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Migranten gründen

Migranten gründen überdurchschnittlich häufig

Der Anteil von Migranten am Gründungsgeschehen ist seit Jahren relativ stabil: Rund jeder fünfte Gründer hat eine ausländische Staatsbürgerschaft oder die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach der Geburt erworben. Die jährliche Gründerquote von Migranten liegt im Durchschnitt von 2009 bis 2014 bei 1,86 % und somit etwa um ein Zehntel höher als die Gründerquote im Allgemeinen (1,68 %). Zuletzt haben im Jahr 2014 179.000 Migranten eine Existenzgründung umgesetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors, der jährlich erscheinenden repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen.

 

Migranten gehen den Schritt in die Selbstständigkeit häufiger im Vollerwerb als der Durchschnittsgründer. Zwar ist der allgemeine Trend hin zur Nebenerwerbsgründung auch bei Migranten zu sehen, im Mittel der Jahre 2013/2014 lag der Anteil des Vollerwerbs mit 43 % trotzdem noch klar über dem Durchschnitt von 39 %.

 

Migranten, die seit 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen sind, waren im Mittel 36 Jahre alt. Sie waren damit eineinhalb Jahre jünger als ein Durchschnittsgründer. Dies ist auf den geringeren Anteil älterer Personen unter den erwerbsfähigen Migranten zurück zurückzuführen. Insgesamt sind 29 % der Erwerbsfähigen über 50 Jahre alt – bei Migranten nur knapp jeder Fünfte. Das geringere Alter der potenziellen Gründer drückt den Altersdurchschnitt der tatsächlichen Gründer. Dadurch sind Migranten bei ihrer Existenzgründung. jünger als die Gründer insgesamt, obwohl die Gründungsneigung jüngerer Migranten geringfügig unter- und die älterer Migranten überdurchschnittlich ist. Akademiker sind bei Migranten unter Gründern ähnlich oft vertreten wie unter Gründern insgesamt. Dagegen sind Personen ohne Berufsabschluss stark überrepräsentiert. Das könnte den Schluss nahe legen, dass bei Migranten Akademiker eine ähnlich große und Personen ohne Berufsabschluss eine deutlich größere Gründungsneigung haben als dies typischerweise der Fall ist. Dieses Bild täuscht jedoch.

 

Bei Migranten liegt der Gründeranteil unter Akademikern deutlich höher als in der Gruppe aller Erwerbsfähigen, während sich die Gründerquote bei Personen ohne Berufsabschluss kaum unterscheidet.

Für die höhere Gründungsneigung von Migranten sind in der Literatur drei Aspekte angeführt:

  • Eine stärkere Präsenz entsprechender Rollenvorbilder
  • Ein größeres Maß an Risikobereitschaft
  • Schlechtere Arbeitsmarktchancen.

Letzteres zeigt sich eindeutig. Der Anteil von Gründern, die zuvor arbeitslos waren, ist bei Migranten höher als üblich; außerdem gibt bei Migranten ein höherer Anteil der Gründer an, aufgrund mangelnder besserer Erwerbsalternativen gegründet zu haben.

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW)

Erfolgreiche Finanzierung

Erfolgreiche Finanzierung

Gespräch mit Richard Brückner, Gründer und Inhaber

Nach langjähriger Erfahrung als Angestellter in verschiedenen Führungspositionen in den Bereichen Marketing und Vertrieb bei Industrieunternehmen ist bei mir der Entschluss gereift, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Da stieß ich auf global office und war von Beginn an von dem Geschäftskonzept äußerst überzeugt. Die Kombination aus sinnvollen Bürodienstleistungen, die kleinen und mittleren Unternehmen helfen, ihren Service zu verbessern, sich voll auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren, den Umsatz zu steigern und auch Kosten für externe Dienstleistungen zu senken, liegt voll im Trend der Zeit.

