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Konjunktur steigt weiter

Geschäftsklima steigt auf neuen Rekordstand 

Die Stimmung in den Chefetagen der kleinen und mittleren Unternehmen läuft heiß: Das Geschäftsklima steigt markant um 4,8 Zähler – das entspricht knapp dem Zweieinhalbfachen einer üblichen Monatsveränderung – auf jetzt 28,0 Saldenpunkte. Damit schwingt es sich im Juni zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Monaten in neue gesamtdeutsche Rekordhöhen auf.

 

Binnennachfrage mit zweiter Luft 

Die bereits seit einigen Jahren verlässlich wachsende deutsche Binnennachfrage bekommt gegenwärtig die zweite Luft. So stärkt der jüngste Ölpreisrückgang zusammen mit der leichten Aufwertung des Euro die Kaufkraft der Verbraucher, während die hohe Dynamik beim Beschäftigungsaufbau anhält. Die starke Verfassung des Arbeitsmarktes unterstreichen auch die Beschäftigungspläne der Firmen, die sich in beiden Unternehmensgrößenklassen schon lange auf sehr hohen Niveaus bewegen. Bei den Mittelständlern erreichen sie im Juni mit 19,0 Saldenpunkten bzw. einem Plus von äußerst kräftigen 3,7 Zählern gegenüber Mai sogar ein neues Allzeithoch. Das sind weiter fundamental exzellente Aussichten für den privaten Konsum, die sich im Juni nicht zuletzt in deutlichen Geschäftsklimaverbesserungen bei Einzel- und Großhandel niederschlagen. Den oberen Rand der Anstiege markiert dabei der mittelständische Großhandel mit einem äußerst selten gesehenen Vormonatszuwachs von 12,1 Zählern – auf jetzt 32,9 Saldenpunkte. Doch auch bei den Ein-zelhandelsfirmen beider Größenklassen steigen die Klimaindikatoren mehr als deutlich. Im Bau bewegt sich die Stimmung weiterhin auf Rekordkurs (Mittelständler) oder bleibt nach einem leichten Rücksetzer gegenüber Mai – dem einzigen bei einem Teilindikator des Geschäftsklimas in diesem Monat – nur knapp dahinter zurück (Großunternehmen). Der Bauboom in Deutschland dürfte so schnell nicht enden. Ein recht kräftiger Klimazuwachs beim industriellen Mittelstand (+4,1 Zähler auf 25,9 Saldenpunkte) und ein eher moderater auf Seiten der Großindustrie (+0,7 Zähler auf 25,1 Salden-punkte) runden das positive Branchenbild ab.

 

(Quelle: Kfw.de)

Wachstumsfinanzierung

Wachstumsfinanzierung voranbringen – Startschuss für zwei neue Instrumente für mehr Risikokapital in Deutschland

Mit zwei neuen Fonds will die Bundesregierung den Kapitalbedarf von kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen. Dies gilt insbesondere für Start-up Unternehmen.

Bundeswirtschaftsministerium, Europäischer Investitionsfonds und KfW haben heute den Startschuss für zwei neue, großvolumige Instrumente der Finanzierung von Wagniskapital gegeben. Nachfolgend finden Sie Informationen zu den zwei neuen Instrumenten, d.h. zur sogenannten ERP/EIF Wachstumsfazilität und zum sogenannten coparion-Fonds.

  1. ERP/EIF-Wachstumsfazilität mit einem Volumen von 500 Mio. EUR
  2. coparion-Fonds mit einem Volumen von 225 Mio. EUR

Das coparion-Kapital kommt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und aus dem ERP-Sondervermögen. Die KfW hat 2015 entschieden wieder in Bereich Risikokapital tätig zu werden.

Der Fonds wird sich an innovativen Start-ups und jungen Technologieunternehmen beteiligen. Diese Beteiligung erfolgt immer gemeinsam mit einem privaten Investor. Der Investor muss sein Kapital in gleicher Höhe und zu gleichen Konditionen investieren.

Pro Investment will der Fonds Investitionen in Höhe von EUR 500.000 und 3 Mio. EUR zur Verfügung stellen. Insgesamt können so bis zu 10 Mio. EUR pro Unternehmen in verschiedenen Investitionsstufen zusammen kommen.

