Fördermittel Deutschland
open

Home / Posts tagged "Unternehmensnachfolge"

Unternehmensnachfolge

Bis zum Jahr 2018 planen 17% der mittelständischen Unternehmer die Übergabe oder den Verkauf ihres Unternehmens.

Betroffen sind ca. 620.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit über 4 Mio. Beschäftigten.

 

Der demografische Wandel lässt für die nahe Zukunft spürbare Reibungsverluste bei der Unternehmensnachfolge befürchten:

Auf der einen Seite altern die Unternehmer, und es gibt Jahr für Jahr mehr kleine und mittlere Unternehmen, deren Übergabe kurzfristig ansteht.

Auf der anderen Seite fehlen die potenziellen Nachfolger. Dieser demografische Eng- pass wird durch das seit Jahren stagnierende Gründungsgeschehen zusätzlich verschärft.

Aktuell gibt es jährlich etwa dreimal so viele zu übergebende Unternehmen wie Übernahmegründer.

 

Damit droht für mehr als ein Drittel der anstehenden Unternehmensnachfolgen die Zeit knapp zu werden. Denn die Übergabe eines Unternehmens ist ein langfristiges Unterfangen, das sorgfältig vorbereitet werden muss. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) empfiehlt z. B. spätestens drei Jahre vor der Übergabe mit der konkreten Planung und Nachfolgersuche zu beginnen.

 

Planung und Durchführung einer Unternehmensnachfolge sind komplexe Vorgänge mit zahlreichen organisatorischen, und (steuer-) rechtlichen Fallstricken. Entsprechend groß ist der Informationsbedarf im Vorfeld und während der Übergabe: Wie findet man einen geeigneten Nachfolger? Welche Schritte sind wann einzuleiten, welche Dokumente erforderlich? Wie hoch ist der realistische Kaufpreis?

 

Rechtzeitig planen

Die erfolgreiche Unternehmensnachfolge wird mehr und mehr zu einer zentralen Herausforderung für den Mittelstand. Wenn sich die Übergabe bzw. der Verkauf an die nachfolgende Unternehmergeneration verzögert – eventuell sogar scheitert – geraten Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze unter Druck.

 

Drei zentrale Probleme bei der Unternehmensnachfolge.

 

  1. Zeit

Viele Unternehmer widmen sich erst spät der eigenen Nachfolge, obwohl es sich um einen komplexen Prozess handelt, der sorgfältig geplant werden muss. Mehr als ein Drittel der Inhaber, die sich innerhalb von drei Jahren zurückziehen wollen, befindet sich noch nicht im Stadium konkreter Planungen.

 

  1. Demografie

Es zeichnet sich ein grundlegender demografischer Engpass bei der Nachfolge ab: Die Alterung erhöht Jahr für Jahr die Anzahl von kleinen und mittleren Unternehmen, deren Übergabe kurzfristig ansteht. Doch die nachfolgenden Generationen sind nicht nur dünner besetzt, es mangelt ihnen derzeit auch an Gründungsneigung. Denn viele, die grundsätzlich an einer Existenzgründung bzw. Unternehmensnachfolge interessiert sind, ziehen bei der aktuell guten Arbeitsmarktlage die abhängige Beschäftigung der Selbstständigkeit vor.

 

  1. Bürokratieaufwand

Die Unternehmer identifizieren als größten Unterstützungsbedarf die Entlastung von Bürokratieaufwand. Auf diesem Feld wurden zuletzt Fortschritte gemacht: Im Jahr 2015 ist vor allem durch das Bürokratieentlastungsgesetz der so genannte Erfüllungsaufwand (in Geld und Zeit) erstmals seit 2011 gesunken. Gerade kleinere Unternehmen profitieren von angehobenen Schwellenwerten für Buchführungs- und Meldepflichten.

 

(Quelle: Kfw)

 

Erfolgreiche Finanzierung

Das legendäre Café Roxy in München auf der Leopoldstrasse hat nach 30 Jahren die Pforten geschlossen. Hier entsteht das erste Restaurant der Restaurantkette Via Appia. Nach einem umfangreichen Umbau entsteht an der Adresse ein italienisches Restaurant mit gemütlichem Ambiente und hochwertigen italienischen Speisen zu bezahlbaren Preisen.