 

So habe ich das global office Vertriebsgebiet Süd-Ost-Bayern übernommen und mir wurde gleich von einigen meiner neuen global office Kollegen die xGAP Unternehmensberatung, Herr Joachim Gottwald, als Gründungsberatung empfohlen.

Die Zusammenarbeit mit Herrn Gottwald war von Beginn an ausgezeichnet. In regelmäßig stattfindenden Gesprächen hat er mich ausgesprochen kompetent beraten zu einer breiten Palette von Themen, wie grundlegende Fragen zur Gründung, Marktanalysen, Erstellung des Businessplans, Strategie, Finanzierung, öffentliche Zuschüsse, oder IT. Auch jetzt, zwei Monate nach der Gründung, berät mich Herr Gottwald weiter bei den ersten Schritten im Markt. Die bisherige Resonanz meines Angebots ist sehr positiv und vielversprechend. Als Haupt-Dienstleistung biete ich einen telefonischen Erreichbarkeitsservice in Raum Rosenheim und südlich davon (ungefähr von Bad Tölz über Traunstein bis nach Freilassing) an.

 

global office Kunden sind telefonisch immer erreichbar für ihre Kunden und potenziellen Neukunden, auf Wunsch auch 24 Stunden an 7 Tagen. Kompetente Mitarbeiter nehmen im Firmennamen des Kunden das eingehende Telefonat an, leiten es an den richtigen Gesprächspartner weiter oder notieren Gesprächswünsche und Nachrichten und geben diese an die richtige Stelle per e-mail oder SMS im Unternehmen. Darüber hinaus bietet global office eine Reihe weiterer Kundendialog- Services an, wie Outbound-Kampagnen, Terminierungs-Service oder Online-Fragebogen-Service. Außerdem profitieren global office Kunden von günstigen Einkaufspreisen weiterer Dienstleistungen, wie Mietfahrzeuge, Übersetzungsdiensten, Inkassomanagement oder Wirtschaftsauskünften.

 

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Fördermittel werden ausgeweitet

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie startete heute das erste deutsche Projekt aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), auch „Juncker-Fonds“ genannt.

Das Projekt soll die Gründung von Unternehmen in Deutschland noch stärker fördern. Dazu wird das von der KfW angebotene Existenzgründerprogramm „ERP-Gründerkredit – StartGeld“ in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) ausgeweitet.

Der EFSI-Fonds, eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank, soll innerhalb der nächsten drei Jahre zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 315 Milliarden Euro in Europa mobilisieren. Die Bundesregierung plant, über ihre Förderbank KfW die Investitionsoffensive für Europa mit rund 8 Milliarden Euro zu unterstützen. Die Fondsmittel fließen überwiegend in strategische Investitionen in Schlüsselbereichen wie Infrastruktur und Innovation wie auch in die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen durch Risikokapital und Garantien. Verwaltet wird der Fonds durch EIB und EIF.

Das Fördermittel-Programm „ERP-Gründerkredit – StartGeld“ wird durch eine Garantie ermöglicht, die im Rahmen des EU-Programms für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für KMU (COSME) gestellt wird. Dank EFSI werden bis 2018 Darlehen in Höhe von insgesamt 1 Milliarde Euro bereit gestellt, um mindestens 15.000 Gründerinnen und Gründer sowie junge Unternehmen in Deutschland zu unterstützen.

(Quelle: Kfw.de)

Erfolgreiche Finanzierung Refresh Lounge

Wer schön sein will muss nicht leiden, sondern sich entspannen. Zum Beispiel in der Refresh Lounge in München-Schwabing. Dort kümmern sich die Kosmetikerinnen nicht nur um die äussere Hülle, sondern auch um das innere Wohlbefinden ihrer Kunden.

 

Schönheit ist die Blüte des Glücks‘ – das ist ein japanisches Sprichwort und unser Arbeitsmotto“, sagt Elpida Barazantzidou, Inhaberin der Refresh Lounge. „Wir wollen unsere Kunden nicht nur äußerlich verschönern. Wir wollen, dass sie sich wohlfühlen und mit einem Lächeln gehen.“ In der Vergangenheit hat die Kosmetikerin oft erlebt, wie Kunden in Schönheitssalons schnell, oberflächlich und lieblos abgefertigt wurden. Doch Schönheit und Hektik passen nicht zusammen, findet Barazantzidou, sie wollte etwas ändern.

