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Wirtschaft steigt weiter

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist deutlich gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen wieder besser eingeschätzt. Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf sind auf den höchsten Wert seit Frühjahr 2011 gestiegen. Die deutsche Wirtschaft blickt zuversichtlich auf die kommenden Wintermonate. 

Der Geschäftsklimaindikator für das Verarbeitende Gewerbe ist kräftig gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder positiver eingeschätzt. Die Erwartungen der Industriefirmen sind merklich optimistischer ausgefallen als noch im Vormonat. Vom Export werden verstärkte Impulse erwartet.

In den beiden Handelsstufen hat sich das Geschäftsklima verbessert. Im Einzelhandel blicken die Unternehmen deutlich optimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf, während die aktuelle Geschäftslage weitgehend unverändert geblieben ist. Im Großhandel sind die Unternehmen zufriedener mit der aktuellen Geschäftssituation. Sie schauen zudem mit merklich gestiegener Zuversicht auf die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex nach sieben Rückgängen in Folge wieder deutlich gestiegen. Obwohl die aktuelle Geschäftslage etwas weniger positiv beurteilt worden ist, schauen die Baufirmen erheblich optimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf als noch im Vormonat.

(Quelle: ifo Institut)

Konjunktur weiter im Aufwärtstrend

Geschäftsklima im Mittelstand weiter im Aufwärtstrend

  • Geschäftserwartungen steigen deutlicher als die Lageurteile
  • Leichte Erwartungseintrübung bei Großunternehmen
  • Beschäftigungspläne erneut im Plus

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Erholungskurs fort. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen, der wichtigste Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, verbessert sich im Oktober um 0,8 Zähler auf 15,1 Saldenpunkte – immerhin ein Siebenmonatshoch und mehr als ausreichend, um den leichten Rücksetzer aus dem Vormonat zu korrigieren.

Beide Klimakomponenten sind im Plus:

  • Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr ziehen um 1,3 Zähler auf 9,4 Saldenpunkte an. Damit tragen sie den Löwenanteil zu dem Anstieg bei. Der überproportionale Zuwachs bei den Geschäftserwartungen ist ein gutes Signal, da Investitions- und Arbeitsplatzentscheidungen vom Zukunftsvertrauen abhängen.
  • Demgegenüber verbessern sich die Urteile zur Geschäftslage nur leicht um 0,3 Zähler auf 20,5 Saldenpunkte. Die Lageurteile bewegen sich allerdings bereits seit einiger Zeit auf einem in historischer Perspektive recht hohen Niveau, das für eine aktuell gute wirtschaftliche Situation spricht.

Großunternehmen mit etwas reduziertem Optimismus 

Im Unterschied zu den Mittelständlern sind die Großunternehmen im Oktober etwas weniger optimistisch als im Monat davor. Gleichwohl gibt dies wenig Anlass zur Besorgnis. Der Erwartungsindikator verschlechtert sich zwar um 1,5 Zähler auf 7,5 Saldenpunkte. Damit wird aber nur die Hälfte des spürbaren Zuwachses aus dem Vormonat korrigiert – der Aufwärtstrend ist also nach wie vor intakt. Wesentliche Gründe für den etwas reduzierten Optimismus der großen, stark im Exportgeschäft engagierten Firmen dürften der inzwischen überwundene „government shutdown“ in den USA, die politischen Turbulenzen in Italien sowie der steigende Eurokurs gewesen sein. Die Lageurteile der Großunternehmen ziehen demgegenüber um 1,5 Zähler auf 16,6 Saldenpunkte an, sodass das Geschäftsklima im Ergebnis auf der Stelle tritt (-0,1 Zähler auf 12,2 Saldenpunkte).

Beschäftigungserwartungen auf Neunzehnmonatshoch

Positive Signale kommen auch aus den Personalabteilungen. Die Firmen beider Unternehmensgrößenklassen setzen bei den Arbeitsplätzen zunehmend auf Expansion. Im Mittelstand verbessern sich die Beschäftigungserwartungen um kräftige 1,8 Zähler auf 10,6 Saldenpunkte. Dies ist der höchste Wert in gut anderthalb Jahren. Auch bei den Großunternehmen bleibt unter dem Strich ein – allerdings kleineres – Plus (+0,3 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte). Inflationsgefahren sind dagegen nicht in Sicht: Die Absatzpreiserwartungen bewegen sich in beiden Unternehmensgrößenklassen unauffällig in der Nähe des langfristigen Durchschnitts.

Deutschland erholt sich – wenn auch Europa Fortschritte macht

Mit dem Oktober-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers sehen wir unser Konjunkturbild bestätigt. Die schon seit längerem gute Binnennachfrage wird zunehmend durch die Aufhellung des europäischen und internationalen Umfeldes unterstützt. Deutschland ist auf dem Weg der Erholung, auch wenn man sich nach dem witterungsbedingten Sprung im Frühjahr kurzfristig wieder auf moderatere BIP-Quartalsraten einstellen muss. 2014 kann die Wirtschaftsleistung erstmals seit drei Jahren wieder schneller wachsen als im langfristigen Trend, sodass sich die Unterauslastung der Produktionskapazitäten zurückbilden wird. Wir erwarten ein Realwachstum von bis zu 2 % im kommenden Jahr, begleitet von einer anziehenden Investitionstätigkeit. Allerdings darf man die Risiken nicht vernachlässigen. In der Eurozone könnte die weitere Stabilisierung nicht nur von Finanzierungsengpässen behindert werden. Auch eine weitere Aufwertung des Euro käme für Europa zur Unzeit.

(Quelle: KfW.de)

Konjunktur steigt weiter

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist das fünfte Mal in Folge gestiegen. Zwar beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als etwas weniger zufriedenstellend als im Vormonat. Die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung sind aber erneut optimistischer ausgefallen. Die deutsche Wirtschaft ist mit Zuversicht in den Herbst gestartet. 

Der Geschäftsklimaindikator für das Verarbeitende Gewerbe ist erneut gestiegen. Die aktuelle Ge-schäftslage wird etwas weniger positiv beurteilt. Jedoch sind die Erwartungen an den weiteren Geschäfts-verlauf auf den höchsten Wert seit Juni 2011 gestiegen. Auch vom Export werden weiterhin Impulse erwar-tet.

Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Insbesondere die Erwartungen fielen erheblich optimistischer aus und sind auf den höchsten Wert seit Februar 2011 gestiegen. Auch mit ihrer aktuellen Geschäftslage sind die Einzelhändler wieder zufriedener. Im Großhandel hingegen hat der Ge-schäftsklimaindex etwas nachgegeben. Während die Großhändler leicht optimistischer auf die weitere Geschäftsentwicklung blicken, schätzen sie die aktuelle Situation etwas weniger positiv ein.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut gesunken, befindet sich historisch betrachtet jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder etwas günstiger beur-teilt. Die Baufirmen blicken jedoch skeptischer auf den weiteren Geschäftsverlauf.

(Quelle: ifo Geschäftsklima www.ifo.de)

Konjunktur: Deutschland profitiert vom Ende der Rezession in Europa

Die KfW revidiert ihre Konjunkturprognose für 2013 von zuvor 0,3 % auf 0,6 % nach oben; 2014 wird sich das Realwachstum auf 2,0 % beschleunigen (Vorprognose: 1,7 %) und damit nach zwei schwachen Jahren erstmals wieder über dem langfristigen Durchschnitt liegen

Die wichtigsten Gründe für die Aufwärtsrevision im laufenden Jahr sind erstens das starke zweite Quartal (0,7 %) – auch dank nachholender Bauinvestitionen – und zweitens die nach neuem Datenstand geringere Wachstumsbelastung aus dem Einbruch im Schlussquartal 2012; für das zweite Halbjahr 2013 gehen wir unverändert von Quartalsraten um 0,4 % aus; 2014 sind im Schnitt etwas höhere Quartalszuwächse möglich, sofern Europa leicht expandiert

Konsum und Wohnbau sind unverändert eine Stütze der Konjunktur; sie profitieren von niedriger Arbeitslosigkeit, Reallohnsteigerungen und günstigen Finanzierungsbedingungen; die Investitionen des Staates erhalten einen leichten Impuls von der Beseitigung der Flutschäden; die Unternehmensinvestitionen dürften sich angesichts verminderter Unsicherheit, gestiegener Kapazitätsauslastung und besserer Exportaussichten im Verlauf des Prognosezeitraums endlich beleben; der Wachstumsbeitrag des Außenhandels bleibt trotz merklich höherer Exportdynamik im kommenden Jahr in etwa neutral, da auch die Importe deutlich zunehmen werden.

 

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Kfw.de)

Konjunktur steigt stärker als erwartet

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im August 2013 um 5,7 Punkte verbessert. Der Indikator steht nun bei 42,0 Punkten (langfristiger Mittelwert: 23,7 Punkte). Es handelt sich um den besten Stand seit März 2013.

Zum Anstieg des Indikators dürfte beigetragen haben, dass sich in wichtigen Staaten der Eurozone ein Ende der Rezession abzuzeichnen scheint. Dies zeigt auch der deutliche Anstieg der Konjunkturerwartungen für die Eurozone. Was den Konjunkturoptimismus weiterhin stützt, ist die robuste deutsche Binnenkonjunktur.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich im August ebenfalls verbessert. Der entsprechende Indikator steigt um 7,7 auf 18,3 Punkte.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im August deutlich gestiegen. Der entsprechende Indikator gewinnt 11,2 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei 44,0 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum hat sich im August um 0,6 auf minus 74,1 Punkte verbessert.

(Quelle: Zentrum für Europäsche Wirtschaftsforschung, ZEW)

Konjunktur: Zuversicht kehrt zurück

  • Leichtes Klimaplus dank besserer Geschäftserwartungen
  • Flut wirkt sich kaum auf Urteile zur Geschäftslage aus
  • Industrie wird zunehmend Hoffungsträger für Konjunktur

Die Zuversicht der deutschen Mittelständler nimmt im Juni zu: Zum zweiten Mal in Folge verbessert sich ihr Geschäftsklima, der Hauptindikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers – diesmal um 0,5 Zähler auf 11,7 Saldenpunkte. Die Aufhellung ist damit zwar wie schon im Mai nur moderat, doch sind es im Unterschied zum Vormonat die Geschäftserwartungen, die das aktuelle Klimaplus tragen (+1,6 auf 5,1 Saldenpunkte). Dies ist ein gutes Signal, denn nur wenn die Firmen ihre künftigen Geschäfte besser einschätzen, dann sind sie auch bereit zu Investitionen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Urteile zur Geschäftslage hingegen geben im Juni trotz der verheerenden Flut in Süd- und Ostdeutschland nur leicht um 0,6 Zähler auf 18,0 Saldenpunkte nach.

„Die erneute Stimmungsaufhellung im Mittelstand ist erfreulich und keine Selbstverständlichkeit angesichts der Flutschäden, der Rezession in der Eurozone und den zuletzt eher enttäuschenden Konjunkturindikatoren aus China“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Sie spricht dafür, dass sich die deutsche Konjunktur wie von uns erwartet im weiteren Jahresverlauf allmählich beleben dürfte.“

Auch bei den Großunternehmen verbessert sich die Stimmung, sogar stärker als im Mittelstand. Sie schätzen im Juni ihre aktuelle Geschäftslage (+0,7 Zähler auf 12,1 Saldenpunkte), besonders aber ihre Geschäftserwartungen (+3,7 Zähler auf 5,5 Saldenpunkte) günstiger ein als im Mai. Ihr Geschäftsklima zieht um 2,2 Zähler auf 9,0 Saldenpunkte an und liegt damit nur noch um rund drei Punkte unter dem mittelständischen Geschäftsklima. Bei den Geschäftserwartungen lassen die Großunternehmen den Mittelstand sogar erstmals seit zwei Jahren wieder knapp hinter sich.

Höher war der Erwartungsindikator der stark international orientierten Großunternehmen zuletzt im Juli 2011. Das deutet darauf hin, dass die Firmen immer mehr auf eine Erholung des Exportgeschäfts setzen.

Hierzu passt die umfassende Stimmungsaufhellung im exportstarken Verarbeitenden Gewerbe: Das Geschäftsklima verbessert sich sowohl in der Großindustrie (+1,6 Zähler auf 8,7 Saldenpunkte) als auch im industriellen Mittelstand (+2,1 Zähler auf 9,1 Saldenpunkte). Die Industrie wird damit zunehmend zum Hoffnungsträger für die Erholung. Im Branchenvergleich liegt das Industrieklima inzwischen auf dem zweiten Platz – nach dem Bau, der trotz eines Rücksetzers bei den großen Baufirmen weiterhin mit großem Abstand führt.

Zeuner: „Die Stimmungsverbesserung in der Exportwirtschaft zeigt: die Firmen sehen Stabilisierungsansätze in der Eurozone und bewerten sie höher als das Risiko eines Nachfragerückgangs in China.“

(Quelle: KfW.de)

 

Deutsche Wirtschaft im Aufwind

Die deutsche Wirtschaft verzeichnet bereits seit einigen Monaten wieder einen moderaten Aufwärtstrend. Dies bestätigt auch das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das ein Wachstum von gut 0,3 Prozent für das zweite Quartal im Vergleich zum ersten Quartal anzeigt. „Die Industrie hat ihr Tief zu Jahresbeginn überwunden“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Im Winterhalbjahr war die deutsche Wirtschaft geschrumpft. Nach dem strengen Winter erwarten die Berliner Konjunkturforscher für das laufende Quartal zudem merkliche Impulse aus der Bauwirtschaft.

„Die Dienstleistungsbranchen profitieren vom kräftigen privaten Verbrauch“, so DIW-Deutschlandexperte Simon Junker. Es gibt zudem keine Anhaltspunkte für eine Schwäche auf dem Arbeitsmarkt: „Der Beschäftigungsaufbau wird anhalten, wenngleich mit nachlassendem Tempo“. Auch die Löhne dürften weiter kräftig zulegen und den Konsum anschieben.

Allerdings haben die Unternehmen ihre Investitionen bereits zum sechsten Mal in Folge zurückgefahren. „Die  schwache Weltkonjunktur und die Unsicherheit im Zuge der Krise im Euroraum trüben die Absatzperspektiven, trotz des günstigen Finanzierungsumfeldes dürften die Investitionen nur schleppend wieder anlaufen“, dämpft Fichtner zu optimistische Erwartungen.

(Quelle: DIW Berlin)

ifo Geschäftsklimaindex steigt erneut

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist das dritte Mal in Folge gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird nach einem Rückgang im Vormonat wieder etwas positiver beurteilt. Zudem haben sich die Aussichten auf die kommende Geschäftsentwicklung erneut deutlich verbessert. Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich der Anstieg des Geschäftsklimaindikators weiter fortgesetzt. Die Industriefirmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufriedener als im Vormonat. Die Erholung der Erwartungen bezüglich des weiteren Geschäftsverlaufs hat sich im neuen Jahr fortgesetzt. Der Optimismus kehrt zurück. Auch die Kapazitätsauslastung ist nach drei Rückgängen in Folge wieder gestiegen.

Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima hingegen eingetrübt. Die Großhändler sind mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden und blicken zudem etwas pessimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf. Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex geringfügig gestiegen. Dies ist auf eine minimal bessere Einschätzung der Geschäftslage zurückzuführen, während die Erwartungen der Unternehmen unverändert sind.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Dies ist vor allem auf erheblich optimistischere Erwartungen zurückzuführen, die zuletzt im März 2012 dieses hohe Niveau erreichten. Auch die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

(Quelle: ifo Institut)

 

Legende

Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungenfür die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“ und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monaten als „günstiger“, „gleich bleibend“ oder „ungünstiger“ kennzeichnen. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „gut“ und „schlecht“, der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „günstiger“ und „ungünstiger“. Das Geschäftsklima ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Zur Berechnung derIndexwerte werden die transformierten Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2005 normiert.

Deutsche Wirtschaft bald wieder auf Wachstumskurs

Im Jahr 2012 ist die deutsche Wirtschaft um 0,7 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt heute mitgeteilt hat. „Das ständige Aufflammen der Krise im Euroraum – zunächst im Sommer 2011 und dann wieder im Sommer vergangenen Jahres – hat das Wachstum der deutschen Wirtschaft belastet“, erläutert Ferdinand Fichtner, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das magere Plus. Wegen der hohen Unsicherheit haben sich die Unternehmen mit Investitionen zurückgehalten, und auch die deutschen Exporte wurden durch die schwache Nachfrage aus den Krisenländern gedämpft.

Allerdings ebbt die Unsicherheit nach Einschätzung des DIW Berlin mittlerweile deutlich ab und die Weltkonjunktur zieht allmählich an. „Seit Mitte vergangenen Jahres hat es die Politik geschafft, die Unsicherheit in Europa etwas in den Griff zu bekommen“, bewertet Fichtner die politischen Bemühungen um eine Stabilisierung der Finanzmärkte insgesamt positiv. „In den letzten Wochen und Monaten wurden zwar keine großen Fortschritte mehr gemacht. Trotzdem sind die Bedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr besser als 2012.“ Wegen der niedrigen Zinsen dürften die Unternehmen kräftig investieren, und auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird nach Einschätzung der Berliner Konjunkturforscher insgesamt robust bleiben; zudem steigen die Löhne weiter kräftig, was insgesamt zu einem dynamischen privaten Verbrauch führt. „Nach einem schwachen Winterhalbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft also bald spürbar Fahrt aufnehmen“, fasst Fichtner die insgesamt günstigen Aussichten zusammen.

(Quelle: DIW Berlin)

Deutsche Wirtschaft wird Schwächephase bald überwinden

Im Schlussquartal 2012 wird die deutsche Wirtschaft um voraussichtlich 0,2 Prozent schrumpfen. Dies zeigt das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Dezember an. „Die Abkühlung der Weltkonjunktur und die Krise im Euroraum belasten die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr spürbar, die Flaute wird aber nicht lange anhalten“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner die aktuelle konjunkturelle Entwicklung.

Die Industrie hat die Produktion im Schlussquartal kräftig zurückgefahren. „Die Nachfrage aus dem Euroraum war in den vergangenen Monaten schwach“, so Fichtner weiter. „Dazu kommt, dass die Unternehmen im Inland die Nachfrage nach Investitionsgütern massiv eingeschränkt haben.“

Die Weltkonjunktur wird nach Einschätzung des DIW Berlin jedoch allmählich wieder Fahrt aufnehmen. Die deutschen Unternehmen, die gerade auch in den schnell wachsenden Schwellenländern gut aufgestellt sind, werden hiervon merklich profitieren und dann die günstigen Finanzierungsbedingungen mehr und mehr nutzen, um ihre Investitionen deutlich ausweiten. Dafür spricht auch die zuletzt deutlich aufgehellte Stimmung der Unternehmen. „Seit zwei Monaten blicken die stark vom Export abhängigen Industrieunternehmen wieder zuversichtlicher in die Zukunft“, so DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. „Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland schätzen die Unternehmen wieder deutlich positiver ein.“

Angesichts der sich bereits abzeichnenden Erholung dürfte auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt insgesamt gut bleiben. „Die Erwerbstätigenzahlen sinken zwar zunächst leicht, vor allem in der Industrie und bei den industrienahen Dienstleistern“, dämpft Fichtner allzu optimistische Erwartungen, „bereits ab Frühjahr werden die Unternehmen aber wohl wieder vermehrt Beschäftigung aufbauen. Die konjunkturelle Flaute werden sie weitgehend durch sinkende Arbeitszeiten abfedern.“ Die Einkommen werden nach Einschätzung des DIW Berlin in diesem Umfeld weiterhin spürbar steigen und den privaten Verbrauch ankurbeln.

 

(Quelle: DIW Berlin)