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Gründung im Handwerk

Für Gründungen im Handwerk ist ratsam, was auch für alle anderen Branchen gilt: ein stimmiges Unternehmenskonzept, eine ausreichende Finanzierung sowie ein passendes Marketing. Ganz besonders wichtig ist darüber hinaus: Die Qualifikationen müssen stimmen. Je nach Qualifikation gibt es dabei unterschiedliche Möglichkeiten, einen Betrieb zu gründen.

Wer sich in einem zulassungspflichtigen Handwerk selbständig machen will, benötigt dafür in der Regel einen Meisterbrief: also den Nachweis darüber, die Meisterprüfung in seinem Handwerk bestanden zu haben. Für die Zulassung zur Meisterprüfung reicht es aus, wenn Prüflinge eine Gesel- len- bzw. Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden haben. Einen solchen Meisterbrief muss man üblicherweise für alle Handwerksberufe vorweisen können, die in der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) aufgeführt sind. Und nur mit bestandener Meisterprüfung kann man sich Meister oder Meisterbetrieb nennen. Es gibt allerdings auch eine Reihe von Möglichkeiten, sich ohne Meisterbrief in einem zulassungspflichtigen Handwerk selbständig zu machen.

Ohne Meisterbrief kann man ein Unternehmen in den sogenannten zulassungsfreien Handwerken und handwerksähnlichen Gewerben gründen und führen. Sie sind in den Anlagen B1 und B2 der Handwerksordnung nachzulesen.


Ohne Meisterbrief (Alt-Gesellenregelung)

Gesellinnen und Gesellen mit sechsjähriger Berufserfahrung haben einen Rechtsanspruch darauf, ihr zulassungspflichtiges Handwerk selbständig ausüben zu dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie mindestens vier Jahre in leitender Position gearbeitet haben. Mit „leitender Position“ ist gemeint, dass sie in einem Betrieb oder in einem wesentlichen Betriebsteil die Befugnis für eigenverantwortliche Entscheidungen hatten. Sie können dies durch Arbeitszeugnisse, Stellenbeschreibungen oder in anderer Weise nachweisen. Die erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse, die man benötigt, um ein Handwerk selbständig ausüben zu können, lassen sich in der Regel durch die Berufserfahrung belegen. Ob eine Ausübungsberechtigung erteilt wird, entscheidet die zuständige Handwerkskammer.


Handwerke mit Meisterpflicht

1 Maurer und Betonbauer

2 Ofen- und Luftheizungsbauer

3 Zimmerer

4 Dachdecker

5 Straßenbauer

6 Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer

7 Brunnenbauer

8 Steinmetzen und Steinbildhauer

9 Stuckateure

10 Maler und Lackierer

11 Gerüstbauer

12 Schornsteinfeger

13 Metallbauer

14 Chirurgiemechaniker

15 Karosserie- und Fahrzeugbauer

16 Feinwerkmechaniker

17 Zweiradmechaniker

18 Kälteanlagenbauer

19 Informationstechniker

20 Kraftfahrzeugtechniker

21 Landmaschinenmechaniker

22 Büchsenmacher

23 Klempner

24 Installateur und Heizungsbauer 25 Elektrotechniker

26 Elektromaschinenbauer

27 Tischler

28 Boots- und Schiffbauer

29 Seiler

30 Bäcker

31 Konditoren

32 Fleischer

33 Augenoptiker

34 Hörakustiker

35 Orthopädietechniker

36 Orthopädieschuhmacher

37 Zahntechniker

38 Friseure

39 Glaser

40 Glasbläser und Glasapparatebauer

41 Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik

42 Fliesen-, Platten- und Mosaikleger 43 Betonstein- und Terrazzohersteller 44 Estrichleger

45 Behälter- und Apparatebauer

46 Parkettleger

47 Rollladen- und Sonnenschutztechniker

48 Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher 

49 Böttcher

50 Glasveredler

51 Schilder- und Lichtreklamehersteller

52 Raumausstatter

53 Orgel- und Harmoniumbauer


Zulassungsfreie Handwerke (ohne Meisterpflicht)

