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Mittelstand schafft Arbeitsplätze

Im Jahr 2015 wurde mit 516.600 neuen Ausbildungsverträgen ein Negativrekord verzeichnet: Nie haben in Deutschland weniger junge Menschen eine Ausbildung aufgenommen. Sinkende Schülerzahlen und ein anhaltender Trend zur akademischen Bildung wirken sich aus. Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland ist zwischen 2008 und 2015 jährlich um ca. 3 % gesunken, von einstmals 1,61 auf aktuell 1,34 Mio.

 

Zumindest im Mittelstand konnte dieser Trend zuletzt gebremst werden, wie eine Vorabauswertung des neuen KfW-Mittelstandspanels zeigt (Gesamtveröffentlichung im Oktober 2016): Die Anzahl der Auszubildenden in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat sich seit 2010 bei ca. 1,2 Mio. stabilisiert. Im Jahr 2015 haben 53 % der Ausbildungsunternehmen die Zahl ihrer Azubis auf Vorjahresniveau gehalten. Immerhin 27 % der Unternehmen hatten mehr Auszubildende als in 2014, während 20 % ihre Ausbildungsaktivitäten eingeschränkt haben.

 

Damit hat sich die Ausbildungstätigkeit noch stärker als ohnehin schon in den Mittelstand verlagert. Dort arbeiten 68 % aller Erwerbstätigen, aber mittlerweile etwa 90 % der Auszubildenden. Die aktuellen Daten des KfW-Mittelstandspanels zu den Planungen der KMU lassen für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2016 einen leichten Rückgang der Azubi-Zahlen erwarten.

Die großen KMU (mit 50 oder mehr Beschäftigten) tragen am meisten zur Berufsausbildung bei: Drei Viertel sind Ausbildungsunternehmen, fast die Hälfte der 1,2 Mio. Azubis steht dort unter Vertrag. Von den Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten bildet jedes zweite aus. Relativ betrachtet leisten diese mittelgroßen KMU den größten Beitrag: Sie haben mit 5 % den höchsten Azubi-Anteil an ihren Beschäftigten.

 

Unter den KMU mit 5 bis 9 Beschäftigten sind immerhin 29 % Ausbildungsunternehmen. Die Kleinstunternehmen (mit weniger als 5 Beschäftigten) bilden hingegen nur sehr selten aus (7 %). Oft mangelt es ihnen an Ressourcen und Ausbildungsberechtigungen, und sie haben größere Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen. Etwa 80 % der KMU sind Kleinstunternehmen, weshalb die Ausbildungsquote im gesamten Mittelstand bei 13 % liegt.

Die geringe Ausbildungsaktivität der kleinsten KMU führt auch zu ausgeprägten Branchenunterschieden. So bilden im Verarbeitenden Gewerbe mit seinen überdurchschnittlich großen Unternehmen 28 % der KMU aus, und 4 % des Personals sind Auszubildende. Im Dienstleistungssektor betragen die ent- sprechenden Anteile nur 12 und 2 % – nicht nur weil akademische Berufe dort häufiger sind, sondern auch weil die Unternehmen kleiner sind.

 

Das Handwerk spielt eine besondere Rolle für die Berufsausbildung in Deutschland, weil es diese Größenabhängigkeit durchbricht. Denn gerade die zahlreichen kleinen Handwerksunternehmen sind weit überdurchschnittlich ausbildungsaktiv. Dadurch ist der Anteil ausbildender Unternehmen fast doppelt so groß wie im restlichen Mittelstand (24 %). Die 475.000 Lehrlinge machen mehr als 6 % der Beschäftigten im Handwerk aus.

 

Quelle: Kfw und Kfw Mittelstandspanel

Gründungen nehmen zu

Mehr Gründer in Deutschland

Die Gründung von Unternehmen haben in Vergleich zum Vorjahr zugenommen. So haben sich 93.000 Existenzgründer mehr im Jahr 2013 selbständig gemacht.

Dies stellt eine positive Entwicklung des Gründungsverhaltens in Deutschland dar. Im Jahr 2013 haben insgesamt 868.000 Personen eine selbständige Tätigkeit angemeldet. Dies sind rund 12% oder 93.000 Gründungen mehr als im Vorjahr.

Sehr häufig führt der Weg in die Selbständigkeit über die Gründung im Nebenerwerb. So fällt ein Grossteil der Gründungen in diesen Bereich. Eine Gründung im Nebenerwerb kann dann zu einem späteren Zeitpunkt in eine Gründung im Vollerwerb geändert werden.