 

Anfang Juli 2014 eröffnete sie deshalb mit Unterstützung der Grenke Bank und der xGAP Unternehmensberatung ihr eigenes Studio in München-Schwabing – und macht seither vieles anders. „Wir sind ehrlich, vielseitig und ausgesprochen kundenfreundlich“, so Barazantzidou. Falsche Versprechungen gibt es nicht. „Eine 60-Jährige sieht hinterher nicht wie 20 aus – dafür aber frisch, entspannt und ausgeglichen.“

 

Die Refresh Lounge steht für einen ganzheitlichen Weg zur Schönheit:

Außer Klassikern wie Maniküre, Pediküre, Haarentfernung und Gesichtsbehandlungen haben die Inhaberin und ihre beiden Kolleginnen auch Fruchtsäurebehandlungen, Body-Wrapping und Saugpumpenmassagen im Angebot. Diese reinigen und straffen die Haut auf natürliche Weise. Damit sich die Kunden richtig wohlfühlen, achten die Kosmetikerinnen auf eine entspannte Atmosphäre. Dazu gehört auch eine bequeme Terminvereinbarung per Online-Anmeldung.

 

Das Konzept kommt sehr gut an, die Nachfrage war von Anfang an groß. Mittlerweile ist der Umsatz um rund 15 Prozent gestiegen – und Barazantzidou erhält so viele Anfragen, dass sie ihr Team verstärken wird. „In Zukunft möchten wir unsere Leistungen außerdem weiter ausbauen und auch Männer noch stärker ansprechen.“ Dazu entwickelt das Team spezielle Behandlungen wie die „MEN-Time“: In 120 Minuten können gestresste Männer dank Pediküre, Gesichtsbehandlung und Massage wieder Kraft tanken. „Schließlich wollen auch sie gepflegt und entspannt aussehen.“

 

(Quelle: Mittelpunkt Magazin 03/2015)

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Erfolgreiche Finanzierung Turtlebox

Konkurrenz für den Pappkarton

 

Nie wieder gerissene Griffe oder durchgebrochene Böden:

 

Mit Turtlebox hat sich Oliver Mund vor zwei Jahren selbstständig gemacht, zur Freude vieler Umzugshelfer.

Als Oliver Mund 2010 vor der Herausforderung stand, robuste Kartons für seinen Großumzug von Hamburg nach München zu finden, bot ihm ein Freund an, seine Klappkisten auszuleihen. Nicht nur Oliver Mund, auch seine Umzugshelfer erkannten schnell den praktischen Nutzen gegenüber herkömmlichen Pappkartons: Sie waren stabiler, mussten nicht umständlich zusammengebaut werden, die Griffe rissen nicht ein, sie ließen sich stapeln und waren vor allem mehrfach wiederverwendbar. Für Oliver Mund war damit die Idee der Turtlebox geboren.

 

Drei Jahre später machte der damals erfolgreiche Immobilieninvestor Nägel mit Köpfen. Mit Hilfe der Unternehmensberatung xGAP entwarf er einen Businessplan. Zudem holte er sich noch die Grenke Bank an Bord. „Für mich war vor allem eine schnelle Finanzierung wichtig. Ich war erstaunt, wie flott und unbürokratisch die Abwicklung ablief“, erinnert sich Oliver Mund.