 

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft, BMWi.de)

Wirtschaft weiter im Aufschwung

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2015 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 % höher als im Vorjahr. Im vorangegangenen Jahr war das BIP in ähnlicher Größenordnung gewachsen (+ 1,6 %), 2013 lediglich um 0,3 %. Eine längerfristigere Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag.

 

Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum im Jahr 2015 wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,9 %, die Konsumausgaben des Staates sogar um 2,8 % höher als im Jahr zuvor. Auch die Investitionen legten zu: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 3,6 % mehr in Ausrüstungen – das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – als ein Jahr zuvor. Die preisbereinigten Bauinvestitionen erzielten ebenfalls ein leichtes Plus von 0,2 %. Der deutsche Außenhandel gewann im Jahr 2015 weiter an Dynamik: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 5,4 % höher als im Vorjahr. Die Importe legten in ähnlicher Größenordnung zu (+ 5,7 %), sodass der resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, einen vergleichsweise geringen Beitrag zum BIP-Wachstum leistete (+ 0,2 Prozentpunkte).

 

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts trugen sowohl das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe als auch die Dienstleistungsbereiche insgesamt zur wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2015 bei. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet, konnte spürbar um 2,2 % zulegen. Daneben entwickelten sich auch die Dienstleistungsbereiche überwiegend positiv. Lediglich die Finanz- und Versicherungsdienstleister lagen 2015 preisbereinigt mit – 1,0 % im Minus. Daneben kam es im Baugewerbe im Jahr 2015 – trotz überwiegend milder Witterung in den Wintermonaten – zu einem leichten Rückgang der wirtschaftlichen Leistung von – 0,2 %, nachdem es im Vorjahr einen kräftigen Anstieg gegeben hatte. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 %.

 

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2015 erstmals von mehr als 43 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Nach ersten vorläufigen Berechnungen waren im Jahr 2015 rund 329 000 Personen oder 0,8 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Damit setzte sich der seit zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde, war 2015 um 0,5 % höher als im Vorjahr. Je Erwerbstätigen ist die Arbeitsproduktivität etwas stärker gestiegen (+ 0,9 %).

 

Die Staatshaushalte waren im Jahr 2015 weiter auf Konsolidierungskurs:
Der Staatssektor – dazu gehören Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen – beendete das Jahr nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsüberschuss in Höhe von 16,4 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat im Jahr 2015 eine Überschussquote von + 0,5 %. Damit kann der Staat den neuesten Berechnungen zufolge das zweite Jahr in Folge mit einem Überschuss abschließen.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Geschäftsklimaindex gestiegen – Konjunktur steigt

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Juli auf 108,0 Punkte gestiegen, von 107,5 im Vormonat. Die Konjunktur steigt. Die Lageeinschätzungen der Unternehmen verbesserten sich nach einem Dämpfer im Vormonat deutlich. Auch die Geschäftsaussichten waren nach drei Rückgängen in Folge wieder etwas optimistischer. Die vorläufige Entspannung bei der Griechenlandfrage trägt zur Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft bei. 

 

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex gestiegen. Die Industrieunternehmen blicken deutlich optimistischer auf den kommenden Geschäftsverlauf. Ihre sehr guten Urteile zur aktuellen Geschäftslage gaben hingegen leicht nach. Die Kapazitätsauslastung ist minimal um 0,1 Prozentpunkte auf 84,2 Prozent gefallen.

 

Im Großhandel ist der Index deutlich gestiegen. Die Einschätzungen zur Geschäftslage verbesserten sich auf den höchsten Stand seit Februar 2012. Auch die Erwartungen hellten sich auf. Im Einzelhandel gab der Klimaindikator erneut nach. Dies war auf merklich zurückhaltendere Geschäftsaussichten zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde von den Einzelhändlern hingegen wieder etwas besser beurteilt.

 

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima nach drei Anstiegen in Folge verschlechtert. Während die Einschätzungen zur aktuellen Lage etwas nachgaben, hellten sich die Erwartungen erneut auf.

