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Fördermittel: Unternehmen greifen zu

Das Kreditneugeschäft hat im ersten Quartal 2015 4,8 % gegenüber dem Vorjahr zugelegt.

 

Das von der KfW geschätzte Kreditneugeschäft der Kreditinstitute mit Unternehmen und Selbstständigen ist im ersten Quartal 2015 um 4,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Besonders stark waren zum wiederholten Male die Zugewinne bei den langfristigen Krediten mit Laufzeiten über fünf Jahren. Wir sehen gute Voraussetzungen, dass der Schwung am Kreditmarkt weiter anhält. Im zweiten Quartal erwarten wir demgemäß ein Wachstum des Kreditneugeschäfts im Bereich von 4 % gegenüber dem Vorjahresniveau (gleitende Zuwachsrate über zwei Quartale).

 

Niedrige Zinsen durch Fördermittel machen lange Laufzeiten für große Unternehmen attraktiv

 

Nach einer langen Schwächephase wächst der Unternehmenskreditmarkt bereits seit Herbst 2014 mit ansehnlichen Raten. Dem zu Grunde liegt eine anziehende Nachfrage nach langfristigen Krediten und Fördermitteln. Dieser Trend wird nach Einschätzung der Banken anhalten. Gleichzeitig gehen die Kreditinstitute davon aus, dass die Kreditnachfrage großer Unternehmen noch an Fahrt gewinnt.

 

Dafür sprechen die äußerst günstigen Angebotsbedingungen. Die ifo-Kredithürde erreicht ein Rekordtief nach dem anderen und lag im Mai bei nur noch 15,7%. Nur noch jedes siebte befragte Unternehmen berichtet demzufolge von einer restriktiven Kreditvergabe der Banken, bei den Großunternehmen ist es nicht einmal jedes zehnte. Die Kreditkonditionen haben sich im vergangenen Quartal weiter verbessert, getrieben vom Wettbewerb der Banken untereinander. Der wichtigste Grund für die Belebung des Kreditneugeschäfts dürfte jedoch im niedrigen Zinsniveau zu finden sein. Für Kredite mit Laufzeiten über 5 Jahren verlangten die deutschen Banken im März 2015 durchschnittlich gerade noch 1,75 % und damit nochmals 100 Basispunkte weniger als im Jahr zuvor. So werden trotz weiterhin hervorragender Kassenlage und nur moderatem Wachstum der Unternehmensinvestitionen zur Finanzierung verstärkt Kredite herangezogen.

 

Fazit und Ausblick:

 

Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr mit ordentlichem Tempo wachsen. Die Unternehmen investieren wieder etwas mehr. Damit die chronische Investitionsschwäche überwunden wird, muss diese Entwicklung jedoch anhalten und kräftiger werden. Spezielle Programme und Fördermittel sollen dies unterstützen. Die vorzüglichen Angebotsbedingungen sind jedenfalls eine gute Voraussetzung für eine Fortsetzung des lebhaften Kreditneugeschäfts. Die Liquiditätslage der deutschen Banken bleibt nicht zuletzt aufgrund des Anleihenkaufprogramms der EZB auskömmlich. Die Entwicklungen um Griechenland bergen jedoch das Risiko, dass sich die damit verbundene Unsicherheit negativ auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen auswirkt.

 

(Quelle: Kfw, Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Fördermittel für Einzelhändler

160 Millionen Euro für Einzelhändler in Bayern

Fördermittel helfen 530 Firmen bei Investitionen im Strukturwandel

 

Die LfA Förderbank Bayern hat Einzelhandelsunternehmen im vergangenen Jahr rund 160 Millionen Euro an zinsgünstigen Krediten zugesagt. Die Fördermittel gehen an 530 kleine und mittlere Firmen in Bayern, die damit Investitionen in Höhe von 240 Millionen Euro verwirklichen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Die Branche befindet sich durch ein geändertes Kaufverhalten der Kunden und den boomenden Online-Handel im Strukturwandel.