 

Heute, zwei Jahre nach der Gründung von Turtlebox GmbH, floriert das Geschäft mit den schier unverwüstlichen Umzugsboxen. Das Team, bestehend aus Oliver Mund und drei Angestellten, beliefert Kunden in Süddeutschland. Im Vergleich zu herkömmlichen Umzugskartons sind die Boxen zwischen 20 und 50 Prozent günstiger – denn im Gegensatz zum Pappkarton sind sie geliehen. Doch es gibt noch weitere Besonderheiten:

„Die Boxen sind so stabil, dass sie bis zu 40 Kilogramm Gewicht tragen können. Ein normaler Umzugskarton schafft gerade einmal 30 Kilogramm. Und weil das Material so robust ist, lassen sich die Boxen auch prima stapeln, ohne einzuknicken.“ Dabei basieren die grünen Kisten auf einem Mehrwegkonzept, das extrem Ressourcen sparend ist. „Bis zu 600-mal können wir sie wiederverwenden, während Pappteile es gerade einmal auf drei bis viermal schaffen, bevor sie auseinanderfallen“, so der gebürtige Hamburger. Nach erfolgreichem Umzug holt Turtlebox die Kisten ab. Die nächsten Ziele hat Oliver Mund schon vor Augen: Er möchte seine Boxen deutschlandweit anbieten und zudem Spediteure als Vertriebspartner gewinnen.

 

(Quelle: Magazin Mittelpunkt 03/2015)

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Gründungen nehmen zu, Freie Berufe dominieren

Die Zahl der Gründungen in Deutschland stieg 2014 zunächst nochmals an.

Wie der KfW-Gründungsmonitor 2015 zeigt, wagten im vergangenen Jahr rund 915.000 Menschen den Sprung in die unternehmerische Selbständigkeit – das sind etwa 47.000 mehr als im Jahr 2013. Der Anstieg ergibt sich aus einem Zuwachs bei Vollerwerbsgründungen und einem Rückgang bei Gründungen im Nebenerwerb. Treibende Kraft im Gründungsgeschehen waren Gründungen in freiberuflichen Branchen. In gewerblichen Bereichen gab es hingegen weniger Gründungen als im Jahr 2013.

 

Eine Volkswirtschaft profitiert von einem regen Gründungsgeschehen, denn Gründer fordern etablierte Unternehmen ständig aufs Neue heraus und halten diese so unter permanentem Effizienzen Innovationsdruck. Darüber hinaus schaffen Gründer Arbeitsplätze, für sich selbst und oft auch für andere.

 

Dienstleister in Überzahl – freiberufliche Tätigkeitsfelder stark im Kommen

Die Mehrheit der Gründer startet typischerweise im Dienstleistungsbereich. Häufig überwiegt der Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen (2014: 35%). Daneben sind die persönlichen Dienstleistungen (27%) der zweite große Bereich. Weitere 6% entfallen auf den Bereich Finanzdienstleistungen, Verkehr und Nachrichtenübermittlung. Der Handel (18%) und das Produzierende Gewerbe (15%) halten sich meist die Waage.

 

Ein Blick auf die Gründungstätigkeit nach Tätigkeitsfeldern der Gründer zeigt allerdings eine interessante Entwicklung: Die Anzahl von Gründern in freiberuflichen Tätigkeitsfeldern ist stark angestiegen, während die Gründungstätigkeit in gewerblichen Tätigkeitsfeldern nachließ. Diese Entwicklung ist schon länger zu beobachten: Das Gründungsgeschehen ist zunehmend von Existenzgründern in freiberuflichen Tätigkeitsfeldern geprägt. Ihr Anteil hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Sie sorgten auch maßgeblich für den Anstieg der Gründungstätigkeit im Jahr 2014, wodurch sie erstmals mehr als 40 % der Existenzgründungen ausmachen. Die Zahl gewerblicher Gründer ging im Gegensatz dazu zurück.

 

Ein Grund für den Boom von Existenzgründungen in freiberuflichen Tätigkeitsfeldern ist die größer gewordene Nachfrage nach Erziehungs- und Bildungsdienstleistungen, die von Gründern bedient wird. Beigetragen hat zudem der allgemeine Trend hin zu akademischen Bildungsabschlüssen. Dieser schlägt sich aufgrund der Nähe von akademischer Bildung und freiberuflichen Tätigkeiten sowie der hohen Gründungsneigung von Akademikern entsprechend im Gründungsgeschehen nieder. Wie schon im Vorjahr ist das meistgenannte Tätigkeitsfeld im freiberuflichen Bereich die Unternehmensberatung.