 

(Quelle: ifo Institut)

Konjunktur steigend

Die deutsche Wirtschaft hat sich von der konjunkturellen Schwäche Mitte des vergangenen Jahres schneller als erwartet erholt. Die Konjunktur steigert weiter. Sie sei auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt, der von der Binnen- und Außennachfrage gestützt wird, schreiben die Bundesbank-Ökonomen in ihrem aktuellen Monatsbericht. Die Binnenwirtschaft profitiere dabei von der guten Arbeitsmarktlage und den kräftigen Einkommenszuwächsen. Das Auslandsgeschäft werde zwar gegenwärtig durch dämpfende Effekte aus der Weltwirtschaft beeinträchtigt, dem stünden aber die Euro-Abwertung und die sich festigende konjunkturelle Erholung des Euro-Raums gegenüber. Zudem dürfte die Weltwirtschaft wieder an Schwung gewinnen, so die Ökonomen.

Unter diesen Bedingungen, schätzen die Bundesbank-Ökonomen, könnte die deutsche Wirtschaft nach einer Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 % im laufenden Jahr im kommenden Jahr um 1,8 % und im darauf folgenden Jahr um 1,5 % expandieren. In kalenderbereinigter Rechnung entspräche dies Expansionsraten von 1,5 % im Jahr 2015 und jeweils 1,7 % in den Jahren 2016 und 2017.

Ein weiteres Schwerpunktthema sind die marktfähigen Finanzierungsinstrumente von Banken. Begünstigt durch Maßnahmen zur Finanzmarktförderung und den europäischen Integrationsprozess habe die marktbasierte Finanzierung von Banken mit Beginn der Währungsunion zum traditionellen Einlagengeschäft aufschließen können, heißt es im Monatsbericht. Das Eurosystem akzeptierte einen Großteil der marktfähigen Finanzierungsinstrumente von Banken als Sicherheit in seinen Refinanzierungsgeschäften. Dies ist nach Darstellung der Bundesbank-Ökonomen Ausdruck eines geldpolitischen Handlungsrahmens, der durch ein breites Spektrum an Sicherheiten und einen breiten Zugang von Banken zu den Refinanzierungsgeschäften die Gleichbehandlung der Geschäftspartner im Euro-Raum fördern soll.

Die Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems seien dabei grundsätzlich umfangreiche kurzfristige Kreditgeschäfte, für die Banken entsprechend notenbankfähige Aktiva zur Besicherung vorhielten. Die Tatsache, dass ein breiter Kreis von Vermögenswerten notenbankfähig sei, unterscheide das Eurosystem wesentlich von vielen anderen Zentralbanken, schreiben die Ökonomen.

(Quelle: Deutsche Bundesbank)

Bundesbank erwartet kräftiges Wachstum

Die deutsche Wirtschaft ist wieder im Wachstum und hat sich nach Einschätzung der Bundesbank schneller als erwartet von der konjunkturellen Schwäche Mitte des vergangenen Jahres erholt und ist wieder auf Wachstumskurs. „Die Binnenwirtschaft profitiert dabei von der guten Arbeitsmarktlage und den kräftigen Einkommenszuwächsen“, kommentierte Bundesbankpräsident Jens Weidmann die aktuelle halbjährliche Prognose seines Hauses. „Auch wenn das Auslandsgeschäft gegenwärtig durch dämpfende Effekte aus der Weltwirtschaft beeinträchtigt wird, stehen dem eine stimulierende Euro-Abwertung und die sich festigende wirtschaftliche Erholung des Euro-Raums gegenüber“, erklärte Weidmann. Zudem dürfte die Weltwirtschaft wieder an Schwung gewinnen. Nach Einschätzung der Bundesbank sollte es deutschen Unternehmen angesichts ihrer guten Marktposition gelingen, die sich ergebenden Möglichkeiten ertragreich zu nutzen.