1 entfällt

2 entfällt

3 entfällt

4 entfällt

5 Uhrmacher

6 Graveure

7 Metallbildner

8 Galvaniseure

9 Metall- und Glockengießer

10 Schneidwerkzeugmechaniker

11 Gold- und Silberschmiede

12 entfällt

13 entfällt

14 Modellbauer

15 entfällt

16 Holzbildhauer

17 entfällt

18 Korb- und Flechtwerkgestalter

19 Maßschneider

20 Textilgestalter (Sticker, Weber, Klöppler, Posamentierer, Stricker)

21 Modisten

22 entfällt

23 Segelmacher

24 Kürschner

25 Schuhmacher

26 Sattler und Feintäschner

27 entfällt

28 Müller

29 Brauer und Mälzer

30 Weinküfer

31 Textilreiniger

32 Wachszieher

33 Gebäudereiniger

34 entfällt

35 Feinoptiker

36 Glas- und Porzellanmaler

37 Edelsteinschleifer und -graveure

38 Fotografen

39 Buchbinder

40 Drucker

41 Siebdrucker

42 Flexografen

43 Keramiker

44 entfällt

45 Klavier- und Cembalobauer 46 Handzuginstrumentenmacher

47 Geigenbauer

48 Bogenmacher

49 Metallblasinstrumentenmacher

50 Holzblasinstrumentenmacher

51 Zupfinstrumentenmacher

52 Vergolder

53 entfällt

54 Holz- und Bautenschützer (Mauerschutz und Holzimprägnierung in Gebäuden) 

55 Bestatter


Handwerksähnliche Gewerbe (ohne Meisterpflicht)

1 Eisenflechter

2 Bautentrocknungsgewerbe

3 Bodenleger

4 Asphaltierer (ohne Straßenbau)

5 Fuger (im Hochbau)

6 entfällt

7 Rammgewerbe (Einrammen von Pfählen im Wasserbau)

8 Betonbohrer und -schneider

9 Theater- und Ausstattungsmaler

10 Herstellung von Drahtgestellen für Dekorationszwecke in Sonderanfertigung

11 Metallschleifer und Metallpolierer

12 Metallsägen-Schärfer

13 Tankschutzbetriebe (Korrosionsschutz von Öltanks für Feuerungsanlagen ohne chemische Verfahren)

14 Fahrzeugverwerter

15 Rohr- und Kanalreiniger

16 Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten)

17 Holzschuhmacher

18 Holzblockmacher

19 Daubenhauer

20 Holz-Leitermacher (Sonderanfertigung)

21 Muldenhauer

22 Holzreifenmacher

23 Holzschindelmacher

24 Einbau von genormten Baufertigteilen (z.B. Fenster, Türen, Zargen, Regale)

25 Bürsten- und Pinselmacher

26 Bügelanstalten für Herren-Oberbekleidung

27 Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration)

28 Fleckteppichhersteller 29 (weggefallen)

30 Theaterkostümnäher 31 Plisseebrenner

32 (weggefallen)

33 Stoffmaler

34 (weggefallen)

35 Textil-Handdrucker 36 Kunststopfer

37 Änderungsschneider

38 Handschuhmacher

39 Ausführung einfacher Schuhreparaturen

40 Gerber

41 Innerei-Fleischer (Kuttler)

42 Speiseeishersteller (mit Vertrieb von Speiseeis mit üblichem Zubehör)

43 Fleischzerleger, Ausbeiner

44 Appreteure, Dekateure

45 Schnellreiniger

46 Teppichreiniger

47 Getränkeleitungsreiniger

48 Kosmetiker

49 Maskenbildner

50 entfällt

51 Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung) 52 Klavierstimmer

53 Theaterplastiker

54 Requisiteure

55 Schirmmacher

56 Steindrucker

57 Schlagzeugmacher


Bei weiteren Fragen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. 