 

Gründungen in freiberuflichen Tätigkeitsfeldern sind in den letzten Jahren zwar zunehmend eine Stütze des Gründungsgeschehens. Gründungen in gewerblichen Tätigkeitsfeldern haben andererseits eine bessere Bilanz direkter volkswirtschaftlicher Effekte. So steht bei ihnen beispielsweise häufiger der Aufbau eines Unternehmens im Vordergrund (15% ggü. 6%) – insbesondere im Vollerwerb (21% ggü. 7%) anstatt ein zeitlich befristeter Hinzuverdienst. Entsprechend häufiger beschäftigen sie Mitarbeiter (32% ggü. 13%) und wenn, dann auch mehr als Gründer in freiberuflichen Tätigkeitsfeldern (4,6 ggü. 3,6 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente, VZÄ)). Insgesamt stellte 2014 knapp jeder vierte Gründer Mitarbeiter ein und stellte dabei durchschnittlich 4,5 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze bereit.

 

Tätigkeitsfelder:

1. Unternehmensberatung

2. Dozentur

3. Kindertagespflege

4. Webdesign

5. Ingenieurbüro

6. Übersetzungen

7. Psychotherapie

8. Softwareengineering

9. Rechtsberatung

10. Coaching

 

(Quelle: Kfw-Gründungsmonitor 2015)

 

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Gründer unterschätzen Finanzierung

Zwei von drei neuen Unternehmen starten mit Businessplan
Aber: Finanzbedarf im Schnitt doppelt so hoch wie geplant
Falsche Planung der Finanzierung oft Grundstein für ein Scheitern

 

Nur bei zwei von drei neuen Unternehmen stellen Gründer einen Businessplan auf. Rund 70 % von ihnen unterschätzen ihren Finanzbedarf im Gründungsjahr. Im Mittel brauchen diese Gründer mehr als doppelt so viel Geld wie im Businessplan veranschlagt. Das zeigt eine Studie der KfW. „Eine Unterkapitalisierung bereits zum Unternehmensstart erhöht die Gefahr eines Scheiterns deutlich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Gründer müssen sich genau mit dem Finanzbedarf beschäftigen und einen Puffer einplanen. Wenn ein finanzieller Puffer fehlt, können unerwartete Liquiditätsengpässe, etwa durch Forderungsausfälle, nur schwer überbrückt werden. Junge Unternehmen können so sehr schnell in Existenznöte geraten.“

ür das erste Geschäftsjahr ihrer neuen Unternehmen planen die Gründer mit einem Finanzbedarf von durchschnittlich 102.000 EUR. Tatsächlich fallen im Mittel aber 152.000 EUR für Investitionen und Betriebsmittel an. Je geringer der Planwert, desto größer ist die Abweichung: Gründer, die im Businessplan mit Kosten von weniger als 25.000 Euro im Jahr rechnen, haben im Durchschnitt tatsächlich den 3,3-fachen Finanzbedarf; Unternehmen mit einem geplanten Finanzbedarf von 25.000 – 100.000 EUR haben einen Mehrbedarf von 90 % und Unternehmen, die mit über 100.000 EUR kalkulieren, benötigen 65 % mehr Geld. Im Durchschnitt aller Gründer ergibt sich dadurch eine Abweichung zum Businessplan von 122 %.

Auffällig ist, dass insbesondere Unternehmensgründer, die zugleich Mitarbeiter einstellen, von ihrem tatsächlichen Finanzbedarf überrascht werden: Sie haben im Vergleich zu ihrem Planansatz einen Mehrbedarf von 172 %, Gründer ohne Mitarbeiter liegen nur 44 % über Plan. „Gründer sollten immer ein Wachstumsszenario einplanen. Dabei ist wichtig, mit den Bruttokosten der zusätzlichen Mitarbeiter zu kalkulieren“, sagt Dr. Zeuner.

Die KfW fördert im Inland neben Umwelt, Infrastruktur und Wohnungsbau den Mittelstand in jedem Unternehmensalter. Für Gründer bietet die KfW u. a. den KfW-Gründerkredit Startgeld und Universell (seit 01.12.2014 mit verbesserten Konditionen) an sowie den ERP-Startfonds für Beteiligungskapital. Außerdem bietet die KfW über das Gründercoaching Zuschüsse zu qualifizierter Beratung. Gründer können sich im Infocenter der KfW (0800/5399001) über die Produkte informieren.

(Quelle: KfW Bankengruppe)

 

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Existenzgründungen durch Migranten

Gründungslust belebt das Geschehen

Gründer helfen dabei, den Erneuerungs- und Effizienzdruck auf bereits bestehende Unternehmen hoch zu halten und so Deutschland zukunftsfähig zu machen. Ein reges Gründungsgeschehen ist deshalb wichtig. Gründungen durch Migranten spielen hierbei eine wichtige Rolle: In den letzten Jahren entfiel auf sie etwa jede fünfte Existenzgründung. Damit tragen sie sogar mehr zum Gründungs-geschehen bei als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht. Migranten beschäftigen zudem häufiger von Anfang an Mitarbeiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

 

Die Gründer unter den Migranten sind etwas jünger als die Gründer insgesamt, zudem sind bei ihnen Männer häufiger vertreten. Auch ist der Anteil der Gründer, die vor ihrer Selbstständigkeit arbeitslos waren, bei Migranten etwas höher als im Durchschnitt. Eine vergleichbar häufigere „Not“ zur Existenzgründung ist aus den Gründungsmotiven jedoch nicht abzuleiten.

 

Die Frage der Gründungsfinanzierung ist für Migranten etwas häufiger eine Herausforderung – allerdings ohne Folge für die Finanzierungsstruktur. Diese weicht von der Gesamtheit der Gründer kaum ab. Migranten beschäftigt zudem stärker die Sorge, in der beruflichen Selbstständigkeit einen attraktiven Job zu verpassen – wohl auch ein Grund dafür, dass Migranten ihre Selbstständigkeit etwas häufiger abbrechen.

Quelle: Kfw

 
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Gründungen nehmen zu

Mehr Gründer in Deutschland

Die Gründung von Unternehmen haben in Vergleich zum Vorjahr zugenommen. So haben sich 93.000 Existenzgründer mehr im Jahr 2013 selbständig gemacht.

Dies stellt eine positive Entwicklung des Gründungsverhaltens in Deutschland dar. Im Jahr 2013 haben insgesamt 868.000 Personen eine selbständige Tätigkeit angemeldet. Dies sind rund 12% oder 93.000 Gründungen mehr als im Vorjahr.

Sehr häufig führt der Weg in die Selbständigkeit über die Gründung im Nebenerwerb. So fällt ein Grossteil der Gründungen in diesen Bereich. Eine Gründung im Nebenerwerb kann dann zu einem späteren Zeitpunkt in eine Gründung im Vollerwerb geändert werden.

Für das Jahr 2014 wird ein weiterer Anstieg der Gründungen erwartet, denn die Konjunkturerwartungen sind sehr positiv. Dies betrifft sowohl die Gründung in Handel und Handwerk sowie die Freien Berufe.

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Kfw)

 

 

 

Eigenschaften eines Unternehmers

Eigenschaften eines Unternehmers

Mit der Überlegung sich selbständig zu machen kommt automatisch auch die Frage auf, ob man sich bewusst ist, was dies bedeutet und welche Tragweite diese Entscheidung hat. Somit reicht es nicht aus, sich einfach vorzustellen, das die Tätigkeit als Angestellter auch einfach als Selbständiger ausgeübt werden kann. Hinzu kommt die Sichtweise, dass man das, was der Chef bisher gemacht hat, selber bestimmt viel besser machen könnte.