 

Prognose angehoben

Für das laufende und das kommende Jahr haben die Bundesbank-Experten ihre Wachstumsprognose im Vergleich zur Dezember-Schätzung deutlich angehoben. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird demnach 2015 um 1,7 % zunehmen (kalenderbereinigt um 1,5 %). „Insgesamt ist für den weiteren Verlauf des Jahres 2015 mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum zu rechnen“, heißt es in der Bundesbank-Prognose. Das zweite Quartal könnte dabei sogar einen gewissen Ausgleich für das vergleichsweise schwache erste Quartal bringen.

Für 2016 rechnen die Bundesbank-Volkswirte mit einem BIP-Anstieg um 1,8 % (kalenderbereinigt 1,7 %). Erstmals äußern sie sich auch zu den Aussichten im Jahr 2017. Hier wird ein Anstieg des realen BIP um 1,5 % (kalenderbereinigt 1,7 %) erwartet.

Angesichts der prognostizierten positiven Wirtschaftsentwicklung sagt die Bundesbank eine überdurchschnittliche Auslastung der deutschen Wirtschaft voraus. „Damit geht einher, dass Reserven am Arbeitsmarkt mobilisiert werden und die Löhne mittelfristig stärker steigen“, heißt es in der Prognose.

 

Stärkere Teuerung erwartet

Bei den Verbraucherpreisen rechnet die Bundesbank bis Ende 2017 mit einem verstärkten Anstieg. Gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) erwarten die Bundesbank-Ökonomen für 2015 eine Preissteigerungsrate von 0,5 %. Für 2016 sagen sie einen Anstieg um 1,8 % voraus. 2017 wird sich der HVPI der Prognose zufolge um 2,2 % erhöhen. „Wesentlich für die gedämpften Inflationsaussichten ist vor allem der kräftige Rückgang der Rohölnotierungen“, sagte Bundesbankpräsident Weidmann. Für den Prognosezeitraum wird unterstellt, dass die Rohölnotierungen nur leicht anziehen.

Im Euro-Raum insgesamt wird die Teuerungsrate in diesem Jahr bei 0,3 % liegen, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Mittwoch mit Verweis auf entsprechende Eurosystem-Projektionen sagte. 2016 soll die Verbraucherpreisinflation im Euro-Raum dann auf 1,5 % steigen, 2017 auf 1,8 %.

 

Konjunkturerholung im Euro-Raum

Ein wichtiger Bestandteil der jüngsten Wachstumsprognose der Bundesbank für Deutschland ist die Festigung der konjunkturellen Erholung im Euro-Raum. Draghi zufolge rechnen die Experten des Eurosystems für den Euro-Raum mit einem Anstieg des BIP in diesem Jahr um 1,5 % und für das kommende um 1,9 %. 2017 soll der Zuwachs bei 2,0 % liegen. Diese Konjunkturerholung sollte zu einer erheblichen Ausweitung des innereuropäischen Handels führen. Die Absatzmärkte deutscher Unternehmen dürften demnach  im Euro-Raum sogar etwas stärker expandieren als in der übrigen Welt, wie die Bundesbank-Volkswirte weiter ausführen.

 

Mögliche Rückschlagsgefahren

Weidmann warnte in Bezug auf die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum, dass Rückschlagsgefahren noch nicht gebannt seien. „Aus binnenwirtschaftlicher Sicht stellen darüber hinaus zunehmende Verknappungen am Arbeitsmarkt ein angebotsbedingtes Risiko für das Wirtschaftswachstum dar, und sie können sich auch in einem verstärkten Preisauftrieb äußern“, erklärte der Bundesbankpräsident.

Risiken für die Wirtschaftsentwicklung sehen die Ökonomen der Bundesbank darüber hinaus in der Verwundbarkeit einiger aufstrebender Volkswirtschaften. Auch stellten anhaltende geopolitische Spannungen einen Risikofaktor dar. Sollte der Euro verstärkt aufwerten, ergäben sich ebenfalls konjunkturelle Abwärtsrisiken, so die Bundesbank-Experten.

