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Bundesbank erwartet kräftiges Wachstum

Die deutsche Wirtschaft ist wieder im Wachstum und hat sich nach Einschätzung der Bundesbank schneller als erwartet von der konjunkturellen Schwäche Mitte des vergangenen Jahres erholt und ist wieder auf Wachstumskurs. „Die Binnenwirtschaft profitiert dabei von der guten Arbeitsmarktlage und den kräftigen Einkommenszuwächsen“, kommentierte Bundesbankpräsident Jens Weidmann die aktuelle halbjährliche Prognose seines Hauses. „Auch wenn das Auslandsgeschäft gegenwärtig durch dämpfende Effekte aus der Weltwirtschaft beeinträchtigt wird, stehen dem eine stimulierende Euro-Abwertung und die sich festigende wirtschaftliche Erholung des Euro-Raums gegenüber“, erklärte Weidmann. Zudem dürfte die Weltwirtschaft wieder an Schwung gewinnen. Nach Einschätzung der Bundesbank sollte es deutschen Unternehmen angesichts ihrer guten Marktposition gelingen, die sich ergebenden Möglichkeiten ertragreich zu nutzen.

 

Prognose angehoben

Für das laufende und das kommende Jahr haben die Bundesbank-Experten ihre Wachstumsprognose im Vergleich zur Dezember-Schätzung deutlich angehoben. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird demnach 2015 um 1,7 % zunehmen (kalenderbereinigt um 1,5 %). „Insgesamt ist für den weiteren Verlauf des Jahres 2015 mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum zu rechnen“, heißt es in der Bundesbank-Prognose. Das zweite Quartal könnte dabei sogar einen gewissen Ausgleich für das vergleichsweise schwache erste Quartal bringen.

Für 2016 rechnen die Bundesbank-Volkswirte mit einem BIP-Anstieg um 1,8 % (kalenderbereinigt 1,7 %). Erstmals äußern sie sich auch zu den Aussichten im Jahr 2017. Hier wird ein Anstieg des realen BIP um 1,5 % (kalenderbereinigt 1,7 %) erwartet.

Angesichts der prognostizierten positiven Wirtschaftsentwicklung sagt die Bundesbank eine überdurchschnittliche Auslastung der deutschen Wirtschaft voraus. „Damit geht einher, dass Reserven am Arbeitsmarkt mobilisiert werden und die Löhne mittelfristig stärker steigen“, heißt es in der Prognose.

 

Stärkere Teuerung erwartet

Bei den Verbraucherpreisen rechnet die Bundesbank bis Ende 2017 mit einem verstärkten Anstieg. Gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) erwarten die Bundesbank-Ökonomen für 2015 eine Preissteigerungsrate von 0,5 %. Für 2016 sagen sie einen Anstieg um 1,8 % voraus. 2017 wird sich der HVPI der Prognose zufolge um 2,2 % erhöhen. „Wesentlich für die gedämpften Inflationsaussichten ist vor allem der kräftige Rückgang der Rohölnotierungen“, sagte Bundesbankpräsident Weidmann. Für den Prognosezeitraum wird unterstellt, dass die Rohölnotierungen nur leicht anziehen.

Im Euro-Raum insgesamt wird die Teuerungsrate in diesem Jahr bei 0,3 % liegen, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Mittwoch mit Verweis auf entsprechende Eurosystem-Projektionen sagte. 2016 soll die Verbraucherpreisinflation im Euro-Raum dann auf 1,5 % steigen, 2017 auf 1,8 %.

 

Konjunkturerholung im Euro-Raum

Ein wichtiger Bestandteil der jüngsten Wachstumsprognose der Bundesbank für Deutschland ist die Festigung der konjunkturellen Erholung im Euro-Raum. Draghi zufolge rechnen die Experten des Eurosystems für den Euro-Raum mit einem Anstieg des BIP in diesem Jahr um 1,5 % und für das kommende um 1,9 %. 2017 soll der Zuwachs bei 2,0 % liegen. Diese Konjunkturerholung sollte zu einer erheblichen Ausweitung des innereuropäischen Handels führen. Die Absatzmärkte deutscher Unternehmen dürften demnach  im Euro-Raum sogar etwas stärker expandieren als in der übrigen Welt, wie die Bundesbank-Volkswirte weiter ausführen.

