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Investitionen und Innovationen

Investitionen und Innovationen von KMU in Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien

Es gibt mehr als 13 Millionen KMU in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Sie repräsentieren mehr als 98% aller Unternehmen, stellen mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in diesen Ländern. In einer gemeinsamen Studie mit den Förderbanken BPI, CDP und ICO untersucht die KfW die Struktur und Entwicklung der KMU in den vier Volkswirtschaften. Die Investitions- und Innovationstätigkeit von KMU ist für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Europas entscheidend, leidet aber seit der Finanz- und Wirtschaftskrise unter anhaltender Schwäche. Auch in Deutschland liegen die Investitionen und Innovationen von KMU weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Um hier gegenzusteuern und das langfristige Wirtschaftswachstum in Europa zu sichern, sind gezielte Maßnahmen für KMU sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene notwendig.

Trotz unterschiedlicher Strukturmerkmale und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine zentrale Triebfeder für nachhaltiges Wachstum in Europa. Laut einer gemeinsamen Studie der europäischen Förderbanken KfW, BPI (Frankreich), CDP (Italien) und ICO (Spanien) hat es in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien im Jahr 2013 insgesamt mehr als 13 Millionen KMU gegeben. KMU repräsentieren mehr als 98% aller Unternehmen, beschäftigen mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer und haben einen erheblichen Anteil an der Wertschöpfung in diesen Ländern.

Vor allem in Frankreich, Spanien und Italien zeigten sich KMU besonders verwundbar gegenüber der Finanz- und Wirtschaftskrise und leiden noch heute unter deren Folgen. Aufgrund verschlechterter Geschäftsaussichten und anhaltender Schwierigkeiten bei der Finanzierung haben viele KMU in diesen Ländern ihre Investitions- und Innovationsaktivitäten stark zurückgefahren. Auch in Deutschland liegen Investitionen und Innovationen von KMU weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Haben in den Jahren 2006-2008 noch über 36% aller KMU Innovationen eingeführt, waren es im Zeitraum 2011-2013 weniger als 26%.

Die Studie macht zugleich deutlich, dass sich die europäischen KMU im globalen Wettbewerb nur durch Qualität und Innovation behaupten können. Auch die fortschreitende Digitalisierung, der zu erwartende Anstieg der Energiekosten und die alternde Bevölkerung stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen, bieten aber auch Chancen. Um diese nutzen und langfristig wettbewerbsfähig bleiben zu können, sind verstärkte Investitionen und Innovationen auf Seiten der KMU erforderlich.

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW sagt: „Die Ergebnisse der Untersuchung machen deutlich, dass europäische Initiativen wie der Juncker-Plan durch gezielte Maßnahmen für KMU auf nationaler Ebene ergänzt werden müssen. Die strukturellen Unterschiede auf den jeweiligen Märkten und die spezifischen Herausforderungen in den einzelnen Ländern können so am besten berücksichtigt und bewältigt werden. Nationale Förderbanken wie BPI, CDP, ICO und KfW können hier mit passgenauen Finanzierungsinstrumenten unterstützen. Sie haben in ihren jeweiligen Märkten erfolgreich Lösungen für KMU entwickelt und stehen in engem Austausch, um von den Erfahrungen der europäischen Partner zu profitieren. In Deutschland werden wir vor allem die Themen Innovation, Unternehmensnachfolge und Gründungen verstärkt angehen müssen.“

(Quelle: Kfw, Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Deutsche Industrie will sieben Prozent mehr investieren

Die deutsche Industrie will 2015 deutlich mehr investieren als im Vorjahr. Das hat eine Befragung des ifo Instituts ergeben. Die vorläufigen Zahlen deuten auf ein Plus von sieben Prozent, berichtete das Institut am Freitag in München. Vor allem die kleineren und mittelständischen Firmen wollen ihre Ausgaben für neue Bauten und Ausrüstungsgüter im laufenden Jahr merklich erhöhen, weniger die großen.

 

Im vergangenen Jahr erhöhte das verarbeitende Gewerbe seine Investitionen um etwa drei Prozent. Nach den Firmenangaben vom Frühjahr 2014 war allerdings noch ein Anstieg von neun Prozent zu erwarten gewesen. Die entsprechenden realen Veränderungsraten liegen aufgrund der derzeit allenfalls nur leichten Preissteigerungen für neue Sachanlagen in ähnlicher Größenordnung.

 

Grundlage ist eine für die Europäische Kommission erstellte Vorab-Auswertung des laufenden ifo Investitionstests. Gut zwei Drittel der angestrebten 2400 Meldungen konnten in die Berechnungen einbezogen werden.
(Quelle: ifo Institut)

Konjunktur: Deutschland profitiert vom Ende der Rezession in Europa

Die KfW revidiert ihre Konjunkturprognose für 2013 von zuvor 0,3 % auf 0,6 % nach oben; 2014 wird sich das Realwachstum auf 2,0 % beschleunigen (Vorprognose: 1,7 %) und damit nach zwei schwachen Jahren erstmals wieder über dem langfristigen Durchschnitt liegen

Die wichtigsten Gründe für die Aufwärtsrevision im laufenden Jahr sind erstens das starke zweite Quartal (0,7 %) – auch dank nachholender Bauinvestitionen – und zweitens die nach neuem Datenstand geringere Wachstumsbelastung aus dem Einbruch im Schlussquartal 2012; für das zweite Halbjahr 2013 gehen wir unverändert von Quartalsraten um 0,4 % aus; 2014 sind im Schnitt etwas höhere Quartalszuwächse möglich, sofern Europa leicht expandiert