 
(Quelle: Bundesbank.de)

Existenzgründungen durch Migranten

Gründungslust belebt das Geschehen

Gründer helfen dabei, den Erneuerungs- und Effizienzdruck auf bereits bestehende Unternehmen hoch zu halten und so Deutschland zukunftsfähig zu machen. Ein reges Gründungsgeschehen ist deshalb wichtig. Gründungen durch Migranten spielen hierbei eine wichtige Rolle: In den letzten Jahren entfiel auf sie etwa jede fünfte Existenzgründung. Damit tragen sie sogar mehr zum Gründungs-geschehen bei als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht. Migranten beschäftigen zudem häufiger von Anfang an Mitarbeiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

 

Die Gründer unter den Migranten sind etwas jünger als die Gründer insgesamt, zudem sind bei ihnen Männer häufiger vertreten. Auch ist der Anteil der Gründer, die vor ihrer Selbstständigkeit arbeitslos waren, bei Migranten etwas höher als im Durchschnitt. Eine vergleichbar häufigere „Not“ zur Existenzgründung ist aus den Gründungsmotiven jedoch nicht abzuleiten.

 

Die Frage der Gründungsfinanzierung ist für Migranten etwas häufiger eine Herausforderung – allerdings ohne Folge für die Finanzierungsstruktur. Diese weicht von der Gesamtheit der Gründer kaum ab. Migranten beschäftigt zudem stärker die Sorge, in der beruflichen Selbstständigkeit einen attraktiven Job zu verpassen – wohl auch ein Grund dafür, dass Migranten ihre Selbstständigkeit etwas häufiger abbrechen.

Quelle: Kfw

 
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Konjunktur für Informationswirtschaft weiter steigend

Bei den Unternehmen der Informationswirtschaft setzt sich die gute konjunkturelle Stimmung im zweiten Quartal 2014 fort. Dies zeigt der ZEW-Stimmungsindikator Informationswirtschaft, der auf einem hohen Wert von 64,7 Punkten verharrt. Die Teilindikatoren für die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen in der Informationswirtschaft haben sich im zweiten Quartal 2014 wieder aufeinander zubewegt.

Konjunktur steigt, wie in anderen Branchen auch

Der Teilindikator für die Geschäftslage gewinnt im Vergleich zum Vorquartal vier Punkte hinzu und erreicht einen Wert von jetzt 64,4 Punkten, während der Teilindikator für die Geschäftserwartungen 4,6 Punkte abgibt und sich auf einem Niveau von 65 Punkten stabilisiert. Damit bewegen sich beide Teilindikatoren deutlich über der 50-Punkte-Marke und signalisieren eine positive Grundstimmung in der Informationswirtschaft. In dieses Bild passt, dass nunmehr auch der Stimmungsindikator für die dritte Teilbranche der Informationswirtschaft, die Mediendienstleister, im zweiten Quartal 2014 die wichtige 50-Punkte-Marke übersprungen hat. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vom Juni 2014 unter den Unternehmen in der Informationswirtschaft.

Der Wirtschaftszweig Informationswirtschaft setzt sich aus den Teilbranchen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister zusammen. Der Stimmungsindikator für die IKT-Branche geht im Vergleich zum Vorquartal leicht um 1,2 Punkte auf einen Stand von 69,1 Punkten zurück. Damit weist er weiterhin ein positives konjunkturelles Klima für diese Teilbranche aus. Der Teilindikator für die Geschäftslage steigt auf einen Stand von 68,7 Punkten. Der Anstieg um 3,6 Punkte im Vergleich zum Vorquartal ist insbesondere auf die verbesserten Umsätze der Unternehmen zurückzuführen. Der Teilindikator für die Geschäftserwartungen verliert im Vergleich zum Vorquartal 6,3 Punkte, befindet sich mit 69,5 Punkten aber nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Zur Branche Informationswirtschaft gehören:

  • IKT-Hardware
  • IKT-Dienstleister
  • Medien
  • Rechts- und Steuerberatung
  • Wirtschaftsprüfung
  • Public-Relations- und Unternehmensberatung
  • Architektur- und Ingenieurbüros, technische, physikalische und chemische Untersuchung
  • Forschung und Entwicklung
  • Werbung und Marktforschung
  • sonstige freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten

(Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, ZEW)

