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Guter Start in 2018

Kleine und mittlere Unternehmen starten euphorisch ins Jahr 2018

 

Der deutsche Mittelstand startet in allerbester Laune in das Jahr 2018: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen erhöht sich im Januar um 0,3 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte. Damit kommt es seinem Rekordstand aus dem vergangenen November (31,2 Saldenpunkte) wieder sehr nahe. Ausschlaggebend für die aktuelle Stimmungsverbesserung ist allein die Bewertung der aktuellen Geschäftslage: Die Mittelständler beurteilen diese zu Jahresbeginn so positiv wie nie seit Beginn der gesamtdeutschen Befragungen im Jahr 1991 (+2,4 Zähler auf 46,3 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte fallen hingegen etwas zurück (-1,5 Zähler auf 16,0 Saldenpunkte). Gleichwohl geht noch immer eine deutliche Mehrheit der Firmen von einer weiteren Verbesserung der Geschäfte bis mindestens zum Sommer aus.

 

„Dem deutschen Mittelstand gelingt ein ausgezeichneter Start ins Jahr 2018“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Konjunkturdynamik wird nicht nur über den Winter verlässlich hoch bleiben, auch die Aussichten für den weiteren Verlauf des neuen Jahres sind alles in allem sehr gut. Das Realwachstum dürfte 2018 ähnlich kräftig ausfallen wie im vergangenen Jahr.“ Für eine künftige Regierung könne der Rückenwind kaum günstiger sein, um Deutschland und – zusammen mit Frankreich und den anderen europäischen Partnern – auch die EU langfristig auf ein stabiles Fundamt zu stellen.

 

(Quelle: KfW-ifo-Mittelstandsbarometer)

 

Stimmung im Mittelstand steigt

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland setzt seine Rekordjagd fort. Im November verschieben die Mittelständler die Messlatte für das Allzeithoch bereits das sechste Mal in diesem Jahr nach oben: Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt um 0,7 Zähler auf jetzt 31,4 Saldenpunkte. Ausschlaggebend hierfür ist diesmal eine Verbesserung der Geschäftslage (+1,6 Zähler auf 44,5 Saldenpunkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate bleiben stabil auf hohem Niveau (-0,1 Zähler auf 18,6 Saldenpunkte).

Auch die Großunternehmen übertreffen ihren bisherigen Spitzenwert aus dem Vormonat nochmals um +1,2 Zähler auf aktuell 31,3 Saldenpunkte. Sie melden einen deutlichen Zuwachs der Geschäftserwartungen (+3,0 Zähler auf 19,8 Saldenpunkte) bei einer unwesentlich veränderten Lage (-0,7 Zähler auf 43,0 Saldenpunkte).

Die Stimmung ist in allen Branchen sowohl bei den Mittelständlern als auch bei den Großunternehmen weiterhin auf einem historisch guten Niveau. Branchen-Spitzenreiter bleibt die Bauwirtschaft trotz eines deutlichen Rücksetzers im November in beiden Größenklassen. Die Industrieunternehmen setzen ihren Aufwärtstrend fort und nähern sich allmählich der Baubranche an.

Auch beim Thema Beschäftigung bleiben die deutschen Unternehmen auf Expansionskurs: Die Beschäftigungserwartungen der mittelständischen Unternehmen liegen im November über dem Rekordwert vom Vormonat (+2,4 Zähler auf 21,4 Saldenpunkte). Bei den Großunternehmen verharrt der Beschäftigungsindikator auf fast unverändert hohem Niveau (+0,1 Zähler auf 22,7 Saldenpunkte).

 

(Quelle: Kfw)

Konjunktur steigt weiter

Geschäftsklima steigt auf neuen Rekordstand 

Die Stimmung in den Chefetagen der kleinen und mittleren Unternehmen läuft heiß: Das Geschäftsklima steigt markant um 4,8 Zähler – das entspricht knapp dem Zweieinhalbfachen einer üblichen Monatsveränderung – auf jetzt 28,0 Saldenpunkte. Damit schwingt es sich im Juni zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Monaten in neue gesamtdeutsche Rekordhöhen auf.