Für das Jahr 2014 wird ein weiterer Anstieg der Gründungen erwartet, denn die Konjunkturerwartungen sind sehr positiv. Dies betrifft sowohl die Gründung in Handel und Handwerk sowie die Freien Berufe.

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Kfw)

 

 

 

Offensive Mittelstand

Seit September 2013 ist die xGAP Unternehmensberatung zertifizierter Berater und Dozent der Offensive Mittelstand.Logo OM S

Die Offensive Mittelstand ist ein Zusammenschluss von Fachverbänden, Ministerien, Krankenkassen und Unternehmen. Ziel der „Offensive Mittelstand“ ist es kleine und mittlere Unternehmen zu fördern und noch besser aufzustellen. Erfreulich für die Unternehmen: für die Beratung stehen staatliche Fördergelder zur Verfügung.

Renommierte Offensive Mittelstand Mitglieder sind u.a.:

  • BDA Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V.
  • Bertelsmann Stiftung
  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
  • Fachhochschule des Mittelstands
  • IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
  • Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn
  • itb – Institut für Technik der Betriebsführung
  • RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft
  • Verband Deutscher Sicherheitsingenieure – VDSI
  • Diverse Krankenkassen: u.a. AOK, IKK Classic, BKK-Akademie
  • ZDH – Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.
  • Bund der Selbständigen Bayern e.V.
  • Steinbeis-Beratungszentrum Finanzen.Kommunikation.Training
  • Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
  • Wirtschaftsförderung Landeshauptstadt Stuttgart

Ein zentrales Instrument ist der INQA Unternehmens-Check „Guter Mittelstand – Erfolg ist kein Zufall“. Hier können sich Unternehmen nach standardisierten Abläufen analysieren lassen. Mit den Ergebnissen werden konkrete Optimierungs-Massnahmen und Handlungsempfehlungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erarbeitet. Bei der Umsetzung der Ergebnisse helfen die unterschiedlichen Kompetenzen der im Beraternetzwerk zusammengeschlossenen Berater um die optimalen Ergebnisse für die Unternehmen zu erzielen.

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Industrielle Entwicklung: Deutschland expandiert kräftig, Frankreich verliert den Anschluss

Die Staaten in der EU driften bei der Wettbewerbsfähigkeit auseinander, wie sich an der Industrie-Entwicklung in den beiden größten Mitgliedsstaaten – Deutschland und Frankreich – zeigt.  Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Während die deutsche Industrie ihre Stellung innerhalb der Volkswirtschaft gut behaupten konnte und der Trend hin zu den Dienstleistungen gestoppt ist, gab es in Frankreich im vergangenen Jahrzehnt eine rasante De-Industrialisierung. „Die Position der entwickelten Staaten im internationalen Wettbewerb hängt entscheidend von der Industrie ab. Und in Frankreich ist der Grad der Industrialisierung inzwischen geringer als in Ostdeutschland“, sagt DIW-Experte Karl Brenke. Die Gründe dafür: „Frankreichs Industrie erzeugt zu wenige Investitions- und forschungsintensive Güter, und die Löhne sind zu rasch gestiegen.“

Gerade noch zehn Prozent der Wertschöpfung der Wirtschaft in Frankreich entfallen auf die Industrie. In Deutschland sind es dagegen 23 Prozent und damit etwas mehr vor zehn Jahren; in Ostdeutschland sind es 16%. Auch je Einwohner gerechnet ist die Industrieproduktion in den neuen Bundesländern höher als in Frankreich. Bei der Produktstruktur unterscheiden sich die beiden Länder erheblich. Die französische Industrie ist stark auf die Herstellung von Vorprodukten und Konsumgütern – insbesondere Nahrungsmitteln – ausgerichtet. Maschinen- und Kraftfahrzeugbau sowie forschungsintensive Produkte haben traditionell eine geringere Bedeutung als in Deutschland und zuletzt weitere Anteile verloren. Besonders schwach verlief die Industrieproduktion in Frankreich seit Mitte der letzten Dekade; am damaligen weltweiten Aufschwung hat sie kaum teilgenommen, und vom Einbruch infolge der Finanzkrise konnte sie sich – anders als die Industrie in Deutschland – bis heute nicht erholen. Die Industrieproduktion entwickelte sich in nahezu Branchen in Frankreich schwächer als in Deutschland. Aufgrund ihrer Wettbewerbsfähigkeit konnte die deutsche Industrie in den letzten Jahren auch kräftig auf den Auslandsmärkten expandieren. Frankreichs Exportindustrie trägt dagegen – zusammen mit Großbritannien – beim Exportwachstum das Schlusslicht in Europa.