Anfrage

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, www.bmwi.de)

Start-ups in Deutschland

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Wie sich die Corona-Krise auf die Zahl der Start-ups 2020 auswirken wird, ist unsicher. Einerseits wird es mehr Unternehmensschließungen geben. Andererseits gibt es gründungsseitig Anlass zur Hoffnung: Internetbasierte und digitale Geschäftsmodelle rücken durch Corona stärker in den Fokus, was die Zahl der Start-ups stützen dürfte. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, bleibt abzuwarten. Zur Finanzierung ihres künftigen Wachstums wollen ein Fünftel der Start-up-Gründerinnen und -Gründer (19%) auf Venture Capital zurückgreifen. Das sind doppelt so viele wie noch 2018 (9 %). Der Wunsch nach VC steigt also. Das hängt auch mit einer gestiegenen Verfügbarkeit von Wagniskapital zusammen, denn: Eine bessere VC-Verfügbarkeit hat einen positiven Effekt auf die Gründung von Start-ups.


Corona-Krise rückt Start-ups stärker in den Fokus

Start-ups sind von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, da diese innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen ein wichtiges Erneuerungs- und Beschäftigungspotenzial in sich tragen. Durch die Corona-Krise droht die Gefahr, eine ganze Start-up Generation zu verlieren. Start-ups sind deshalb auf der wirtschaftspolitischen Agenda höher gerutscht, wie die schnelle Entscheidung für Start-up-Hilfen zeigt.

Vor der Corona-Krise hat sich die Zahl der Start-ups – also der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen – in Deutschland stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Der Ausbruch der Corona-Krise ließ für Start-ups zunächst Schlimmes befürchten. So gingen viele Start-ups im Frühsommer davon aus, dass sie aufgrund der Umsatzeinbrüche das Jahr nicht überstehen würden. Auch platzte so manche sicher geglaubte Finanzierung. Aktuell hat sich die Lage zwar insgesamt eher entspannt. Trotzdem wird es krisenbedingt mehr Unternehmensschließungen geben. Auch Venture Capital-Investoren erwarten eine höhere Ausfallquote in ihren Portfolios.

Gründungsseitig sah es zunächst auch nicht gut aus. Viele Gründungspläne wurden krisenbedingt auf Eis gelegt. Zwar wird es durch die höhere Arbeitslosigkeit zu mehr Notgründungen kommen, durch das erhöhte und verlängerte Kurzarbeitergeld aber weniger stark als erwartet. Die Zurückhaltung bei Chancengründungen wird deshalb wohl nicht durch mehr Notgründungen wettgemacht werden. Allerdings sind Notgründungen seltener innovations- oder wachstumsorientiert, sie sind also für die Zahl der Start-ups ohnehin weniger relevant – internetbasierte und digitale Gründungen dagegen schon. Mit dem Corona-Gebot des Abstand haltens rücken solche Geschäftsmodelle stärker in den Fokus von Gründerinnen und Gründern. Weil internetbasierte und digitale Gründungen auch häufiger Startup-Merkmale aufweisen, dürfte der Anteil von Gründungen mit Start-up-Merkmalen steigen. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, ist aber noch unsicher.

(Quelle: Kfw.de)

Venture Capital investiert

Beteiligungsgesellschaften sind „institutionelle Investoren“ deren Geschäftszweck es ist, Finanzmittel zu beschaffen, damit Beteiligungen an Unternehmen eingegangen und die Beteiligungen nach eingetretenem Innovations- oder Wachstumserfolg mit Wertsteigerung wieder verkauft werden können. Häufig sind VC-Gesellschaften auf Beteiligungen an Start-ups spezialisiert. Für die Abwicklung des Prozesses (Fundraising / Investment / Exit) werden typischerweise temporär eigene Vehikel gegründet (VC-Fonds). Die Fondsmittel werden in mehrere Start-ups investiert, um das hohe Risiko zumindest etwas zu streuen. Ein bis zwei sehr erfolgreiche Beteiligungen können somit unabhängig von der Entwicklung der anderen Fondsbeteiligungen, idealerweise eine überdurchschnittliche Fondsrendite sichern. VC-Fonds investieren je nach Größe und Schwerpunkt, häufig ab einer Investitionssumme von mehreren 100.000 EUR.

