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Corona-Hilfe für Unternehmen


Umfassende Programme zur Unterstützung der Wirtschaft aufgrund der Auswirkungen von Coronavirus und Covid-19. Die Bundesregierung tritt entschlossen und mit aller Kraft den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus entgegen. Ein weitreichendes Maßnahmenbündel wird Arbeitsplätze schützen und Unternehmen unterstützen. Firmen und Betriebe werden mit ausreichend Liquidität ausgestattet, damit sie gut durch die Krise kommen.


Die zentrale Botschaft der Bundesregierung: Es ist genug Geld vorhanden, um die Krise zu bekämpfen und wir werden diese Mittel jetzt einsetzen. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen. Darauf kann sich jede und jeder verlassen.


Unternehmen und Selbstständige der Bereiche Handel, Handwerk und Freie Berufe wenden sich an den Berater bzw. die Hausbank, die zur Durchleitung und Beantragung von Förder- und Zuschussprogrammen unterstützen können.


Die Lage wird laufend neu beurteilt. Das BMWi ist dazu in ständigem Kontakt mit den zuständigen Ministerien sowie mit Unternehmen, Verbänden, Instituten, Bürgschaftsbanken und dem weltweiten Netz von Auslandshandelskammern. Das BMWi erstellt hieraus laufend Lagebilder, um gegebenenfalls zügig reagieren zu können. Minister Altmaier ist auch auf europäischer Ebene mit der Europäischen Kommission sowie den anderen Mitgliedstaaten in Kontakt.


Es wurde ein 3 Stufen-Plan eigerichtet

In Stufe 1 können Unternehmen auf etablierte Unterstützungsinstrumente wie KfW-Unternehmer- oder auch ERP-Gründerkredite, Betriebsmittelfinanzierungen über Landesförderinstitute und auch Bürgschaften für Betriebsmittelkredite für Unternehmen mit fehlenden oder nicht ausreichenden banküblichen Sicherheiten (Bürgschaftsbanken, Landesbürgschaften oder parallele Bund-/Länderbürgschaften je nach Umfang des Bürgschaftsbedarfs) zurückgreifen.


In Stufe 2 will das BMWi die o.g. bestehenden Finanzierungsinstrumente (z.B. KfW- Unternehmerkredit, Angebote der Bürgschaftsbanken) rasch ausweiten, wenn etwa Lieferketten (bspw. in der Industrie) unterbrochen werden und der Absatz der Unternehmen deutlich zurückgeht.


Stufe 3
Das BMWi bereitet sich auf alle Szenarien vor und hat entsprechende Instrumente vorbereitet. Sollte sich die Lage zuspitzen, Unternehmen in größerem Umfang aufgrund unterbrochener Lieferketten ihre Produktion einstellen müssen, Betriebe aufgrund behördlicher Anordnung oder aus Vorsichtsmaßnahme geschlossen werden, kann die Bundesregierung nachsteuern. Hierzu gibt es verschiedentliche Erfahrungen, etwa aus der Fluthilfe 2013 oder der Finanzkrise 2008/2009. Die Instrumente stehen zur Verfügung und werden je nach Bedarf eingesetzt. Beispielhaft ist das KfW- Sonderprogramm zur kurzfristigen Versorgung von Unternehmen mit Krediten.


Viele Unternehmen und Betriebe leiden derzeit an unverschuldeten Umsatzrückgängen – entweder aufgrund von Störungen in den Lieferketten oder durch signifikanten Nachfrage-Rückgang in zahlreichen Sektoren unserer Volkswirtschaft. Gleichzeitig können die laufenden Kosten oft gar nicht oder nur langsam abgebaut werden. Dies kann dazu führen, dass gesunde Unternehmen völlig unverschuldet in Finanznöte geraten, insbesondere was ihre Ausstattung mit liquiden Finanzmittel angeht. Mit neuen und im Volumen unbegrenzten Maßnahmen zur Liquiditätsausstattung schützen wir Unternehmen und Beschäftigte. Wegen der hohen Unsicherheit in der aktuellen Situation haben wir uns sehr bewusst dafür entschieden, keine Begrenzung des Volumens unserer Maßnahmen vorzunehmen. Dies ist eine sehr bedeutende Entscheidung, hinter der die ganze Bundesregierung steht.


