jahresanfang 2014 war er mit 49,9 Punkten höher.

Trotz insgesamt guter Stimmung: Die Gefahr durch den Fachkräftemangel ist bereits sehr real: Jeder zweite (49 Prozent) Mittelständler beklagt Umsatzeinbußen, weil ihm geeignete Fachkräfte fehlen. Insgesamt dürfte sich der Schaden, der durch entgangene Umsätze entsteht, auf jährlich knapp 46 Milliarden Euro belaufen.

 

Die Mehrheit der Mittelständler setzt bei der Suche nach Fachkräften unter anderem auf den Flüchtlings-Zustrom: 55 Prozent rechnen damit, dass die nach Deutschland kommenden Flüchtlingen dazu beitragen werden, den Fachkräftemangel zu mildern. Eine überwältigende Mehrheit von 85 Prozent würde Flüchtlingen im eigenen Betrieb einen Job geben: 49 Prozent sind sogar ohne Vorbehalt dazu bereit.

Das sind Ergebnisse des Mittelstandsbarometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young), für das 3.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland befragt wurden.

„Der deutsche Mittelstand hat seinen Pessimismus von vor einem Jahr abgelegt“, kommentiert Peter Englisch, Partner bei EY. „Trotz der unsicheren politischen Großwetterlage: Der niedrige Ölpreis und die Konsumlaune der Verbraucher in der sich erholenden Eurozone beflügeln die Geschäfte im deutschen Mittelstand. Und die mittelständischen Unternehmen in Deutschland wollen zusätzliche Stellen schaffen. Allerdings ist das leichter gesagt als getan: Die nötigen Fachkräfte für viele Jobs fehlen. Jedes zweite Unternehmen erleidet deshalb bereits Umsatzeinbußen. Eine Lösung, um das Problem abzumildern, kann eine gelungene Integration von Flüchtlingen in die deutsche Wirtschaft sein.“

 

Gesamtinvestitionen sollen erneut steigen
Die gute Stimmung lässt sich auch an den geplanten Investitionen ablesen, die insgesamt erneut steigen sollen. Jedes vierte Unternehmen will in den kommenden sechs Monaten die Gesamtinvestitionen erhöhen, gerade einmal jeder neunte Betrieb will sie reduzieren – das entspricht etwa den Werten des Vorjahres.

Allerdings ist im deutschen Mittelstand nicht alles eitel Sonnenschein – ein Stück Skepsis bleibt: Der Anteil der Konjunkturpessimisten ist zwar gegenüber Januar 2015 von 33 auf 25 Prozent gesunken, liegt aber weiterhin über dem Anteil der Konjunkturoptimisten, der von 19 auf 23 Prozent geklettert ist. „Die eigene Geschäftslage wird weitaus besser beurteilt als die konjunkturelle Situation in Deutschland, beobachtet Englisch.

 

Ein Drittel der Unternehmen will einstellen – 360.000 offene Stellen

Doch davon lassen sich die deutschen Mittelständler ihren geplanten Stellenaufbau nicht verderben: In den kommenden sechs Monaten will knapp ein Drittel (32 Prozent) der Unternehmen Personal aufbauen. Sinken soll die Mitarbeiterzahl nur bei elf Prozent. Allerdings berichten mehr als zwei von drei Unternehmen (69 Prozent) von Problemen bei der Mitarbeitersuche. Jedem fünften fällt es sogar sehr schwer, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Folge: 62 Prozent der Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen. Hochgerechnet sind im deutschen Mittelstand derzeit 360.000 Stellen nicht besetzt.

Besonders der Dienstleistungssektor leidet unter dem Fachkräftemangel. Bei den Dienstleistern ist der Anteil der Unternehmen mit 29 Prozent am höchsten, die mehr als zwei Prozent ihrer Stellen – bezogen auf den Mitarbeiterstamm – nicht besetzen können. Im Bau-/Energiesektor sind es 23 Prozent. Mehr als die Hälfte der Dienstleister (51 Prozent) beklagt deswegen Umsatzeinbußen – die anderen Branchen bleiben knapp unter der 50-Prozent-Marke.

„Der Fachkräftemangel bedroht den deutschen Mittelstand – gerade in ländlichen Regionen – schon länger“, sagt Englisch. „Das Problem wird aber gerade jetzt offensichtlich, wo stellenweise quasi Vollbeschäftigung herrscht. Zahlreiche Stellen bleiben unbesetzt, Firmen müssen sich deutlich anstrengen, um geeignete Bewerber zu finden.“

 

Fachkräftemangel größte Gefahr – Flüchtlingszustrom als Chance
Der Fachkräftemangel wird mittlerweile von den Mittelständlern als die größte Gefahr für die Entwicklung des Unternehmens betrachtet. Knapp die Hälfte (48 Prozent) sieht darin eine eher große oder sogar sehr große Gefahr. Eine mögliche schwache Konjunkturentwicklung im Inland sowie volatile Rohstoffpreise werden von 41 beziehungsweise 34 Prozent als größte Gefahr gesehen.