 

Binnennachfrage mit zweiter Luft 

Die bereits seit einigen Jahren verlässlich wachsende deutsche Binnennachfrage bekommt gegenwärtig die zweite Luft. So stärkt der jüngste Ölpreisrückgang zusammen mit der leichten Aufwertung des Euro die Kaufkraft der Verbraucher, während die hohe Dynamik beim Beschäftigungsaufbau anhält. Die starke Verfassung des Arbeitsmarktes unterstreichen auch die Beschäftigungspläne der Firmen, die sich in beiden Unternehmensgrößenklassen schon lange auf sehr hohen Niveaus bewegen. Bei den Mittelständlern erreichen sie im Juni mit 19,0 Saldenpunkten bzw. einem Plus von äußerst kräftigen 3,7 Zählern gegenüber Mai sogar ein neues Allzeithoch. Das sind weiter fundamental exzellente Aussichten für den privaten Konsum, die sich im Juni nicht zuletzt in deutlichen Geschäftsklimaverbesserungen bei Einzel- und Großhandel niederschlagen. Den oberen Rand der Anstiege markiert dabei der mittelständische Großhandel mit einem äußerst selten gesehenen Vormonatszuwachs von 12,1 Zählern – auf jetzt 32,9 Saldenpunkte. Doch auch bei den Ein-zelhandelsfirmen beider Größenklassen steigen die Klimaindikatoren mehr als deutlich. Im Bau bewegt sich die Stimmung weiterhin auf Rekordkurs (Mittelständler) oder bleibt nach einem leichten Rücksetzer gegenüber Mai – dem einzigen bei einem Teilindikator des Geschäftsklimas in diesem Monat – nur knapp dahinter zurück (Großunternehmen). Der Bauboom in Deutschland dürfte so schnell nicht enden. Ein recht kräftiger Klimazuwachs beim industriellen Mittelstand (+4,1 Zähler auf 25,9 Saldenpunkte) und ein eher moderater auf Seiten der Großindustrie (+0,7 Zähler auf 25,1 Salden-punkte) runden das positive Branchenbild ab.

 

(Quelle: Kfw.de)

Mittelstand im Aufwind

Stimmung in den mittelständischen Firmen blüht auf

Konjunkturelle Risiken wie insbesondere das in Kürze anstehende Brexit-Referendum wiegen in der Einschätzung der Mittelständler anscheinend nicht so schwer, dass diese sich dadurch die Laune verderben ließen. Im Gegenteil, passend zur Jahreszeit blüht die Stimmung sogar regelrecht auf: Das mittelständische Geschäftsklima verbessert sich im Mai um kräftige 3,0 Zähler und erreicht mit 15,4 Saldenpunkten den höchsten Stand in diesem Jahr. Beide Komponenten des Stimmungsindikators sind deutlich im Plus:

 

Die Urteile der Mittelständler zur aktuellen Geschäftslage ziehen um 3,4 Zähler auf 27,0 Saldenpunkte an – ein Zweijahreshoch. Die sehr gute Lageeinschätzung spricht für eine solide aufwärts gerichtete konjunkturelle Grundtendenz im zweiten Quartal. Gleichwohl dürfte das Realwachstum im Frühling einen Gang zurückschalten, da nach der witterungsbedingt überzeichneten BIP-Rate im ersten Quartal (+0,7 % gegenüber Vorquartal) mit einer korrigierenden Gegenbewegung zu rechnen ist.

 

Dass die kleinen und mittleren Firmen auf einen Fortgang der guten Konjunktur setzen, signalisieren auch ihre Geschäftserwartungen. Diese steigen um 2,7 Zähler auf 3,9 Saldenpunkte. Die Optimisten gewinnen damit allmählich wieder die Oberhand, wenngleich der Vorsprung vor den Pessimisten noch immer nicht so deutlich ausfällt wie Ende 2015. Immerhin hat der Erwartungsindikator nach dem spürbaren Anstieg im Mai inzwischen aber beinahe die Hälfte des Einbruchs von November 2015 bis Februar 2016 wieder aufgeholt. Der gegenüber dem Jahresende 2015 vorsichtigere Grundton bei den Erwartungen ist angesichts der zahlreichen Unwägbarkeiten gerade im außenwirtschaftlichen Umfeld gut nachvollziehbar. Neben den ungeklärten Fragen in Europa prägen die Rezessionen in Russland und Brasilien sowie die Wachstumsabschwächung in China das globale Bild.

 

(Quelle: Kfw.de)

Konjunktur zieht spürbar an

Die deutsche Wirtschaft konnte im ersten Jahresviertel 2016 einen kräftigen Wachstumsschub verzeichnen. „Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Vierteljahr saison- und kalenderbereinigt um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal an“, schreibt die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht und beruft sich dabei auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. Der Auslastungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten habe den höchsten Wert seit mehreren Jahren erreicht und damit die Bereitschaft der Unternehmen gesteigert, wieder mehr zu investieren. Insbesondere der private Verbrauch und die rege Bauaktivität seien die treibenden Faktoren für das Wirtschaftswachstum gewesen. Im Unterschied zum Jahresende 2015 hätten aber auch die Exporte und die Auslandsinvestitionen wieder Impulse gegeben.

 

Anhaltend starke Binnenwirtschaft

Getrieben wurde das Wirtschaftswachstum im Winterquartal durch den kräftig gestiegenen privaten Konsum, heißt es im Monatsbericht. Insbesondere Pkws sowie Baubedarf und Möbel seien stark nachgefragt worden, letzteres stehe im Einklang mit der florierenden Baukonjunktur. Der Einzelhandel habe dagegen wenig Impulse gegeben. Ausschlaggebend für die insgesamt positive Verbraucherstimmung seien der erneute Preisrückgang auf den globalen Ölmärkten, aber auch die guten Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten gewesen. Ein weiterer Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft seien die Exporte gewesen, so die Bundesbank-Ökonomen. Insbesondere die Ausfuhren nach China hätten deutlich zugelegt – damit sei der Abwärtstrend, der sich über große Teile des vergangenen Jahres erstreckt hatte, gestoppt.

Die Verbraucherpreise sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April 2016 zum ersten Mal seit Januar 2015 gesunken. Im Vergleich zum April 2015 kosteten Waren und Dienstleistungen im April 2016 im Schnitt 0,1 Prozent weniger. Von März 2016 auf April 2016 seien die Verbraucherpreise zudem um 0,4 Prozent zurückgegangen.

 

Günstige Lage am Arbeitsmarkt

Die Beschäftigung nahm laut Monatsbericht im ersten Vierteljahr 2016 kräftig zu. Saisonbereinigt stieg die Zahl der im Inland erwerbstätigen Personen um 0,4 Prozent auf 43,42 Mio. „Getragen wurde dieser Zuwachs von der positiven Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.“ Leicht rückläufig sei dagegen die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten. Hier setze sich der seit Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns Anfang 2015 andauernde Rückgang fort.

 

(Quelle: Deutsche Bundesbank)

Wirtschaft Top im Süden

Der Süden Deutschlands bleibt wirtschaftlich das Maß aller Dinge: Im Regionalranking der IW Consult glänzen Städte und Landkreise in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mit innovativen Unternehmen. Hier liegen 89 der 100 stärksten Regionen in Deutschland. Während Teile Niedersachsens den Anschluss an die Spitze halten können, verliert das Ruhrgebiet weiter an Boden.

 

Vollbeschäftigung – dieses wirtschaftliche Ideal ist in einigen Regionen Deutschlands in greifbarer Nähe. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs, aber auch im Süden Niedersachsens und im Westen von Rheinland-Pfalz liegt die Arbeitslosenquote bei höchstens 4 Prozent. Nach Berechnungen der IW Consult, einer Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), bleibt der Landkreis München die erfolgreichste Region hierzulande.

 

Vor allem Regionen mit einer innovativen Wirtschaft entwickeln sich positiver als der Durchschnitt, können aber gleichzeitig ihren Bedarf an Fachkräften immer seltener decken. Studien des IW Köln zeigen, dass Engpässe selbst bei Facharbeitern bestehen, die zunächst nur geringe Deutschkenntnisse brauchen. Dazu zählen LKW-Fahrer, Bäcker oder Köche. Hier könnten Flüchtlinge Lücken schließen, sagt die IW Consult. Für die benötigte schnelle Integration können die starken Regionen zudem mehr Geld investieren.

 

Dagegen kämpfen viele Regionen im Westen Deutschlands mit wirtschaftlichen Problemen – von den schlechtesten zehn Kreisen und Städten sind alleine fünf aus dem Ruhrgebiet. Schlusslicht des Regionalrankings ist Duisburg. Mit Wilhelmshaven, Neumünster, Flensburg und Bremerhaven liegen zudem vier Städte aus Norddeutschland ganz hinten. „Die schwachen Regionen drohen den Anschluss zu verlieren, wenn sie nicht gegensteuern“, warnt Hanno Kempermann von der IW Consult.

 

Im Regionalranking 2016 hat die IW Consult die sozio-ökonomische Lage in allen 402 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht. Im Dynamikranking wird die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 analysiert.

 

(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln)

 

Kredithürde sinkt

Kredithürde sinkt auf neues Rekordtief

Eine Kreditfinanzierung wird für deutsche Unternehmen immer einfacher. Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft sank im Januar auf 14,3 Prozent, nach 14,6 Prozent im Vormonat. Dies ist ein neuer historischer Tiefstand.