 

Mögliche Rückschlagsgefahren

Weidmann warnte in Bezug auf die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum, dass Rückschlagsgefahren noch nicht gebannt seien. „Aus binnenwirtschaftlicher Sicht stellen darüber hinaus zunehmende Verknappungen am Arbeitsmarkt ein angebotsbedingtes Risiko für das Wirtschaftswachstum dar, und sie können sich auch in einem verstärkten Preisauftrieb äußern“, erklärte der Bundesbankpräsident.

Risiken für die Wirtschaftsentwicklung sehen die Ökonomen der Bundesbank darüber hinaus in der Verwundbarkeit einiger aufstrebender Volkswirtschaften. Auch stellten anhaltende geopolitische Spannungen einen Risikofaktor dar. Sollte der Euro verstärkt aufwerten, ergäben sich ebenfalls konjunkturelle Abwärtsrisiken, so die Bundesbank-Experten.

 
(Quelle: Bundesbank.de)

Wirtschaft wächst weiter

Im 1. Quartal 2014 ist die deutsche Wirtschaft um 0,8 Prozent gewachsen. Damit hat sich der schon einige Quartale andauernde Aufschwung deutlich verstärkt. Kräftige Impulse gingen von den Investitionen aus. Im 2. Quartal könnte sich das Wachstumstempo verringern, weil die durch das milde Winterwetter entstandenen Sondereffekte ausgeklungen sind. Doch weiterhin beurteilen die Betriebe ihre Geschäftslage als sehr positiv. Die Konjunkturaussichten liegen noch in einem guten Bereich, trüben sich aber zunehmend ein. Weiterhin wächst die Beschäftigung, allerdings nicht mehr so kräftig wie in den Wintermonaten. Trotz langsam steigender Chancen profitieren Arbeitslose noch wenig vom Beschäftigungsaufschwung.

Im 1. Quartal 2014 wuchs das preis-, saison und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,8 Prozent (nach +0,4 % im 4. Quartal und +0,3 % im 3. Quartal 2013). Dabei legte die Wertschöpfung im Bau, im Finanzwesen, im Handel sowie im Verarbeitenden Gewerbe und bei den Unternehmensdienstleistern überdurchschnittlich zu. Der kräftige Schub zu Jahresbeginn 2014 hängt auch mit der sehr milden Witterung zusammen. Für das 2. Quartal schätzen die Betriebe ihre wirtschaftliche Lage ebenfalls als sehr gut ein. Das BIP dürfte aber etwas schwächer wachsen als im 1. Quartal, weil die Nachholeffekte nach einem normalen Winter fehlen.