Die häufigste Entscheidung für Venture Capital in Deutschland fiel auf folgende Bereiche:

Mobile Apps                 45,7%

E-Commerce                37,7%

FinTech                        18,5%

Cloud Computing          13,6%

Artificial Intelligence      12,8%

Health Tech                   8,6%

Big Data                         3,1%

IoT                                 2,6%

Clean Technology           2,5%

Manufacturing                2,2%

Electric/Hybric Vehicles   2,0%

(Quelle: Kfw.de)

Wirtschaftliche Erholung

Eine zweite Welle von Corona-Neuinfektionen baut sich in Europa auf und nimmt in einigen Nachbarländern bereits bedenkliche Ausmaße an – eine Gefahr für die wirtschaftliche Erholung. Vor diesem Hintergrund sendet der inzwischen fünfte Anstieg des Geschäfts­klimas im deutschen Mittelstand ein Signal der Beruhigung. Die sich wieder verschärfende Pandemie wird gleichwohl zu einer wachsenden Hürde für die Konjunktur am Anfang der kalten Jahreszeit. Noch kann sie übersprungen werden, doch der schwierige Teil der Erholung beginnt.

(Quelle: Kfw.de)

Start-Ups legen zu

Die Zahl innovations- oder wachstumsorientierter junger Unternehmen in Deutschland ist erneut gestiegen. Im Jahr 2018 gab es 70.000 Start-ups nach 60.000 im Jahr zuvor.

Die für Start-ups typischen Merkmale sind bei Existenzgründungen von Frauen seltener zu finden. Im Schnitt weisen nur 3 von 100 Existenzgründungen von Frauen Start-up-Merkmale auf. Bei Männern sind es 9 von 100. Aufgrund dessen sind Start-up- Gründerinnen im Vergleich zu Gründern deutlich unterrepräsentiert.

Die größten Unterschiede zwischen Gründungen von Frauen und Männern gibt es bei der Innovati- ons- und Wachstumsorientierung. Das erklärt warum es wenige Start-ups von Frauen gibt. Geeignete Maßnahmen, um diese Lücken zu schließen, sind beispielsweise

− noch stärkere Anstrengungen, um Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu gewinnen,

− eine Verankerung unternehmerischer Kenntnisse in der Schule sowie

− eine stärkere Ansprache von Frauen durch Beratungsangebote.

In Deutschland hat sich die Zahl der Start-ups erneut erhöht, auf zuletzt 70.000 im Jahr 2018. Bei einer durchschnittlichen Teamgröße von 1,8 stehen hinter diesen Start-ups rund 129.000 aktive Gründerinnen und Gründer. Deren Charakteristika sind im KfW-Start-up-Report 2018 näher beleuchtet. Sie sind beispielsweise jünger und akademisch geprägter als andere Gründerinnen und Gründer, vor allem aber sind Männer deutlich stärker vertreten.

Insbesondere dieses Phänomen, dass Gründerinnen bei Start-ups deutlich unterrepräsentiert sind, ist ein oft diskutierter Fakt. Die Kernfragen dabei sind: Warum sind Frauen so stark unterrepräsentiert und wie kann man das ändern? Lösungen auf diese Fragen zu finden ist wichtig, um das Beschäftigungs- und Innovationspotenzial von Start-ups volkswirtschaftlich noch besser ausschöpfen zu können.

(Quelle: Kfw.de)

Unternehmergeist Migranten

Migranten haben mehr Unternehmergeist

Migrantinnen und Migranten leisten einen überdurchschnittlichen Beitrag zum Gründungsgeschehen in Deutschland. Sie stellen 21 % der Gründer bei einem Bevölkerungsanteil von 18 % (im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017). Die erhöhte Gründungsaktivität hat zwei zentrale Gründe: Zum einen ist unter Migranten der Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit stärker ausgeprägt als in der Gesamtheit der Bevölkerung. Zum anderen haben sie schlechtere Arbeitsmarktchancen und gründen häufiger in Ermangelung guter Jobalternativen. Wie eine Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors 2018 erstmals zeigt, geben 38 % der Migrantinnen und Migranten grundsätzlich der Selbstständigkeit den Vorzug vor abhängiger Beschäftigung. In der gesamten Bevölkerung wären nur 29 % lieber selbstständig als angestellt. Ein wichtiger Faktor für diesen Unterschied ist, dass viele Migranten durch eine größere Risikofreude und mehr unternehmerische Vorbilder aus ihrer Herkunftskultur geprägt sind.