Zunächst werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Mit diesen Mitteln können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite privater Banken mobilisiert werden. Dazu werden unsere etablierten Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der privaten Banken ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht:


• Die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und ERP-Gründerkredit – Universell (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) werden gelockert, indem Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite erhöht und die Instrumente auch für Großunternehmen mit einem Umsatz von bis zu zwei Milliarden Euro (bisher: 500 Millionen Euro) geöffnet werden. Durch höhere Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80% für Betriebsmittelkredite bis 200 Millionen Euro wird die Bereitschaft von Hausbanken für eine Kreditvergabe angeregt.


• Für das Programm für größere Unternehmen wird die bisherige Umsatzgrenze von zwei Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro erhöht. Dieser „KfW Kredit für Wachstum“ wird umgewandelt und künftig für Vorhaben im Wege einer Konsortialfinanzierung ohne Beschränkung auf einen bestimmten Bereich (bisher nur Innovation und Digitalisierung) zur Verfügung gestellt. Die Risikoübernahme wird auf bis zu 70% erhöht (bisher 50%). Hierdurch wird der Zugang von größeren Unternehmen zu Konsortialfinanzierungen erleichtert.


• Für Unternehmen mit mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz erfolgt eine Unterstützung wie bisher nach Einzelfallprüfung.


Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Der Bund wird seinen Risikoanteil bei den Bürgschaftsbanken um 10% erhöhen, damit die in der Krise schwer einzuschätzenden Risiken leichter geschultert werden können. Die Obergrenze von 35% Betriebsmitteln am Gesamtobligo der Bürgschaftsbanken wird auf 50% erhöht. Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen können.


Das bislang auf Unternehmen in strukturschwachen Regionen beschränkte Großbürgschaftsprogramm (parallele Bund-Länder-Bürgschaften) wird für Unternehmen außerhalb dieser Regionen geöffnet. Der Bund ermöglicht hier die Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. Euro. und mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80%.


Mit den Landesförderbanken sowie den Bürgschaftsbanken stehen wir dazu in engem Austausch.


Diese Maßnahmen sind durch die bisherigen beihilferechtlichen Regelungen abgedeckt.


Für Unternehmen, die krisenbedingt vorrübergehend in ernsthaftere Finanzierungs- schwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, werden wir zusätzliche Sonderprogramme für alle entsprechenden Unternehmen bei der KfW auflegen. Das wird dadurch ermöglicht, dass die Risikotoleranz der KfW krisenadäquat erhöht wird. Dafür werden die Risikoübernahmen bei Investitionsmitteln (Haftungsfreistellungen) deutlich verbessert und betragen bei Betriebsmitteln bis zu 80%, bei Investitionen sogar bis zu 90 %. Darüber hinaus sollen für diese Unternehmen konsortiale Strukturen angeboten werden.


Diese Sonderprogramme werden jetzt bei der EU-Kommission zur Genehmigung angemeldet. Die Kommissionspräsidentin hat bereits signalisiert, dass sie für Flexibilität in der Anwendung beihilferechtlicher Regelungen im Zuge der Corona-Krise sorgen möchte. Die EU- und Eurogruppen-Finanzminister werden sich dafür einsetzen, dass die EU-Kommission das notwendige Maß an Flexibilität zeigt.


Die Bundesregierung wird die KfW in die Lage versetzen, diese Programme entsprechend auszustatten, indem die nötigen Garantievolumina zur Verfügung gestellt werden. Das ist unproblematisch möglich. Denn im Bundeshaushalt steht ein Garantierahmen von rund 460 Milliarden Euro zur Verfügung. Dieser Rahmen kann – sofern erforderlich – zeitnah um bis zu 93 Milliarden Euro erhöht werden.


Der Bund stellt der Wirtschaft mit Exportkreditgarantien (sog. Hermesdeckungen) eine flexible, effektive und umfassende Unterstützung bereit, die ausreicht, um eine ernste Situation, vergleichbar mit den Jahren nach der Finanzkrise 2009, zu bewältigen. Die Instrumente haben sich damals bewährt und die im Haushalt 2020 verfügbaren Mittel reichen aus für eine vergleichbare Steigerung des Fördervolumens. Die wird flankiert durch ein gut ausgestattetes KfW-Programm zur Refinanzierung von Exportgeschäften. Bei etwaigem zusätzlichem Bedarf für Exportdeckung und Refinanzierung lässt sich der Ermächtigungsrahmen sehr schnell erhöhen.