Wirtschaft wächst weiter

Im 1. Quartal 2014 ist die deutsche Wirtschaft um 0,8 Prozent gewachsen. Damit hat sich der schon einige Quartale andauernde Aufschwung deutlich verstärkt. Kräftige Impulse gingen von den Investitionen aus. Im 2. Quartal könnte sich das Wachstumstempo verringern, weil die durch das milde Winterwetter entstandenen Sondereffekte ausgeklungen sind. Doch weiterhin beurteilen die Betriebe ihre Geschäftslage als sehr positiv. Die Konjunkturaussichten liegen noch in einem guten Bereich, trüben sich aber zunehmend ein. Weiterhin wächst die Beschäftigung, allerdings nicht mehr so kräftig wie in den Wintermonaten. Trotz langsam steigender Chancen profitieren Arbeitslose noch wenig vom Beschäftigungsaufschwung.

Im 1. Quartal 2014 wuchs das preis-, saison und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,8 Prozent (nach +0,4 % im 4. Quartal und +0,3 % im 3. Quartal 2013). Dabei legte die Wertschöpfung im Bau, im Finanzwesen, im Handel sowie im Verarbeitenden Gewerbe und bei den Unternehmensdienstleistern überdurchschnittlich zu. Der kräftige Schub zu Jahresbeginn 2014 hängt auch mit der sehr milden Witterung zusammen. Für das 2. Quartal schätzen die Betriebe ihre wirtschaftliche Lage ebenfalls als sehr gut ein. Das BIP dürfte aber etwas schwächer wachsen als im 1. Quartal, weil die Nachholeffekte nach einem normalen Winter fehlen.

Im 2. Halbjahr 2014 könnte die Dynamik noch etwas mehr nachlassen

Zwar liegen die Konjunkturerwartungen noch auf einem guten Niveau, sie haben sich aber tendenziell bereits seit dem Jahreswechsel verschlechtert, zuletzt sogar stärker. Daraus sprechen u. a. die Verunsicherung angesichts der Krisen in der Ukraine und dem Irak sowie die nachlassenden Exportmöglichkeiten nach Russland. Das internationale Umfeld weist eine beachtliche Heterogenität auf. Die Wirtschaft der Europäischen Union wuchs im 1. Quartal 2014 um 0,3 Prozent – ebenso schwach, aber stabil wie in den Vorquartalen. Zum Wachstum trugen vor allem Deutschland und Großbritannien bei, während Italien noch nicht aus der Rezession herausfindet. Immer mehr Stabilität gewinnt Spanien. Außerhalb Europas hat sich die gute Entwicklung abgeschwächt. In den USA sorgten Schnee und Kälte zu Jahresbeginn für einen Einbruch im Bau und für einen schwachen Handel; die Wirtschaft schrumpfte. Eine solche Sonderentwicklung ist häufig mit Nachholeffekten im darauffolgenden Quartal verbunden; das signalisiert auch der Indikator für das nordamerikanische Wirtschaftsklima. Allerdings besteht zurzeit eine höhere Unsicherheit über die weitere Konjunktur in den USA. In China bleiben die jüngsten Wachstumsraten deutlich hinter den historischen Höchstständen zurück, die Industrie ist mehrere Monate in Folge geschrumpft. Aus den Schwellenländern kommen zurzeit bestenfalls geringe Konjunkturimpulse. Angesichts der durchwachsenen Weltwirtschaft hat sich die Entwicklung der Exporte wieder verlangsamt. Gegenüber dem 4. Quartal 2013 wuchsen sie nur um 0,2 Prozent. Die Exporterwartungen bleiben zwar im positiven Bereich, lassen aber keine Dynamik erkennen. Die gute Situation hierzulande sorgte indes für hohe Einfuhren (+2,2 %). In der Summe hat der Außenbeitrag die Entwicklung des BIP im 1. Quartal gebremst. Grundlage des guten Wachstums war also ausschließlich die Binnenwirtschaft, vor allem die Investitionen. Die milde Witterung und die günstigen Finanzierungsbedingungen führten zu einem kräftigen Plus bei den Bauinvestitionen (+3,6 %). Die Investitionen in Ausrüstungen und der Lageraufbau trugen ebenfalls erheblich zur Wirtschaftsleistung bei. Auch im 2. Quartal dürften die Investitionen ein wesentlicher Wachstumstreiber gewesen sein. Zwar fehlten die üblichen Frühjahrseffekte im Bau, aber die Kapazitätsauslastung war zu Beginn des 2. Quartals gestiegen und die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist nachhaltig eingedämmt. Die weiteren Perspektiven werden von den Investitionsgüterproduzenten jedoch pessimistischer eingeschätzt. Der private Konsum hat wieder an Dynamik gewonnen (+0,7 % im 1. Quartal 2014, nach Stagnation im 2. Halbjahr 2013). Als wesentliche Gründe dieser günstigen Entwicklung und der hohen Anschaffungsneigung sind weiterhin die gute Beschäftigungssituation und die niedrigen Anlagezinsen zu nennen. Auch die Staatsausgaben wirkten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent expansiv auf das BIP. Trotz hohem Schuldenstand und gesetzlicher Schuldenbremse entsteht dieser Handlungsspielraum durch deutlich wachsende Steuereinnahmen. Am Arbeitsmarkt setzt sich der positive Trend der Beschäftigung fort; nach dem ungewöhnlich milden Winter schwächt er sich aber ein wenig ab. Auch bei der Arbeitslosigkeit fehlen die üblichen Frühjahrseffekte, und sie steigt saisonbereinigt zum zweiten Mal in Folge leicht. Für die kommenden drei Monate signalisiert das IAB-Arbeitsmarktbarometer mit 99,6 Punkten eine Stagnation. Damit würden sich nach dem Ausklingen der untypischen Winter- und Frühjahrseffekte wieder stärker die strukturellen Probleme beim Abbau der Arbeitslosigkeit zeigen.