 

Anfang 2016 wurde die Ablösung des Roxy im Rahmen einer klassischen Unternehmensnachfolge eingeplant. Mit Unterstützung der xGAP Unternehmensberatung und Foerdermittel Deutschland wurde die Nachfolge eingeleitet. Die neuen Inhaber investieren eine siebenstellige Summe.

 

Zur Vorbereitung des Vorhabens haben die neuen Inhaber eine Gründungs- und Nachfolgeberatung der xGAP Unternehmensberatung in Anspruch genommen. Über eine Empfehlung aus dem Freundeskreis und die Webseite http://www.foerdermittel-bayern.de sind die Inhaber auf die Unternehmensberatung aufmerksam geworden. xGAP hat auch bei der Kapitalbeschaffung beraten. Die notwendigen Investitionen und Betriebsmittel wurden vom Land Bayern durch Fördermittelprogramme der LfA bezuschusst.

www.foerdermittel-bayern.de

www.foerdermittel-deutschland.de

Zum Artikel

 

Kontakt

 

Beratungsleistung:

  • Unternehmensnachfolge
  • Gründung
  • Businessplan
  • Marketing
  • Vertrieb
  • Organisation
  • Kapitalbeschaffung
  • Fördermittel

Unternehmensnachfolge im Mittelstand

Bis 2017 ca. 580.000 Übergaben in Deutschland

 

Rund 580.000 kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland planen bis zum Jahr 2017 das Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Das sind rund 16% aller Unternehmen aus dem Mittelstand.
Mindestens 4 Mio. erwerbstätige Personen sind aktuell in diesen Unternehmen beschäftigt.

 

Hinzu kommen diejenigen Fälle, bei denen trotz altersbedingtem Ausscheiden des Inhabers bewusst keine Übergabe angestrebt wird, sondern eine Stilllegung des Unternehmensbetriebs. Auch die Arbeitsplätze in diesen KMU stehen im Umbruch.

 

Fest steht, dass die Nachfolgethematik im Mittelstand an Bedeutung gewinnt: Immer mehr ältere Inhaber planen ihre Nachfolge – bei sinkender Anzahl übernahmebereiter Personen.

 

Der demografische Wandel kommt im Mittelstand an. Über 1,3 Mio. Inhaber sind gegenwärtig bereits 55 Jahre oder älter.
Der Alterungsprozess wird die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands mittelfristig vermutlich negativ beeinflussen, denn er bremst sowohl Investitionen als auch Innovationen.
Dabei noch unberücksichtigt sind die Anforderungen durch die Veränderung der Nachfrageseite, mit einer schrumpfenden, alternden und bunteren Bevölkerung.
Mit der Nachfolgethematik wird der demografische Wandel auch die Struktur des Mittelstands in den kommenden Jahren zunehmend verändern. Mehr als eine halbe Million Nachfolgen stehen bis zum Jahr 2017 an. Gleichzeitig mangelt es an Unternehmernachwuchs.
Es rücken zu wenige Existenzgründer nach – sowohl insgesamt als auch in der Unternehmensnachfolge.

Neben familieninternen Übergaben kommen externe Nachfolger in Betracht. Analysen zeigen jedoch: Bei externen Übergaben wird stark auf investive Maßnahmen verzichtet. Dies birgt Gefahren im künftigen Übergabeprozess und für den langfristigen Erhalt der Unternehmen.

 

Übergabebereite Inhaber sollten sich nicht nur frühzeitig auf die Suche nach einem Nachfolger begeben. Ebenso gilt es, sich in jedem Fall mit den Spezifika der Nachfolgeregelung auseinandersetzen. Die Erfahrung zeigt, dass vielfach zu spät mit dem Prozess der Nachfolgersuche begonnen wird. Ein Mindestzeitraum von drei Jahren Planung gilt als nötig. Zudem dürfte in vielen Fällen eine hohe emotionale Bindung des Inhabers an das Unternehmen bestehen.
Inwiefern dies das realistische Ansetzen eines Kaufpreises beeinflusst, ist unklar. Denkbar wären überhöhte Vorstellungen, was Interessenten abschrecken könnte.