Antrag Hilfe wg. Corona / Covid-19

Antrag Bayern

https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona


Antrag Berlin

https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/liquiditaetshilfen-berlin.html


(Quelle: Bundesministerium f. Wirtschaft und Energie (BMWi), Bayerisches Staatsministerium f. Wirtschaft (STMWI) sowie Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw))


Baden-Württemberg: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/informationen-zu-den-auswirkungen-des-coronavirus/

Bayern: https://www.stmwi.bayern.de/coronavirus/

Berlin: https://www.berlin.de/sen/web/corona/

Brandenburg: https://www.wfbb.de/de/Corona-Virus-Unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-Unternehmen

Bremen: https://www.bab-bremen.de/stabilisieren/beratung/task-force.html

Hamburg: https://www.hamburg.de/bwvi/medien/13707286/coronavirus-information-fuer-unternehmen/

Hessen: https://www.wibank.de/wibank/corona

Mecklenburg-Vorpommern: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Aktuelles–Blickpunkte/Wichtige-Informationen-zum-Corona%E2%80%93Virus

Niedersachsen: https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/coronavirus_informationen_fur_unternehmen/informationen-zu-den-auswirkungen-des-coronavirus-185950.html

NRW: https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Rheinland-Pfalz: https://www.rlp.de/de/buergerportale/informationen-zum-coronavirus/

Rheinland-Pfalz: https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/

Saarland: https://www.saarland.de/dokumente/dienststelle_LAS/Allgemeinverfuegung_zum_Vollzug_des_Infektionsschutzgesetzes_13032020.pdf

Saarland: https://www.saarland.de/SID-3F6FE240-173732D5/254042.htm

Sachsen: https://www.staatsregierung.sachsen.de/download/allgv-corona-veranstaltungen.pdf

Sachsen: https://www.smwa.sachsen.de/4358.htm

Sachsen-Anhalt: https://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/StK/STK/Startseite_pdf_Dokumente/Verordnung_unterschrieben.pdf

Sachsen-Anhalt: https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/wirtschaft/

Schleswig-Holstein: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/LandesverordnungCoronaMitUnterschriften.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Schleswig-Holstein: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/FAQ/Dossier/wirtschaft.html

Thüringen: https://www.tmasgff.de/covid-19#c673

Thüringen: https://aufbaubank.de/Presse-Aktuelles/Coronavirus-Aktuelle-Informationen-fuer-Unternehmen


KfW Kreditantrag für Bank vorbereiten
https://corona.kfw.de/?kfwnl=Unternehmensfinanzierung_MSB.27-03-2020.700218


Digitalisierung

Der digitale Wandel ermöglicht Veränderungsprozesse in Unternehmen und erfordert sie. Denn die Fortschritte in der Informationstechnologie verändern auf der einen Seite die Marktnachfrage und schaffen auf der anderen Seite vernetzte, effiziente Möglichkeiten für Produktion, Arbeitsorganisation, Kommunikation und Vertrieb. Eine Sonderbefragung im KfW-Mittelstandspanel 2018 zeigt, dass die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Anpassungsdruck spüren. So messen 22 % aller KMU der Veränderung ihrer Produkte / Dienstleistungen in den nächsten fünf Jahren große Bedeutung bei. Die Erschließung neuer Märkte / Kunden ist für 15 % sehr wichtig.

Tatsächlich digitalisiert sich der Mittelstand zunehmend. In den Jahren 2015– 2017 haben 30 % der KMU Digitalisierungsprojekte durchgeführt. Im Zeitraum 2014–2016 waren es noch 26 %.1 Hierunter fallen Investitionen in neue oder verbesserte Hard- / Software sowie die Erneuerung von IT-Strukturen. Das betrifft gut die Hälfte der „Digitalisierer“ (53 %). Ebenso viele digitalisieren ihren Kunden- und Zuliefererkontakt (56 %), z. B. mit Websites, Social Media und Bezahlsystemen. Ganz zentral ist auch das Humankapital: 38 % der Digitalisierer haben sich Knowhow durch Weiterbildung oder externe Beratung be- schafft. Etwas seltener sind Anpassungen von Workflows und Marketing / Vertriebskonzepten (jew. 25 %) oder Anpassungen der angebotenen Produkte / Dienstleistungen (21 %).