Im 2. Halbjahr 2014 könnte die Dynamik noch etwas mehr nachlassen

Zwar liegen die Konjunkturerwartungen noch auf einem guten Niveau, sie haben sich aber tendenziell bereits seit dem Jahreswechsel verschlechtert, zuletzt sogar stärker. Daraus sprechen u. a. die Verunsicherung angesichts der Krisen in der Ukraine und dem Irak sowie die nachlassenden Exportmöglichkeiten nach Russland. Das internationale Umfeld weist eine beachtliche Heterogenität auf. Die Wirtschaft der Europäischen Union wuchs im 1. Quartal 2014 um 0,3 Prozent – ebenso schwach, aber stabil wie in den Vorquartalen. Zum Wachstum trugen vor allem Deutschland und Großbritannien bei, während Italien noch nicht aus der Rezession herausfindet. Immer mehr Stabilität gewinnt Spanien. Außerhalb Europas hat sich die gute Entwicklung abgeschwächt. In den USA sorgten Schnee und Kälte zu Jahresbeginn für einen Einbruch im Bau und für einen schwachen Handel; die Wirtschaft schrumpfte. Eine solche Sonderentwicklung ist häufig mit Nachholeffekten im darauffolgenden Quartal verbunden; das signalisiert auch der Indikator für das nordamerikanische Wirtschaftsklima. Allerdings besteht zurzeit eine höhere Unsicherheit über die weitere Konjunktur in den USA. In China bleiben die jüngsten Wachstumsraten deutlich hinter den historischen Höchstständen zurück, die Industrie ist mehrere Monate in Folge geschrumpft. Aus den Schwellenländern kommen zurzeit bestenfalls geringe Konjunkturimpulse. Angesichts der durchwachsenen Weltwirtschaft hat sich die Entwicklung der Exporte wieder verlangsamt. Gegenüber dem 4. Quartal 2013 wuchsen sie nur um 0,2 Prozent. Die Exporterwartungen bleiben zwar im positiven Bereich, lassen aber keine Dynamik erkennen. Die gute Situation hierzulande sorgte indes für hohe Einfuhren (+2,2 %). In der Summe hat der Außenbeitrag die Entwicklung des BIP im 1. Quartal gebremst. Grundlage des guten Wachstums war also ausschließlich die Binnenwirtschaft, vor allem die Investitionen. Die milde Witterung und die günstigen Finanzierungsbedingungen führten zu einem kräftigen Plus bei den Bauinvestitionen (+3,6 %). Die Investitionen in Ausrüstungen und der Lageraufbau trugen ebenfalls erheblich zur Wirtschaftsleistung bei. Auch im 2. Quartal dürften die Investitionen ein wesentlicher Wachstumstreiber gewesen sein. Zwar fehlten die üblichen Frühjahrseffekte im Bau, aber die Kapazitätsauslastung war zu Beginn des 2. Quartals gestiegen und die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist nachhaltig eingedämmt. Die weiteren Perspektiven werden von den Investitionsgüterproduzenten jedoch pessimistischer eingeschätzt. Der private Konsum hat wieder an Dynamik gewonnen (+0,7 % im 1. Quartal 2014, nach Stagnation im 2. Halbjahr 2013). Als wesentliche Gründe dieser günstigen Entwicklung und der hohen Anschaffungsneigung sind weiterhin die gute Beschäftigungssituation und die niedrigen Anlagezinsen zu nennen. Auch die Staatsausgaben wirkten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent expansiv auf das BIP. Trotz hohem Schuldenstand und gesetzlicher Schuldenbremse entsteht dieser Handlungsspielraum durch deutlich wachsende Steuereinnahmen. Am Arbeitsmarkt setzt sich der positive Trend der Beschäftigung fort; nach dem ungewöhnlich milden Winter schwächt er sich aber ein wenig ab. Auch bei der Arbeitslosigkeit fehlen die üblichen Frühjahrseffekte, und sie steigt saisonbereinigt zum zweiten Mal in Folge leicht. Für die kommenden drei Monate signalisiert das IAB-Arbeitsmarktbarometer mit 99,6 Punkten eine Stagnation. Damit würden sich nach dem Ausklingen der untypischen Winter- und Frühjahrseffekte wieder stärker die strukturellen Probleme beim Abbau der Arbeitslosigkeit zeigen.

 

(Quelle: IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg)

Wirtschaft steigt weiter

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist deutlich gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen wieder besser eingeschätzt. Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf sind auf den höchsten Wert seit Frühjahr 2011 gestiegen. Die deutsche Wirtschaft blickt zuversichtlich auf die kommenden Wintermonate. 

Der Geschäftsklimaindikator für das Verarbeitende Gewerbe ist kräftig gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder positiver eingeschätzt. Die Erwartungen der Industriefirmen sind merklich optimistischer ausgefallen als noch im Vormonat. Vom Export werden verstärkte Impulse erwartet.

In den beiden Handelsstufen hat sich das Geschäftsklima verbessert. Im Einzelhandel blicken die Unternehmen deutlich optimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf, während die aktuelle Geschäftslage weitgehend unverändert geblieben ist. Im Großhandel sind die Unternehmen zufriedener mit der aktuellen Geschäftssituation. Sie schauen zudem mit merklich gestiegener Zuversicht auf die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex nach sieben Rückgängen in Folge wieder deutlich gestiegen. Obwohl die aktuelle Geschäftslage etwas weniger positiv beurteilt worden ist, schauen die Baufirmen erheblich optimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf als noch im Vormonat.

(Quelle: ifo Institut)

Konjunktur weiter im Aufwärtstrend

Geschäftsklima im Mittelstand weiter im Aufwärtstrend

  • Geschäftserwartungen steigen deutlicher als die Lageurteile
  • Leichte Erwartungseintrübung bei Großunternehmen
  • Beschäftigungspläne erneut im Plus

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Erholungskurs fort. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen, der wichtigste Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, verbessert sich im Oktober um 0,8 Zähler auf 15,1 Saldenpunkte – immerhin ein Siebenmonatshoch und mehr als ausreichend, um den leichten Rücksetzer aus dem Vormonat zu korrigieren.

