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GmbH Gründung – Was ist zu beachten

Die Kurzform GmbH steht für Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft bei der die Haftung auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt ist.

Folgende Informationen sind bei der Gründung einer GmbH zu beachten.

1. GmbH Gründung
2. Haftung der Gesellschafter
3. Gesellschaftervertrag
4. Kapital
5. Einlagen
6. Name und Gegenstand der GmbH
7. Geschäftsführer
8. Beurkundung und Eintragung ins Handelsregister
9. Gewerbeanmeldung

 

1. GmbH Gründung

Mit der Gründung der GmbH entsteht eine juristische Person. Diese GmbH hat eigene Rechte und Pflichten sowie einen eigenen Namen der durch die Abkürzung GmbH ergänzt wird.

Die Rechte und Pflichten der GmbH stehen nicht in einer Verbindung zu deren Gesellschaftern. Die GmbH kann selbst klagen und verklagt werden. Weiter kann die GmbH Eigentümerin von Vermögen, Grundstücken und beweglichen Sachen sein. Eine GmbH kann auch durch einen Gesellschafter gegründet werden (Einmann-GmbH). Ausländer haben auch die Möglichkeit eine GmbH zu gründen oder sich an einer GmbH zu beteiligen.

2. Haftung der Gesellschafter

Die GmbH haftet für ihre Verbindlichkeiten mit dem gesamten GmbH Vermögen. Die Gesellschafter sind mit ihrer Haftung auf ihre Einlage beschränkt.

3. Gesellschaftervertrag

Eine GmbH kann nur mit einem schriftlichen Vertrag gegründet werden. Dieser Gesellschaftervertrag muss notariell beurkundet sein. Im Gesellschaftervertrag muss angegeben sein:

  • Name der Gesellschaft (Firma)
  • Unternehmensgegenstand (Tätigkeiten)
  • Sitz der Gesellschaft
  • Höhe des Stammkapitals
  • Einlagen der Gesellschafter

4. Kapital

Das Mindeststammkapital einer GmbH beträgt EUR 25.000,00

5. Einlagen

Das Stammkapital kann aus Bar- und Sacheinlagen bestehen. Bei einer Bargründung muss mindestens die Hälfte des gesetzlichen Mindeststammkapitals (EUR 12.500,00) eingezahlt sein. Neben der Bargründung gibt es auch die Sachgründung.

6. Name und Gegenstand einer GmbH

Der Name der GmbH (Firma) ist frei wählbar. Wichtig ist, dass der Name unterscheidungskräftig ist und zu dem Namen immer der Begriff GmbH mitgeführt wird.

7. Geschäftsführer

Die Gesellschafter entscheiden über den Geschäftsführer. Grundsätzlich können auch Ausländer Geschäftsführer werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass eine Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis der Bundesrepublik Deutschland besteht. Die Geschäftsführer müssen schriftlich versichern, dass keine Umstände vorliegen, die ihrer Bestellung zum Geschäftsführer widersprechen (Insolvenzverfahren, Gewerbeuntersagung, etc.)

8. Beurkundung und Eintragung ins Handelsregister

Hierfür muss ein Notar hinzugezogen werden. Der Notar beurkundet den Gesellschaftervertrag sowie die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister.

9. Gewerbeanmeldung

Nach der Eintragung ins Handelsregister ist bei der zuständigen Behörde eine Gewerbeanmeldung zu beantragen.

Info: Bei dieser Beschreibung handelt es sich um eine verkürzte Darstellung zum Thema GmbH Gründung.  Diese Darstellung ersetzt keine Beratung durch einen Experten, wie Steuerberater, Anwalt für Gesellschaftsrecht, Notar, Unternehmensberater

 

 

Einheitliche Rechtsform: EU-Statut als Gütesiegel für gemeinnützige Stiftungen

Grenzüberschreitend tätige gemeinnützige Stiftungen sollen künftig das Geld für Verwaltungskosten sparen können. Die EU-Kommission hat ein Statut für Europäische Stiftungen vorgeschlagen, um in allen Mitgliedstaaten eine einheitliche Rechtsform zu schaffen. Die EU Stiftung soll optional zu inländischen Stiftungen bestehen. Das Statut können dem Vorschlag zufolge Stiftungen beantragen, die ihre Gemeinnützigkeit nachweisen, in mindestens zwei Mitgliedstaaten tätig sind und ein Kapital von mindestens 25.000 Euro haben. Hat sich eine Stiftung in einem Mitgliedstaat als Europäische Stiftung registrieren lassen, wird diese Rechtspersönlichkeit automatisch in allen anderen EU-Staaten anerkannt. „Wir müssen die wertvolle Arbeit, die Stiftungen für europäische Bürger leisten, unterstützen und fördern“, sagte Binnenmarktkommissar Michel Barnier.

Das EU-Statut werde als europäisches „Gütesiegel“ darüber hinaus dabei helfen, die Tätigkeit der Stiftungen besser bekannt zu machen und ihnen zu mehr finanzieller Unterstützung verhelfen, zeigte sich Barnier überzeugt.

Steuerlich sollen Europäische Stiftungen dem Vorschlag zufolge genauso behandelt werden wie inländische Stiftungen und Spender sollen die gleichen Steuervorteile geltend machen können, wie bei Zuwendungen an eine Stiftung mit Sitz in ihrem eigenen Mitgliedstaat. Das EU-Statut für Stiftungen kann nur umgesetzt werden, wenn alle Mitgliedstaaten der vorgeschlagenen Verordnung zustimmen.

(Quelle: EU Nachrichten 03.2012)