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Kredithürde gibt leicht nach

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im September leicht gesunken. Nur 20,7% der befragten Unternehmen berichteten von Problemen bei der Kreditvergabe ihrer Banken. Die Kredithürde verharrt damit weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die 25%-Marke wurde zuletzt im Januar 2011 überschritten. Die Finanzierungsbedingungen der deutschen Wirtschaft sind nach wie vor außerordentlich günstig.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde für die Großfirmen deutlich gefallen, während für die kleineren und mittleren Unternehmen ein Anstieg zu verzeichnen war. Hier berichteten 22,3 respektive 18,2 % von einem restriktiven Zugang zu Bankkrediten. Bei den Großfirmen sank der Anteil um 1,8 Prozentpunkte auf 17,9%.

Im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde um 2,1 Prozentpunkte auf 25,5% gefallen. Dies ist ein neuer historischer Tiefstand. Im Handel sank die Kredithürde marginal um 0,1 Prozentpunkte. 20,4% der Handelsfirmen sind mit der Kreditvergabe ihrer Banken unzufrieden.

(Quelle: Ifo Institut)

Legende:

Die Kredithürde basiert auf ca. 4.000 Meldungen von Unternehmen der Gewerblichen Wirtschaft. Darin enthalten sind das verarbeitenden Gewerbe, das Bauhauptgewerbe, der Großhandel und der Einzelhandel. Die Unternehmen werden gebeten, ihr Urteil auf folgende Frage abzugeben: „Wie beurteilen Sie zur Zeit die Bereitschaft der Banken, Kredite an Unternehmen zu vergeben?“. Die möglichen Antworten sind: „entgegenkommend“, „normal“; „restriktiv“. Die Kredithürde wird aus den Prozentanteilen der letzten dieser drei Antwortkategorien berechnet. Für die Zusammenfassung zur Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft werden die Prozentanteile im verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Handel mit den durchschnittlichen Kreditvolumen der Wirtschaftsbereiche im Jahr 2005 gewichtet.