In der Selbständigkeit kommt es ausschliesslich auf sie als Person an. Hierbei ist es wichtig, dass sie für sich selber einschätzen können:

  • Wie meistern sie Herausforderungen
  • Wie gehen sie mit Rückschlägen um
  • Sind sie absolut überzeugt von ihrem Vorhaben
  • Können sie andere Menschen motivieren
  • Können sie mit Kritik umgehen
  • Haben sie Durchhaltevermögen

 

Ein Unternehmer muss gewisse Eigenschaften mitbringen, um auf dem nicht immer einfachen Weg der Selbständigkeit bestehen zu können. Er muss sich durchbeissen wollen und können.

Folgende wichtige Eigenschaften sollte ein Unternehmer mitbringen:

1. Positive Grundhaltung und Ausdauer

Der typische Unternehmer zeichnet sich durch seine positive Grundhaltung aus. Er ist ein positiv denkender Mensch und von seiner Sache und vor allem seinem Geschäftsvorhaben überzeugt. Diese positive Grundeinstellung und Überzeugung von seiner Idee verhilft ihm, die Ausdauer zu entwickeln, seine Idee voranzubringen und mögliche Rückschläge zu verkraften um seine Vision zu realisieren.

2. Begeisterungsfähigkeit und Überzeugungskraft

Der Unternehmen hat eine Vision und weiss andere dafür zu begeistern. Dies mündet darin, dass sie als Unternehmer überzeugend ihre Visionen und Ideen darstellen und somit Dritte dafür begeistern können. Hierbei gilt, sie können nur andere mit ihrer Idee erwärmen, wenn sie selber dafür brennen.

3. Fachliche Kompetenz

Wer erfolgreich sein möchte, der sollte sich mit dem Thema gut auskennen. Hierbei zählt auch das Team, das die fachlichen Kenntnisse abdeckt. Kenntnisse über die Grösse des Marktes und die damit erzielbaren Möglichkeiten sind genauso wichtig, wie Kenntnisse darüber, was denn genau mein Alleinstellungsmerkmal (USP) ist. Wie grenze ich mich mit meiner Idee oder meinem Produkt von anderen Marktteilnehmern ab.

4. Soziale Kompetenz

Naben der fachlichen Kompetenz ist die soziale Kompetenz erforderlich. Ein guter Unternehmer und Firmenlenker kann Defizite in der fachlichen Kompetenz haben, wenn er dies durch gute Mitarbeiter ausgleicht. Aber die soziale Kompetenz sollte er mitbringen. Denn hierbei geht es darum, das der Unternehmer die Personen in seinem Umfeld dazu bewegen kann ihn zu unterstützen. Dies können auf der einen Seite potenzielle Geldgeber (Banken, Investoren, etc.) sein als auch die Mitarbeiter (Angestellte oder freie Mitarbeiter). Hierzu bedarf es der Gabe, sich in seine Mitmenschen hineinzudenken und somit besser mit ihnen zu kommunizieren. Genau dies verschafft dem Unternehmer den Vorteil um die Unternehmensziele zu erreichen.

5. Visionäre Fähigkeiten

Aus einer Idee entsteht die Vision und durch die Vision entsteht die Gründung und der Unternehmensaufbau. Der Unternehmer besitzt also die Fähigkeit sich etwas vorzustellen, was es in dieser Art und Weise noch nicht gibt. Dies können sowohl Produkte als auch Dienstleistungen sein. Visionäre werden oftmals von ihrem Umfeld belächelt.

 

Die Kombination und gesunde Mischung aus den Punkten und Fähigkeiten tragen dazu bei den Gründer und Selbständigen zu einem erfolgreichen Unternehmer zu machen.

Um dies zu unterstützen werden Gründer und Unternehmer durch Fördermittelprogramme unterstützt. Über das Kontaktformular können weitere Informationen angefragt werden.