 

„Mit rund 60.000 Unternehmen und 335.000 Beschäftigten ist der Einzelhandel der drittgrößte Wirtschaftszweig in Bayern. Vor allem viele kleine und mittelständische Betriebe stehen vor großen Herausforderungen und benötigen hierfür langfristig günstige Finanzmittel. Deshalb investieren die Unternehmen kräftig in ihre Wettbewerbsfähigkeit und nutzen dabei die Förderkredite der LfA“, erklärt Ernst Läuger, Präsident des Handelsverbands Bayern bei einem Erfahrungsaustausch mit der LfA Förderbank Bayern.

 

„Der bayerische Einzelhandel nutzt die gute Geschäftslage und das niedrige Zinsniveau zur Finanzierung neuer Investitionen. Durch die geförderten Investitionen werden in Bayern rund 1.100 neue Arbeitsplätze geschaffen und 14.500 Arbeitsplätze gesichert. Die Unternehmen verwenden das Geld zumeist für Modernisierungen, Betriebserweiterungen und Energieeffizienzmaßnahmen“, erklärt LfA Vorstand Hans Peter Göttler.

 

Die LfA ist die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch kommunale Infrastrukturvorhaben.

 

(Quelle: LfA Förderbank Bayern)

Förderprogramm des Freistaates Bayern stockt auf

Um weitere Investitionsanreize für bayerische Unternehmen zu schaffen, wird das Mittelstandskreditprogramm (Start- und Investivkredite) der LfA Förderbank Bayern ab sofort deutlich verbessert. Das gab Bayerns Wirtschaftsministerin und LfA-Verwaltungsratsvorsitzende heute bekannt.

 

Die Neuerungen von dem Förderprogramm sehen unter anderem vor, dass der Kreis der Antragsberechtigten deutlich ausgeweitet wird; hierfür wird die Gewinngrenze, bis zu welcher Vorhaben gefördert werden können, um 30 000 Euro auf 200 000 Euro angehoben. Zudem werden Betriebsübertragungen an die Folgegenerationen erleichtert, indem künftig auch Kaufpreiszahlungen zwischen Eltern/Schwiegereltern und Kindern förderfähig sind.
 

Darüber hinaus wird die Existenzgründerförderung erheblich ausgeweitet: Betriebsübernahmen und tätige Beteiligungen sind künftig auch dann im Startkredit förderfähig, wenn bereits eine selbständige Existenz besteht. Zudem wird das Programm für die Gründung von Nebenerwerbsbetrieben geöffnet, um so unternehmerisches Potential möglichst früh zu fördern. Ebenfalls erleichtert wird die Förderung von Verkehrsmitteln (z.B. Omnibusse, Taxen). Auch im Unternehmen genutzte Elektro- und Hybridfahrzeuge können nun über Förderkredite finanziert werden.
 

Aus dem Bayerischen Mittelstandskreditprogramm werden neben der Gründung selbständiger Existenzen in erster Linie die Rationalisierung, Modernisierung und Erweiterung von bestehenden Betrieben gefördert.
 

(Quelle: LfA Förderbank Bayern)

Offensive Mittelstand

Seit September 2013 ist die xGAP Unternehmensberatung zertifizierter Berater und Dozent der Offensive Mittelstand.Logo OM S

Die Offensive Mittelstand ist ein Zusammenschluss von Fachverbänden, Ministerien, Krankenkassen und Unternehmen. Ziel der „Offensive Mittelstand“ ist es kleine und mittlere Unternehmen zu fördern und noch besser aufzustellen. Erfreulich für die Unternehmen: für die Beratung stehen staatliche Fördergelder zur Verfügung.