Im Jahr 2017 hat der Mittelstand für seine Digitalisierungsprojekte insgesamt 15 Mrd. EUR ausgegeben, im Schnitt 17.000 EUR pro Digitalisierer. Außerhalb von Digitalisierungsprojekten fallen in ähnlicher Größenordnung (ca. 13 Mrd. EUR) zudem Routine- und Ersatzinvestitionen in die IT an.2 Die allgemein steigende Nachfrage nach Digitalkompetenzen dürfte außerdem Druck auf die laufenden Personalkosten ausüben. Auf der anderen Seite sind – vor allem in der längeren Frist – auch Kosteneinsparungen durch die Digitalisierung denkbar, etwa durch Effizienzsteigerung und Automatisierung.

Passend zu den zuletzt gesteigerten Digitalisierungsaktivitäten überwiegen nach Einschätzung der KMU in diesem Stadium des Strukturwandels die kostensteigernden Effekte. Insgesamt rechnen in der Sonderbefragung 28 % der KMU damit, dass die Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren ihre Kosten erhöht – ein mögliches Indiz für zunehmende Digitalisierungsaktivitäten. Etwa halb so viele KMU (13 %) gehen von einem Kostenrückgang aus.

KMU, die im Zeitraum 2015–2017 Digitalisierungsprojekte durchgeführt haben, rechnen etwas häufiger als der Durchschnitt mit digitalisierungsbedingt steigenden Kosten (32 %) – eventuell mit Blick auf weitere Projekte. Die Anpassung an den digitalen Wandel ist eine kontinuierliche Aufgabe.

Die Digitalisierung wirkt sich nicht nur auf die Ausgabenseite aus, sondern auch auf die Einnahmen – etwa durch verändertes Informations- und Konsumverhalten der Kunden oder neue Möglichkeiten der Vernetzung. Innerhalb von fünf Jahren erwarten 36 % der KMU eine durch die Digitalisierung verursachte Veränderung des Umsatzes. Hierbei halten sich Optimisten und Pessimisten in etwa die Waage: 19 % der KMU rechnen mit einem mittelfristigen Umsatzanstieg, also dass ihre Produkte stärker nachgefragt werden, höhere Preise erzielen und / oder neue Kundengruppen erreichen. Vom Gegenteil gehen 18 % aus.

KMU mit Digitalisierungsprojekten blicken naturgemäß zuversichtlicher auf den Absatzmarkt. Von ihnen rechnen 28 % mit einem digitalisierungsbeding- ten Umsatzanstieg innerhalb von fünf Jahren, nur 9 % mit einem Rückgang. Die Optimisten sind also unter Digitalisierern klar in der Überzahl. Besonders häufig (43 %) sind positive Umsatzerwartungen erwartungsgemäß bei KMU, die ihren Output bzw. Marketing / Vertrieb digitalisiert haben.

(Quelle: Kfw.de)

Projekte im Bereich Digitalisierung werden durch Förderprogramme von Bund und Land bezuschusst. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Unternehmensnachfolge

Jährlich streben rund 76.000 Inhaber und Inhaberinnen die Fortführung ihres Unternehmens durch eine geeignete Nachfolge an. Eine Ursache für die aktuelle Entlastung ist in dem gewachsenen Interesse für Übernahmegründungen zu sehen. Das reduziert die Zahl offener Nachfolgewünsche.

Das Bewusstsein bei den Altinhabern, die Nachfolge frühzeitig zu finalisieren, ist wiederholt gestiegen. Der Anteil bereits finalisierter Übergaben liegt nochmals höher. Dennoch wird für knapp 32.000 Mittelständler die Zeit knapp. Sie planen innerhalb der kommenden zwei Jahre eine Nachfolge, haben aber noch keinerlei Aktivitäten für einen erfolgreichen Wechsel an der Spitze unternommen.