Im Verarbeitenden Gewerbe gab die Kredithürde nur leicht nach. Dies war vor allem auf die Entwicklung bei den mittleren Firmen zurückzuführen. Bei den kleinen und großen Firmen stieg die Kredithürde hingegen leicht.

Im Bauhauptgewerbe sank nach dem kleinen Anstieg im Vormonat die Kredithürde auf einen neuen Tiefststand von 16,9 Prozent. Im Handel ist sie hingegen minimal gestiegen.

 

Legende: Die Kredithürde basiert auf ca. 4.000 Meldungen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Darin enthalten sind das Verarbeitenden Gewerbe, das Bauhauptgewerbe, der Großhandel und der Einzelhandel. Die Unternehmen werden gebeten, ihr Urteil auf folgende Frage abzugeben: „Wie beurteilen Sie zur Zeit die Bereitschaft der Banken, Kredite an Unternehmen zu vergeben?“. Die möglichen Antworten sind: „entgegenkommend“, „normal“ und „restriktiv“. Seit November 2008 wird diese Frage monatlich im ifo Konjunkturtest gestellt. Davor war sie zweimal jährlich als Sonderfrage im Fragenprogramm. Die Kredithürde gibt den Prozentanteil der Antwortkategorie „restriktiv“ an. Für die Zusammenfassung zur „Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft“ werden die Prozentanteile im verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Handel mit den durchschnittlichen Kreditvolumina der Wirtschaftsbereiche im Jahr 2005 gewichtet.

 

(Quelle: ifo Institut)

Mittelstand führt

Die Geschäfte laufen gut im deutschen Mittelstand, die Umsätze sollen weiter steigen. Doch vor allem der Fachkräftemangel trübt die Stimmung und wird von den Mittelständlern als das größte Risiko für die Unternehmensentwicklung gesehen. Mehr als die Hälfte sieht Chancen, dass Flüchtlinge den Fachkräftemangel in Deutschland mildern können.

Mehr als jeder zweite Mittelständler (56 Prozent) ist derzeit uneingeschränkt zufrieden mit der Geschäftslage – das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2004, als die Studie erstmals durchgeführt wurde – nur im Juli 2014 waren genauso viele Unternehmer zufrieden. Auch der Ausblick ist optimistisch: 36 Prozent erwarten, dass sich die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten verbessert.

 

Die gute Geschäftslage spiegelt sich auch im Geschäftsklima wider: Der Index steigt mit 46,1 Punkten auf den zweithöchsten Wert seit Januar 2012. Nur zum Jahresanfang 2014 war er mit 49,9 Punkten höher.

Trotz insgesamt guter Stimmung: Die Gefahr durch den Fachkräftemangel ist bereits sehr real: Jeder zweite (49 Prozent) Mittelständler beklagt Umsatzeinbußen, weil ihm geeignete Fachkräfte fehlen. Insgesamt dürfte sich der Schaden, der durch entgangene Umsätze entsteht, auf jährlich knapp 46 Milliarden Euro belaufen.

 

Die Mehrheit der Mittelständler setzt bei der Suche nach Fachkräften unter anderem auf den Flüchtlings-Zustrom: 55 Prozent rechnen damit, dass die nach Deutschland kommenden Flüchtlingen dazu beitragen werden, den Fachkräftemangel zu mildern. Eine überwältigende Mehrheit von 85 Prozent würde Flüchtlingen im eigenen Betrieb einen Job geben: 49 Prozent sind sogar ohne Vorbehalt dazu bereit.

Das sind Ergebnisse des Mittelstandsbarometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young), für das 3.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland befragt wurden.

„Der deutsche Mittelstand hat seinen Pessimismus von vor einem Jahr abgelegt“, kommentiert Peter Englisch, Partner bei EY. „Trotz der unsicheren politischen Großwetterlage: Der niedrige Ölpreis und die Konsumlaune der Verbraucher in der sich erholenden Eurozone beflügeln die Geschäfte im deutschen Mittelstand. Und die mittelständischen Unternehmen in Deutschland wollen zusätzliche Stellen schaffen. Allerdings ist das leichter gesagt als getan: Die nötigen Fachkräfte für viele Jobs fehlen. Jedes zweite Unternehmen erleidet deshalb bereits Umsatzeinbußen. Eine Lösung, um das Problem abzumildern, kann eine gelungene Integration von Flüchtlingen in die deutsche Wirtschaft sein.“

 

Gesamtinvestitionen sollen erneut steigen
Die gute Stimmung lässt sich auch an den geplanten Investitionen ablesen, die insgesamt erneut steigen sollen. Jedes vierte Unternehmen will in den kommenden sechs Monaten die Gesamtinvestitionen erhöhen, gerade einmal jeder neunte Betrieb will sie reduzieren – das entspricht etwa den Werten des Vorjahres.

Allerdings ist im deutschen Mittelstand nicht alles eitel Sonnenschein – ein Stück Skepsis bleibt: Der Anteil der Konjunkturpessimisten ist zwar gegenüber Januar 2015 von 33 auf 25 Prozent gesunken, liegt aber weiterhin über dem Anteil der Konjunkturoptimisten, der von 19 auf 23 Prozent geklettert ist. „Die eigene Geschäftslage wird weitaus besser beurteilt als die konjunkturelle Situation in Deutschland, beobachtet Englisch.

 

Ein Drittel der Unternehmen will einstellen – 360.000 offene Stellen

Doch davon lassen sich die deutschen Mittelständler ihren geplanten Stellenaufbau nicht verderben: In den kommenden sechs Monaten will knapp ein Drittel (32 Prozent) der Unternehmen Personal aufbauen. Sinken soll die Mitarbeiterzahl nur bei elf Prozent. Allerdings berichten mehr als zwei von drei Unternehmen (69 Prozent) von Problemen bei der Mitarbeitersuche. Jedem fünften fällt es sogar sehr schwer, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Folge: 62 Prozent der Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen. Hochgerechnet sind im deutschen Mittelstand derzeit 360.000 Stellen nicht besetzt.

Besonders der Dienstleistungssektor leidet unter dem Fachkräftemangel. Bei den Dienstleistern ist der Anteil der Unternehmen mit 29 Prozent am höchsten, die mehr als zwei Prozent ihrer Stellen – bezogen auf den Mitarbeiterstamm – nicht besetzen können. Im Bau-/Energiesektor sind es 23 Prozent. Mehr als die Hälfte der Dienstleister (51 Prozent) beklagt deswegen Umsatzeinbußen – die anderen Branchen bleiben knapp unter der 50-Prozent-Marke.

„Der Fachkräftemangel bedroht den deutschen Mittelstand – gerade in ländlichen Regionen – schon länger“, sagt Englisch. „Das Problem wird aber gerade jetzt offensichtlich, wo stellenweise quasi Vollbeschäftigung herrscht. Zahlreiche Stellen bleiben unbesetzt, Firmen müssen sich deutlich anstrengen, um geeignete Bewerber zu finden.“

 

Fachkräftemangel größte Gefahr – Flüchtlingszustrom als Chance
Der Fachkräftemangel wird mittlerweile von den Mittelständlern als die größte Gefahr für die Entwicklung des Unternehmens betrachtet. Knapp die Hälfte (48 Prozent) sieht darin eine eher große oder sogar sehr große Gefahr. Eine mögliche schwache Konjunkturentwicklung im Inland sowie volatile Rohstoffpreise werden von 41 beziehungsweise 34 Prozent als größte Gefahr gesehen.

Deswegen ist der aktuelle Flüchtlings-Zustrom aus Sicht der Wirtschaft eine Chance: „Viele junge und lernwillige Leute kommen nach Deutschland und könnten den Arbeitsmarkt beleben. Es ist jetzt wichtig, die Menschen, die Anspruch auf Asyl haben, schnell in die Gesellschaft und in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren“, betont Englisch. Dazu seien allerdings erhebliche Anstrengungen und Investitionen im Bereich der Bildung und Ausbildung nötig.

Als größte Hürde für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt werden von vier von fünf Mittelständlern die mangelnden Deutschkenntnisse genannt. Etwa drei von fünf nennen die unklare Gesetzeslage während laufender Asylverfahren und jeder zweite verweist auf die fehlende Planungssicherheit, da beispielsweise die Gefahr der Abschiebung besteht. „Wenn wir wollen, dass die Unternehmen das Potenzial, das die Flüchtlinge mitbringen, tatsächlich im großen Stil nutzen, muss der Staat für Planungssicherheit sorgen – sonst wird nicht viel passieren“, fordert Englisch. Besonders stark profitieren können nach seiner Einschätzung ländliche Regionen, in denen die Unternehmen den Fachkräftemangel bereits heute sehr stark spüren.

„Die Bewältigung des Fachkräftemangels ist eine der zentralen Aufgaben der deutschen Wirtschaft – die Bewältigung des Flüchtlingszustroms eine der zentralen Aufgaben unserer ganzen Gesellschaft. Es bedarf jetzt großer gemeinsamer Anstrengungen, die Herausforderungen zu meistern“, betont Englisch. „Es ist zum Beispiel wichtig, dass Asylanträge schnell und verlässlich entschieden werden. Darüber hinaus müssen die Menschen, die zu uns kommen, so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen. Das ist die wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Integration – in die Arbeitswelt im Speziellen und in die Gesellschaft allgemein“, sagt Englisch abschließend.