Beide Klimakomponenten sind im Plus:

  • Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr ziehen um 1,3 Zähler auf 9,4 Saldenpunkte an. Damit tragen sie den Löwenanteil zu dem Anstieg bei. Der überproportionale Zuwachs bei den Geschäftserwartungen ist ein gutes Signal, da Investitions- und Arbeitsplatzentscheidungen vom Zukunftsvertrauen abhängen.
  • Demgegenüber verbessern sich die Urteile zur Geschäftslage nur leicht um 0,3 Zähler auf 20,5 Saldenpunkte. Die Lageurteile bewegen sich allerdings bereits seit einiger Zeit auf einem in historischer Perspektive recht hohen Niveau, das für eine aktuell gute wirtschaftliche Situation spricht.

Großunternehmen mit etwas reduziertem Optimismus 

Im Unterschied zu den Mittelständlern sind die Großunternehmen im Oktober etwas weniger optimistisch als im Monat davor. Gleichwohl gibt dies wenig Anlass zur Besorgnis. Der Erwartungsindikator verschlechtert sich zwar um 1,5 Zähler auf 7,5 Saldenpunkte. Damit wird aber nur die Hälfte des spürbaren Zuwachses aus dem Vormonat korrigiert – der Aufwärtstrend ist also nach wie vor intakt. Wesentliche Gründe für den etwas reduzierten Optimismus der großen, stark im Exportgeschäft engagierten Firmen dürften der inzwischen überwundene „government shutdown“ in den USA, die politischen Turbulenzen in Italien sowie der steigende Eurokurs gewesen sein. Die Lageurteile der Großunternehmen ziehen demgegenüber um 1,5 Zähler auf 16,6 Saldenpunkte an, sodass das Geschäftsklima im Ergebnis auf der Stelle tritt (-0,1 Zähler auf 12,2 Saldenpunkte).

Beschäftigungserwartungen auf Neunzehnmonatshoch

Positive Signale kommen auch aus den Personalabteilungen. Die Firmen beider Unternehmensgrößenklassen setzen bei den Arbeitsplätzen zunehmend auf Expansion. Im Mittelstand verbessern sich die Beschäftigungserwartungen um kräftige 1,8 Zähler auf 10,6 Saldenpunkte. Dies ist der höchste Wert in gut anderthalb Jahren. Auch bei den Großunternehmen bleibt unter dem Strich ein – allerdings kleineres – Plus (+0,3 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte). Inflationsgefahren sind dagegen nicht in Sicht: Die Absatzpreiserwartungen bewegen sich in beiden Unternehmensgrößenklassen unauffällig in der Nähe des langfristigen Durchschnitts.

Deutschland erholt sich – wenn auch Europa Fortschritte macht

Mit dem Oktober-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers sehen wir unser Konjunkturbild bestätigt. Die schon seit längerem gute Binnennachfrage wird zunehmend durch die Aufhellung des europäischen und internationalen Umfeldes unterstützt. Deutschland ist auf dem Weg der Erholung, auch wenn man sich nach dem witterungsbedingten Sprung im Frühjahr kurzfristig wieder auf moderatere BIP-Quartalsraten einstellen muss. 2014 kann die Wirtschaftsleistung erstmals seit drei Jahren wieder schneller wachsen als im langfristigen Trend, sodass sich die Unterauslastung der Produktionskapazitäten zurückbilden wird. Wir erwarten ein Realwachstum von bis zu 2 % im kommenden Jahr, begleitet von einer anziehenden Investitionstätigkeit. Allerdings darf man die Risiken nicht vernachlässigen. In der Eurozone könnte die weitere Stabilisierung nicht nur von Finanzierungsengpässen behindert werden. Auch eine weitere Aufwertung des Euro käme für Europa zur Unzeit.

(Quelle: KfW.de)

Konjunktur steigt weiter

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist das fünfte Mal in Folge gestiegen. Zwar beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als etwas weniger zufriedenstellend als im Vormonat. Die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung sind aber erneut optimistischer ausgefallen. Die deutsche Wirtschaft ist mit Zuversicht in den Herbst gestartet. 