Darüber hinaus führen die im Mittel schlechteren formalen Berufsqualifikationen von Migranten zu schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So haben 46 % der Migranten keinen bzw. keinen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss, in der gesamten Erwerbsbevölkerung sind es 22 %. Die Arbeitsmarktnachteile bewirken, dass sich Migranten überdurchschnittlich oft selbstständig machen, weil sie keine besseren Erwerbsalternativen sehen. Dieser sogenannte Notgründeranteil liegt mit 38 % deutlich über dem Durchschnitt von 31 %.

Ein weiterer Einflussfaktor für die Chancen am Arbeitsmarkt ist neben dem Berufsabschluss das Beherrschen der Landessprache. Zwei Drittel der 18–64-jährigen Migranten spricht überwiegend Deutsch im eigenen Haushalt. Nur 35 % leben in einem fremdsprachigen Haushalt, häufig sind dessen Mitglieder erst kürzlich zugewandert. Eine ausländische Haushaltssprache ist zwar nicht gleichbedeutend mit schlechten Deutschkenntnissen, doch Migranten aus fremdsprachigen Haushalten haben statistisch schlechtere Arbeitsmarktchancen. Sie sind z. B. häufiger arbeitslos als Migranten insgesamt (12 % gegenüber 8 %). Deshalb ist auch der Anteil von Notgründern besonders hoch (48 %). Davon abgesehen ist auch der Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit noch einmal höher als unter Migranten insgesamt (41 %). Im Ergebnis ist die Selbstständigenquote unter Migranten aus fremdsprachigen Haushalten überdurchschnittlich (9 % gegenüber 7 % bei Migranten insgesamt).

Migranten aus fremdsprachigen Haushalten gründen noch etwas häufiger mit Mitarbeitern als Migranten insgesamt (36 % gegenüber 32 %). Der Branchenschwerpunkt liegt auf persönlichen Dienstleistungen (42 % gegenüber 35 %), dort besonders in der Gastronomie. Migranten aus fremdsprachigen Haushalten nehmen außerdem einige Gründungsprobleme überdurchschnittlich stark wahr. Sie sorgen sich häufiger um ihre fachliche Qualifikation und ihre Geschäftsideen. Besonders stark nehmen sie aber Finanzierungsschwierigkeiten wahr (40 % gegenüber 29 %).

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt: „Migranten sind ein unverzichtbarer Teil des Gründungsgeschehens in Deutschland, ihre Selbstständigenquote ist überdurchschnittlich. Das hat zwei Gründe: Erstens ist der Unternehmergeist von Migranten stärker ausgeprägt. Zweitens machen sie sich aber auch häufiger aus Mangel an Jobalternativen selbstständig. Dies hängt unter anderem mit den formalen Berufsqualifikationen und Sprachkenntnissen zusammen, die der deutsche Arbeitsmarkt verlangt. Gerade der Abbau sprachlicher Hürden braucht Zeit – und Unterstützung durch ausreichende Kursangebote.“

(Quelle: Kfw.de)

Kreditvergabe legt zu

Das von KfW Research für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft der Banken mit Unternehmen und Selbstständigen ist im dritten Quartal 2018 erneut außerordentlich stark um 9,6 % zum Vorjahr gewachsen. Die Kreditvergabe an Unternehmen legt damit das neunte Quartal in Folge zu. Perspektivisch erwartet KfW Research im Zuge einer Stabilisierung der Konjunkturdynamik auf niedrigerem Niveau als zu Jahresbeginn etwas nachlassende, aber weiterhin hohe Wachstumsraten.

Im zweiten Quartal war es genau die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, die wesentlich zu steigender Dynamik des Kreditneugeschäfts beigetragen haben dürfte. Die konjunkturelle Abkühlung kam offensichtlich für viele Unternehmen überraschend, sodass diese Lager aufbauen mussten, die in der Regel über kürzer laufende Kredite refinanziert werden. Tatsächlich war auch im Frühjahr bei den neu vergebenen Krediten in den kurz- und mittelfristigen Laufzeiten ein besonders hoher Zuwachs beobachtbar. Im dritten Quartal ist keine weitere Zunahme mehr bei den Wachstumsraten der Kredite mit kürzerer Laufzeit zu verzeichnen. Das Motiv für die Kreditaufnahme scheint sich im Sommer wieder weg vom Zweck der Lagerhaltung und hin zur Absicht der Investitionsfinanzierung bewegt zu haben, wie auch der jüngste Bank Lending Survey signalisiert.


(Quelle: Kfw.de)

Migranten gründen

Migranten gründen überdurchschnittlich häufig

Der Anteil von Migranten am Gründungsgeschehen ist seit Jahren relativ stabil: Rund jeder fünfte Gründer hat eine ausländische Staatsbürgerschaft oder die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach der Geburt erworben. Die jährliche Gründerquote von Migranten liegt im Durchschnitt von 2009 bis 2014 bei 1,86 % und somit etwa um ein Zehntel höher als die Gründerquote im Allgemeinen (1,68 %). Zuletzt haben im Jahr 2014 179.000 Migranten eine Existenzgründung umgesetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors, der jährlich erscheinenden repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen.

 

Migranten gehen den Schritt in die Selbstständigkeit häufiger im Vollerwerb als der Durchschnittsgründer. Zwar ist der allgemeine Trend hin zur Nebenerwerbsgründung auch bei Migranten zu sehen, im Mittel der Jahre 2013/2014 lag der Anteil des Vollerwerbs mit 43 % trotzdem noch klar über dem Durchschnitt von 39 %.

 

Migranten, die seit 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen sind, waren im Mittel 36 Jahre alt. Sie waren damit eineinhalb Jahre jünger als ein Durchschnittsgründer. Dies ist auf den geringeren Anteil älterer Personen unter den erwerbsfähigen Migranten zurück zurückzuführen. Insgesamt sind 29 % der Erwerbsfähigen über 50 Jahre alt – bei Migranten nur knapp jeder Fünfte. Das geringere Alter der potenziellen Gründer drückt den Altersdurchschnitt der tatsächlichen Gründer. Dadurch sind Migranten bei ihrer Existenzgründung. jünger als die Gründer insgesamt, obwohl die Gründungsneigung jüngerer Migranten geringfügig unter- und die älterer Migranten überdurchschnittlich ist. Akademiker sind bei Migranten unter Gründern ähnlich oft vertreten wie unter Gründern insgesamt. Dagegen sind Personen ohne Berufsabschluss stark überrepräsentiert. Das könnte den Schluss nahe legen, dass bei Migranten Akademiker eine ähnlich große und Personen ohne Berufsabschluss eine deutlich größere Gründungsneigung haben als dies typischerweise der Fall ist. Dieses Bild täuscht jedoch.

 

Bei Migranten liegt der Gründeranteil unter Akademikern deutlich höher als in der Gruppe aller Erwerbsfähigen, während sich die Gründerquote bei Personen ohne Berufsabschluss kaum unterscheidet.

Für die höhere Gründungsneigung von Migranten sind in der Literatur drei Aspekte angeführt:

  • Eine stärkere Präsenz entsprechender Rollenvorbilder
  • Ein größeres Maß an Risikobereitschaft
  • Schlechtere Arbeitsmarktchancen.

Letzteres zeigt sich eindeutig. Der Anteil von Gründern, die zuvor arbeitslos waren, ist bei Migranten höher als üblich; außerdem gibt bei Migranten ein höherer Anteil der Gründer an, aufgrund mangelnder besserer Erwerbsalternativen gegründet zu haben.

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW)

Erfolgreiche Finanzierung

Erfolgreiche Finanzierung

Gespräch mit Richard Brückner, Gründer und Inhaber

Nach langjähriger Erfahrung als Angestellter in verschiedenen Führungspositionen in den Bereichen Marketing und Vertrieb bei Industrieunternehmen ist bei mir der Entschluss gereift, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Da stieß ich auf global office und war von Beginn an von dem Geschäftskonzept äußerst überzeugt. Die Kombination aus sinnvollen Bürodienstleistungen, die kleinen und mittleren Unternehmen helfen, ihren Service zu verbessern, sich voll auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren, den Umsatz zu steigern und auch Kosten für externe Dienstleistungen zu senken, liegt voll im Trend der Zeit.

 

So habe ich das global office Vertriebsgebiet Süd-Ost-Bayern übernommen und mir wurde gleich von einigen meiner neuen global office Kollegen die xGAP Unternehmensberatung, Herr Joachim Gottwald, als Gründungsberatung empfohlen.

Die Zusammenarbeit mit Herrn Gottwald war von Beginn an ausgezeichnet. In regelmäßig stattfindenden Gesprächen hat er mich ausgesprochen kompetent beraten zu einer breiten Palette von Themen, wie grundlegende Fragen zur Gründung, Marktanalysen, Erstellung des Businessplans, Strategie, Finanzierung, öffentliche Zuschüsse, oder IT. Auch jetzt, zwei Monate nach der Gründung, berät mich Herr Gottwald weiter bei den ersten Schritten im Markt. Die bisherige Resonanz meines Angebots ist sehr positiv und vielversprechend. Als Haupt-Dienstleistung biete ich einen telefonischen Erreichbarkeitsservice in Raum Rosenheim und südlich davon (ungefähr von Bad Tölz über Traunstein bis nach Freilassing) an.

 

global office Kunden sind telefonisch immer erreichbar für ihre Kunden und potenziellen Neukunden, auf Wunsch auch 24 Stunden an 7 Tagen. Kompetente Mitarbeiter nehmen im Firmennamen des Kunden das eingehende Telefonat an, leiten es an den richtigen Gesprächspartner weiter oder notieren Gesprächswünsche und Nachrichten und geben diese an die richtige Stelle per e-mail oder SMS im Unternehmen. Darüber hinaus bietet global office eine Reihe weiterer Kundendialog- Services an, wie Outbound-Kampagnen, Terminierungs-Service oder Online-Fragebogen-Service. Außerdem profitieren global office Kunden von günstigen Einkaufspreisen weiterer Dienstleistungen, wie Mietfahrzeuge, Übersetzungsdiensten, Inkassomanagement oder Wirtschaftsauskünften.

 

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Fördermittel werden ausgeweitet

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie startete heute das erste deutsche Projekt aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), auch “Juncker-Fonds” genannt.

Das Projekt soll die Gründung von Unternehmen in Deutschland noch stärker fördern. Dazu wird das von der KfW angebotene Existenzgründerprogramm “ERP-Gründerkredit – StartGeld” in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) ausgeweitet.

Der EFSI-Fonds, eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank, soll innerhalb der nächsten drei Jahre zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 315 Milliarden Euro in Europa mobilisieren. Die Bundesregierung plant, über ihre Förderbank KfW die Investitionsoffensive für Europa mit rund 8 Milliarden Euro zu unterstützen. Die Fondsmittel fließen überwiegend in strategische Investitionen in Schlüsselbereichen wie Infrastruktur und Innovation wie auch in die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen durch Risikokapital und Garantien. Verwaltet wird der Fonds durch EIB und EIF.

Das Fördermittel-Programm “ERP-Gründerkredit – StartGeld” wird durch eine Garantie ermöglicht, die im Rahmen des EU-Programms für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für KMU (COSME) gestellt wird. Dank EFSI werden bis 2018 Darlehen in Höhe von insgesamt 1 Milliarde Euro bereit gestellt, um mindestens 15.000 Gründerinnen und Gründer sowie junge Unternehmen in Deutschland zu unterstützen.

(Quelle: Kfw.de)