 

Nicht zuletzt kann die Komplexität eines Übergabeprozesses dazu führen, dass dieser hinausgezögert wird. Erfahrungswissen beispielsweise bezüglich rechtlicher oder steuerlicher Aspekte ist naturgemäß nicht vorhanden.
Speziell bei familieninternen Unternehmensübergaben sind steuerliche Fragen von Bedeutung. Forschungsergebnisse geben diesbezüglich Hinweise, dass im Zuge einer Übergabe eines Familienunternehmens die Investitionen sinken – und zwar bei hoher Besteuerung im Rahmen der Erbschaftssteuer oder bei einem restriktiven Steuerrecht; also wenn der Alteigentümer in seinen Ent-scheidungen im Rahmen einer Übergabe stark reglementiert wird.

 

Vor diesem Hintergrund wird die bis Ende Juni 2016 zu findende Neuregelung der Erbschaftssteuer mit einiger Spannung erwartet. Speziell stehen hier die Verschonungsregeln im Blickpunkt.

Die Inhaber von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland werden im Mittel stetig älter. Mit dem Näherrücken des Ruhestandsalters treten unausweichlich wichtige Fragen zum Fortbestand des Unternehmens in den Vordergrund.

 

Das KfW-Mittelstandspanel zeigt:

• Bis zum Jahr 2017 planen 580.000 Inhaber mittelständischer Unternehmen eine Übergabe oder der Verkauf ihres Unternehmens. Mindestens 4 Mio. Erwerbstätige sind betroffen.

• Wird eine unternehmensexterne Lösung angestrebt, kommt es zu einem „Investitionsstau“. Die Folgen? Unternehmenswert geht verloren, die Wettbewerbsfähigkeit vermindert sich.

• Familieninterne Lösungen gehen mit merklich höheren Investitionen im Vorfeld einer Übergabe einher.

(Quelle: Kfw Mittelstandspanel)

 

Daten und Fakten zum deutschen Mittelstand

Rund 3,7 Millionen kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbständige in Handwerk, Industrie, Handel, Tourismus, Dienstleistungen und Freien Berufen prägen die Vielfalt und den Erfolg des deutschen Mittelstandes.

 

Kontakt aufnehmen

 
Beachten Sie zu dem Thema auch unsere aktuellen Veranstaltungen: Events
 

Nachfolger gesucht!

Nachfolger gesucht! Unternehmensnachfolge in Deutschland

Für insgesamt rund 135.000 Unternehmen wird nach Schätzungen des IfM Bonn in den kommenden fünf Jahren ein Nachfolger gesucht, weil die Eigentümer aufgrund von Alter, Krankheit oder Tod aus der Geschäftsführung ausscheiden. Davon werden pro Jahr durchschnittlich 400.000 Beschäftigte betroffen sein – am häufigsten in Nordrhein-Westfalen, wo die meisten Unternehmen angesiedelt sind, am wenigsten in Bremen und im Saarland. Ingesamt entfallen auf Westdeutschland 84,0% sowie auf Ostdeutschland einschließlich Berlin 16,0% der anstehenden Übergaben. Gemessen an den jeweiligen Anteilen an der Gesamtwirtschaft werden dabei Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und des Handels in stärkerem Maße als die im Dienstleistungssektor vor der Übergabe stehen. Das IfM Bonn ermittelt seit Mitte der 1990er Jahre die Anzahl der Unternehmensnachfolgen mittels eines selbst entwickelten Schätzverfahrens, da es keine amtliche Statistik hierzu gibt.

„Aufgrund des demografischen Wandels schrumpft zwar das Nachfolgerpotenzial, dennoch wird die Anzahl derjenigen, die an einer Übernahme interessiert sind, – zumindest rechnerisch – weiterhin die Anzahl der übernahmewürdigen Unternehmen übersteigen. Dennoch können wir natürlich regionale und branchenspezifische Engpässe nicht völlig ausschließen“, erklärt Dr. Rosemarie Kay, stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn.