Der Geschäftsklimaindikator für das Verarbeitende Gewerbe ist erneut gestiegen. Die aktuelle Ge-schäftslage wird etwas weniger positiv beurteilt. Jedoch sind die Erwartungen an den weiteren Geschäfts-verlauf auf den höchsten Wert seit Juni 2011 gestiegen. Auch vom Export werden weiterhin Impulse erwar-tet.

Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Insbesondere die Erwartungen fielen erheblich optimistischer aus und sind auf den höchsten Wert seit Februar 2011 gestiegen. Auch mit ihrer aktuellen Geschäftslage sind die Einzelhändler wieder zufriedener. Im Großhandel hingegen hat der Ge-schäftsklimaindex etwas nachgegeben. Während die Großhändler leicht optimistischer auf die weitere Geschäftsentwicklung blicken, schätzen sie die aktuelle Situation etwas weniger positiv ein.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut gesunken, befindet sich historisch betrachtet jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder etwas günstiger beur-teilt. Die Baufirmen blicken jedoch skeptischer auf den weiteren Geschäftsverlauf.

(Quelle: ifo Geschäftsklima www.ifo.de)

Konjunktur: Deutschland profitiert vom Ende der Rezession in Europa

Die KfW revidiert ihre Konjunkturprognose für 2013 von zuvor 0,3 % auf 0,6 % nach oben; 2014 wird sich das Realwachstum auf 2,0 % beschleunigen (Vorprognose: 1,7 %) und damit nach zwei schwachen Jahren erstmals wieder über dem langfristigen Durchschnitt liegen

Die wichtigsten Gründe für die Aufwärtsrevision im laufenden Jahr sind erstens das starke zweite Quartal (0,7 %) – auch dank nachholender Bauinvestitionen – und zweitens die nach neuem Datenstand geringere Wachstumsbelastung aus dem Einbruch im Schlussquartal 2012; für das zweite Halbjahr 2013 gehen wir unverändert von Quartalsraten um 0,4 % aus; 2014 sind im Schnitt etwas höhere Quartalszuwächse möglich, sofern Europa leicht expandiert

Konsum und Wohnbau sind unverändert eine Stütze der Konjunktur; sie profitieren von niedriger Arbeitslosigkeit, Reallohnsteigerungen und günstigen Finanzierungsbedingungen; die Investitionen des Staates erhalten einen leichten Impuls von der Beseitigung der Flutschäden; die Unternehmensinvestitionen dürften sich angesichts verminderter Unsicherheit, gestiegener Kapazitätsauslastung und besserer Exportaussichten im Verlauf des Prognosezeitraums endlich beleben; der Wachstumsbeitrag des Außenhandels bleibt trotz merklich höherer Exportdynamik im kommenden Jahr in etwa neutral, da auch die Importe deutlich zunehmen werden.

 

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Kfw.de)

Konjunktur: Zuversicht kehrt zurück

  • Leichtes Klimaplus dank besserer Geschäftserwartungen
  • Flut wirkt sich kaum auf Urteile zur Geschäftslage aus
  • Industrie wird zunehmend Hoffungsträger für Konjunktur

Die Zuversicht der deutschen Mittelständler nimmt im Juni zu: Zum zweiten Mal in Folge verbessert sich ihr Geschäftsklima, der Hauptindikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers – diesmal um 0,5 Zähler auf 11,7 Saldenpunkte. Die Aufhellung ist damit zwar wie schon im Mai nur moderat, doch sind es im Unterschied zum Vormonat die Geschäftserwartungen, die das aktuelle Klimaplus tragen (+1,6 auf 5,1 Saldenpunkte). Dies ist ein gutes Signal, denn nur wenn die Firmen ihre künftigen Geschäfte besser einschätzen, dann sind sie auch bereit zu Investitionen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Urteile zur Geschäftslage hingegen geben im Juni trotz der verheerenden Flut in Süd- und Ostdeutschland nur leicht um 0,6 Zähler auf 18,0 Saldenpunkte nach.