Renommierte Offensive Mittelstand Mitglieder sind u.a.:

  • BDA Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V.
  • Bertelsmann Stiftung
  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
  • Fachhochschule des Mittelstands
  • IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
  • Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn
  • itb – Institut für Technik der Betriebsführung
  • RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft
  • Verband Deutscher Sicherheitsingenieure – VDSI
  • Diverse Krankenkassen: u.a. AOK, IKK Classic, BKK-Akademie
  • ZDH – Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.
  • Bund der Selbständigen Bayern e.V.
  • Steinbeis-Beratungszentrum Finanzen.Kommunikation.Training
  • Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
  • Wirtschaftsförderung Landeshauptstadt Stuttgart

Ein zentrales Instrument ist der INQA Unternehmens-Check „Guter Mittelstand – Erfolg ist kein Zufall“. Hier können sich Unternehmen nach standardisierten Abläufen analysieren lassen. Mit den Ergebnissen werden konkrete Optimierungs-Massnahmen und Handlungsempfehlungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erarbeitet. Bei der Umsetzung der Ergebnisse helfen die unterschiedlichen Kompetenzen der im Beraternetzwerk zusammengeschlossenen Berater um die optimalen Ergebnisse für die Unternehmen zu erzielen.

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Konjunktur steigt weiter

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist das fünfte Mal in Folge gestiegen. Zwar beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als etwas weniger zufriedenstellend als im Vormonat. Die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung sind aber erneut optimistischer ausgefallen. Die deutsche Wirtschaft ist mit Zuversicht in den Herbst gestartet. 

Der Geschäftsklimaindikator für das Verarbeitende Gewerbe ist erneut gestiegen. Die aktuelle Ge-schäftslage wird etwas weniger positiv beurteilt. Jedoch sind die Erwartungen an den weiteren Geschäfts-verlauf auf den höchsten Wert seit Juni 2011 gestiegen. Auch vom Export werden weiterhin Impulse erwar-tet.

Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Insbesondere die Erwartungen fielen erheblich optimistischer aus und sind auf den höchsten Wert seit Februar 2011 gestiegen. Auch mit ihrer aktuellen Geschäftslage sind die Einzelhändler wieder zufriedener. Im Großhandel hingegen hat der Ge-schäftsklimaindex etwas nachgegeben. Während die Großhändler leicht optimistischer auf die weitere Geschäftsentwicklung blicken, schätzen sie die aktuelle Situation etwas weniger positiv ein.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut gesunken, befindet sich historisch betrachtet jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder etwas günstiger beur-teilt. Die Baufirmen blicken jedoch skeptischer auf den weiteren Geschäftsverlauf.

(Quelle: ifo Geschäftsklima www.ifo.de)

Deutsche Firmen kommen leichter an Finanzierung

  • Leichte Verbesserung des Finanzierungsklimas gegenüber 2012
  • Wachsender Anteil an Unternehmen mit sinkenden Umsatzrenditen und bestenfalls stagnierenden Investitionen
  • Unternehmer erwarten von Hausbanken vor allem zügige Bereitstellung von Krediten und Ratingberatung

Die Finanzierungssituation der Unternehmen in Deutschland ist ungeachtet der Krise in der Eurozone und der konjunkturellen Unsicherheit weiterhin gut. Das Finanzierungsklima für die Firmen in Deutschland hat sich in den vergangenen 12 Monaten insgesamt sogar leicht verbessert. Allerdings schlägt sich die nachlassende konjunkturelle Dynamik zunehmend auf die Finanzkennziffern und Ratings der Unternehmen nieder. Bei einer weiter anhaltenden Konjunkturschwäche könnten die Finanzierungsprobleme der Unternehmen zunehmen. Dies sind die Kernergebnisse der Unternehmensbefragung 2013, die die KfW gemeinsam mit BDI, BGA, HDE, ZDH und anderen führenden Wirtschaftsverbänden unter 3.600 Unternehmen durchgeführt hat.

Das verbesserte Finanzierungsklima zeigt sich darin, dass der Anteil der Unternehmen, der von gestiegenen Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme berichtet, um 3 Prozentpunkte auf 22 % gesunken ist. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen, der Erleichterungen bei der Kreditaufnahme wahrnimmt, um 1 Prozentpunkt auf 9 %. Dennoch sind damit noch immer mehr Unternehmen bei der Kreditaufnahme mit Erschwernissen konfrontiert als mit Erleichterungen.

Die schwache Konjunktur spiegelt sich in der Entwicklung der Finanzkennziffern wider. Die Umsatzrenditen stagnieren: lediglich 31 % der befragten Unternehmen berichten noch von Verbesserungen, 28 % von Verschlechterungen. In der Vorjahreserhebung betrugen die entsprechenden Werte noch 43 bzw. 20 %. Die Eigenkapitalquoten entwickelten sich mit einem Saldo von 29 Punkten gegenüber dem Vorjahr zwar weiterhin positiv. Ein wichtiger Faktor hierfür sind allerdings stagnierende Unternehmensinvestitionen, was langfristig ungünstig für das Wachstumspotential ist.

All dies hat Folgen für die Ratingnoten der Unternehmen: Hatte sich diese im Vorjahr noch spürbar verbessert, so lässt dieser Trend nun deutlich nach. Insbesondere großen Unternehmen gelang es seltener als im Vorjahr, ihre Ratingnote zu verbessern. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, können die Finanzierungsschwierigkeiten von Unternehmen in den kommenden Monaten zunehmen.

Der Vorstandsvorsitzende der KfW, Dr. Ulrich Schröder, sagte: „Die Unternehmen in Deutschland sind stark und robust, aber nicht immun gegen eine dauerhaft schwache Konjunktur. Die Warnsignale sind ernst zu nehmen. Die Wachstumskräfte müssen gestärkt, das Investitionsklima muss verbessert werden. Die KfW wird ihre subsidiäre Aufgabe bei der Bereitstellung von langfristigen Investitionsfinanzierungen weiter engagiert wahrnehmen.“

Präsident des BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel Dienstleistungen e. V., Anton F. Börner, sagte: „Mit ihrer stärkeren Eigenkapitalbasis stehen die meisten Unternehmen heute in Finanzierungsverhandlungen besser da. Allerdings brauchen sie auch weiterhin verlässliche und berechenbare Finanzierungspartner, gerade in der Langfristfinanzierung. Ohne Investitionen in Zukunftstechnologien und Unternehmensinfrastruktur leidet die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die Unternehmensfinanzierung bietet also noch genügend Raum für Verbesserungen.“

Der klassische Bankkredit bleibt für die Unternehmen weiterhin mit Abstand das wichtigste Finanzierungsinstrument. Von ihrer Hausbank erwarten sie daher in erster Linie die zügige Bereitstellung von Krediten zu angemessenen Konditionen. 94 % der befragten Firmen bezeichneten dies als wichtigste Dienstleistung ihrer Hausbanken. Ein großer Teil der Unternehmen (56 %) legt auf eine schnelle Kreditbearbeitung besonderen Wert. Der Bedeutung der Kreditversorgung durch Banken entsprechend stellt die Beratung zur Ratingnote (70 %) und zur Einbindung von Fördermitteln (60 %) die wichtigsten Beratungsdienstleistungen dar. Nicht zuletzt erwarten mehr als vier Fünftel der Unternehmen in ihrer Hausbank einen persönlichen und gleichbleibenden Ansprechpartner.

Alternative Finanzierungsformen wie Leasing, Factoring, die Ausgabe von Schuldscheindarlehen oder die Emission von Anleihen am Kapitalmarkt spielen gegenüber der überragenden Bedeutung des Kredits bei der breiten Maße der Unternehmen eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings ist das Interesse großer Unternehmen an der Begleitung bei der Ausgabe von Schuldscheindarlehen und Anleihen gestiegen.

(Quelle: KfW.de)

Das sind die besten Banken der Welt

Das Magazin „Global Finance“ hat die besten Banken in verschiedenen Kategorien gekürt. Neben Kennzahlen gingen auch Informationen von Insidern und Experten in die Wertung ein. Unter den Gewinnern ist die Deutsche Bank.

Banken in 136 Ländern hat das US-Magazin „Global Finance“ für seine Rangliste der besten Banken 2012 unter die Lupe genommen. In die Wertung flossen dabei objektive Kriterien wie das Wachstum des verwalteten Vermögens oder die Profitabilität ebenso ein wie subjektive Einschätzungen von Bankberatern oder Analysten. Schließlich wurden in zwölf Kategorien Gewinner gekürt. Dies seien nicht immer die größten, aber sicher die besten Banken, betont das Magazin.

 

Beste Sub-Depotbank: Citibank

In der Kategorie beste Sub-Depotbank wurde die Citibank ausgezeichnet. Die US-Großbank verfüge vermögensrechtlich über das größte Depot-Netzwerk der Welt und decke damit 61 Märkte sowie 98,5 Prozent der globalen Marktkapitalisierung ab. Als Sub-Depotbanken bezeichnet man Depotbanken, die von anderen Finanzinstituten in Ländern beauftragt werden, in denen diese selbst nicht tätig sind.

 

Bester Devisenhändler: Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist Dauer-Sieger in der Kategorie bester Devisenhändler. Das größte deutsche Finanzinstitut habe den größten, vielseitigsten und profitabelsten Devisenbereich aller Banken, heißt es bei „Global Finance“. Es ist nicht die einzige Kategorie, in der die Deutsche Bank gewonnen hat.

 

Bester Handelsfinanzierer: Citibank

Citigroup-Chef Vikram Pandit kann sich auch in der Kategorie bester Handelsfinanzierer über einen Erfolg freuen. Citibank biete ihren Service in Sachen Handelsfinanzierung in 86 Ländern an und ermögliche es Unternehmen damit, in einer globalisierten Wirtschaftswelt und sich verschiebenden Handelsströmen stets über Geld zu verfügen.

 

Cash Management: Citibank

Und noch in einer dritten Kategorie siegt die Citibank. Auch im Cash Management sieht „Global Finance“ die US-Großbank ganz vorne. Die entsprechende Sparte der Bank verfüge über eine beeindruckende Kundenliste heißt es in der Begründung. Es umfasse multinationale Firmen ebenso wie Finanzinstitute, Regierungen und Notenbanken.

 

Beste Depotbank: Bank of New York Mellon

Laut „Global Finance“ ist die BNY Mellon mit einer verwalteten Vermögenssumme von mehr als 27 Billionen Dollar die größte Depotbank der Welt. Die Bank habe die Prozessrisiken gemindert. Trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal sei BNY Mellon die beste Depotbank der Welt. In einer Depotbank werden Sondervermögen wie Wertpapiere von Investmentfonds unabhängig verwahrt.

 

Beste Vermögensverwaltung: Blackrock

Der US-Finanzdienstleister Blackrock gewinnt in der Kategorie beste Vermögensverwaltung. Blackrock sei mit 3,6 Billionen Dollar verwalteten Vermögens der größte Dienstleister der Welt in diesem Bereich. Das Geschäft mit der Beratung von Regierungen, Zentralbanken und Unternehmen in Sachen Risikomanagement floriere seit der Finanzkrise.

 

Beste islamische Bank: Al Baraka Bank

Die Al Baraka Bank ist für „Global Finance“ das beste islamische Finanzinstitut. Die Bank verfüge über eine starke Präsenz im mittleren Osten und Nordafrika mit Standorten in Libyen, Tunesien, Sudan, Algerien, Libanon und Ägypten. Ägypten sei ein besonderer Wachstumsmarkt von Al Baraka, die ihren Sitz in Bahrain hat. Außerdem unterhält die Bank Niederlassungen in Südafrika, Türkei, Indonesien und Pakistan.

 

Beste Bank in aufstrebenden Märkten (Emerging Markets): Standard Chartered

Die Briten von Standard Chartered sind die beste Bank in Emerging Markets. Die Bank habe eine hohe Präsenz in den Wachstumsmärkten Asien, Afrika und dem Nahen Osten, begründet „Global Finance“.

 

Beste Privatbank: Julius Bär

Julius-Bär-Chef Boris Collardi kann sich freuen, sein Institut wurde als beste Privatbank 2012 ausgezeichnet. Mit der Übernahme des internationalen Vermögensverwaltung der Bank of America hat die Bank ihre Position gestärkt. Julius Bär habe zudem in Wachstumsmärkten investiert und strategische Partnerschaften mit der Bank of China und der australischen Macquarie Gruppe abgeschlossen, begründet „Global Finance“. Die zwei wichtigsten Auszeichnungen gehen an Großbanken.

 

Beste Privatkundenbank: HSBC

Die internationale Großbank mit Sitz in London ist für „Global Finance“ die beste Privatkundenbank. In seiner Begründung führt das US-Magazin an, dass HSBC zwei Drittel seiner Gewinne im Asien-Pazifik-Raum erziele. In Asien und Lateinamerika befinde sich das Institut zudem in einer strategischen Neupositionierung. In Europa sei die Bank dagegen Unsicherheiten durch eine mögliche Regulierung in Großbritannien und eine europäische Bankenunion ausgesetzt – was ihr zumindest im Ranking nicht schadet.

 

Beste Geschäftsbank: Deutsche Bank

Die neuen Co-Vorsitzenden Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain können sich freuen. Die Deutsche Bank ist der Sieger in der Kategorie beste Geschäftsbank unter den besten Banken der Welt. Die Deutsche Bank sei mit Niederlassungen in 72 Ländern sehr präsent in Schwellenländern, aber durch seine umfangreichen Aktivitäten in Europa auch stark von der Konjunkturabschwächung in Europa betroffen, heißt es in der Begründung.

 

(Quelle: Handelsblatt und Global Finance)

 

ifo Institut: Wegfall staatlicher Garantien lässt Banken höhere Risiken eingehen

Nach der Ankündigung der Abschaffung der Gewährträgerhaftung im Jahr 2001 hat sich das Risiko der von Landesbanken vergebenen Kredite im Vergleich zu Nicht-Landesbanken deutlich erhöht. Landesbanken finanzierten vermehrt risikoreichere Kreditnehmer. Zudem erhöhte sich nach der Kreditvergabe das Risiko dieser Kreditkunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifo Instituts, die im aktuellen ifo Schnelldienst veröffentlicht wurde.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Kreditvergabepraxis der Landesbanken mit deren zukünftiger Herabstufung am Kapitalmarkt zusammenhängt: Je größer die Herabstufung durch den Wegfall der Garantien war, umso eher vergaben die Landesbanken Kredite an risikoreiche Unternehmen. Allerdings verlangten sie keine Kompensation für die Übernahme des zusätzlichen Risikos: Die Zinssätze der Landesbanken folgten nicht dem Anstieg, der bei den Nicht-Landesbanken nach 2001 zu beobachten ist.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Landesbanken, die mit einer höheren Herabstufung rechnen mussten, haben auch mehr Schuldverschreibungen emittiert. Sie hatten mit einem höheren Anstieg der Refinanzierungskosten zu rechnen und konnten sich durch die großzügige Übergangsregelung bis Juli 2005 noch zu günstigen Konditionen refinanzieren. Geld, das nicht immer sinnvoll verwendet wurde, wie ein Blick auf die Rolle der Landesbanken im Asset Backed Commercial Paper Markt zeigt. Sieben Landesbanken machten 2005 7% des weltweiten ABCP Marktes aus, 2006 sogar 8,4% und haben wesentlich zu der weltweiten Entwicklung dieses Marktes beigetragen. Sie konnten sich so großen Risiken aussetzen, weil sie durch die damals noch geltende Gewährträgerhaftung Liquidität aufnehmen konnten. Gerade diese Landesbanken waren die ersten Banken, die nach Ausbruch der Finanzkrise 2007 gerettet werden mussten.

Öffentliche Banken (Landesbanken und Sparkassen) genossen in Deutschland bis zum Jahr 2001 das Privileg der Gewährträgerhaftung. Mit der Gewährträgerhaftung garantiert der staatliche Eigentümer die Rückzahlung der Verbindlichkeiten seiner Bank. Daraus ließ sich für die öffentlichen Banken eine unbegrenzte Garantie ableiten. Landesbanken (und Sparkassen) erhielten bessere Ratings und somit am Kapitalmarkt günstigere Refinanzierungskonditionen und damit letztlich einen Wettbewerbsvorteil. Am 17. Juli 2001 wurde in der sogenannten „Brüsseler Konkordanz“ festgelegt, die Gewährträgerhaftung zum 18. Juli 2005 abzuschaffen. Für diese vier Jahre sah eine Übergangsregelung vor, dass neu emittierte Schuldverschreibungen, deren Laufzeit vor dem 31.12.2015 endet, weiterhin von der Gewährträgerhaftung erfasst werden.

 

(Quelle: ifo Institut München)

Konsum trotzt Verschärfung der Krise

Ergebnisse der GfK Konsumklimastudie für Deutschland für Juni 2012

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich im Juni uneinheitlich. Während die Einkommenserwartung deutlich und die Anschaffungsneigung leicht zulegen, muss die Konjunkturerwartung einen Stimmungseinbruch hinnehmen. Der Gesamtindikator prognostiziert dennoch für Juli 5,8 Zähler nach 5,7 Punkten im Juni.

Die Turbulenzen im Euro-Raum durch den zum Befragungszeitpunkt ungewissen Wahlausgang in Griechenland sowie die Rettungsaktion für den spanischen Bankensektor haben dem Konjunkturoptimismus der Verbraucher einen deutlichen Dämpfer gegeben. Offenbar steigt die Furcht davor, dass auch Deutschland stärker in den Abwärtstrend gezogen wird. Bislang sehen die Bundesbürger jedoch die Gefahren aus dem Ausland offenbar ausschließlich für die Konjunktur generell und weniger für ihre persönliche Situation. Denn die Entwicklung der eigenen finanziellen Lage wird deutlich positiver eingeschätzt als im Vormonat. In deren Sog kann auch die Anschaffungsneigung auf einem ohnehin schon hohen Niveau noch einmal leicht zulegen.

Konjunkturerwartung: Erholung abrupt gestoppt

Nach drei Anstiegen in Folge erleidet der Konjunkturoptimismus der Bundesbürger im Juni einen deutlichen Dämpfer. Nach einem Minus von 16,6 Punkten weist der Indikator nun einen Wert von 3 Punkten auf. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Dezember 2011 gemessen.

Das sich eintrübende internationale Umfeld zeigt nun offenbar auch Wirkung bei den Konjunkturaussichten der Deutschen. Die anhaltenden Diskussionen um die Zukunft der gemeinsamen Währung sowie die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Stabilisierung des spanischen Bankensystems steigern in den Augen der Bürger die Risiken auch für die deutsche Konjunktur. Die Konsumenten befürchten offenbar, dass sich Deutschland über kurz oder lang dem Abwärtstrend im Euro-Raum nicht vollkommen entziehen kann. Vor allem für die Exportentwicklung bestehen durch die Rezession nicht unbeträchtliche Risiken auf wichtigen europäischen Absatzmärkten. Dies entspricht auch der Einschätzung der gewerblichen Wirtschaft. Die Unternehmen befürchten eine zunehmende Beeinträchtigung ihres Geschäfts durch die Eurokrise. Dementsprechend ist in diesem Monat auch der ifo-Geschäftsklimaindex weiter gesunken.

Einkommenserwartung: hohes Niveau noch einmal gesteigert

Vom sinkenden Konjunkturoptimismus bleiben die Einkommensaussichten im Juni verschont. Ganz im Gegenteil, der Einkommensindikator kann sogar spürbar zulegen und sein ohnehin schon hohes Niveau noch einmal steigern. Im Vergleich zum Vormonat gewinnt die Einkommenserwartung 8,1 Punkte hinzu und weist nun 40,1 Zähler auf.

Steigende Beschäftigtenzahlen sowie im Vergleich zu den Vorjahren spürbar verbesserte Tarifabschlüsse lassen die Erwartungen an die weitere Einkommensentwicklung weiter steigen. Hinzu kommt, dass der Inflationsdruck zuletzt nachgelassen hat. Die Preissteigerung für die Lebenshaltung ist im Mai unter die psychologisch wichtige Schwelle von zwei Prozent gesunken. Dadurch sehen die Konsumenten ihre Kaufkraft gestärkt.