 

(Quelle: Ernst&Young Mittelstandsbarometer)

Wirtschaft optimistisch

Für 2016 gehen 29 deutsche Verbände davon aus, dass ihr Wirtschaftszweig mehr produzieren wird als in diesem Jahr. Nur 7 Verbände rechnen mit einem Produktionsrückgang. So lautet ein zentrales Ergebnis der Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bei 46 Wirtschaftsverbänden. Einen starken konjunkturellen Aufschwung wird es dennoch nicht geben – aus einer Reihe von Gründen.

 

Die deutschen Wirtschaftsverbände schauen in etwa so optimistisch ins neue Jahr wie im Dezember 2014: 12 Verbände attestieren eine bessere Stimmung in ihrer Branche, 13 eine schlechtere. Bei den Investitionen sehen 17 Verbände für 2016 Luft nach oben; nur 5 erwarten weniger Spielraum als Ende des Vorjahres.

 

Auf dem Arbeitsmarkt werden sich die guten Produktions- und Investitions-Perspektiven laut IW-Verbandsumfrage allerdings nicht niederschlagen: 12 Verbände rechnen mit mehr Beschäftigten, ebenfalls 12 aber auch mit weniger Mitarbeitern. „Neue staatliche Vorgaben wie der Mindestlohn oder verschärfte Regeln im Finanzsektor, aber auch drohende Re-Regulierungen etwa bei der Zeitarbeit, bei Werkverträgen und bei der Entgeltgleichheit wirken sich sehr unterschiedlich auf die einzelnen Branchen aus. Das spiegeln die uneinheitlichen Beschäftigungs-Erwartungen wider“, erläutert IW-Direktor Michael Hüther.

 

Die gute Konsumlaune hierzulande, die langsame Erholung im Euroraum sowie der Aufschwung in den USA und in Großbritannien beeinflussen die Stimmung insgesamt positiv. Gleichwohl bleiben die Unsicherheiten aus Sicht der deutschen Firmen und Verbände hoch, betont Ökonom Hüther: „Große Schwellenländer wie China schwächeln und die Unwägbarkeiten mit Blick auf die Flüchtlingsströme und die jüngsten Terrorrisiken haben viele Unternehmen stark verunsichert.“

 

(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln)

Starke Nachfrage nach Förderung

Erstes Halbjahr 2015: Sehr starke Nachfrage nach KfW-Förderung

Die KfW Bankengruppe erreicht im ersten Halbjahr 2015 ein Gesamtfördervolumen von 41,5 Mrd. EUR (+31%) (Vorjahreszeitraum 31,7 Mrd. EUR). Besonders stark ist das internationale Geschäft der KfW (hierzu zählen der Geschäftsbereich Entwicklungsbank, KfW IPEX-Bank und DEG) auf 15,4 Mrd. EUR (10 Mrd. EUR) um rd. 55% gewachsen. Auch die inländische Förderung hat sich im ersten Halbjahr mit 25,7 Mrd. EUR (+21%) (21,3 Mrd. EUR) sehr positiv entwickelt. Die Finanzierungsnachfrage der Unternehmen zog nach zögerlichem Jahresbeginn deutlich an, und Immobilienfinanzierungen werden weiterhin auf hohem Niveau nachgefragt.

  • Gesamtfördervolumen von 41,5 Mrd. EUR (+31%)
  • Inländisches Fördervolumen auf 25,7 Mrd. EUR gestiegen (+21%)
  • Starke Nachfrage bei Mittelstandsfinanzierungen nach zögerlichem Jahresbeginn (+10%)
  • Nachfragesteigerung im internationalen Geschäft um mehr als 50% auf 15,4 Mrd. EUR
  • Konzerngewinn von 1.152 Mio. EUR
  • Bilanzsumme bei rund 505 Mrd. EUR

 

„Die Nachfrage nach KfW-Förderung im ersten Halbjahr 2015 ist im inländischen und internationalen Geschäft stark gestiegen. Dies ist ein gutes Zeichen für die deutsche Konjunktur. Wir sind sehr zufrieden, dass wir als KfW mit unseren Finanzierungen diese positive Entwicklung unterstützen können“, sagt Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

 

Die Ertragslage hat sich im ersten Halbjahr 2015 mit einem Konzerngewinn von 1.152 Mio. EUR (889 Mio. EUR) weiter gut entwickelt. Diese liegt oberhalb der Erwartungen und resultiert aus dem sehr guten Bewertungsergebnis.