Familieninterne Nachfolgen scheinen beim Blick auf die Nachfolgeoptionen zum Auslaufmodell zu werden. Dagegen wird der Wunsch im Mittelstand nach externen Käufern für die Nachfolge stärker. Die von den Inhabern anvisierten Kaufpreise ziehen erneut an: Derzeit müssten potenzielle Käufer im Durchschnitt 372.000 EUR für den Kauf eines mittelständischen Unternehmens einplanen.

Der demografische Wandel wird den Bedarf an Nachfolgern erhöhen und die Nachfolgesuche erschweren. Bereits jetzt sind über 1,5 Mio. Inhaber / -innen 55 Jahre oder älter. In den kommenden zehn Jahren werden mehr Nachfolger / -innen gebraucht werden als heutzutage. Die Zahl nachrückender Junggründer / -innen ist allerdings zu niedrig.

Die Tragweite eines zu gestaltenden Generationenwechsels im Unternehmen ist enorm. Im Regelfall ist es für den scheidenden Kopf des Unternehmens wie auch für den nachfolgenden Jungunternehmer ein tief greifendes Lebensereignis – nicht selten stark emotional aufgeladen. Eine Routine gibt es beiderseitig nicht, auf konkrete eigene Erfahrungen lässt sich meist nicht zurückgreifen. Erfahrungen anderer sind ebenso rar gesät, denn Verhandlungen im Zuge einer Nachfolgeregelung finden weit gehend im Verborgenen statt.

Sehr viele Puzzleteile gilt es in einem Kompromiss zusammenzusetzen – ein Prozess der ausreichend Vorbereitung und Information bedarf. Umso erfreulicher ist die in der jüngsten Vergangenheit merklich gestiegene Diskussion, die sich um die Königsdisziplin Nachfolge entfacht hat: Vor allem wirtschaftspolitisch – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene – ist viel passiert. Auch das Bewusstsein der Inhaber / innen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Deutschland wächst. Aktuelle Daten zum Nachfolge-Monitoring Mittelstand deuten etwas Entspannung bei der Zahl kurzfristig anstehender Unternehmensnachfolgen an.

Für die Unternehmensnachfolge und die Beratung zu diesem Thema gibt es spezielle Fördermittel und Zuschüsse.

Weitere Informationen bekommen Sie über unser Anfragenformular

(Quelle: Kfw.de)

Kreativwirtschaft 2018

Fast 100.000 Existenzgründung in der Kreativwirtschaft in 2018

Existenzgründungen in der Kreativwirtschaft zeigen teilweise deutliche strukturelle Unterschiede zu Gründungen in anderen Bereichen. So dominieren Einzelgründungen noch stärker als bei der allgemeinen Gründungstätigkeit ohnehin schon. Auch sind Freiberufler doppelt so häufig.

Kreativgründer sind außerdem stärker auf überregionale Zielmärkte und auf Geschäftskunden ausgerichtet. Ihre Angebote sind häufiger digitaler Natur, wobei das Internet häufiger Kernelement des Geschäftsmodells ist. Zur Realisierung ihrer Existenzgründung benötigt ein Drittel der Kreativgründer nur private Sachmittel, wie den Laptop oder das Auto.

Ist ein Finanzmitteleinsatz notwendig, reichen wiederum die eigenen Mittel der Gründer häufig aus. Nur gut jeder zehnte Kreativgründer hat externe Kapitalgeber wie Freunde, Verwandte oder Finanzinstitute. 

Schon die Auswahl der größten Teilmärkte (Design, Werbung, Software / Games, Bücher) deutet darauf hin, dass unter Kreativgründern viele Wissensarbeiter zu finden sind. Die Merkmale der Kreativgründer bestätigen dies. Offensichtlich sind hier auch viele „Digitale Nomaden“ – Solo, Freiberufler, B2B, digital – vertreten, denen ihre private IT-Ausstattung genügt, um ihre Dienstleistung zu erbringen. 

Die Kreativwirtschaft umfasst verschiedene Teilmärkte. Im Teilmarkt Designwirtschaft (25 %) gab es zuletzt (∅ 2015–2018) die meisten Gründungen. Die Teilmärkte Werbewirtschaft (14 %), Software / Games und Büchermarkt (je 11 %) folgen auf den Plätzen 2 und 3. 

