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Unternehmensnachfolge

Bis zum Jahr 2018 planen 17% der mittelständischen Unternehmer die Übergabe oder den Verkauf ihres Unternehmens.

Betroffen sind ca. 620.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit über 4 Mio. Beschäftigten.

 

Der demografische Wandel lässt für die nahe Zukunft spürbare Reibungsverluste bei der Unternehmensnachfolge befürchten:

Auf der einen Seite altern die Unternehmer, und es gibt Jahr für Jahr mehr kleine und mittlere Unternehmen, deren Übergabe kurzfristig ansteht.

Auf der anderen Seite fehlen die potenziellen Nachfolger. Dieser demografische Eng- pass wird durch das seit Jahren stagnierende Gründungsgeschehen zusätzlich verschärft.

Aktuell gibt es jährlich etwa dreimal so viele zu übergebende Unternehmen wie Übernahmegründer.

 

Damit droht für mehr als ein Drittel der anstehenden Unternehmensnachfolgen die Zeit knapp zu werden. Denn die Übergabe eines Unternehmens ist ein langfristiges Unterfangen, das sorgfältig vorbereitet werden muss. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) empfiehlt z. B. spätestens drei Jahre vor der Übergabe mit der konkreten Planung und Nachfolgersuche zu beginnen.

 

Planung und Durchführung einer Unternehmensnachfolge sind komplexe Vorgänge mit zahlreichen organisatorischen, und (steuer-) rechtlichen Fallstricken. Entsprechend groß ist der Informationsbedarf im Vorfeld und während der Übergabe: Wie findet man einen geeigneten Nachfolger? Welche Schritte sind wann einzuleiten, welche Dokumente erforderlich? Wie hoch ist der realistische Kaufpreis?

 

Rechtzeitig planen

Die erfolgreiche Unternehmensnachfolge wird mehr und mehr zu einer zentralen Herausforderung für den Mittelstand. Wenn sich die Übergabe bzw. der Verkauf an die nachfolgende Unternehmergeneration verzögert – eventuell sogar scheitert – geraten Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze unter Druck.

 

Drei zentrale Probleme bei der Unternehmensnachfolge.

 

  1. Zeit

Viele Unternehmer widmen sich erst spät der eigenen Nachfolge, obwohl es sich um einen komplexen Prozess handelt, der sorgfältig geplant werden muss. Mehr als ein Drittel der Inhaber, die sich innerhalb von drei Jahren zurückziehen wollen, befindet sich noch nicht im Stadium konkreter Planungen.

 

  1. Demografie

Es zeichnet sich ein grundlegender demografischer Engpass bei der Nachfolge ab: Die Alterung erhöht Jahr für Jahr die Anzahl von kleinen und mittleren Unternehmen, deren Übergabe kurzfristig ansteht. Doch die nachfolgenden Generationen sind nicht nur dünner besetzt, es mangelt ihnen derzeit auch an Gründungsneigung. Denn viele, die grundsätzlich an einer Existenzgründung bzw. Unternehmensnachfolge interessiert sind, ziehen bei der aktuell guten Arbeitsmarktlage die abhängige Beschäftigung der Selbstständigkeit vor.

 

  1. Bürokratieaufwand

Die Unternehmer identifizieren als größten Unterstützungsbedarf die Entlastung von Bürokratieaufwand. Auf diesem Feld wurden zuletzt Fortschritte gemacht: Im Jahr 2015 ist vor allem durch das Bürokratieentlastungsgesetz der so genannte Erfüllungsaufwand (in Geld und Zeit) erstmals seit 2011 gesunken. Gerade kleinere Unternehmen profitieren von angehobenen Schwellenwerten für Buchführungs- und Meldepflichten.

 

(Quelle: Kfw)