„Die erneute Stimmungsaufhellung im Mittelstand ist erfreulich und keine Selbstverständlichkeit angesichts der Flutschäden, der Rezession in der Eurozone und den zuletzt eher enttäuschenden Konjunkturindikatoren aus China“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Sie spricht dafür, dass sich die deutsche Konjunktur wie von uns erwartet im weiteren Jahresverlauf allmählich beleben dürfte.“

Auch bei den Großunternehmen verbessert sich die Stimmung, sogar stärker als im Mittelstand. Sie schätzen im Juni ihre aktuelle Geschäftslage (+0,7 Zähler auf 12,1 Saldenpunkte), besonders aber ihre Geschäftserwartungen (+3,7 Zähler auf 5,5 Saldenpunkte) günstiger ein als im Mai. Ihr Geschäftsklima zieht um 2,2 Zähler auf 9,0 Saldenpunkte an und liegt damit nur noch um rund drei Punkte unter dem mittelständischen Geschäftsklima. Bei den Geschäftserwartungen lassen die Großunternehmen den Mittelstand sogar erstmals seit zwei Jahren wieder knapp hinter sich.

Höher war der Erwartungsindikator der stark international orientierten Großunternehmen zuletzt im Juli 2011. Das deutet darauf hin, dass die Firmen immer mehr auf eine Erholung des Exportgeschäfts setzen.

Hierzu passt die umfassende Stimmungsaufhellung im exportstarken Verarbeitenden Gewerbe: Das Geschäftsklima verbessert sich sowohl in der Großindustrie (+1,6 Zähler auf 8,7 Saldenpunkte) als auch im industriellen Mittelstand (+2,1 Zähler auf 9,1 Saldenpunkte). Die Industrie wird damit zunehmend zum Hoffnungsträger für die Erholung. Im Branchenvergleich liegt das Industrieklima inzwischen auf dem zweiten Platz – nach dem Bau, der trotz eines Rücksetzers bei den großen Baufirmen weiterhin mit großem Abstand führt.

Zeuner: „Die Stimmungsverbesserung in der Exportwirtschaft zeigt: die Firmen sehen Stabilisierungsansätze in der Eurozone und bewerten sie höher als das Risiko eines Nachfragerückgangs in China.“

(Quelle: KfW.de)

 

Deutsche Firmen kommen leichter an Finanzierung

  • Leichte Verbesserung des Finanzierungsklimas gegenüber 2012
  • Wachsender Anteil an Unternehmen mit sinkenden Umsatzrenditen und bestenfalls stagnierenden Investitionen
  • Unternehmer erwarten von Hausbanken vor allem zügige Bereitstellung von Krediten und Ratingberatung

Die Finanzierungssituation der Unternehmen in Deutschland ist ungeachtet der Krise in der Eurozone und der konjunkturellen Unsicherheit weiterhin gut. Das Finanzierungsklima für die Firmen in Deutschland hat sich in den vergangenen 12 Monaten insgesamt sogar leicht verbessert. Allerdings schlägt sich die nachlassende konjunkturelle Dynamik zunehmend auf die Finanzkennziffern und Ratings der Unternehmen nieder. Bei einer weiter anhaltenden Konjunkturschwäche könnten die Finanzierungsprobleme der Unternehmen zunehmen. Dies sind die Kernergebnisse der Unternehmensbefragung 2013, die die KfW gemeinsam mit BDI, BGA, HDE, ZDH und anderen führenden Wirtschaftsverbänden unter 3.600 Unternehmen durchgeführt hat.

Das verbesserte Finanzierungsklima zeigt sich darin, dass der Anteil der Unternehmen, der von gestiegenen Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme berichtet, um 3 Prozentpunkte auf 22 % gesunken ist. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen, der Erleichterungen bei der Kreditaufnahme wahrnimmt, um 1 Prozentpunkt auf 9 %. Dennoch sind damit noch immer mehr Unternehmen bei der Kreditaufnahme mit Erschwernissen konfrontiert als mit Erleichterungen.

Die schwache Konjunktur spiegelt sich in der Entwicklung der Finanzkennziffern wider. Die Umsatzrenditen stagnieren: lediglich 31 % der befragten Unternehmen berichten noch von Verbesserungen, 28 % von Verschlechterungen. In der Vorjahreserhebung betrugen die entsprechenden Werte noch 43 bzw. 20 %. Die Eigenkapitalquoten entwickelten sich mit einem Saldo von 29 Punkten gegenüber dem Vorjahr zwar weiterhin positiv. Ein wichtiger Faktor hierfür sind allerdings stagnierende Unternehmensinvestitionen, was langfristig ungünstig für das Wachstumspotential ist.