Konsum und Wohnbau sind unverändert eine Stütze der Konjunktur; sie profitieren von niedriger Arbeitslosigkeit, Reallohnsteigerungen und günstigen Finanzierungsbedingungen; die Investitionen des Staates erhalten einen leichten Impuls von der Beseitigung der Flutschäden; die Unternehmensinvestitionen dürften sich angesichts verminderter Unsicherheit, gestiegener Kapazitätsauslastung und besserer Exportaussichten im Verlauf des Prognosezeitraums endlich beleben; der Wachstumsbeitrag des Außenhandels bleibt trotz merklich höherer Exportdynamik im kommenden Jahr in etwa neutral, da auch die Importe deutlich zunehmen werden.

 

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Kfw.de)

ifo Institut: Wegfall staatlicher Garantien lässt Banken höhere Risiken eingehen

Nach der Ankündigung der Abschaffung der Gewährträgerhaftung im Jahr 2001 hat sich das Risiko der von Landesbanken vergebenen Kredite im Vergleich zu Nicht-Landesbanken deutlich erhöht. Landesbanken finanzierten vermehrt risikoreichere Kreditnehmer. Zudem erhöhte sich nach der Kreditvergabe das Risiko dieser Kreditkunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifo Instituts, die im aktuellen ifo Schnelldienst veröffentlicht wurde.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Kreditvergabepraxis der Landesbanken mit deren zukünftiger Herabstufung am Kapitalmarkt zusammenhängt: Je größer die Herabstufung durch den Wegfall der Garantien war, umso eher vergaben die Landesbanken Kredite an risikoreiche Unternehmen. Allerdings verlangten sie keine Kompensation für die Übernahme des zusätzlichen Risikos: Die Zinssätze der Landesbanken folgten nicht dem Anstieg, der bei den Nicht-Landesbanken nach 2001 zu beobachten ist.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Landesbanken, die mit einer höheren Herabstufung rechnen mussten, haben auch mehr Schuldverschreibungen emittiert. Sie hatten mit einem höheren Anstieg der Refinanzierungskosten zu rechnen und konnten sich durch die großzügige Übergangsregelung bis Juli 2005 noch zu günstigen Konditionen refinanzieren. Geld, das nicht immer sinnvoll verwendet wurde, wie ein Blick auf die Rolle der Landesbanken im Asset Backed Commercial Paper Markt zeigt. Sieben Landesbanken machten 2005 7% des weltweiten ABCP Marktes aus, 2006 sogar 8,4% und haben wesentlich zu der weltweiten Entwicklung dieses Marktes beigetragen. Sie konnten sich so großen Risiken aussetzen, weil sie durch die damals noch geltende Gewährträgerhaftung Liquidität aufnehmen konnten. Gerade diese Landesbanken waren die ersten Banken, die nach Ausbruch der Finanzkrise 2007 gerettet werden mussten.

Öffentliche Banken (Landesbanken und Sparkassen) genossen in Deutschland bis zum Jahr 2001 das Privileg der Gewährträgerhaftung. Mit der Gewährträgerhaftung garantiert der staatliche Eigentümer die Rückzahlung der Verbindlichkeiten seiner Bank. Daraus ließ sich für die öffentlichen Banken eine unbegrenzte Garantie ableiten. Landesbanken (und Sparkassen) erhielten bessere Ratings und somit am Kapitalmarkt günstigere Refinanzierungskonditionen und damit letztlich einen Wettbewerbsvorteil. Am 17. Juli 2001 wurde in der sogenannten „Brüsseler Konkordanz“ festgelegt, die Gewährträgerhaftung zum 18. Juli 2005 abzuschaffen. Für diese vier Jahre sah eine Übergangsregelung vor, dass neu emittierte Schuldverschreibungen, deren Laufzeit vor dem 31.12.2015 endet, weiterhin von der Gewährträgerhaftung erfasst werden.

 

(Quelle: ifo Institut München)

Innovationsförderung in Bayern – zielgerichtet für innovative Gründer und Mittelständler

Gründer und mittelständische Unternehmen mit Sitz in Bayern, die innovative Technologien und Produkte entwickeln, herstellen oder anwenden, können attraktive Finanzierungsangebote der LfA Förderbank Bayern nutzen. Damit wird den oft hohen Kosten von Innovationsprozessen, wie sie gerade auch im Bereich der Sensorik, Mess- und Prüftechnik typisch sind, Rechnung getragen.

 

(Quelle: LfA Förderbank Bayern)

Mehr Hilfen für KMU

Das Wirtschaftswachstum soll gefördert werden, indem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mehr Unterstützung erhalten. Die rund 23 Millionen KMU der EU mit ihren über 100 Millionen Beschäftigten stehen für 67 Prozent aller Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft und für 80 Prozent aller neu geschaffenen Arbeitsplätze. So soll unter anderem geprüft werden, ob das Kapital der Europäischen Investitionsbank (EIB) aus dem EU-Haushalt erhöht werden kann, damit sie mehr
Kredite vergeben kann.

Zudem müsse der EU-Binnenmarkt endlich vervollständigt werden, heißt es in der Gipfelerklärung. Die Binnenmarktakte, der digitale Binnenmarkt und der Abbau des Verwaltungsaufwands für KMU hätten hierbei Priorität.

(Quelle: EU Nachrichten 03.2012)