 

(Quelle: IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg)

Konjunktur 2014 positiv

Wirtschaft blickt optimistisch ins kommende Jahr

Die deutschen Wirtschaftsverbände sehen dem neuen Jahr überwiegend zuversichtlich entgegen. Für ihre Mitgliedsunternehmen erwarten die meisten bessere Geschäfte und etwas mehr Investitionen als 2013. Von einer positiveren Stimmung in ihren Unternehmen zum Jahreswechsel 2013/2014 im Vergleich zum Vorjahr berichten 26 der 48 Verbände, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragt hat.

Nur in sieben Branchen hat sich die Stimmung verschlechtert. Beim Blick nach vorn hellen sich die Mienen sogar noch weiter auf. Denn in 34 von 48 Wirtschaftszweigen rechnen die Unternehmen für 2014 mit einem Produktionsanstieg bzw. höheren Umsätzen als im abgelaufenen Jahr. IW-Direktor Prof. Michael Hüther: „Das sind erfreuliche Zahlen. Schon lange nicht mehr hat die deutsche Wirtschaft so positiv in die Zukunft geschaut. Aber ohne die Unsicherheiten, die der unzureichende Koalitionsvertrag für die Unternehmen mit sich bringt, wäre das Ergebnis sicher noch besser ausgefallen.“

Gründe für den Optimismus der Verbände sind die robuste inländische Konjunktur und die Tatsache, dass im Euroraum viele Zeichen auf Besserung stehen. Daran ändern auch die schwächeren Wachstumsimpulse aus den Schwellenländern Asiens und Südamerikas nichts. Deshalb werden die Betriebe in den meisten Wirtschaftssparten 2014 wohl zumindest in gleichem Maße investieren wie im vergangenen Jahr. In 16 Branchen wollen die Unternehmen ihr Investitionsbudget sogar aufstocken. Ein großes Beschäftigungsplus ist damit aber nicht verbunden. Denn die Zahl der Verbände, die einen Personalaufbau bzw. -abbau erwarten, hält sich mit jeweils zehn die Waage.

Unter den Branchen sticht besonders der Maschinenbau hervor, der gute Geschäfte aus dem Investitionsbedarf vieler Firmen erwartet. Die Bauindustrie wiederum profitiert vom anhaltenden Boom am Immobilienmarkt. Drei von sechs Verbänden der Finanzbranche wollen dagegen Stellen abbauen.

(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln)