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Start-ups in Deutschland

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Wie sich die Corona-Krise auf die Zahl der Start-ups 2020 auswirken wird, ist unsicher. Einerseits wird es mehr Unternehmensschließungen geben. Andererseits gibt es gründungsseitig Anlass zur Hoffnung: Internetbasierte und digitale Geschäftsmodelle rücken durch Corona stärker in den Fokus, was die Zahl der Start-ups stützen dürfte. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, bleibt abzuwarten. Zur Finanzierung ihres künftigen Wachstums wollen ein Fünftel der Start-up-Gründerinnen und -Gründer (19%) auf Venture Capital zurückgreifen. Das sind doppelt so viele wie noch 2018 (9 %). Der Wunsch nach VC steigt also. Das hängt auch mit einer gestiegenen Verfügbarkeit von Wagniskapital zusammen, denn: Eine bessere VC-Verfügbarkeit hat einen positiven Effekt auf die Gründung von Start-ups.


Corona-Krise rückt Start-ups stärker in den Fokus

Start-ups sind von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, da diese innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen ein wichtiges Erneuerungs- und Beschäftigungspotenzial in sich tragen. Durch die Corona-Krise droht die Gefahr, eine ganze Start-up Generation zu verlieren. Start-ups sind deshalb auf der wirtschaftspolitischen Agenda höher gerutscht, wie die schnelle Entscheidung für Start-up-Hilfen zeigt.

Vor der Corona-Krise hat sich die Zahl der Start-ups – also der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen – in Deutschland stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Der Ausbruch der Corona-Krise ließ für Start-ups zunächst Schlimmes befürchten. So gingen viele Start-ups im Frühsommer davon aus, dass sie aufgrund der Umsatzeinbrüche das Jahr nicht überstehen würden. Auch platzte so manche sicher geglaubte Finanzierung. Aktuell hat sich die Lage zwar insgesamt eher entspannt. Trotzdem wird es krisenbedingt mehr Unternehmensschließungen geben. Auch Venture Capital-Investoren erwarten eine höhere Ausfallquote in ihren Portfolios.

Gründungsseitig sah es zunächst auch nicht gut aus. Viele Gründungspläne wurden krisenbedingt auf Eis gelegt. Zwar wird es durch die höhere Arbeitslosigkeit zu mehr Notgründungen kommen, durch das erhöhte und verlängerte Kurzarbeitergeld aber weniger stark als erwartet. Die Zurückhaltung bei Chancengründungen wird deshalb wohl nicht durch mehr Notgründungen wettgemacht werden. Allerdings sind Notgründungen seltener innovations- oder wachstumsorientiert, sie sind also für die Zahl der Start-ups ohnehin weniger relevant – internetbasierte und digitale Gründungen dagegen schon. Mit dem Corona-Gebot des Abstand haltens rücken solche Geschäftsmodelle stärker in den Fokus von Gründerinnen und Gründern. Weil internetbasierte und digitale Gründungen auch häufiger Startup-Merkmale aufweisen, dürfte der Anteil von Gründungen mit Start-up-Merkmalen steigen. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, ist aber noch unsicher.

(Quelle: Kfw.de)

LfA Corona-Hilfe

Die LfA Förderbank Bayern hat in den ersten 6 Monaten der Corona-Pandemie mehr als 5.900 Kredite als Corona-Hilfen vergeben. Das bis Mitte September zugesagte Kreditvolumen in den Sonderprogrammen LfA-Schnellkredit, Corona-Schutzschirm-Kredit und Corona-Kredit – Gemeinnützige sowie den optimierten Programmen Universalkredit und Akutkredit beträgt insgesamt mehr als 660 Millionen Euro. Von den Vorteilen der durch den Freistaat Bayern ermöglichten eigenen bayerischen Förderprogramme profitierten insbesondere kleine und mittelständische Betriebe. Alleine mit dem LfA-Schnellkredit hat die LfA fast 4.200 Klein- und Kleinstbetriebe mit bis zu 10 Beschäftigten gefördert. Zudem wurden rund 65 LfA- und Staatsbürgschaften mit einem Bürgschaftsbetrag von mehr als 485 Millionen Euro sowie rund 4.700 Tilgungsaussetzungen bei bestehenden Krediten im Gesamtvolumen von über 72 Millionen Euro bewilligt. Die LfA hat damit über 1,2 Milliarden Euro an Corona-Hilfen für den Wirtschaftsstandort Bayern zugesagt.

Zusammen mit ihren Standardkrediten hat die LfA die bayerische Wirtschaft von Mitte März bis Mitte September 2020 mit Darlehen in Höhe von fast 2 Milliarden Euro unterstützt. Dies ist ein Zuwachs von über 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt profitierten rund 7.800 mittelständische Unternehmen und Kommunen von dem Angebot.

Über die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und die Bayern Kapital GmbH – beides Unternehmen aus der LfA Gruppe – stellt die LfA den bayerischen Gründern und Unternehmern zur Stärkung ihrer Kapitalbasis überdies Eigenkapitalangebote, etwa den Startup Shield Bayern, den Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern oder den Wachstumsfonds Bayern, zur Verfügung.

„Die Finanzierungshilfen der LfA sind wichtige Bausteine der bayerischen Stabilisierungsstrategie. Mit diesen Finanzierungsinstrumenten unterstützen wir die mittelständischen Unternehmen schnell und verlässlich in der Coronakrise. So sichern wir den Fortbestand vieler Betriebe und erhalten zahlreiche Arbeitsplätze. Viele Betriebe wollen heraus aus der Krise und investieren in die Zukunft. Wir richten unsere finanziellen Hilfen sowie Förder- und Beratungsangebote daher nicht nur auf die akute Krisenbewältigung aus, sondern unterstützen den Mittelstand auch gezielt dabei, die Chancen von innovativen Technologien und Digitalisierung zu ergreifen“, sagt Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Aiwanger.

LfA-Vorstandsvorsitzender Dr. Otto Beierl ergänzt: „Unsere Finanzierungshilfen zur Bewältigung der Coronakrise sind beim bayerischen Mittelstand gefragt. Der LfA-Schnellkredit mit 100 prozentiger Risikoentlastung ist ein einfaches und wirksames Kreditprodukt speziell für kleine Betriebe. Durch die Ausweitung und Vereinfachung unserer Risikoentlastungen, mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit, dem Corona-Kredit – Gemeinnützige, den Optimierungen bei Universalkredit und Akutkredit sowie unkomplizierten Tilgungsaussetzungen haben wir zudem unser Instrumentarium zur Unterstützung auch der größeren Betriebe deutlich erweitert. Für Zukunftsinvestitionen stehen den Unternehmen unsere umfassende Gründungs- und Wachstumsförderung und die attraktiven Finanzierungsangebote für Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz sowie Innovation und Digitalisierung zur Verfügung.“

(Quelle: LfA.de)

Regionale Fördermittel

Grünes Licht für die Förderung von Verarbeitung und Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Ziel der bayerischen Agrarpolitik ist es, den ländlichen Raum als eigenständigen und vielfältig ausgeformten Lebensraum zu stärken.

Das VuVregio-Programm fördert Maßnahmen und Vorhaben kleiner regionaler Betriebe in der landwirtschaftlichen Erzeugung nachgelagerten Bereichen, die der Stärkung der Verarbeitung und Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie regionaler Kreisläufe dienen.

Förderung

Gefördert werden Investitionen in der Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten: 

Erfassung, Lagerung, Schlachtung, Kühlung, Sortierung, Verarbeitung, Verpackung, Etikettierung, marktgerechte Aufbereitung und Vermarktung sowie einmalige Ausgaben für die Vorbereitung und Entwicklung einschließlich der Umsetzung von Vermarktungsmaßnahmen

Empfänger

Erzeugergemeinschaften und deren Vereinigungen, Erzeugerzusammenschlüsse und Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung


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Mehr Bankkredite, Nachfrage steigt

Die Corona-Krise hat zu einer sprunghaften Beschleunigung der Kreditdynamik geführt. Das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft mit deutschen Unternehmen und Selbstständigen wuchs im ersten Quartal um 7,3% gegenüber dem Vorjahr. Damit hat sich die Zuwachsrate im Vergleich zum Jahresende nahezu verdoppelt.

Insbesondere der Zugriff auf kurzfristige Kreditmittel war unmittelbar zu Beginn des Corona-Ausbruchs im März ein wichtiges Instrument zur Deckung der abrupt auftretenden Liquiditätslücken. Auch wenn die Erholung begonnen hat, kämpfen die deutschen Unternehmen in der Pandemie weiterhin mit gravierenden Umsatzeinbußen. Wir erwarten daher eine weitere Zunahme des Kreditwachstums mit Höhepunkt im zweiten Quartal.

Der Kreditzugang der Unternehmen wird dabei durch eine Reihe wirtschaftspolitischer Maßnahmen unterstützt, die es den Banken erleichtern ihr Kreditangebot trotz steigender Risikokosten auszuweiten. Dazu zählt auch das jüngst beschlossene Konjunkturprogramm.

Die Pandemie und die mit ihr verbundenen Beeinträchtigungen der Wirtschaftsaktivität werden bis zum Ende des Jahres die Entwicklung am Unternehmenskreditmarkt dominieren. KfW Research schätzt, dass die Wirtschaftsleistung in den Wochen des Lockdown im zweiten Quartal lediglich 75–80 % des Normalniveaus betrug. Auch wenn die Erholung seitdem eingesetzt hat, wird das Vorkrisenniveau voraussichtlich erst 2021 wieder erreicht. Der Finanzierungsbedarf der Unternehmen zur Überwindung des Schocks nimmt deshalb weiter zu und im gleichen Zug die Nachfrage nach Bankkrediten als wichtigstem Fremdfinanzierungsinstrument. Diese Einschätzung wird von den sehr klaren Ergebnissen des jüngsten Bank Lending Survey (BLS) gestützt: Eine Rekordmehrheit von 40 % der befragten deutschen Finanzinstitute meldete eine steigende Kreditnachfrage seitens der Unternehmen und 60 % (Nettosaldo) rechnen damit, dass sie weiter steigt. Auch über das Motiv der Kredit- nachfrage herrscht Einigkeit. Als treibender Faktor dominiert nach Bewertung der Banken die Betriebsmittelfinanzierung.

Nicht nur die Unternehmen der Realwirtschaft, sondern auch die Banken sind durch die Pandemie enormen Belastungen ausgesetzt. Deshalb stellt sich die legitime Frage, ob die schlagartig wachsenden Kreditrisiken und die damit verbundenen Wertberichtigungen zu Einschränkungen beim Kreditangebot führen könnten. Wir sehen jedoch gute Chancen für einen in der Breite weiterhin offenen Kreditzugang. Nicht nur die gute Ausgangsposition der Banken bei Eigenkapital und Liquidität in Kombination mit regulatorischen Entlastungen stimmt uns in dieser Hinsicht optimistisch. Zusätzlich unterstützt eine ganze Reihe der wirtschaftspolitischen Maßnahmen die Banken direkt oder indirekt bei der Ausweitung des Kreditangebots. So sorgt die EZB neben reichlich Liquidität auch über attraktive Refinanzierungskonditionen für eine verbesserte Profitabilität der Kreditvergabe. Für die gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte hat die Notenbank den Zinssatz unter den Einlagensatz zwischen -0,5 und -1 % abgesenkt. Im Rahmen der KfW Programme wer- den die Banken weit reichend von zusätzlichen Risiken neuer Kredite entlastet. Die als Zuschüsse fließenden Liquiditätshilfen von Bund und Ländern mindern das Insolvenzrisiko. Schließlich verbessert das gerade beschlossene Konjunkturprogramm die mittelfristigen geschäftlichen Perspektiven für viele Unternehmen und damit auch die Rückzahlungswahrscheinlichkeit für Kredite.

Nach wie vor gilt, dass alle quantitativen Einschätzungen aufgrund der Einzigartigkeit der Corona-Krise mit höheren Prognoseunsicherheiten behaftet sind als üblich. Dies voran- gestellt rechnen wir auf Basis der wachsenden Nachfrage bei offenem Kreditzugang mit einer Beschleunigung des Kredit- neugeschäfts im laufenden Quartal. Neben dem Zugriff auf Kreditlinien dürften neu verhandelte Überbrückungskredite, die die KfW Programme einschließen, ebenso an Bedeutung gewinnen, wie die Aussetzung von Tilgungen. Insgesamt erwarten wir einen Zuwachs der Neukreditvergabe im Bereich von 10 %. Das ist etwas niedriger als der bisherige Maximalwert zu Beginn der Finanzmarktkrise. Unsere vorsichtige Schätzung berücksichtigt, dass das Kreditneugeschäft bereits vor Krisenbeginn ein hohes Ausgangsniveau erreicht hatte. Zudem greifen große Unternehmen aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen derzeit verstärkt auf den Anleihemarkt zurück, kleinen Unternehmen stehen Liquiditätszuschüsse zur Verfügung. Im weiteren Jahresverlauf dürfte dann mit der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung die Verlangsamung der Kreditvergabe einsetzen.

(Quelle: KfW Research)

Kreditgeschäft wächst

Das Wachstum des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbstständigen blieb zum Jahresstart auf überdurchschnittlichem Niveau und mit 6,4 % ggü. dem Vorjahr ähnlich hoch wie zuvor.

Anfang 2019 legte das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) in Deutschland um 6,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Damit blieb seine Dynamik in den ersten drei Monaten des Jahres fast genauso hoch wie im Schlussquartal 2018, als das Wachstum 6,6 % gegenüber dem Vorjahr betrug. Besonders interessant dabei: Das Neugeschäft mit längerfristigen Krediten fiel kräftig aus, obwohl die Konjunkturentwicklung in Deutschland seit dem zweiten Halbjahr 2018 insgesamt betrachtet doch ziemlich enttäuschend ausgefallen war. Die niedrigere Wirtschaftsdynamik und die beobachtbare gedämpftere Stimmung der Unternehmen hätten nahegelegt, dass längerfristige Kreditengagements zunehmend gemieden werden.

(Quelle: Kfw.de)

Fördermittel Unternehmensnachfolge

Rund 227.000 Inhaber im Mittelstand wollen bis Ende 2020 ihr Unternehmen in die Hände eines Nachfolgers legen. Das zeigen jüngste Daten des KfW-Mittelstandspanels. Über ein Drittel dieser Unternehmen haben bereits erfolgreich einen Nachfolger gefunden. Ein weiteres Viertel befindet sich derzeit in konkreten Verhandlungen. Das Bewusstsein der aktuellen Inhabergeneration, sich den Herausforderungen des Generationenwechsels frühzeitig zu stellen, ist generell gestiegen. Dabei sind Nachfolgevarianten außerhalb der Familie auf dem Vormarsch. Ertragskraft, Profitabilität und Eigenkapitalausstattung der meisten Nachfolgeplaner sind solide. Dennoch wird nicht allen Unternehmen eine Übergabe gelingen. Speziell für 36.000 KMU wird die Zeit knapp. Sie streben eine Unternehmensnachfolge in den kommenden zwei Jahren an, haben aber noch keinerlei Aktivitäten unternommen. Zudem besteht der zentrale Engpass nach wie vor: Die nachrückende Unternehmergeneration ist zu dünn besetzt.

(Quelle: Kfw.de)

Unternehmergeist Migranten

Migranten haben mehr Unternehmergeist

Migrantinnen und Migranten leisten einen überdurchschnittlichen Beitrag zum Gründungsgeschehen in Deutschland. Sie stellen 21 % der Gründer bei einem Bevölkerungsanteil von 18 % (im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017). Die erhöhte Gründungsaktivität hat zwei zentrale Gründe: Zum einen ist unter Migranten der Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit stärker ausgeprägt als in der Gesamtheit der Bevölkerung. Zum anderen haben sie schlechtere Arbeitsmarktchancen und gründen häufiger in Ermangelung guter Jobalternativen. Wie eine Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors 2018 erstmals zeigt, geben 38 % der Migrantinnen und Migranten grundsätzlich der Selbstständigkeit den Vorzug vor abhängiger Beschäftigung. In der gesamten Bevölkerung wären nur 29 % lieber selbstständig als angestellt. Ein wichtiger Faktor für diesen Unterschied ist, dass viele Migranten durch eine größere Risikofreude und mehr unternehmerische Vorbilder aus ihrer Herkunftskultur geprägt sind.

Darüber hinaus führen die im Mittel schlechteren formalen Berufsqualifikationen von Migranten zu schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So haben 46 % der Migranten keinen bzw. keinen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss, in der gesamten Erwerbsbevölkerung sind es 22 %. Die Arbeitsmarktnachteile bewirken, dass sich Migranten überdurchschnittlich oft selbstständig machen, weil sie keine besseren Erwerbsalternativen sehen. Dieser sogenannte Notgründeranteil liegt mit 38 % deutlich über dem Durchschnitt von 31 %.

Ein weiterer Einflussfaktor für die Chancen am Arbeitsmarkt ist neben dem Berufsabschluss das Beherrschen der Landessprache. Zwei Drittel der 18–64-jährigen Migranten spricht überwiegend Deutsch im eigenen Haushalt. Nur 35 % leben in einem fremdsprachigen Haushalt, häufig sind dessen Mitglieder erst kürzlich zugewandert. Eine ausländische Haushaltssprache ist zwar nicht gleichbedeutend mit schlechten Deutschkenntnissen, doch Migranten aus fremdsprachigen Haushalten haben statistisch schlechtere Arbeitsmarktchancen. Sie sind z. B. häufiger arbeitslos als Migranten insgesamt (12 % gegenüber 8 %). Deshalb ist auch der Anteil von Notgründern besonders hoch (48 %). Davon abgesehen ist auch der Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit noch einmal höher als unter Migranten insgesamt (41 %). Im Ergebnis ist die Selbstständigenquote unter Migranten aus fremdsprachigen Haushalten überdurchschnittlich (9 % gegenüber 7 % bei Migranten insgesamt).

Migranten aus fremdsprachigen Haushalten gründen noch etwas häufiger mit Mitarbeitern als Migranten insgesamt (36 % gegenüber 32 %). Der Branchenschwerpunkt liegt auf persönlichen Dienstleistungen (42 % gegenüber 35 %), dort besonders in der Gastronomie. Migranten aus fremdsprachigen Haushalten nehmen außerdem einige Gründungsprobleme überdurchschnittlich stark wahr. Sie sorgen sich häufiger um ihre fachliche Qualifikation und ihre Geschäftsideen. Besonders stark nehmen sie aber Finanzierungsschwierigkeiten wahr (40 % gegenüber 29 %).

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt: „Migranten sind ein unverzichtbarer Teil des Gründungsgeschehens in Deutschland, ihre Selbstständigenquote ist überdurchschnittlich. Das hat zwei Gründe: Erstens ist der Unternehmergeist von Migranten stärker ausgeprägt. Zweitens machen sie sich aber auch häufiger aus Mangel an Jobalternativen selbstständig. Dies hängt unter anderem mit den formalen Berufsqualifikationen und Sprachkenntnissen zusammen, die der deutsche Arbeitsmarkt verlangt. Gerade der Abbau sprachlicher Hürden braucht Zeit – und Unterstützung durch ausreichende Kursangebote.“

(Quelle: Kfw.de)

Rekordnachfrage Förderkredite

Die LfA Förderbank Bayern hat 2018 die höchste Nachfrage nach Förderkrediten seit ihrer Gründung erlebt. Dabei wurde die bayerische Wirtschaft mit Darlehen in Höhe von rund 2,8 Milliarden Euro unterstützt. Bei den programmgebundenen Förderkrediten stieg das Zusagevolumen um knapp 18 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Besonders gefragt war die Förderung für Gründer und Unternehmensnachfolger.
Darüber hinaus gab es eine große Nachfrage beim Angebot für Energie­effizienz­maßnahmen, das im letzten Jahr optimiert wurde, u. a. durch die Einführung von Tilgungszuschüssen in weiteren Bereichen. Von den Fördervorteilen der staatlichen Spezialbank haben über 4.800 Mittelständler und Kommunen profitiert.
„Der Mittelstand in Bayern ist stark und dynamisch wie nie zuvor. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der bayerischen Wirtschaft. Die hohe Nachfrage nach den Förderangeboten der LfA ist daher sehr erfreulich. Nur mit Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit können unsere Betriebe dauerhaft so erfolgreich und schlagkräftig bleiben. Hierfür ist das passgenaue, flexible Angebot der LfA von großer Bedeutung“, so Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, ergänzt: „Das Förderjahr 2018 war für uns das erfolgreichste in unserer Geschichte – und das in einem Marktumfeld mit niedrigen Zinsen und einer hohen eigenen Finanzierungskraft von Banken und Unternehmen. Die Optimierung der Gründungs- und Nachfolgeförderung zeigt weiterhin Wirkung, insgesamt haben wir allein in diesem Bereich Darlehen in Höhe von rund 490 Millionen Euro zugesagt. Darüber hinaus konnten wir insbesondere bei der Nachfrage nach unseren Angeboten für gewerbliche Umwelt- und Energiemaßnahmen deutliche Zuwächse verzeichnen. Die im letzten Jahr ausgebauten Investitionsanreize durch Tilgungszuschüsse im Energie­effizienzbereich werden vom Mittelstand hervorragend angenommen.“



(Quelle: LfA.de)

Mehr Fördermittel für Start-ups

Mehr EU-Mittel für bayerische Start-ups

• LfA und Europäischer Investitionsfonds bauen Zusammenarbeit aus

• Venture-Capital-Dachfonds wird auf 200 Mio. Euro aufgestockt

 

Die LfA Förderbank Bayern und der Europäische Investitionsfonds (EIF) bauen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit für Start-ups weiter aus. Die LfA-EIF-Fazilität, ein Dachfonds zur Verbesserung der Finanzierungsbedingungen für innovative Unternehmen, wird von LfA und EIF jeweils um 25 Millionen Euro auf insgesamt 200 Millionen Euro aufgestockt. Der Anteil der LfA beläuft sich damit auf 100 Millionen Euro. Der Fonds wurde auf Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, der LfA und des EIF geschaffen und investiert seit 2009 in Venture-Capital-Fonds in Bayern. Ziel ist es, das Wagniskapitalangebot im Freistaat für kleinere und mittlere Technologieunternehmen zu erweitern. Bislang sind Zusagen an 26 Fonds mit Sitz oder Niederlassung im Freistaat erfolgt. Über 50 bayerische Unternehmen haben bereits von Investitionen aus den Fonds der LfA-EIF-Fazilität profitiert.

 

Der Geschäftsführende Direktor des Europäischen Investitionsfonds, Pier Luigi Gilibert, kommentiert: „Der EIF ist hocherfreut sein Engagement für die LfA-EIF-Fazilität zur Unterstützung von KMU in Bayern weiter auszubauen. Die LfA-EIF-Fazilität investiert in VC-Fonds, um Unternehmen den Zugang zu finanziellen Mitteln zu erleichtern. Unser Engagement wird weiter dazu beitragen, die Finanzierung von Unternehmen durch bestehende und neue Fondsmanager weiter zu fördern.“

 

Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Franz Josef Pschierer erklärt: „Der Zugang zu Wagniskapital ist gerade für junge technologieorientierte Unternehmen eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Mit der Aufstockung des bayerisch-europäischen Dachfonds schafft die LfA nachhaltige Anreize, mehr Wagniskapital nach Bayern zu holen. Das stärkt die bayerische Venture-Capital-Landschaft, verbessert die Finanzierungschancen für innovative Start-ups und setzt Wachstumsimpulse am Standort.“

 

Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, ergänzt: „Unsere Kooperation mit dem EIF für mehr Wagniskapital in Bayern ist ein großer Erfolg. Durch unsere Investitionen in den Dachfonds des EIF konnten bislang rund 3 Milliarden Euro an zusätzlichem Kapital bei Drittinvestoren eingeworben werden. So fließt ein Vielfaches unseres Mitteleinsatzes an bayerische Hightech-Gründer über Eigenkapital zurück. Im Interesse der bayerischen Start-ups weiten wir unser Engagement nun erneut aus.“

 

(Quelle: LfA Förderbank Bayern)

Stimmung im Mittelstand steigt

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland setzt seine Rekordjagd fort. Im November verschieben die Mittelständler die Messlatte für das Allzeithoch bereits das sechste Mal in diesem Jahr nach oben: Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt um 0,7 Zähler auf jetzt 31,4 Saldenpunkte. Ausschlaggebend hierfür ist diesmal eine Verbesserung der Geschäftslage (+1,6 Zähler auf 44,5 Saldenpunkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate bleiben stabil auf hohem Niveau (-0,1 Zähler auf 18,6 Saldenpunkte).

Auch die Großunternehmen übertreffen ihren bisherigen Spitzenwert aus dem Vormonat nochmals um +1,2 Zähler auf aktuell 31,3 Saldenpunkte. Sie melden einen deutlichen Zuwachs der Geschäftserwartungen (+3,0 Zähler auf 19,8 Saldenpunkte) bei einer unwesentlich veränderten Lage (-0,7 Zähler auf 43,0 Saldenpunkte).

Die Stimmung ist in allen Branchen sowohl bei den Mittelständlern als auch bei den Großunternehmen weiterhin auf einem historisch guten Niveau. Branchen-Spitzenreiter bleibt die Bauwirtschaft trotz eines deutlichen Rücksetzers im November in beiden Größenklassen. Die Industrieunternehmen setzen ihren Aufwärtstrend fort und nähern sich allmählich der Baubranche an.

Auch beim Thema Beschäftigung bleiben die deutschen Unternehmen auf Expansionskurs: Die Beschäftigungserwartungen der mittelständischen Unternehmen liegen im November über dem Rekordwert vom Vormonat (+2,4 Zähler auf 21,4 Saldenpunkte). Bei den Großunternehmen verharrt der Beschäftigungsindikator auf fast unverändert hohem Niveau (+0,1 Zähler auf 22,7 Saldenpunkte).

 

(Quelle: Kfw)