Anschaffungsneigung: leicht verbessert

Im Sog der stark zunehmenden Einkommenserwartung kann auch die Anschaffungsneigung im Juni leicht zulegen. Mit einem Plus von 0,7 Punkten wird das schon überaus gute Niveau noch einmal übertroffen. Aktuell weist der Indikator 32,7 Punkte auf.

Trotz gestiegener Konjunkturängste ist das Umfeld für die Konsumneigung nach wie vor günstig. Wie bei der Einkommenserwartung ist auch hier die zunehmende Beschäftigung von zentraler Bedeutung. Sie sorgt zum einen für weniger Angst vor Jobverlust und damit Planungssicherheit, was gerade für größere Anschaffungen eine wichtige Rolle spielt. Zum anderen stützt die derzeitige Finanzkrise die Anschaffungsneigung. Durch das fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte sowie das historisch niedrige Zinsniveau halten es viele Konsumenten für nicht sehr attraktiv, ihre finanziellen Mittel auf die hohe Kante zu legen. Stattdessen tendieren sie eher dazu, werthaltige Anschaffungen zu tätigen.

Konsumklima: stabile Entwicklung

Der Gesamtindikator prognostiziert für Juli 2012 einen Wert von 5,8 Punkten nach 5,7 Zählern im Juni. Damit bestätigt sich die überaus stabile Entwicklung des Konsumklimas. Der Indikator trotzt bislang noch der Verschärfung der Krise.

Damit wird die Binnenkonjunktur ihrer zugedachten Rolle gerecht, wonach sie in diesem Jahr eine wesentliche Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung sein wird. Dies wird umso wichtiger werden, da sich aufgrund gestiegener Rezessionstendenzen in wichtigen Absatzmärkten Deutschlands die Exporte, die bislang der wesentliche Treiber des Wachstums gewesen sind, vermutlich spürbar abschwächen werden. Folglich ist ein stabiler Konsum wichtig, um in Deutschland eine Rezession zu vermeiden. Die GfK bestätigt ihre Prognose von Beginn dieses Jahres, wonach der private Konsum 2012 real um etwa ein Prozent zulegen wird.

Neben den günstigen internen Rahmenbedingungen für den Konsum, wie Beschäftigung und Einkommensentwicklung, drohen jedoch von außen nicht zu unterschätzende Risiken. Die zunehmende Verunsicherung durch die Verschärfung der Eurokrise, intensive Diskussionen um einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem gemeinsamen Währungsraum sowie die Krise des spanischen Bankensektors könnte im weiteren Verlauf auch verstärkt auf die deutschen Konsumenten übergreifen. In diesem Falle würde dies auch das Konsumklima belasten und die positive Entwicklung der Konsumkonjunktur stoppen.

(Quelle: GfK www.gfk.com)

Kredithürde sinkt weiter

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist erneut gesunken und fällt auf einen neuen Tiefstand. Nur noch 19,5% der befragten Unternehmen bewerten die Kreditvergabepraxis der Banken als restriktiv. Dies sind erneut 0,8 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Die günstigen Finanzierungsbedingungen stellen weiterhin einen Pfeiler für die positive wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands dar.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde erneut über alle Unternehmensgrößenklassen hinweg gesunken. Bei den großen Unternehmen sank sie um 1,7 Prozentpunkte auf nun 17,2%. Bei den mittleren Unternehmen berichten nur noch 16,5% von einem restriktiven Zugang zu Bankkrediten. In der Kategorie der kleinen Firmen sank die Kredithürde auf 20,8%.

Im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde um 1,6 Prozentpunkte auf 26% gesunken. Im Handel ist die Kredithürde minimal gesunken. 18,6% der Handelsfirmen berichten von einem restriktiven Zugang zu Krediten.

(Quelle: Ifo Institut)