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Digitalisierung

Der digitale Wandel ermöglicht Veränderungsprozesse in Unternehmen und erfordert sie. Denn die Fortschritte in der Informationstechnologie verändern auf der einen Seite die Marktnachfrage und schaffen auf der anderen Seite vernetzte, effiziente Möglichkeiten für Produktion, Arbeitsorganisation, Kommunikation und Vertrieb. Eine Sonderbefragung im KfW-Mittelstandspanel 2018 zeigt, dass die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Anpassungsdruck spüren. So messen 22 % aller KMU der Veränderung ihrer Produkte / Dienstleistungen in den nächsten fünf Jahren große Bedeutung bei. Die Erschließung neuer Märkte / Kunden ist für 15 % sehr wichtig.

Tatsächlich digitalisiert sich der Mittelstand zunehmend. In den Jahren 2015– 2017 haben 30 % der KMU Digitalisierungsprojekte durchgeführt. Im Zeitraum 2014–2016 waren es noch 26 %.1 Hierunter fallen Investitionen in neue oder verbesserte Hard- / Software sowie die Erneuerung von IT-Strukturen. Das betrifft gut die Hälfte der „Digitalisierer“ (53 %). Ebenso viele digitalisieren ihren Kunden- und Zuliefererkontakt (56 %), z. B. mit Websites, Social Media und Bezahlsystemen. Ganz zentral ist auch das Humankapital: 38 % der Digitalisierer haben sich Knowhow durch Weiterbildung oder externe Beratung be- schafft. Etwas seltener sind Anpassungen von Workflows und Marketing / Vertriebskonzepten (jew. 25 %) oder Anpassungen der angebotenen Produkte / Dienstleistungen (21 %).

Im Jahr 2017 hat der Mittelstand für seine Digitalisierungsprojekte insgesamt 15 Mrd. EUR ausgegeben, im Schnitt 17.000 EUR pro Digitalisierer. Außerhalb von Digitalisierungsprojekten fallen in ähnlicher Größenordnung (ca. 13 Mrd. EUR) zudem Routine- und Ersatzinvestitionen in die IT an.2 Die allgemein steigende Nachfrage nach Digitalkompetenzen dürfte außerdem Druck auf die laufenden Personalkosten ausüben. Auf der anderen Seite sind – vor allem in der längeren Frist – auch Kosteneinsparungen durch die Digitalisierung denkbar, etwa durch Effizienzsteigerung und Automatisierung.

Passend zu den zuletzt gesteigerten Digitalisierungsaktivitäten überwiegen nach Einschätzung der KMU in diesem Stadium des Strukturwandels die kostensteigernden Effekte. Insgesamt rechnen in der Sonderbefragung 28 % der KMU damit, dass die Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren ihre Kosten erhöht – ein mögliches Indiz für zunehmende Digitalisierungsaktivitäten. Etwa halb so viele KMU (13 %) gehen von einem Kostenrückgang aus.

KMU, die im Zeitraum 2015–2017 Digitalisierungsprojekte durchgeführt haben, rechnen etwas häufiger als der Durchschnitt mit digitalisierungsbedingt steigenden Kosten (32 %) – eventuell mit Blick auf weitere Projekte. Die Anpassung an den digitalen Wandel ist eine kontinuierliche Aufgabe.

Die Digitalisierung wirkt sich nicht nur auf die Ausgabenseite aus, sondern auch auf die Einnahmen – etwa durch verändertes Informations- und Konsumverhalten der Kunden oder neue Möglichkeiten der Vernetzung. Innerhalb von fünf Jahren erwarten 36 % der KMU eine durch die Digitalisierung verursachte Veränderung des Umsatzes. Hierbei halten sich Optimisten und Pessimisten in etwa die Waage: 19 % der KMU rechnen mit einem mittelfristigen Umsatzanstieg, also dass ihre Produkte stärker nachgefragt werden, höhere Preise erzielen und / oder neue Kundengruppen erreichen. Vom Gegenteil gehen 18 % aus.

KMU mit Digitalisierungsprojekten blicken naturgemäß zuversichtlicher auf den Absatzmarkt. Von ihnen rechnen 28 % mit einem digitalisierungsbeding- ten Umsatzanstieg innerhalb von fünf Jahren, nur 9 % mit einem Rückgang. Die Optimisten sind also unter Digitalisierern klar in der Überzahl. Besonders häufig (43 %) sind positive Umsatzerwartungen erwartungsgemäß bei KMU, die ihren Output bzw. Marketing / Vertrieb digitalisiert haben.

(Quelle: Kfw.de)

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