Das Auseinanderdriften bei der Wettbewerbsfähigkeit der beiden Kernländer, aber auch zwischen anderen Staaten in Mitteleuropa oder etwa Italien, stellt eine wachsende Gefahr für die Eurozone dar. Da es keine Wechselkursmechanismen mehr gibt, muss zur Vermeidung von Spannungen innerhalb der Gemeinschaft ein Gleichlauf bei der Lohnentwicklung hergestellt werden. „Das bedeutet, dass die Löhne in Frankreich in den nächsten Jahren hinter dem Produktivitätsanstieg zurückbleiben müssen, eine Kürzung würde jedoch zu einer Rezession führen. In Deutschland sollten hingegen die Löhne stärker steigen“, erläutert Brenke. Die Verteilungsspielräume dafür seien vorhanden, denn in Deutschland sind die Industrielöhne im letzten Jahrzehnt hinter der Produktivitätssteigerung zurückgeblieben.

(Quelle: DIW Berlin)

Unternehmen Städte-Ranking – München top, Berlin abgeschlagen

Wenn es um die Wirtschaft geht, kann Berlin im Deutschlandvergleich weiterhin nicht mithalten. München, Stuttgart und Münster laufen allen das Wasser ab. Magdeburg setzt zur Aufholjagd an.

Trotz einer wachsenden Gründerszene und viel Zuwanderung bleibt Berlin bei der Wirtschaftslage eines der Schlusslichter in Deutschland. Die Hauptstadt landet in einer jüngsten Rangliste der 50 größten Städte bei der Wirtschaftslage auf Platz 47. In dem Vergleich des Magazins „Wirtschaftswoche“ und der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft liegt Berlin damit zwischen Halle und Duisburg. Gründe sind unter anderem die hohe Arbeitslosigkeit und die hohe Kriminalitätsrate.

Die ersten Plätze in dem Ranking belegen München, Stuttgart und Münster. Schlusslicht ist Gelsenkirchen. Magdeburg holt am schnellsten auf und gewinnt die Dynamik-Wertung für die Jahre 2006 bis 2011. Hier erreicht Berlin immerhin Platz neun.

Wissenschaftler der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, werteten für die 50 größten Städte rund 90 sozio-ökonomische Faktoren von Einkommen bis Kriminalität aus. Sie erstellten zwei Ranglisten: zum wirtschaftlichen Niveau und zur jüngsten Entwicklung.

Berliner Problemkieze hinken hinterher

Berlin profitiert auf der einen Seite von zahlreichen Firmengründungen. In diesem Bereich steht die Hauptstadt so gut da wie München. Zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, viele junge Menschen ziehen nach Berlin. Die Zahl der Besucher und Touristen ist ebenfalls rapide gewachsen.

Gleichzeitig leidet die Stadt unter anhaltend hoher Arbeitslosigkeit, der höchsten Zahl von Hartz-IV-Empfängern und einer überdurchschnittlichen Kriminalitätsrate. „Trotz der guten Arbeitsmarktdynamik gelingt es in Berlin offenbar nicht, Milieus mit verfestigter Arbeitslosigkeit und Sozialproblematik an die Aufwärtsentwicklung heranzuführen“, stellt die Studie fest. Auch die hohe Zahl der Straftaten verweise auf ungelöste soziale Probleme. Nur jedes zweite Unternehmen in Berlin beantwortete die Frage „Fühlen Sie sich in Ihrer Stadt sicher?“ positiv. Schlecht schnitt Berlin auch bei der Wirtschaftsfreundlichkeit und dem Kostenbewusstsein der Verwaltung ab.

Die Studie resümiert: „Damit Berlin insgesamt vom Tabellenende wegkommt, muss es seine Sozialproblematik wirksamer anpacken. Dazu gehört immer auch ein gutes Wirtschaftsklima, damit Unternehmen das schaffen, was Berlin am dringendsten braucht: Arbeitsplätze.“

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bekommt ihr Geld nach eigenen Angaben von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie. Als ihr Ziel nennt sie die konsequente wettbewerbliche Ausrichtung der Wirtschafts- und Sozialordnung.

(Quelle: dpa, N24)

 

Fördermittel für Unternehmen

Unternehmen aus Handel und Handwerk erhalten Zuschüsse für Beratungs-Dienstleistungen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und den Europäischen Sozialfonds

Der Wettbewerb wird immer härter, und die Rahmenbedingungen verändern sich: Weil wirtschaftlicher Erfolg für Unternehmer keine Selbstverständlichkeit mehr ist, wurde jetzt ein sinnvolles Förderprogramm neu aufgelegt und erweitert. Besonders weitreichend ist das Programm für Neugründungen sowie Unternehmer und Unternehmerinnen. Und auch größere Unternehmen kommen nun in den Genuss der Zuschüsse, da die Umsatzbegrenzung fast auf das vierzigfache angehoben wurde.

Hiervon profitieren Handelsbetriebe und Handwerksbetriebe aller Branchen.

Richtige Strategie und mehr Effizienz
Das Spektrum der geförderten Beratungsleistungen ist weit gefasst: Ziel ist es durch Coaching Lösungen für wirtschaftliche, technische, finanzielle, personelle und organisatorische Fragen zu erarbeiten. Auch der Bereich Marketing ist eingeschlossen, damit Unternehmen sich an neue Wettbewerbsbedingungen anpassen können. Das Förderprogramm bietet optimale Möglichkeiten das Unternehmen für die kommenden Jahre zu positionieren. Fördermittel Bayern hilft hierbei. Wir geben die Informationen, die Sie benötigen. Dies bezieht sich auf Gründer, junge Unternehmen und auch Unternehmen im Bereich Nachfolge.

Ausgeschlossen sind lediglich Unternehmen die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Der Vorjahresumsatz darf 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von 43 Millionen Euro nicht überschreiten.

„90% der Existenzgründer, die eine Beratung in Anspruch genommen haben, überleben die ersten 5 Jahre.“ (Quelle: Creditreform und KfW)

Werden Sie erfolgreicher mit Fördermitteln und professioneller Unterstützung.

Seit vielen Jahren verhilft Fördermittel Bayern bundesweit Existenzgründern und jungen Unternehmen vor allem zu:

– Fördermitteln
– Fremdkapital
– Geschäftsideen
– Businessplanungen
– Tragfähigkeitsbescheinigungen
– Wachstum
– Kooperationen und Partnerprogramme
– Effektives Controlling

Unsere erfahrenen Berater sind gelistet bei anerkannten Instituten wie der KfW, dem Bundesministerium für Wirtschaft, der IHK, HWK und vielen anderen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

info@foerdermittel-bayern.de

 

Kredithürde gibt leicht nach

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im September leicht gesunken. Nur 20,7% der befragten Unternehmen berichteten von Problemen bei der Kreditvergabe ihrer Banken. Die Kredithürde verharrt damit weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die 25%-Marke wurde zuletzt im Januar 2011 überschritten. Die Finanzierungsbedingungen der deutschen Wirtschaft sind nach wie vor außerordentlich günstig.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde für die Großfirmen deutlich gefallen, während für die kleineren und mittleren Unternehmen ein Anstieg zu verzeichnen war. Hier berichteten 22,3 respektive 18,2 % von einem restriktiven Zugang zu Bankkrediten. Bei den Großfirmen sank der Anteil um 1,8 Prozentpunkte auf 17,9%.

Im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde um 2,1 Prozentpunkte auf 25,5% gefallen. Dies ist ein neuer historischer Tiefstand. Im Handel sank die Kredithürde marginal um 0,1 Prozentpunkte. 20,4% der Handelsfirmen sind mit der Kreditvergabe ihrer Banken unzufrieden.

(Quelle: Ifo Institut)

Legende:

Die Kredithürde basiert auf ca. 4.000 Meldungen von Unternehmen der Gewerblichen Wirtschaft. Darin enthalten sind das verarbeitenden Gewerbe, das Bauhauptgewerbe, der Großhandel und der Einzelhandel. Die Unternehmen werden gebeten, ihr Urteil auf folgende Frage abzugeben: „Wie beurteilen Sie zur Zeit die Bereitschaft der Banken, Kredite an Unternehmen zu vergeben?“. Die möglichen Antworten sind: „entgegenkommend“, „normal“; „restriktiv“. Die Kredithürde wird aus den Prozentanteilen der letzten dieser drei Antwortkategorien berechnet. Für die Zusammenfassung zur Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft werden die Prozentanteile im verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Handel mit den durchschnittlichen Kreditvolumen der Wirtschaftsbereiche im Jahr 2005 gewichtet.

ifo Geschäftsklimaindex erneut leicht gestiegen

Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im April 2012

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im April erneut gestiegen. Die aktuelle Lageeinschätzung der Unternehmen hat sich auf hohem Niveau leicht verbessert, während die Erwartungen für die nächsten sechs Monate unverändert gut geblieben sind. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima im Vergleich zum Vormonat wieder verbessert. Die befragten Industriefirmen beurteilen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten deutlich positiver. Die Unternehmen lasteten ihre Kapazitäten stärker aus. Die Zahl ihrer Beschäftigten wollen die Unternehmen etwas behutsamer erhöhen als im vergangenen Monat.

Das Geschäftsklima hat sich in den beiden Handelsstufen unterschiedlich entwickelt. Während im Einzelhandel der Geschäftsklimaindikator minimal gestiegen ist, sank er im Großhandel leicht. Auch die Entwicklung der Teilkomponenten war gegenläufig. Die Einzelhändler berichten von einer verschlechterten Geschäftssituation und verbesserten Geschäftsaussichten. Die Großhändler sind dagegen mit ihrer aktuellen Geschäftslage vermehrt zufrieden, während sich die Erwartungen etwas eingetrübt haben.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Die befragten Bauunternehmer berichten von einer leicht verschlechterten Geschäftslage. Anders als im Vormonat sind sie bei den Erwartungen für die kommende Geschäftsentwicklung nicht mehr optimistisch.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland – Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im April 2012 (20. April 2012)

Das Handwerk und Gewerbe in Zahlen

Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) waren Ende 2009 insgesamt 975.316 Handwerksbetriebe registriert. Die Handwerksordnung  (Grundzüge der Handwerksordnung) unterteilt das Handwerk in das zulassungspflichtige Gewerbe (Anlage A) und das zulassungsfreie Gewerbe (Anlage B1) sowie das zulassungsfreie handwerksähnliche Gewerbe (Anlage B2). Mit 602.017 Betrieben entfällt der größte Teil der Handwerksbetriebe auf die zulassungspflichtigen Gewerbe, auch als zulassungspflichtiges Vollhandwerk bezeichnet (61,8%). Zum zulassungsfreien Handwerk zählen 185.938 Betriebe oder 19,1% und zum handwerksähnlichen Gewerbe 186.828 Betriebe oder 19,2% aller Handwerksbetriebe.

Die Handwerksbetriebe erzielten 2009 nach Schätzungen des ZDH rund 487,9 Mrd. € Umsatz und beschäftigten ca. 4.749.000 Arbeitnehmer. Das zulassungspflichtige Handwerk trägt – gemessen an seinem Anteil am Betriebsbestand – mit einem Anteil von 74,7% bzw. 89,5% überproportional zur Beschäftigung bzw. zum Umsatz im Handwerk bei. Das zulassungsfreie Handwerk vereint auf sich 18,3% aller Beschäftigten, jedoch nur 7,5% aller Umsätze. Das zulassungsfreie handwerksähnliche Gewerbe erreicht hingegen nur einen Beschäftigtenanteil von 7,0% und einen Umsatzanteil von 3,0%. Hierin äußert sich die deutlich kleinbetrieblichere Größenstruktur des handwerksähnlichen Gewerbes: Während im zulassungspflichtigen Vollhandwerk durchschnittlich 6 Mitarbeiter beschäftigt sind, beträgt die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im zulassungsfreien Handwerk 5 Personen und im handwerksähnlichen Gewerbe nur knapp 2 Mitarbeiter.

Insgesamt wurden 2009 im Handwerk nach vorläufigen Angaben des ZDH 461.502 Personen ausgebildet. Damit sind 26,0% aller Auszubildenden in Deutschland im Handwerk tätig.

Betrachtet man die Entwicklung des Handwerks im Zeitablauf, so war im Zeitraum 1991 bis 2000 nur ein moderates Wachstum, von  2000 bis 2002 sogar ein Rückgang des Betriebsbestands zu verzeichnen. Erst die Novellierung der Handwerksordnung zum 01.01.2004 brachte eine Trendumkehr.

Die Reform ermöglicht in 53 Gewerben die Neugründung von Handwerksbetrieben ohne Meisterbrief. In der Folge stieg die Anzahl der Handwerksbetriebe in diesen zulassungsfreien Gewerben, was zu einem Anstieg der Gesamtzahl der Handwerksbetriebe im Jahr 2004 gegenüber 2003 um 4,8 % führte. Seitdem steigen die Betriebszahlen weiter stetig an, allerdings von Jahr zu Jahr schwächer. Der Zuwachs resultiert dabei nur noch aus dem zulassungsfreien Handwerk.

(Quelle: IfM Institut für Mittelstandsforschung, Bonn und Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH))