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Gründer unterschätzen Finanzierung

Zwei von drei neuen Unternehmen starten mit Businessplan
Aber: Finanzbedarf im Schnitt doppelt so hoch wie geplant
Falsche Planung der Finanzierung oft Grundstein für ein Scheitern

 

Nur bei zwei von drei neuen Unternehmen stellen Gründer einen Businessplan auf. Rund 70 % von ihnen unterschätzen ihren Finanzbedarf im Gründungsjahr. Im Mittel brauchen diese Gründer mehr als doppelt so viel Geld wie im Businessplan veranschlagt. Das zeigt eine Studie der KfW. „Eine Unterkapitalisierung bereits zum Unternehmensstart erhöht die Gefahr eines Scheiterns deutlich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Gründer müssen sich genau mit dem Finanzbedarf beschäftigen und einen Puffer einplanen. Wenn ein finanzieller Puffer fehlt, können unerwartete Liquiditätsengpässe, etwa durch Forderungsausfälle, nur schwer überbrückt werden. Junge Unternehmen können so sehr schnell in Existenznöte geraten.“

ür das erste Geschäftsjahr ihrer neuen Unternehmen planen die Gründer mit einem Finanzbedarf von durchschnittlich 102.000 EUR. Tatsächlich fallen im Mittel aber 152.000 EUR für Investitionen und Betriebsmittel an. Je geringer der Planwert, desto größer ist die Abweichung: Gründer, die im Businessplan mit Kosten von weniger als 25.000 Euro im Jahr rechnen, haben im Durchschnitt tatsächlich den 3,3-fachen Finanzbedarf; Unternehmen mit einem geplanten Finanzbedarf von 25.000 – 100.000 EUR haben einen Mehrbedarf von 90 % und Unternehmen, die mit über 100.000 EUR kalkulieren, benötigen 65 % mehr Geld. Im Durchschnitt aller Gründer ergibt sich dadurch eine Abweichung zum Businessplan von 122 %.

Auffällig ist, dass insbesondere Unternehmensgründer, die zugleich Mitarbeiter einstellen, von ihrem tatsächlichen Finanzbedarf überrascht werden: Sie haben im Vergleich zu ihrem Planansatz einen Mehrbedarf von 172 %, Gründer ohne Mitarbeiter liegen nur 44 % über Plan. „Gründer sollten immer ein Wachstumsszenario einplanen. Dabei ist wichtig, mit den Bruttokosten der zusätzlichen Mitarbeiter zu kalkulieren“, sagt Dr. Zeuner.

Die KfW fördert im Inland neben Umwelt, Infrastruktur und Wohnungsbau den Mittelstand in jedem Unternehmensalter. Für Gründer bietet die KfW u. a. den KfW-Gründerkredit Startgeld und Universell (seit 01.12.2014 mit verbesserten Konditionen) an sowie den ERP-Startfonds für Beteiligungskapital. Außerdem bietet die KfW über das Gründercoaching Zuschüsse zu qualifizierter Beratung. Gründer können sich im Infocenter der KfW (0800/5399001) über die Produkte informieren.

(Quelle: KfW Bankengruppe)

 

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Existenzgründungen von Landärzten im Aufwind

Der Anteil der Existenzgründungen in ländlichen Regionen hat sich innerhalb von zwei Jahren annähernd verdoppelt. Dennoch bleibt die Versorgungssituation auf dem Land angespannt. Das geht aus der Existenzgründungsanalyse für Hausärzte hervor, die die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) gemeinsam mit dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) durchgeführt hat. Auch der Anteil der Hausärzte, die sich in einer Einzelpraxis niederlassen, steigt kontinuierlich an. Aufhebung der Residenzpflicht gibt Aufwind.

 

Eine Existenzgründung auf dem Land ziehen wieder mehr Hausärzte in Betracht: 2012/2013 ließ sich mehr als jeder Zehnte (11,5 Prozent) in einer Region mit weniger als 5.000 Einwohnern nieder. Damit hat sich der Wert seit 2010/2011 nahezu verdoppelt. „Die Zahlen zeigen, dass die Politik mit der Aufhebung der Residenzpflicht 2012 einen Schritt in die richtige Richtung unternommen hat“, erklärt Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der apoBank. „In der Regel stehen Landpraxen wirtschaftlich gut dar. Die neue Regelung hat – neben weiteren Faktoren – dazu geführt, dass sie nun auch eine echte Option für Existenzgründer sind.“ Dessen ungeachtet bleibt die Versorgungssituation in ländlichen Regionen problematisch. Denn nach wie vor lassen sich insgesamt zu wenige Hausärzte nieder. So liegt ihr Anteil unter den Existenzgründern bei 26,6 Prozent, unter den Vertragsärzten jedoch bei 44,2 Prozent.

 

Einzelpraxis als Kooperationsmodell

Auch die Einzelpraxis erfährt neuen Zuspruch. Hierfür entscheidet sich mittlerweile wieder deutlich mehr als jeder zweite Existenzgründer (57,9 Prozent). Dennoch bedeutet dies keine Abkehr vom Trend zur Kooperation, wie Heßbrügge betont: „Viele Hausärzte in Einzelpraxis planen, mittelfristig einen Kollegen anzustellen. Auch hier wird also eine Art der Kooperation angestrebt.“ Eine klassische Kooperation gehen 42,1 Prozent der Existenzgründer ein. Unter den Vertragsärzten liegt dieser Anteil bei 40,5 Prozent. Es sei davon auszugehen, so Heßbrügge, dass damit der Sättigungsgrad erreicht sei. Am häufigsten entscheiden sich Hausärzte für eine Kooperation in Form einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) (34,8 Prozent). Praxisgemeinschaften, Medizinische Versorgungszentren und sonstige Kooperationen spielen mit 7,3 Prozent eine eher untergeordnete Rolle.

 

Durchschnittliches Investitionsvolumen liegt bei 109.000 Euro

Die Investitionen für eine hausärztliche Praxis bewegen sich je nach Praxisart zwischen 92.000 und 115.000 Euro. Das durchschnittliche Investitionsvolumen beträgt 109.000 Euro. Die höchsten Investitionen fallen mit 115.000 Euro für die Übernahme einer Einzelpraxis an. 67 Prozent der Investitionen (77.000 Euro) entfallen auf den Übernahmepreis und werden an den Praxisabgeber gezahlt. Wer als zusätzlicher Partner einer bestehenden BAG beitritt, muss 112.000 Euro einkalkulieren. Hausärzte, die die Anteile eines ausscheidenden Partners an einer BAG übernehmen, investieren durchschnittlich 104.000 Euro. Wer zusammen mit einem bereits niedergelassenen Arzt eine BAG gründet, wendet 103.000 Euro auf, wer eine BAG übernimmt 99.000 Euro. Die Neugründung einer Einzelpraxis ist mit 92.000 Euro die am wenigsten investitionsintensive Form der Existenzgründung.

 

Männer besonders investitionsfreudig

Männer investieren deutlich offensiver als Frauen. Das durchschnittliche Volumen liegt bei 123.000 Euro. Das sind 29,5 Prozent mehr als Hausärztinnen einplanen. Auch das Alter beeinflusst das Investitionsverhalten. So wenden Existenzgründer, die 40 Jahre und jünger sind, im Schnitt 118.000 Euro auf. Hausärzte, die zwischen 41 und 45 Jahren alt sind, investieren 106.000 Euro; die Altersgruppe 45+ 98.000 Euro. Nach Praxislage betrachtet, sind Existenzgründungen in mittelgroßen Städten besonders investitionsintensiv (114.000 Euro). Es folgen großstädtische Lagen (108.000 Euro), ländliche Gebiete (107.000 Euro) und kleinstädtische Lagen (106.000 Euro).

(Quelle: Deutsche Apotheker- und Ärztebank)

 
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Wirtschaft wächst weiter

Im 1. Quartal 2014 ist die deutsche Wirtschaft um 0,8 Prozent gewachsen. Damit hat sich der schon einige Quartale andauernde Aufschwung deutlich verstärkt. Kräftige Impulse gingen von den Investitionen aus. Im 2. Quartal könnte sich das Wachstumstempo verringern, weil die durch das milde Winterwetter entstandenen Sondereffekte ausgeklungen sind. Doch weiterhin beurteilen die Betriebe ihre Geschäftslage als sehr positiv. Die Konjunkturaussichten liegen noch in einem guten Bereich, trüben sich aber zunehmend ein. Weiterhin wächst die Beschäftigung, allerdings nicht mehr so kräftig wie in den Wintermonaten. Trotz langsam steigender Chancen profitieren Arbeitslose noch wenig vom Beschäftigungsaufschwung.

Im 1. Quartal 2014 wuchs das preis-, saison und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,8 Prozent (nach +0,4 % im 4. Quartal und +0,3 % im 3. Quartal 2013). Dabei legte die Wertschöpfung im Bau, im Finanzwesen, im Handel sowie im Verarbeitenden Gewerbe und bei den Unternehmensdienstleistern überdurchschnittlich zu. Der kräftige Schub zu Jahresbeginn 2014 hängt auch mit der sehr milden Witterung zusammen. Für das 2. Quartal schätzen die Betriebe ihre wirtschaftliche Lage ebenfalls als sehr gut ein. Das BIP dürfte aber etwas schwächer wachsen als im 1. Quartal, weil die Nachholeffekte nach einem normalen Winter fehlen.

Im 2. Halbjahr 2014 könnte die Dynamik noch etwas mehr nachlassen

Zwar liegen die Konjunkturerwartungen noch auf einem guten Niveau, sie haben sich aber tendenziell bereits seit dem Jahreswechsel verschlechtert, zuletzt sogar stärker. Daraus sprechen u. a. die Verunsicherung angesichts der Krisen in der Ukraine und dem Irak sowie die nachlassenden Exportmöglichkeiten nach Russland. Das internationale Umfeld weist eine beachtliche Heterogenität auf. Die Wirtschaft der Europäischen Union wuchs im 1. Quartal 2014 um 0,3 Prozent – ebenso schwach, aber stabil wie in den Vorquartalen. Zum Wachstum trugen vor allem Deutschland und Großbritannien bei, während Italien noch nicht aus der Rezession herausfindet. Immer mehr Stabilität gewinnt Spanien. Außerhalb Europas hat sich die gute Entwicklung abgeschwächt. In den USA sorgten Schnee und Kälte zu Jahresbeginn für einen Einbruch im Bau und für einen schwachen Handel; die Wirtschaft schrumpfte. Eine solche Sonderentwicklung ist häufig mit Nachholeffekten im darauffolgenden Quartal verbunden; das signalisiert auch der Indikator für das nordamerikanische Wirtschaftsklima. Allerdings besteht zurzeit eine höhere Unsicherheit über die weitere Konjunktur in den USA. In China bleiben die jüngsten Wachstumsraten deutlich hinter den historischen Höchstständen zurück, die Industrie ist mehrere Monate in Folge geschrumpft. Aus den Schwellenländern kommen zurzeit bestenfalls geringe Konjunkturimpulse. Angesichts der durchwachsenen Weltwirtschaft hat sich die Entwicklung der Exporte wieder verlangsamt. Gegenüber dem 4. Quartal 2013 wuchsen sie nur um 0,2 Prozent. Die Exporterwartungen bleiben zwar im positiven Bereich, lassen aber keine Dynamik erkennen. Die gute Situation hierzulande sorgte indes für hohe Einfuhren (+2,2 %). In der Summe hat der Außenbeitrag die Entwicklung des BIP im 1. Quartal gebremst. Grundlage des guten Wachstums war also ausschließlich die Binnenwirtschaft, vor allem die Investitionen. Die milde Witterung und die günstigen Finanzierungsbedingungen führten zu einem kräftigen Plus bei den Bauinvestitionen (+3,6 %). Die Investitionen in Ausrüstungen und der Lageraufbau trugen ebenfalls erheblich zur Wirtschaftsleistung bei. Auch im 2. Quartal dürften die Investitionen ein wesentlicher Wachstumstreiber gewesen sein. Zwar fehlten die üblichen Frühjahrseffekte im Bau, aber die Kapazitätsauslastung war zu Beginn des 2. Quartals gestiegen und die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist nachhaltig eingedämmt. Die weiteren Perspektiven werden von den Investitionsgüterproduzenten jedoch pessimistischer eingeschätzt. Der private Konsum hat wieder an Dynamik gewonnen (+0,7 % im 1. Quartal 2014, nach Stagnation im 2. Halbjahr 2013). Als wesentliche Gründe dieser günstigen Entwicklung und der hohen Anschaffungsneigung sind weiterhin die gute Beschäftigungssituation und die niedrigen Anlagezinsen zu nennen. Auch die Staatsausgaben wirkten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent expansiv auf das BIP. Trotz hohem Schuldenstand und gesetzlicher Schuldenbremse entsteht dieser Handlungsspielraum durch deutlich wachsende Steuereinnahmen. Am Arbeitsmarkt setzt sich der positive Trend der Beschäftigung fort; nach dem ungewöhnlich milden Winter schwächt er sich aber ein wenig ab. Auch bei der Arbeitslosigkeit fehlen die üblichen Frühjahrseffekte, und sie steigt saisonbereinigt zum zweiten Mal in Folge leicht. Für die kommenden drei Monate signalisiert das IAB-Arbeitsmarktbarometer mit 99,6 Punkten eine Stagnation. Damit würden sich nach dem Ausklingen der untypischen Winter- und Frühjahrseffekte wieder stärker die strukturellen Probleme beim Abbau der Arbeitslosigkeit zeigen.

 

(Quelle: IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg)

Kapital für Unternehmen

Finanzierungsumfeld in Deutschland bleibt weiterhin sehr gut

Deutsche Unternehmen kommen vermehrt an Bankkredite. Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft ist nach dem historischen Tiefstand im Mai leicht auf 18,3 Prozent gestiegen, nach 17,4 Prozent im Vormonat. Die Finanzierungsbedingungen für die deutsche Wirtschaft waren bereits vor der Leitzinssenkung der EZB hervorragend und sind es weiterhin.

Die Kredithürde im Verarbeitenden Gewerbe ist um 0,9 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent gestiegen. Großfirmen kommen weiterhin sehr gut an Bankkredite. Nur noch 13,3 Prozent der Firmen gaben an, dass die Kreditvergabe der Banken restriktiv ist. Im Gegensatz dazu stehen die kleinen Firmen. Hier gibt knapp ein Fünftel an, Probleme bei der Kreditvergabe zu haben.

Auch im Baugewerbe und im Handel stieg die Kredithürde im Juni an. Mit jeweils 18,6 Prozent und 22,6 Prozent liegt sie jedoch historisch betrachtet weiterhin sehr niedrig.

(Quelle: ifo Institut)

Kapital-Beschaffung

Entscheidend für eine erfolgreiche Finanzierung ist eine professionelle Vorbereitung. Es zeigt sich immer öfter, dass die Begleitung durch einen spezialisierten Berater unerlässlich ist. Dieser Berater sollte nicht nur bei der Erstellung des Businessplan begleiten sondern sollte auch direkte Kontakte zu den Finanzinstituten haben.

Weitere Informationen

Erfolgreiche Finanzierung

Auch das Jahr 2013 verzeichnet wieder viele erfolgreiche Finanzierungen. So hat die Kfw Bankengruppe den Mittelstand und insbesondere den Bereich KMU (kleine und mittlere Unternehmen) in der Höhe von 22,6 Mrd. EUR unterstützt.

Die Nachfrage der kleinen und mittleren Unternehmen konzentrierte sich besonders stark auf die Bereiche Finanzierung von  Gründung und Innovation sowie die allgemeine langfristige Investitionsfinanzierung.

Gerade im Bereich der gewerblichen Förderkredite war die Finanzierungsquote besonders stark. Dies zieht sich durch alle Phasen der Unternehmensfinanzierung, wie Unternehmensgründung, Unternehmenswachstum, Sanierung und Restrukturierung sowie Unternehmensnachfolge und Unternehmensbeteiligung.

Dies erstreckt sich auf alle Unternehmenstätigkeiten, wie Gewerbe, Handel, Handwerk und Freie Berufe.

So lag die Summe der durch die Kfw finanzierten und geförderten Mittel für kleine und mittlere Unternehmen bei 22,6 Mrd. EUR. Die Mittelstandsquote in der inländischen Förderung beträgt 47%.

Das ausländische Geschäftsvolumen beträgt 20,5 Mrd. EUR. Hierzu zählen die Bereiche Export- und Projektfinanzierung, der Kfw Entwicklungsbank und der Tochtergesellschaft Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft DEG.

„Das Jahr 2013 war ein erfolgreiches Förderjahr. Die weiterhin hohe Nachfrage nach unseren Finanzierungen zeigt, dass unsere Programme in hohem Maße den aktuellen Bedürfnissen von Unternehmen, Kommunen und Privatkunden entsprechen. Das Jahr 2013 zeigt aber auch, dass sich die Nachfrage an das jeweilige Finanz- und Wirtschaftsumfeld anpasst und die KfW ihre subsidiäre Rolle wahrnimmt“, sagt Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW.

 

Förderergebnisse der Geschäftsbereiche

  • KfW Mittelstandsbank: 22,6 Mrd. EUR
  • Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung: 11,3 Mrd. EUR
  • Umwelt: 10,3 Mrd. EUR
  • Export- und Projektfinanzierung: 13,7 Mrd. EUR

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Kfw)

 

 

 

 

Finanzierung Gründung

Finanzierung Gründung

Der Weg in die Selbständigkeit ist häufig auch eine Frage der Finanzierbarkeit. Gerade die Startphase kann kostspielig sein. So bilden neben Ausgaben für Investitionen und Betriebsmitteln auch Mittel für die private Lebenshaltung einen wichtigen Kostenblock.

Dies sind nicht nur wichtige Bestandteile des Businessplanes sondern diese Informationen sind auch sehr wichtig für die kapitalgebenden Finanzinstitute.

Viele Selbständige, Gründer, Gewerbe-, Frei- und Kreativschaffende haben Schwierigkeiten zahlungswillige Finanzpartner zu finden. So sind gerade in der Startphase zukünftige Einnahmen schwer einzuschätzen. Sind doch diese Einnahmen entscheidend für die Rückzahlungen von Darlehen.

Zudem verfügen viele der Selbständigen meist über keine hinreichenden Sicherheiten oder regelmässigen Einkommensströme. Eine klassische Finanzierung über Finanzinstitute wird daher schwierig bis unmöglich, denn Banken fürchten mögliche Ausfälle von Krediten.

Diese von den Banken befürchteten Ausfallraten bei Krediten sind allerdings immer häufiger nicht der Grund für Absagen von Finanzierungsanfragen.

Vielmehr entstehen den Banken Kosten durch den umfangreichen Kreditprüfungsprozess. Da werden Business Pläne gelesen und analysiert, die BWA’s, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen werden nach Basel I, II und III in den Computer eingegeben und bewertet. Dieser Aufwand kostet zeit und Geld – das Geld der Bank. Schätzungen zu Folge betragen die Kreditprüfungsfixkosten in Deutschland im Durchschnitt EUR 1.800.

Wenn nun ein Selbständiger von seiner Hausbank einen Firmenkredit über EUR 10.000 möchte, dann wird schnell klar, dass die Bank die EUR 1.800 für die Prüfung nicht zurück verdienen kann. Dies ist das tatsächliche Problem und nicht die Ausfallraten.

Banken werden dies nicht offen zugeben. Aus diesem Grunde wird häufig das Argument mitgeteilt, dass das Gründen sehr risikobehaftet ist und eine Finanzierung nicht befürwortet werden kann.

Doch wie kann der Gründer dem nun entgegen wirken? Durch eine sehr gute und detaillierte Vorbereitung sowie die Ausarbeitung eines guten Businessplanes der kaum Fragen offen lässt. Hier ist eine Begleitung durch einen Profi unerlässlich.

Hierfür gibt es Zuschüsse und Fördermittelprogramme. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

 

 

Konjunktur steigt weiter

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist das fünfte Mal in Folge gestiegen. Zwar beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als etwas weniger zufriedenstellend als im Vormonat. Die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung sind aber erneut optimistischer ausgefallen. Die deutsche Wirtschaft ist mit Zuversicht in den Herbst gestartet. 

Der Geschäftsklimaindikator für das Verarbeitende Gewerbe ist erneut gestiegen. Die aktuelle Ge-schäftslage wird etwas weniger positiv beurteilt. Jedoch sind die Erwartungen an den weiteren Geschäfts-verlauf auf den höchsten Wert seit Juni 2011 gestiegen. Auch vom Export werden weiterhin Impulse erwar-tet.

Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Insbesondere die Erwartungen fielen erheblich optimistischer aus und sind auf den höchsten Wert seit Februar 2011 gestiegen. Auch mit ihrer aktuellen Geschäftslage sind die Einzelhändler wieder zufriedener. Im Großhandel hingegen hat der Ge-schäftsklimaindex etwas nachgegeben. Während die Großhändler leicht optimistischer auf die weitere Geschäftsentwicklung blicken, schätzen sie die aktuelle Situation etwas weniger positiv ein.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut gesunken, befindet sich historisch betrachtet jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder etwas günstiger beur-teilt. Die Baufirmen blicken jedoch skeptischer auf den weiteren Geschäftsverlauf.

(Quelle: ifo Geschäftsklima www.ifo.de)

Konjunktur: Deutschland profitiert vom Ende der Rezession in Europa

Die KfW revidiert ihre Konjunkturprognose für 2013 von zuvor 0,3 % auf 0,6 % nach oben; 2014 wird sich das Realwachstum auf 2,0 % beschleunigen (Vorprognose: 1,7 %) und damit nach zwei schwachen Jahren erstmals wieder über dem langfristigen Durchschnitt liegen

Die wichtigsten Gründe für die Aufwärtsrevision im laufenden Jahr sind erstens das starke zweite Quartal (0,7 %) – auch dank nachholender Bauinvestitionen – und zweitens die nach neuem Datenstand geringere Wachstumsbelastung aus dem Einbruch im Schlussquartal 2012; für das zweite Halbjahr 2013 gehen wir unverändert von Quartalsraten um 0,4 % aus; 2014 sind im Schnitt etwas höhere Quartalszuwächse möglich, sofern Europa leicht expandiert

Konsum und Wohnbau sind unverändert eine Stütze der Konjunktur; sie profitieren von niedriger Arbeitslosigkeit, Reallohnsteigerungen und günstigen Finanzierungsbedingungen; die Investitionen des Staates erhalten einen leichten Impuls von der Beseitigung der Flutschäden; die Unternehmensinvestitionen dürften sich angesichts verminderter Unsicherheit, gestiegener Kapazitätsauslastung und besserer Exportaussichten im Verlauf des Prognosezeitraums endlich beleben; der Wachstumsbeitrag des Außenhandels bleibt trotz merklich höherer Exportdynamik im kommenden Jahr in etwa neutral, da auch die Importe deutlich zunehmen werden.

 

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Kfw.de)

Konjunktur: Zuversicht kehrt zurück

  • Leichtes Klimaplus dank besserer Geschäftserwartungen
  • Flut wirkt sich kaum auf Urteile zur Geschäftslage aus
  • Industrie wird zunehmend Hoffungsträger für Konjunktur

Die Zuversicht der deutschen Mittelständler nimmt im Juni zu: Zum zweiten Mal in Folge verbessert sich ihr Geschäftsklima, der Hauptindikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers – diesmal um 0,5 Zähler auf 11,7 Saldenpunkte. Die Aufhellung ist damit zwar wie schon im Mai nur moderat, doch sind es im Unterschied zum Vormonat die Geschäftserwartungen, die das aktuelle Klimaplus tragen (+1,6 auf 5,1 Saldenpunkte). Dies ist ein gutes Signal, denn nur wenn die Firmen ihre künftigen Geschäfte besser einschätzen, dann sind sie auch bereit zu Investitionen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Urteile zur Geschäftslage hingegen geben im Juni trotz der verheerenden Flut in Süd- und Ostdeutschland nur leicht um 0,6 Zähler auf 18,0 Saldenpunkte nach.

„Die erneute Stimmungsaufhellung im Mittelstand ist erfreulich und keine Selbstverständlichkeit angesichts der Flutschäden, der Rezession in der Eurozone und den zuletzt eher enttäuschenden Konjunkturindikatoren aus China“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Sie spricht dafür, dass sich die deutsche Konjunktur wie von uns erwartet im weiteren Jahresverlauf allmählich beleben dürfte.“

Auch bei den Großunternehmen verbessert sich die Stimmung, sogar stärker als im Mittelstand. Sie schätzen im Juni ihre aktuelle Geschäftslage (+0,7 Zähler auf 12,1 Saldenpunkte), besonders aber ihre Geschäftserwartungen (+3,7 Zähler auf 5,5 Saldenpunkte) günstiger ein als im Mai. Ihr Geschäftsklima zieht um 2,2 Zähler auf 9,0 Saldenpunkte an und liegt damit nur noch um rund drei Punkte unter dem mittelständischen Geschäftsklima. Bei den Geschäftserwartungen lassen die Großunternehmen den Mittelstand sogar erstmals seit zwei Jahren wieder knapp hinter sich.

Höher war der Erwartungsindikator der stark international orientierten Großunternehmen zuletzt im Juli 2011. Das deutet darauf hin, dass die Firmen immer mehr auf eine Erholung des Exportgeschäfts setzen.

Hierzu passt die umfassende Stimmungsaufhellung im exportstarken Verarbeitenden Gewerbe: Das Geschäftsklima verbessert sich sowohl in der Großindustrie (+1,6 Zähler auf 8,7 Saldenpunkte) als auch im industriellen Mittelstand (+2,1 Zähler auf 9,1 Saldenpunkte). Die Industrie wird damit zunehmend zum Hoffnungsträger für die Erholung. Im Branchenvergleich liegt das Industrieklima inzwischen auf dem zweiten Platz – nach dem Bau, der trotz eines Rücksetzers bei den großen Baufirmen weiterhin mit großem Abstand führt.

Zeuner: „Die Stimmungsverbesserung in der Exportwirtschaft zeigt: die Firmen sehen Stabilisierungsansätze in der Eurozone und bewerten sie höher als das Risiko eines Nachfragerückgangs in China.“

(Quelle: KfW.de)

 

Deutsche Firmen kommen leichter an Finanzierung

  • Leichte Verbesserung des Finanzierungsklimas gegenüber 2012
  • Wachsender Anteil an Unternehmen mit sinkenden Umsatzrenditen und bestenfalls stagnierenden Investitionen
  • Unternehmer erwarten von Hausbanken vor allem zügige Bereitstellung von Krediten und Ratingberatung

Die Finanzierungssituation der Unternehmen in Deutschland ist ungeachtet der Krise in der Eurozone und der konjunkturellen Unsicherheit weiterhin gut. Das Finanzierungsklima für die Firmen in Deutschland hat sich in den vergangenen 12 Monaten insgesamt sogar leicht verbessert. Allerdings schlägt sich die nachlassende konjunkturelle Dynamik zunehmend auf die Finanzkennziffern und Ratings der Unternehmen nieder. Bei einer weiter anhaltenden Konjunkturschwäche könnten die Finanzierungsprobleme der Unternehmen zunehmen. Dies sind die Kernergebnisse der Unternehmensbefragung 2013, die die KfW gemeinsam mit BDI, BGA, HDE, ZDH und anderen führenden Wirtschaftsverbänden unter 3.600 Unternehmen durchgeführt hat.

Das verbesserte Finanzierungsklima zeigt sich darin, dass der Anteil der Unternehmen, der von gestiegenen Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme berichtet, um 3 Prozentpunkte auf 22 % gesunken ist. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen, der Erleichterungen bei der Kreditaufnahme wahrnimmt, um 1 Prozentpunkt auf 9 %. Dennoch sind damit noch immer mehr Unternehmen bei der Kreditaufnahme mit Erschwernissen konfrontiert als mit Erleichterungen.

Die schwache Konjunktur spiegelt sich in der Entwicklung der Finanzkennziffern wider. Die Umsatzrenditen stagnieren: lediglich 31 % der befragten Unternehmen berichten noch von Verbesserungen, 28 % von Verschlechterungen. In der Vorjahreserhebung betrugen die entsprechenden Werte noch 43 bzw. 20 %. Die Eigenkapitalquoten entwickelten sich mit einem Saldo von 29 Punkten gegenüber dem Vorjahr zwar weiterhin positiv. Ein wichtiger Faktor hierfür sind allerdings stagnierende Unternehmensinvestitionen, was langfristig ungünstig für das Wachstumspotential ist.

All dies hat Folgen für die Ratingnoten der Unternehmen: Hatte sich diese im Vorjahr noch spürbar verbessert, so lässt dieser Trend nun deutlich nach. Insbesondere großen Unternehmen gelang es seltener als im Vorjahr, ihre Ratingnote zu verbessern. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, können die Finanzierungsschwierigkeiten von Unternehmen in den kommenden Monaten zunehmen.

Der Vorstandsvorsitzende der KfW, Dr. Ulrich Schröder, sagte: „Die Unternehmen in Deutschland sind stark und robust, aber nicht immun gegen eine dauerhaft schwache Konjunktur. Die Warnsignale sind ernst zu nehmen. Die Wachstumskräfte müssen gestärkt, das Investitionsklima muss verbessert werden. Die KfW wird ihre subsidiäre Aufgabe bei der Bereitstellung von langfristigen Investitionsfinanzierungen weiter engagiert wahrnehmen.“

Präsident des BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel Dienstleistungen e. V., Anton F. Börner, sagte: „Mit ihrer stärkeren Eigenkapitalbasis stehen die meisten Unternehmen heute in Finanzierungsverhandlungen besser da. Allerdings brauchen sie auch weiterhin verlässliche und berechenbare Finanzierungspartner, gerade in der Langfristfinanzierung. Ohne Investitionen in Zukunftstechnologien und Unternehmensinfrastruktur leidet die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die Unternehmensfinanzierung bietet also noch genügend Raum für Verbesserungen.“

Der klassische Bankkredit bleibt für die Unternehmen weiterhin mit Abstand das wichtigste Finanzierungsinstrument. Von ihrer Hausbank erwarten sie daher in erster Linie die zügige Bereitstellung von Krediten zu angemessenen Konditionen. 94 % der befragten Firmen bezeichneten dies als wichtigste Dienstleistung ihrer Hausbanken. Ein großer Teil der Unternehmen (56 %) legt auf eine schnelle Kreditbearbeitung besonderen Wert. Der Bedeutung der Kreditversorgung durch Banken entsprechend stellt die Beratung zur Ratingnote (70 %) und zur Einbindung von Fördermitteln (60 %) die wichtigsten Beratungsdienstleistungen dar. Nicht zuletzt erwarten mehr als vier Fünftel der Unternehmen in ihrer Hausbank einen persönlichen und gleichbleibenden Ansprechpartner.

Alternative Finanzierungsformen wie Leasing, Factoring, die Ausgabe von Schuldscheindarlehen oder die Emission von Anleihen am Kapitalmarkt spielen gegenüber der überragenden Bedeutung des Kredits bei der breiten Maße der Unternehmen eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings ist das Interesse großer Unternehmen an der Begleitung bei der Ausgabe von Schuldscheindarlehen und Anleihen gestiegen.

(Quelle: KfW.de)