Vorrangig suchen Unternehmer ihren Nachfolger in der eigenen Familie (54%), wie eine Analyse erfolgter Übergaben gezeigt hat. Eine unternehmensexterne Lösung wird zu 29% in Erwägung gezogen, die Übergabe an einen Mitarbeiter zu 17%.

Scheitert die Nachfolgesuche, fehlen in der Regel die ökonomischen Grundvoraussetzungen: „Ein Übernehmer lässt sich nur dann finden, wenn das Unternehmen gute Zukunftsaussichten besitzt und den Renditeerwartungen des Interessenten entspricht. Vor allem in Kleinstunternehmen sind diese Grundanforderungen jedoch häufig nicht gegeben“, so Dr. Rosemarie Kay. Sie empfiehlt den Familienunternehmern, sich frühzeitig mit der eigenen Nachfolge zu beschäftigen – und diese konsequent anzugehen. Anderenfalls riskieren sie elementare Folgen sowohl für die eigene Familie als auch für die Mitarbeiter und die Region, in der das Unternehmen angesiedelt ist

(Quelle: Institut für Mittelstandsforschung, IfM)

Eigenschaften eines Unternehmers

Eigenschaften eines Unternehmers

Mit der Überlegung sich selbständig zu machen kommt automatisch auch die Frage auf, ob man sich bewusst ist, was dies bedeutet und welche Tragweite diese Entscheidung hat. Somit reicht es nicht aus, sich einfach vorzustellen, das die Tätigkeit als Angestellter auch einfach als Selbständiger ausgeübt werden kann. Hinzu kommt die Sichtweise, dass man das, was der Chef bisher gemacht hat, selber bestimmt viel besser machen könnte.

In der Selbständigkeit kommt es ausschliesslich auf sie als Person an. Hierbei ist es wichtig, dass sie für sich selber einschätzen können:

  • Wie meistern sie Herausforderungen
  • Wie gehen sie mit Rückschlägen um
  • Sind sie absolut überzeugt von ihrem Vorhaben
  • Können sie andere Menschen motivieren
  • Können sie mit Kritik umgehen
  • Haben sie Durchhaltevermögen

 

Ein Unternehmer muss gewisse Eigenschaften mitbringen, um auf dem nicht immer einfachen Weg der Selbständigkeit bestehen zu können. Er muss sich durchbeissen wollen und können.

Folgende wichtige Eigenschaften sollte ein Unternehmer mitbringen:

1. Positive Grundhaltung und Ausdauer

Der typische Unternehmer zeichnet sich durch seine positive Grundhaltung aus. Er ist ein positiv denkender Mensch und von seiner Sache und vor allem seinem Geschäftsvorhaben überzeugt. Diese positive Grundeinstellung und Überzeugung von seiner Idee verhilft ihm, die Ausdauer zu entwickeln, seine Idee voranzubringen und mögliche Rückschläge zu verkraften um seine Vision zu realisieren.

2. Begeisterungsfähigkeit und Überzeugungskraft

Der Unternehmen hat eine Vision und weiss andere dafür zu begeistern. Dies mündet darin, dass sie als Unternehmer überzeugend ihre Visionen und Ideen darstellen und somit Dritte dafür begeistern können. Hierbei gilt, sie können nur andere mit ihrer Idee erwärmen, wenn sie selber dafür brennen.

3. Fachliche Kompetenz

Wer erfolgreich sein möchte, der sollte sich mit dem Thema gut auskennen. Hierbei zählt auch das Team, das die fachlichen Kenntnisse abdeckt. Kenntnisse über die Grösse des Marktes und die damit erzielbaren Möglichkeiten sind genauso wichtig, wie Kenntnisse darüber, was denn genau mein Alleinstellungsmerkmal (USP) ist. Wie grenze ich mich mit meiner Idee oder meinem Produkt von anderen Marktteilnehmern ab.

4. Soziale Kompetenz

Naben der fachlichen Kompetenz ist die soziale Kompetenz erforderlich. Ein guter Unternehmer und Firmenlenker kann Defizite in der fachlichen Kompetenz haben, wenn er dies durch gute Mitarbeiter ausgleicht. Aber die soziale Kompetenz sollte er mitbringen. Denn hierbei geht es darum, das der Unternehmer die Personen in seinem Umfeld dazu bewegen kann ihn zu unterstützen. Dies können auf der einen Seite potenzielle Geldgeber (Banken, Investoren, etc.) sein als auch die Mitarbeiter (Angestellte oder freie Mitarbeiter). Hierzu bedarf es der Gabe, sich in seine Mitmenschen hineinzudenken und somit besser mit ihnen zu kommunizieren. Genau dies verschafft dem Unternehmer den Vorteil um die Unternehmensziele zu erreichen.