All dies hat Folgen für die Ratingnoten der Unternehmen: Hatte sich diese im Vorjahr noch spürbar verbessert, so lässt dieser Trend nun deutlich nach. Insbesondere großen Unternehmen gelang es seltener als im Vorjahr, ihre Ratingnote zu verbessern. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, können die Finanzierungsschwierigkeiten von Unternehmen in den kommenden Monaten zunehmen.

Der Vorstandsvorsitzende der KfW, Dr. Ulrich Schröder, sagte: „Die Unternehmen in Deutschland sind stark und robust, aber nicht immun gegen eine dauerhaft schwache Konjunktur. Die Warnsignale sind ernst zu nehmen. Die Wachstumskräfte müssen gestärkt, das Investitionsklima muss verbessert werden. Die KfW wird ihre subsidiäre Aufgabe bei der Bereitstellung von langfristigen Investitionsfinanzierungen weiter engagiert wahrnehmen.“

Präsident des BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel Dienstleistungen e. V., Anton F. Börner, sagte: „Mit ihrer stärkeren Eigenkapitalbasis stehen die meisten Unternehmen heute in Finanzierungsverhandlungen besser da. Allerdings brauchen sie auch weiterhin verlässliche und berechenbare Finanzierungspartner, gerade in der Langfristfinanzierung. Ohne Investitionen in Zukunftstechnologien und Unternehmensinfrastruktur leidet die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die Unternehmensfinanzierung bietet also noch genügend Raum für Verbesserungen.“

Der klassische Bankkredit bleibt für die Unternehmen weiterhin mit Abstand das wichtigste Finanzierungsinstrument. Von ihrer Hausbank erwarten sie daher in erster Linie die zügige Bereitstellung von Krediten zu angemessenen Konditionen. 94 % der befragten Firmen bezeichneten dies als wichtigste Dienstleistung ihrer Hausbanken. Ein großer Teil der Unternehmen (56 %) legt auf eine schnelle Kreditbearbeitung besonderen Wert. Der Bedeutung der Kreditversorgung durch Banken entsprechend stellt die Beratung zur Ratingnote (70 %) und zur Einbindung von Fördermitteln (60 %) die wichtigsten Beratungsdienstleistungen dar. Nicht zuletzt erwarten mehr als vier Fünftel der Unternehmen in ihrer Hausbank einen persönlichen und gleichbleibenden Ansprechpartner.

Alternative Finanzierungsformen wie Leasing, Factoring, die Ausgabe von Schuldscheindarlehen oder die Emission von Anleihen am Kapitalmarkt spielen gegenüber der überragenden Bedeutung des Kredits bei der breiten Maße der Unternehmen eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings ist das Interesse großer Unternehmen an der Begleitung bei der Ausgabe von Schuldscheindarlehen und Anleihen gestiegen.

(Quelle: KfW.de)

Deutsche Wirtschaft im Aufwind

Die deutsche Wirtschaft verzeichnet bereits seit einigen Monaten wieder einen moderaten Aufwärtstrend. Dies bestätigt auch das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das ein Wachstum von gut 0,3 Prozent für das zweite Quartal im Vergleich zum ersten Quartal anzeigt. „Die Industrie hat ihr Tief zu Jahresbeginn überwunden“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Im Winterhalbjahr war die deutsche Wirtschaft geschrumpft. Nach dem strengen Winter erwarten die Berliner Konjunkturforscher für das laufende Quartal zudem merkliche Impulse aus der Bauwirtschaft.

„Die Dienstleistungsbranchen profitieren vom kräftigen privaten Verbrauch“, so DIW-Deutschlandexperte Simon Junker. Es gibt zudem keine Anhaltspunkte für eine Schwäche auf dem Arbeitsmarkt: „Der Beschäftigungsaufbau wird anhalten, wenngleich mit nachlassendem Tempo“. Auch die Löhne dürften weiter kräftig zulegen und den Konsum anschieben.