Das war 2003 bis 2006 noch anders: Software / Games hatten mit 28 % den weitaus größten Anteil an der Gründungstätigkeit. Für den relativen Bedeutungsverlust gibt es eine einfache Erklärung. In Software / Games gründen zum Großteil Männer: Im langfristigen Durchschnitt 8 von 10 Existenzgründungen. Der deutliche Rückgang der Gründungen durch Männer hat den Teilmarkt somit überproportional getroffen.

Zur Kreativwirtschaft gehören die Bereiche Musik, Film, Rundfunk, Kunst, Bücher, Presse, Design, Werbung, Architektur, darstellende Künste sowie Software-/Games

(Quelle: Kfw.de)

Kreditgeschäft wächst

Das Wachstum des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbstständigen blieb zum Jahresstart auf überdurchschnittlichem Niveau und mit 6,4 % ggü. dem Vorjahr ähnlich hoch wie zuvor.

Anfang 2019 legte das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) in Deutschland um 6,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Damit blieb seine Dynamik in den ersten drei Monaten des Jahres fast genauso hoch wie im Schlussquartal 2018, als das Wachstum 6,6 % gegenüber dem Vorjahr betrug. Besonders interessant dabei: Das Neugeschäft mit längerfristigen Krediten fiel kräftig aus, obwohl die Konjunkturentwicklung in Deutschland seit dem zweiten Halbjahr 2018 insgesamt betrachtet doch ziemlich enttäuschend ausgefallen war. Die niedrigere Wirtschaftsdynamik und die beobachtbare gedämpftere Stimmung der Unternehmen hätten nahegelegt, dass längerfristige Kreditengagements zunehmend gemieden werden.

(Quelle: Kfw.de)

Fördermittel Unternehmensnachfolge

Rund 227.000 Inhaber im Mittelstand wollen bis Ende 2020 ihr Unternehmen in die Hände eines Nachfolgers legen. Das zeigen jüngste Daten des KfW-Mittelstandspanels. Über ein Drittel dieser Unternehmen haben bereits erfolgreich einen Nachfolger gefunden. Ein weiteres Viertel befindet sich derzeit in konkreten Verhandlungen. Das Bewusstsein der aktuellen Inhabergeneration, sich den Herausforderungen des Generationenwechsels frühzeitig zu stellen, ist generell gestiegen. Dabei sind Nachfolgevarianten außerhalb der Familie auf dem Vormarsch. Ertragskraft, Profitabilität und Eigenkapitalausstattung der meisten Nachfolgeplaner sind solide. Dennoch wird nicht allen Unternehmen eine Übergabe gelingen. Speziell für 36.000 KMU wird die Zeit knapp. Sie streben eine Unternehmensnachfolge in den kommenden zwei Jahren an, haben aber noch keinerlei Aktivitäten unternommen. Zudem besteht der zentrale Engpass nach wie vor: Die nachrückende Unternehmergeneration ist zu dünn besetzt.

(Quelle: Kfw.de)

Unternehmergeist Migranten

Migranten haben mehr Unternehmergeist

Migrantinnen und Migranten leisten einen überdurchschnittlichen Beitrag zum Gründungsgeschehen in Deutschland. Sie stellen 21 % der Gründer bei einem Bevölkerungsanteil von 18 % (im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017). Die erhöhte Gründungsaktivität hat zwei zentrale Gründe: Zum einen ist unter Migranten der Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit stärker ausgeprägt als in der Gesamtheit der Bevölkerung. Zum anderen haben sie schlechtere Arbeitsmarktchancen und gründen häufiger in Ermangelung guter Jobalternativen. Wie eine Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors 2018 erstmals zeigt, geben 38 % der Migrantinnen und Migranten grundsätzlich der Selbstständigkeit den Vorzug vor abhängiger Beschäftigung. In der gesamten Bevölkerung wären nur 29 % lieber selbstständig als angestellt. Ein wichtiger Faktor für diesen Unterschied ist, dass viele Migranten durch eine größere Risikofreude und mehr unternehmerische Vorbilder aus ihrer Herkunftskultur geprägt sind.

Darüber hinaus führen die im Mittel schlechteren formalen Berufsqualifikationen von Migranten zu schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So haben 46 % der Migranten keinen bzw. keinen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss, in der gesamten Erwerbsbevölkerung sind es 22 %. Die Arbeitsmarktnachteile bewirken, dass sich Migranten überdurchschnittlich oft selbstständig machen, weil sie keine besseren Erwerbsalternativen sehen. Dieser sogenannte Notgründeranteil liegt mit 38 % deutlich über dem Durchschnitt von 31 %.

Ein weiterer Einflussfaktor für die Chancen am Arbeitsmarkt ist neben dem Berufsabschluss das Beherrschen der Landessprache. Zwei Drittel der 18–64-jährigen Migranten spricht überwiegend Deutsch im eigenen Haushalt. Nur 35 % leben in einem fremdsprachigen Haushalt, häufig sind dessen Mitglieder erst kürzlich zugewandert. Eine ausländische Haushaltssprache ist zwar nicht gleichbedeutend mit schlechten Deutschkenntnissen, doch Migranten aus fremdsprachigen Haushalten haben statistisch schlechtere Arbeitsmarktchancen. Sie sind z. B. häufiger arbeitslos als Migranten insgesamt (12 % gegenüber 8 %). Deshalb ist auch der Anteil von Notgründern besonders hoch (48 %). Davon abgesehen ist auch der Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit noch einmal höher als unter Migranten insgesamt (41 %). Im Ergebnis ist die Selbstständigenquote unter Migranten aus fremdsprachigen Haushalten überdurchschnittlich (9 % gegenüber 7 % bei Migranten insgesamt).

Migranten aus fremdsprachigen Haushalten gründen noch etwas häufiger mit Mitarbeitern als Migranten insgesamt (36 % gegenüber 32 %). Der Branchenschwerpunkt liegt auf persönlichen Dienstleistungen (42 % gegenüber 35 %), dort besonders in der Gastronomie. Migranten aus fremdsprachigen Haushalten nehmen außerdem einige Gründungsprobleme überdurchschnittlich stark wahr. Sie sorgen sich häufiger um ihre fachliche Qualifikation und ihre Geschäftsideen. Besonders stark nehmen sie aber Finanzierungsschwierigkeiten wahr (40 % gegenüber 29 %).

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt: „Migranten sind ein unverzichtbarer Teil des Gründungsgeschehens in Deutschland, ihre Selbstständigenquote ist überdurchschnittlich. Das hat zwei Gründe: Erstens ist der Unternehmergeist von Migranten stärker ausgeprägt. Zweitens machen sie sich aber auch häufiger aus Mangel an Jobalternativen selbstständig. Dies hängt unter anderem mit den formalen Berufsqualifikationen und Sprachkenntnissen zusammen, die der deutsche Arbeitsmarkt verlangt. Gerade der Abbau sprachlicher Hürden braucht Zeit – und Unterstützung durch ausreichende Kursangebote.“

(Quelle: Kfw.de)

Rekordnachfrage Förderkredite

Die LfA Förderbank Bayern hat 2018 die höchste Nachfrage nach Förderkrediten seit ihrer Gründung erlebt. Dabei wurde die bayerische Wirtschaft mit Darlehen in Höhe von rund 2,8 Milliarden Euro unterstützt. Bei den programmgebundenen Förderkrediten stieg das Zusagevolumen um knapp 18 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Besonders gefragt war die Förderung für Gründer und Unternehmensnachfolger.
Darüber hinaus gab es eine große Nachfrage beim Angebot für Energie­effizienz­maßnahmen, das im letzten Jahr optimiert wurde, u. a. durch die Einführung von Tilgungszuschüssen in weiteren Bereichen. Von den Fördervorteilen der staatlichen Spezialbank haben über 4.800 Mittelständler und Kommunen profitiert.
„Der Mittelstand in Bayern ist stark und dynamisch wie nie zuvor. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der bayerischen Wirtschaft. Die hohe Nachfrage nach den Förderangeboten der LfA ist daher sehr erfreulich. Nur mit Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit können unsere Betriebe dauerhaft so erfolgreich und schlagkräftig bleiben. Hierfür ist das passgenaue, flexible Angebot der LfA von großer Bedeutung“, so Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, ergänzt: „Das Förderjahr 2018 war für uns das erfolgreichste in unserer Geschichte – und das in einem Marktumfeld mit niedrigen Zinsen und einer hohen eigenen Finanzierungskraft von Banken und Unternehmen. Die Optimierung der Gründungs- und Nachfolgeförderung zeigt weiterhin Wirkung, insgesamt haben wir allein in diesem Bereich Darlehen in Höhe von rund 490 Millionen Euro zugesagt. Darüber hinaus konnten wir insbesondere bei der Nachfrage nach unseren Angeboten für gewerbliche Umwelt- und Energiemaßnahmen deutliche Zuwächse verzeichnen. Die im letzten Jahr ausgebauten Investitionsanreize durch Tilgungszuschüsse im Energie­effizienzbereich werden vom Mittelstand hervorragend angenommen.“



(Quelle: LfA.de)

Kreditvergabe legt zu

Das von KfW Research für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft der Banken mit Unternehmen und Selbstständigen ist im dritten Quartal 2018 erneut außerordentlich stark um 9,6 % zum Vorjahr gewachsen. Die Kreditvergabe an Unternehmen legt damit das neunte Quartal in Folge zu. Perspektivisch erwartet KfW Research im Zuge einer Stabilisierung der Konjunkturdynamik auf niedrigerem Niveau als zu Jahresbeginn etwas nachlassende, aber weiterhin hohe Wachstumsraten.

Im zweiten Quartal war es genau die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, die wesentlich zu steigender Dynamik des Kreditneugeschäfts beigetragen haben dürfte. Die konjunkturelle Abkühlung kam offensichtlich für viele Unternehmen überraschend, sodass diese Lager aufbauen mussten, die in der Regel über kürzer laufende Kredite refinanziert werden. Tatsächlich war auch im Frühjahr bei den neu vergebenen Krediten in den kurz- und mittelfristigen Laufzeiten ein besonders hoher Zuwachs beobachtbar. Im dritten Quartal ist keine weitere Zunahme mehr bei den Wachstumsraten der Kredite mit kürzerer Laufzeit zu verzeichnen. Das Motiv für die Kreditaufnahme scheint sich im Sommer wieder weg vom Zweck der Lagerhaltung und hin zur Absicht der Investitionsfinanzierung bewegt zu haben, wie auch der jüngste Bank Lending Survey signalisiert.


(Quelle: Kfw.de)

Wagniskapital in Deutschland

Neue Beteiligungstochter KfW Capital: Wagniskapitalfinanzierung in Deutschland

 

KfW Capital, die neue Beteiligungstochter der KfW Bankengruppe, ist gegründet und startet ihr operatives Geschäft am Montag, den 15.10.2018. Das gaben heute der Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier, und Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, in Berlin bekannt.

Ziel der neuen Beteiligungstochter mit Sitz in Frankfurt am Main ist es, die VC- und VD-Fondslandschaft in Deutschland und Europa zu stärken, um den Zugang zu Kapital für junge innovative, schnell wachsende Technologieunternehmen in Deutschland in der Startup- und Wachstumsphase zu verbessern. Mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens (ERP-SV) wird das bisherige Investitionsvolumen der KfW in VC- und VD-Fonds zunächst bis zum Jahr 2020 auf durchschnittlich 200 Mio. EUR p.a. gesteigert.

Die neue Beteiligungsgesellschaft baut dabei auf die professionelle Vorarbeit der KfW und des Bundeswirtschaftsministeriums auf. Seit 2015 – dem Start des Programms „ERP-Venture Capital – Fondsinvestment“ – hat sich die KfW mit einem Volumen von 265 Mio. EUR an 18 Venture Capital Fonds beteiligt und gemeinsam mit dem BMWi im Jahr 2016 coparion, den großen Co-Investitionsfonds, gegründet. Neben diesen Fondsbeteiligungen wird KfW Capital auch die bestehenden Beteiligungen der KfW an den drei Generationen des High Tech-Gründerfonds übernehmen.

 

Wagniskapital ist von erheblicher Bedeutung für die Gründung und das Wachstum von jungen innovativen Unternehmen. In den letzten Jahren hat sich der deutsche Venture Capital-Markt – auch dank der zahlreichen Maßnahmen der Bundesregierung – weiterentwickelt. Mit der neuen Tochtergesellschaft KfW Capital wird die KfW ihr Beteiligungsgeschäft marktnäher durchführen und weiter ausbauen können. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass der Venture Capital und Venture Debt Markt nachhaltig gestärkt wird.

 

(Quelle: Kfw)