5. Visionäre Fähigkeiten

Aus einer Idee entsteht die Vision und durch die Vision entsteht die Gründung und der Unternehmensaufbau. Der Unternehmer besitzt also die Fähigkeit sich etwas vorzustellen, was es in dieser Art und Weise noch nicht gibt. Dies können sowohl Produkte als auch Dienstleistungen sein. Visionäre werden oftmals von ihrem Umfeld belächelt.

 

Die Kombination und gesunde Mischung aus den Punkten und Fähigkeiten tragen dazu bei den Gründer und Selbständigen zu einem erfolgreichen Unternehmer zu machen.

Um dies zu unterstützen werden Gründer und Unternehmer durch Fördermittelprogramme unterstützt. Über das Kontaktformular können weitere Informationen angefragt werden.

 

KfW-Förderung bietet Stabilität im schwierigen Finanz- und Wirtschaftsumfeld

KfW steigert Förderung

Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2012 ein Gesamtfördervolumen von 73,4 Mrd. EUR erzielt. Nach einem Volumen von 70,4 Mrd. EUR im Vorjahr bleibt sie auf einem moderaten und langfristig qualitativen Wachstumskurs. Die KfW hat im Jahr 2012 Finanzierungszusagen an Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen in Deutschland in Höhe von 50,6 Mrd. EUR gemacht (2011: 50,9 Mrd. EUR). Die Förderung des Mittelstands im Inland konnte um fast 2 Mrd. EUR (+7 %) deutlich zulegen (2012: 24,1 Mrd.; 2011: 22,4 Mrd. EUR). Der Anteil der Mittelstandsfinanzierung im Inland ist von 44 % auf 48 % gestiegen.

„Das Förderergebnis der KfW im Jahr 2012 zeigt, dass die KfW für die deutschen Unternehmen, Privatpersonen und Kommu-nen Stabilität im schwierigen Finanz- und Wirtschaftsumfeld bietet. Dies spiegelt insbesondere die gestiegene Nachfrage nach KfW-Finanzierungen von Unternehmen sowie die Rekordnachfrage nach Program-men für Energieeffizientes Bauen und Sanieren wider. Allein letztere schafften und sicherten im Jahr 2012 gleichzeitig rund 370.000 Arbeitsplätze“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KfW Bankengruppe. Dr. Ulrich Schröder bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz am Mittwoch in Frankfurt am Main.

Einen Schwerpunkt der Fördertätigkeit bildete im Jahr 2012 neben der Mittelstandsförderung der Umwelt- und Klimaschutz. Die KfW-Gesamtzusagen für diesen Bereich sind im Jahr 2012 von 22,8 Mrd. EUR auf 29,2 Mrd. EUR deutlich gestiegen (+ 28 %). Sie machen einen Anteil von 40 % am gesamten Fördervolumen aus (2011: 32 %).

Diese Quote soll auch 2013 zwischen 35 % und 40 % betragen. Sie spiegelt die Fokussierung der KfW-Förderung auf die Finanzierung von Maßnahmen gegen den Klimawandel und zugunsten des Umwelt- und Ressourcenschutzes wider.

Um für die veränderten Anforderungen durch die Banken- und Finanzkrise wie die wachsende Nachfrage nach langfristigen Krediten, die neuen Kundenbedürfnisse und die regulatorischen Veränderungen verantwortlich vorbereitet zu sein, setzt die KfW ihren Modernisierungsprozess fort. Sie treibt die stärkere Fokussierung des Förderangebots betreffend gesellschaftlich relevante Entwicklungen und eine kontinuierliche Verbesserung der Förderqualität voran. Parallel verfolgt sie eine noch stärkere Orientierung an den Erwartungen und Bedürfnissen der Kunden und Vertriebspartner. Insbesondere arbeitet die KfW an umfassenden Projekten zur Verbesserung der Kundenorientierung wie der Produkttransparenz, der Internetfähigkeit von Förderkrediten sowie der Beschleunigung und Standardisierung von Prozessen der Kreditvergabe.

„Damit die KfW ihren Förderauftrag auch in Zukunft effektiv erfüllen und aus reichende Finanzierungen für Mittelständler, Haussanierer, Studenten, Kommunen sowie die ausländischen Geschäftspartner und Partnerländer bereitstellen kann, sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres bewährten Geschäftsmodells. Basierend auf dem Durchleitungsprinzip wollen wir durch eine konsequente Orientierung an den Kundenbedürfnissen die Wirksamkeit unserer eingesetzten Fördermittel erhöhen“, sagte Dr. Schröder.

Förderergebnisse der Geschäftsbereiche im Einzelnen

Das Neugeschäftsvolumen erreichte im Geschäftsbereich KfW Mittelstandsbank 24,1 Mrd. EUR (2011: 22,4 Mrd. EUR). Im Bereich Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung ist das Zusagevolumen von 9,4 auf 11,1 Mrd. EUR kräftig gewachsen. Maßgeblich relevant war dafür die hohe Nachfrage im KfW-Unternehmerkredit. Einen ebenfalls deutlichen Zusageanstieg auf 12,0 Mrd. EUR verzeichnet das Förderfeld Umwelt (2011: 10,8 Mrd. EUR). Insbesondere hat sich das KfW-Programm Erneuerbare Energien mit 7,9 Mrd. EUR (2011: 7,0 Mrd. EUR) positiv entwickelt. Erfreulich ist zudem die Zusageentwicklung für die Finanzierung von Energieeffizienzvorhaben: das Fördervolumen stieg von 2,8 Mrd. EUR auf 3,6 Mrd. EUR.

(Quelle: KfW Bankengruppe)

DIHK-Report zu Unternehmensnachfolge 2012

Mit dem DIHK-REPORT ZUR UNTERNEHMENSNACHFOLGE 2012 legt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine Einschätzung der IHK-Organisation zur Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand vor. Grundlage für die DIHK-Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Berater zur Unternehmensnachfolge der 80 Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie eine statistische Auswertung des IHK-Service zur Unternehmensnachfolge.

Insgesamt fußt der DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2012 auf über 20.000 Kontakten von IHK-Experten mit Senior-Unternehmern und Existenzgründern, die an der Übernahme eines Unternehmens interessiert sind.

DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2012 – Schlaglichter

  • Diskussion um Erbschaftsteuer verunsichert. Im Mittelstand hat die Sorge vor einer hohen Erbschaftsteuerbelastung stark zugenommen. Dazu beigetragen haben die verstärkten Diskussionen der Oppositionsparteien, die Verschonung des Betriebsvermögens ganz oder teilweise zurückzunehmen, wenn es zum Erbschaftsfall kommt. Bei einer weiteren Verschärfung sehen derzeit rund ein Viertel der Senior-Unternehmer (26 Prozent) und Existenzgründer (24 Prozent) die Unternehmensnachfolge konkret gefährdet. Im Jahr 2011 waren es mit 18 Prozent der Senior-Unternehmer und 19 Prozent der Existenzgründer noch deutlich weniger.
  • Unternehmer und Nachfolger – es wird schwieriger. Neben der demografischen Entwicklung erschweren Qualifikationsmängel und die Unterschätzung des komplexen Nachfolgeprozesses das Zusammenfinden von Senior-Unternehmern und Existenzgründern. 39 Prozent der Senior-Unternehmer finden nach IHK-Erfahrungen keinen passenden Nachfolger, 2008 waren es 35 Prozent. Unter den potenziellen Existenzgründern ist es mittlerweile sogar jeder zweite, der kein passendes Unternehmen findet – nach 32 Prozent vor vier Jahren. Viele Nachfolgeinteressierte haben nicht die zum Unternehmen passende Qualifikation oder unterschätzen die hohen Herausforderungen an die Übernahme eines Betriebes.
  • Finanzierung größtes Hemmnis für Existenzgründer. 56 Prozent der Existenzgründer haben Schwierigkeiten, die Finanzierung der Betriebsübernahme zu stemmen. Positive Entwicklungen sehen die IHKs bei der Finanzierung mit Beteiligungskapital und Unternehmerdarlehen. Die Fremdkapitalfinanzierung wird jedoch angesichts der Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte wie Basel III und Solvency II schwieriger.
  • Kein Notfallkoffer: Spiel mit dem Feuer. Gerade 30 Prozent der Unternehmer hatten 2011 die für die reibungslose Geschäftsfortführung wichtigsten Unterlagen griffbereit für eine Vertrauensperson zusammengestellt. 70 Prozent verfügen über keinen Notfallkoffer – eine große Gefahr für die Fortführung des Betriebes im Ernstfall. Und: Gerade 24 Prozent derjenigen Unternehmer, die über Notfallkoffer verfügen, halten diesen auch aktuell.
  • Wieder mehr IHK-Beratungen zur Unternehmensnachfolge. 16 Prozent mehr Unternehmer als im Vorjahr haben sich im Jahr 2011 mit Fragen zur Unternehmensnachfolge an ihre IHK gewandt. Nach sehr bewegten Geschäftsjahren ist die Nachfolgefrage in etwas ruhigeren Zeiten wieder stärker im Bewusstsein der Unternehmer. Insgesamt haben die IHKs fast 4.700 Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Suche nach einem Nachfolger und bei der Betriebsübergabe begleitet. Die Zahl der von den IHKs beratenen übernahmeinteressierten Existenzgründer blieb mit ca. 6.400 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt erkundigten sich im Jahr 2011 mehr als 20.000 Senior-Unternehmer und Existenzgründer bei ihrer IHK zur Unternehmensnachfolge in Seminaren, Nachfolgetagen oder in der persönlichen Beratung.

(Quelle: DIHK, Deutscher Industrie- und Handelskammertag)

Gerne senden wir Ihnen den vollständigen Bericht per Email zu. Senden Sie uns einfach eine Nachricht.

Unternehmensnachfolge in Bayern

Die Übergabe des eigenen Betriebes zählt zu den wichtigsten Aufgaben im Leben einer Unternehmerin oder eines Unternehmers. „Sie erfolgreich zu meistern, bedarf spezieller, zielgerichteter Informationen, Beratung, Förderung und Weichenstellung.“ Dieses Resümee zieht die Studie „Unternehmensnachfolge in Bayern“, die von der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Paderborn gemeinsam mit dem Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft an der Universität Bayreuth im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur und Technologie durchgeführt wurde. Kernpunkte der Studie sind:

 

Wie viele Unternehmen in Bayern sind betroffen?

Nach der letzten Erhebung 2009 sind im Freistaat Bayern insgesamt 632.121 Unternehmen tätig. Darunter sind rund 600.000 Familienunternehmen. Bis zum Jahr 2015 dürften es in Bayern rund 20.200 Familienunternehmen mit zusammen etwa 304.000 Arbeitsplätzen sein, die sich auf ein Ausscheiden ihres Inhabers oder ihrer Inhaberin vorbereiten müssen – in den meisten Fällen altersbedingt, in manchen Fällen auch bereits vor dem 60. Lebensjahr des Unternehmers infolge absehbarer Krankheit oder Tod. Nach Wirtschaftszweigen sind das 7.370 Betriebe im Dienstleistungssektor, 6.920 in Handel, Verkehr und Gastgewerbe und 5.910 Betriebe im produzierenden Gewerbe. Im Durchschnitt werden innerhalb von zwölf Monaten rund 4.000 Unternehmen mit rund 61.000 Arbeitsplätzen übergeben.

 

Ab welchem Alter denken Gründer an Unternehmensübergabe?