Allerdings haben die Unternehmen ihre Investitionen bereits zum sechsten Mal in Folge zurückgefahren. „Die  schwache Weltkonjunktur und die Unsicherheit im Zuge der Krise im Euroraum trüben die Absatzperspektiven, trotz des günstigen Finanzierungsumfeldes dürften die Investitionen nur schleppend wieder anlaufen“, dämpft Fichtner zu optimistische Erwartungen.

(Quelle: DIW Berlin)

Konjunktur legt weiter zu

Die Verbraucherstimmung behauptet sich im Mai weiterhin sehr gut. Konjunktur- und Einkommenserwartung legen leicht zu, während die Anschaffungsneigung ihr insgesamt sehr hohes Niveau noch einmal bestätigt. Für Juni prognostiziert der Gesamtindikator 6,5 Punkte nach 6,2 Punkten im Mai.

Obwohl die EU-Kommission für die Eurozone in diesem Jahr eine Rezession prognostiziert hat, lassen sich die deutschen Verbraucher in ihrem Optimismus weiterhin nicht beeinträchtigen. Offenbar ist ihr Augenmerk in erster Linie auf die guten und stabilen Rahmenbedingungen in Deutschland gerichtet. Eine auf hohem Niveau befindliche Beschäftigung, gute Tarifabschlüsse sowie eine sinkende Inflation stützen die gute Stimmung. Folglich legen sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung im Mai leicht zu. Im Sog dieser Entwicklung behauptet auch die Anschaffungsneigung ihr ohnehin sehr gutes Niveau eindrucksvoll.

Zusätzlich wird die positive Entwicklung des Konsumklimas durch die niedrige Sparneigung gestützt, die im Mai auf einen neuen historischen Tiefstwert gesunken ist. Dies ist vermutlich auch auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank zurückzuführen, die Zinsen in der Eurozone noch einmal zu senken, um die Konjunktur anzukurbeln.

Konjunkturerwartung: leichte Verbesserung 

Nach den leichten Verlusten im Vormonat steigt die Konjunkturerwartung im Mai mit 1,3 Zählern wieder etwas. Mit aktuell -0,2 Punkten liegt der Indikator damit in etwa auf seinem langjährigen Durchschnitt von null Punkten.

Diese insgesamt eher zögerliche Erholung deckt sich mit der tatsächlichen Entwicklung in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber der Vorperiode nur minimal um 0,1 Prozent zu. Dies deutet darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres 2013 erholen kann, dieser Prozess aber eher schleppend verlaufen dürfte. Vor allem die Investitionen der Unternehmen zeigen sich gegenwärtig noch sehr verhalten. Gegen eine dynamischere Entwicklung spricht die Rezession in vielen Staaten der Eurozone, die wichtige Handelspartner für Deutschland sind. Folglich dürften sich auch die Exporte in diesen Wirtschaftsraum vermutlich moderat entwickeln.

Einkommenserwartung: leichter Anstieg

Nach dem leichten Zuwachs im April gewinnt die Einkommenserwartung auch im Mai an Wert. Ein Plus von 3,1 Punkten bedeutet aktuell einen Stand von 33,9 Zählern. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Juli 2012 mit gut 36 Punkten gemessen.

Offenbar stützen sich die deutschen Konsumenten derzeit in erster Linie auf die überaus positiven inländischen Rahmenbedingungen, wenn es um die weiteren Aussichten für ihre finanzielle Situation geht. Ein nach wie vor stabiler Arbeitsmarkt, im Vergleich zu den Vorjahren verbesserte Tariferhöhungen für eine Reihe von Beschäftigten in Verbindung mit einer rückläufigen Inflationsrate lassen die Verbraucher mehrheitlich vermuten, dass sie auch real mehr Geld in der Tasche haben werden. Diese Annahme ist nicht unbegründet, wie der kürzlich ausgehandelte Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in Bayern beweist. Demnach erhalten die Beschäftigten in dieser großen und wichtigen Branche ab Juli 3,4 Prozent mehr Lohn und Gehalt, im Mai 2014 noch einmal 2,2 Prozent. Aktuell ist dieser Abschluss bereits von fünf weiteren Regionen übernommen worden. Weitere Übernahmeverhandlungen stehen derzeit an. Es gilt als ziemlich sicher, dass auch diese erfolgreich verlaufen werden.

(Quelle: GfK SE)