Zukunftsinvestitionen im Fokus

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Fördermittel

Jahresbilanz 2022 der LfA Förderbank Bayern 

  • Gesamtförderleistung 2022 von rund 2,95 Milliarden Euro
  • Schwerpunkt der Nachfrage bei Zukunfts- und Nachhaltigkeitsinvestitionen sowie starke Gründungsförderung

Die LfA Förderbank Bayern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück: Im Kerngeschäft mit Programmkrediten für Mittelstand und Kommunen sagte die staatliche Spezialbank rund 2,13 Milliarden Euro zu. Dieser Wert zeigt die Investitionsfreude der bayerischen Wirtschaft im vergangenen Jahr. Die mittelständischen Betriebe und Selbständigen konnten damit Investitionen und Stabilisierungsmaßnahmen in Höhe von rund 2,88 Milliarden Euro realisieren. Zusammen mit den Konsortial- und Globaldarlehen (482 Millionen Euro) erreichte die Kreditvergabe 2022 mit 2,61 Milliarden Euro wieder einen Spitzenwert. Die Gesamtförderleistung für den Wirtschaftsstandort Bayern, also einschließlich der Risikoübernahmen (336 Millionen Euro), lag bei rund 2,95 Milliarden Euro.

Besonders stark gefragt waren im vergangenen Jahr die LfA-Förderprogramme für Gründung und Unternehmensnachfolgen sowie für Modernisierungs-, Wachstums- und Nachhaltigkeitsinvestitionen. Die Gründungsförderung stieg gegenüber dem Rekordwert im Jahr zuvor sogar noch einmal leicht an, auf rund 590 Millionen Euro. Neben mehr als 300 Neugründungen wurden auch etwa 690 Existenzgründungen durch Betriebsübernahmen finanziert. Die Förderung von Modernisierungs- und Wachstumsvorhaben des bayerischen Mittelstandes bildete mit Zusagen von 1,07 Milliarden Euro einen weiteren Schwerpunkt. Ein deutliches Plus gab es zudem im Bereich Energie und Umwelt: dort erhöhte sich das Zusagevolumen um über 22 Prozent, über 90 Prozent des Volumens entfielen auf die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeinsparung, der Großteil davon wurde in dem im Mai 2022 neu eingeführten Energiekredit Regenerativ zugesagt.

Mehr als 80 bayerische Kommunen konnten 2022 mit LfA-Förderkrediten Investitionen in die kommunale Infrastruktur in Höhe von rund 189 Millionen Euro realisieren.

Zur Absicherung von Unternehmen, die von der Energiepreiskrise im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg besonders hart betroffen wurden, hat die LfA Ende 2022 den „Energieliquiditätskredit“ eingeführt. Das seit Juli bestehende Angebot der „Ukraine-Bürgschaften der LfA“, für Unternehmen, die von der militärischen Aggression Russlands gegen die Ukraine betroffen sind, wurde zwischenzeitlich bis zum 31.12.2023 verlängert.

Dagegen sind die im Frühjahr 2020 nach Beginn der Pandemie eingeführten Corona-Hilfen – bestehend aus Krediten, Risikoübernahmen (einschließlich Staatsbürgschaften) und Tilgungsaussetzungen – Mitte 2022 ausgelaufen: sie beliefen sich im Jahr 2022 auf etwa 123 Millionen Euro, in den Jahren 2020 und 2021 waren es über 1,5 Milliarden Euro bzw. 488 Millionen Euro.

Die LfA und die mit ihr in der LfA-Gruppe verbundenen Unternehmen BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und Bayern Kapital GmbH stellen den bayerischen Gründern und Unternehmern zudem Eigenkapitalangebote in allen Entwicklungsphasen der Unternehmen zur Verfügung. 2022 wurde etwa mit dem ScaleUp-Dachfonds Bayern ein Investitionsinstrument aktiviert, das insbesondere Fonds in den Blick nimmt, die Unternehmen in der späteren Wachstumsphase adressieren.

Die Bilanzsumme lag mit 24,386 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahresniveau (+ 3,5 Prozent).

Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Aiwanger: „Pandemie und die gestiegenen Energiekosten haben viele Unternehmen und Branchen in Bedrängnis gebracht. Umso wichtiger ist die Arbeit der LfA. Fast 4.500 Unternehmen und Kommunen wurden letztes Jahr unterstützt. Auch ohne die Krisensituationen brauchen unsere mittelständischen Betriebe einen verlässlichen Partner wie die LfA, zum Beispiel, wenn es um die Nachfolge im Unternehmen geht oder Investitionen in die Transformation zu finanzieren sind. Ich bedanke mich deshalb bei der LfA und allen ihren Mitarbeitern.“

Dr. Bernhard Schwab, Vorstandsvorsitzender der LfA, bezeichnet 2022 als erfolgreiches Förderjahr: „Es ist erfreulich, dass wir mit unseren Darlehenszusagen sogar noch über dem bereits hohen Niveau des vorvergangenen Jahres 2021 liegen. Zuversichtlich stimmt, dass die Betriebe unsere Fördermittel weit überwiegend zur Finanzierung von zukunftsgerichteten Investitionen genutzt haben. Der Bedarf an Risikoentlastungen hingegen ist erneut zurückgegangen – auch das ist ein gutes Signal. Die Förderbank des Freistaats Bayern wird weiterhin alles daran setzen, Unternehmen auf dem Weg der Transformation und bei Bedarf auch in Krisensituationen wirksam zu begleiten.“

Die LfA ist seit 1951 die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht.

(Quelle: Lfa.de)