In fast 70 Prozent der Fälle ist das altersbedingte Ausscheiden des Inhabers der Grund für die Unternehmensübertragung – für diesen Normalfall kann vorgesorgt und geplant werden.
Bei den restlichen 30 Prozent tritt der Risikofall ein, der unterschiedliche Ursachen haben kann: Bei 46 Prozent dieser mehr oder weniger plötzlich eintretenden Nachfolgesituationen wechselt der Unternehmer in einen anderen Tätigkeitsbereich oder gibt ganz auf, überwiegend aus Mangel an unternehmerischem Erfolg oder aufgrund einer veränderten Lebensplanung.
Mehr als die Hälfte der Risikofälle (54 Prozent) aber sind Notlagen, in denen der Unternehmer die Betriebsführung wegen Unfall, Krankheit oder plötzlichem Tod abgeben muss.

 

Die Hauptprobleme bei der Nachfolge

Für die Studie wurden Nachfolgerberater befragt. Sie benannten aus ihrer umfangreichen Erfahrung eine Reihe von Problemen, die den Nachfolgeprozess immer wieder stark behindern. Die sechs häufigsten Probleme sind:

  • Zu späte Planung und Übergabe;
  • Auswahl und Vorbereitung eines geeigneten internen oder externen Nachfolgers;
  • Einschätzung des Unternehmenswertes;
  • Finanzierung der Unternehmensübernahme;
  • Motivation und Qualifikation potentieller Übernehmer;
  • Nicht-Loslassen-Können und begrenztes Vertrauen in den Übernehmer.

Unverzichtbar: Nachfolgeberatung

Wie die Gründung, so ist auch die Regelung der Nachfolge eine sehr komplexe Aufgabe. Voraussetzung für den Erfolg sind frühzeitige und aktive Planung sowie die Unterstützung durch Experten. Deshalb beraten beispielsweise Gründeragenturen und Gründerzentren auch, wenn es um Unternehmensnachfolge geht. Sie wurden für die Studie ebenso befragt wie die Beratungsstellen der Handwerkskammern sowie der Industrie- und Handelskammern, kommunale Wirtschaftsförderer, die Berater von Finanzinstituten wie Banken und Sparkassen, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Unternehmensberater.

 

Wann der Einstieg für den Nachfolger sinnvoll ist

Wer in ein Unternehmen als Nachfolger einsteigt, muss damit seinen Lebensunterhalt verdienen können. Ein Unternehmen soll dazu einen nachhaltigen Jahresgewinn erzielen. Als Richtschnur gilt hier ein durchschnittliches Arbeitnehmereinkommen inklusive des Arbeitgeberanteils an der Sozialversicherung; das sind rund 49.500 Euro.

Große Chancen für externe Einsteiger bestehen dann, wenn Familienunternehmen zwar die Nachfolge innerhalb der Eigentümerfamilie anstreben, sie aber nicht umsetzen können. Häufig fehlt die nächste Generation oder bringt nicht die richtigen Voraussetzungen oder das Interesse an einer Nachfolge mit. So bieten sich gerade in Unternehmen von Handwerkern und Freiberuflern für externe Nachfolger gute Einstiegsmöglichkeiten, wenn sie die gefragte Qualifikation haben.

Gelingt es, die Nachfolge frühzeitig zu regeln, dann kann der Übergebende seinen Nachfolger auch noch selbst einarbeiten – für beide Seiten die beste Lösung. Denn der Übergang kann in diesem Fall ohne Brüche und Anfangskonflikte, dafür aber mit dem gezielten Transfer von Wissen, Erfahrung und Geschäftskontakten wertschätzend und zukunftsorientiert vollzogen werden.

 

Informieren lohnt sich.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen: Es ist im Interesse der Seniorunternehmer, das Thema einer Betriebsübertragung frühzeitig anzugehen, um den Fortbestand des mit viel Mühe aufgebauten Lebenswerks zu sichern. Nicht nur für den vorhersehbaren Fall des altersbedingten Ausstiegs müssen sie vorsorgen, sondern auch für Notfälle.

Existenzgründern bietet sich die Übernahme eines bereits existierenden Betriebes als interessante Alternative an; ihre Bringschuld ist die erforderliche persönliche und fachliche Kompetenz. Insgesamt kann eine auf beiden Seiten gut vorbereitete Nachfolge den unternehmerischen Erfolg fördern.

(Quelle: Existenzgründerpakt Bayern, Unternehmensnachfolge in Bayern, Bayrisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie)

 

Sie möchten mehr zu diesem Thema wissen? Nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.