„Die erfreuliche Ergebnisentwicklung der KfW im ersten Quartal 2015 hat sich im zweiten Quartal 2015 fortgesetzt. Das Ergebnis ist jedoch von diversen Sondereffekten geprägt. Eine Hochrechnung des Halbjahres- auf das Jahresergebnis ist daher nicht möglich“, sagt Dr.Schröder.

Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderleistung) beträgt 1.009 Mio. EUR (1.034 Mio. EUR). Dabei stellt der Zinsüberschuss (vor Förderleistung) in Höhe von 1.415 Mio. EUR (1.356 Mio. EUR) auf Basis der weiterhin guten Refinanzierungsmöglichkeiten der KfW unverändert die wesentliche Ertragsquelle dar.

Die erbrachte Förderleistung – im Wesentlichen Zinsverbilligungen aus dem Neugeschäft 2015 – liegt mit 181 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (186 Mio. EUR).

Die Risikolage hat sich insgesamt äußerst positiv entwickelt. Moderater Wertberichtigungsbedarf war insbesondere im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer zu verzeichnen. Dieser wurde aber durch positive Sondereffekte im Rahmen der Umschuldung Argentinien überkompensiert, so dass die Risikovorsorge im Kreditgeschäft insgesamt um 18 Mio. EUR reduziert werden konnte.

Das weiterhin erfreuliche Beteiligungs- und Wertpapierergebnis in Höhe von 135 Mio. EUR (133 Mio. EUR) ist vor allem auf das auch von der Entwicklung der Wechselkurse positiv beeinflusste Beteiligungsergebnis der DEG zurückzuführen.

Die Bilanzsumme liegt mit 504,5 Mrd. EUR vor allem aufgrund von währungsbedingten Marktwertveränderungen im Zusammenhang mit Absicherungsgeschäften über dem Niveau des 31.12.2014 (489,1 Mrd. EUR).

Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten des Konzerns haben sich gegenüber dem 31.03.2015 erhöht. Per 30.06.2015 liegt die Gesamtkapitalquote bei 14,7% (31.03.2015: 13,9%), die Kernkapitalquote bei 14,6% (31.03.2015: 13,8%). Der Anstieg ist in etwa gleichermaßen auf das gute Konzernergebnis und die verbesserte Risikoposition zurückzuführen.

 

Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Das Neugeschäft der Mittelstandsbank erreicht per 30.06. 11,0 Mrd. EUR (10,0 Mrd. EUR). Insbesondere in den Förderschwerpunkten Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung sowie Umwelt/Energie erhöhte sich die Kreditnachfrage im zweiten Quartal spürbar. Gründe hierfür sind günstige Kreditnehmerkonditionen sowie ein moderates Wachstum der Unternehmensinvestitionen.

Für Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung wurden 5,7 Mrd. EUR zugesagt (5,1 Mrd. EUR). Insbesondere die Gründungsfinanzierung entwickelte sich mit 1,8 Mrd. EUR sehr positiv (1,3 Mrd. EUR). Im zweiten Quartal tätigte die KfW auch ihr erstes Investment im neuen Förderinstrument „ERP-Venture Capital-Fondsinvestments“. Damit setzt die KfW einen wichtigen Impuls zur Verbesserung des Wagniskapitalangebots für junge wachstumsorientierte Technologieunternehmen in Deutschland. Die Zusagen im Bereich Innovation lagen bei 0,3 Mrd. EUR.

 

Im Förderfeld Umwelt/Energie liegen die Neuzusagen in Höhe von 5,0 Mrd. EUR ebenfalls über dem Vorjahresniveau (4,2 Mrd. EUR). Die Förderung Erneuerbarer Energien stieg auf 2,7 Mrd. EUR (2,3 Mrd. EUR). Wesentlicher Treiber dieser positiven Entwicklung war die Nachfrage nach Finanzierungen von Onshore-Windanlagen. Darüber hinaus beteiligte sich die KfW mit 430 Mio. EUR an der Finanzierung des Offshore-Windparks Veja Mate. Ebenfalls über dem Vorjahresniveau liegt die Energieeffizienzförderung mit einem Volumen von 1,6 Mrd. EUR (1,5 Mrd. EUR).