Deswegen ist der aktuelle Flüchtlings-Zustrom aus Sicht der Wirtschaft eine Chance: „Viele junge und lernwillige Leute kommen nach Deutschland und könnten den Arbeitsmarkt beleben. Es ist jetzt wichtig, die Menschen, die Anspruch auf Asyl haben, schnell in die Gesellschaft und in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren“, betont Englisch. Dazu seien allerdings erhebliche Anstrengungen und Investitionen im Bereich der Bildung und Ausbildung nötig.

Als größte Hürde für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt werden von vier von fünf Mittelständlern die mangelnden Deutschkenntnisse genannt. Etwa drei von fünf nennen die unklare Gesetzeslage während laufender Asylverfahren und jeder zweite verweist auf die fehlende Planungssicherheit, da beispielsweise die Gefahr der Abschiebung besteht. „Wenn wir wollen, dass die Unternehmen das Potenzial, das die Flüchtlinge mitbringen, tatsächlich im großen Stil nutzen, muss der Staat für Planungssicherheit sorgen – sonst wird nicht viel passieren“, fordert Englisch. Besonders stark profitieren können nach seiner Einschätzung ländliche Regionen, in denen die Unternehmen den Fachkräftemangel bereits heute sehr stark spüren.

„Die Bewältigung des Fachkräftemangels ist eine der zentralen Aufgaben der deutschen Wirtschaft – die Bewältigung des Flüchtlingszustroms eine der zentralen Aufgaben unserer ganzen Gesellschaft. Es bedarf jetzt großer gemeinsamer Anstrengungen, die Herausforderungen zu meistern“, betont Englisch. „Es ist zum Beispiel wichtig, dass Asylanträge schnell und verlässlich entschieden werden. Darüber hinaus müssen die Menschen, die zu uns kommen, so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen. Das ist die wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Integration – in die Arbeitswelt im Speziellen und in die Gesellschaft allgemein“, sagt Englisch abschließend.

 

(Quelle: Ernst&Young Mittelstandsbarometer)

Nachfrage für Fördermittel steigt

Die LfA Förderbank Bayern hat 2015 die Unternehmen und Kommunen im Freistaat mit 2,1 Mrd. Euro unterstützt. Das ist ein Zuwachs um rund 6,6 % gegenüber dem Vorjahr – trotz Zinstief am Kapitalmarkt. Gerade die Gründungsförderung für junge Unternehmer hat mit rund 25 % sprunghaft zugelegt. Insgesamt konnten von den Fördervorteilen der staatlichen Spezialbank über 4.600 Mittelständler sowie Kommunen profitieren.

 

„Gründerland Bayern ist weiter auf Erfolgskurs. Über 1.500 Vorhaben und 25 % mehr Zusagevolumen in der LfA-Gründungsförderung bestätigen: Das verbesserte Förderangebot für Jungunternehmer kommt da an, wo es gebraucht wird. So können noch mehr Ideen in die Tat umgesetzt werden und sich Gründer zu erfolgreichen Mittelständlern etablieren. Das stärkt unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig“, so Bayerns Wirtschaftsministerin und LfA-Verwaltungsratsvorsitzende Ilse Aigner.

 

Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, ergänzt: „Die Förderbilanz zeigt: Auch bei niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt ist unser Angebot gefragt. Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen können sich nicht wie Großunternehmen am Kapitalmarkt finanzieren. Diesen Nachteil bei der Finanzierung von Investitionen gleichen wir mit unseren günstigen und langfristigen Förderkrediten aus. Rund 4.400 Mittelständler haben davon im letzten Jahr profitiert.“

 

Die bayerischen Kommunen haben 2015 das Angebot der LfA zum Breitbandausbau intensiv nachgefragt. Das Zusagevolumen hat sich hier im Vergleich zum Vorjahr mehr als verachtfacht. Daneben investierten Städte und Gemeinden mit Hilfe der LfA in Infrastrukturprojekte in den Bereichen Verkehr, Ver- und Entsorgung oder Gewerbegebiete. Die Kreditnachfrage für diese Zwecke ist um über 50 % gestiegen.

 

Die LfA ist die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch Infrastrukturvorhaben.

(Quelle: LfA Förderbank Bayern)