 

Das Fördervolumen der Kommunal- und Privatkundenbank / Kreditinstitute ist mit 14,7 Mrd. EUR gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 (11,3 Mrd. EUR) deutlich gestiegen. Dieser erfreuliche Verlauf vollzog sich über alle Förderfelder hinweg. Im volumenstärksten Förderschwerpunkt Wohnen konnten die Zusagen auf 8,0 Mrd. EUR (7,6 Mrd. EUR) leicht gesteigert werden. Insbesondere das durch den Bund unterstützte Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren sowie das KfW-Wohneigentumsprogramm wurden lebhaft nachgefragt.

 

Im Förderfeld Infrastrukturfinanzierung ist das Volumen mit 2,0 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahreswert (1,4 Mrd. EUR) ebenfalls gestiegen. Besonders stark wurde der Investitionskredit für kommunale Unternehmen nachgefragt. Mit 1,1 Mrd. EUR haben sich die Zusagen hier im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (0,6 Mrd. EUR) nahezu verdoppelt.

Der stärkste Zuwachs wurde in der Allgemeinen Refinanzierung für Landesförderinstitute (Volumen 2,7 Mrd. EUR, Vorjahreswert 0,7 Mrd. EUR) erzielt. Die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2014 einsetzende Zusagedynamik konnte in diesem Förderschwerpunkt im ersten Halbjahr 2015 verstetigt werden.

Die Bildungsfinanzierung (1,2 Mrd. EUR vs. 1,1 Mrd. EUR im Vorjahr) und die Individualfinanzierungen Banken (0,7 Mrd. EUR vs. 0,6 Mrd. EUR) wiesen ebenfalls positive Entwicklungen auf.

Im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung, das durch die KfW IPEX-Bank verantwortet wird, wurde Neugeschäft in Höhe von 13,1 Mrd. EUR zugesagt. Damit liegt das Zusagevolumen deutlich über dem Vorjahresvergleich (7,9 Mrd. EUR). Hierfür ausschlaggebend sind größere Einzelgeschäfte u.a. aus der Geschäftssparte Maritime Industrie, die allein im Juni Finanzierungszusagen für mehrere neue Kreuzfahrtschiffe abgegeben, und so mit 4,2 Mrd. EUR (1,2 Mrd. EUR) zu den Zusagezahlen beigetragen hat. Weitere Schwerpunkte bilden die Sparten Energie und Umwelt mit 2,0 Mrd. EUR (0,6 Mrd. EUR) sowie Luftfahrt und Schienenverkehr mit 1,9 Mrd. EUR (1,5 Mrd. EUR). Das Zusagevolumen ist in der Höhe überzeichnet, weil ein Teil der Kredite im weiteren Jahresverlauf im Rahmen von Syndizierungen an andere Banken weitergegeben und damit von den Büchern der KfW IPEX-Bank in diejenigen der Syndizierungspartner übertragen wird. Dies reflektiert auch die sehr enge Zusammenarbeit der KfW IPEX-Bank mit deutschen und internationalen Geschäftsbanken im Rahmen von Konsortien.

 

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer liegt bei 2,3 Mrd. EUR (2,1 Mrd. EUR). Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im ersten Halbjahr 2015 rund 1,6 Mrd. EUR (1,6 Mrd. EUR) für Projekte und Programme weltweit zugesagt. Auf die Soziale Infrastruktur wie Gesundheit, Bildung und Wasserversorgung entfallen 14% der Zusagen, auf den Finanzsektor 20% und auf die Energieerzeugung und -versorgung 41%. Insgesamt kommen 68 % der Vorhaben dem Klima- und Umweltschutz zugute. Die DEG hat zum 30.06. 669 Mio. EUR für Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern zugesagt. Dieser Wert lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres (475 Mio. EUR). Finanzierungen für Vorhaben in Lateinamerika konnten mit 212 Mio. EUR (82 Mio. EUR) mehr als verdoppelt werden. In Afrika wurden für Investitionen 185 Mio. EUR (114 Mio. EUR) zugesagt. Für Investitionen im industriellen Sektor konnten weltweit 196 Mio. EUR zugesagt werden (99 Mio. EUR). 250 Mio. EUR des Neugeschäfts waren Risikokapitalfinanzierungen in Form von Beteiligungen und Mezzaninfinanzierungen (173 Mio. EUR).

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes hat die KfW per 30.06.2015 an den internationalen Kapitalmärkten langfristige Mittel im Gegenwert von 29,6 Mrd. EUR in 13 verschiedenen Währungen aufgenommen (per 31.07.2015 38,1 Mrd. EUR). Für das Gesamtjahr rechnet die KfW weiterhin mit einem Refinanzierungsvolumen von 55-60 Mrd. EUR.

(Quelle: KfW)