Fördermittel Deutschland
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Neuausrichtung der Gründungs- und Mittelstandsberatung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute Eckpunkte zur künftigen Förderung der Gründungs- und Mittelstandsberatung vorgelegt. Damit werden die verschiedenen Programme des Bundes, die Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Inanspruchnahme von Beratungsdienstleistungen unterstützen, zu einer einheitlichen Förderung zusammengefasst. So erhalten diese einen besseren Zugang zu externem unternehmerischen Know-how. Gerade für Menschen, die sich selbständig machen, sind eine gute Vorbereitung und Begleitung von unternehmerischen Richtungsentscheidungen essenziell.

 

Professionelle Beratung unterstützt dabei, die Erfolgschancen von Gründungen wie auch die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unternehmen zu steigern. Vorbehaltlich der parlamentarischen Zustimmung zum Haushalt 2016 stehen für das kommende Jahr 16 Mio. Euro aus Bundesmitteln für die Beratung zur Verfügung. Die aus dem Europäischen Sozialfonds kofinanzierten Zuschüsse sind vor allem für kleine und finanziell nicht sehr starke Unternehmen in schwächer entwickelten Regionen von großer Bedeutung. Die Richtlinien der künftigen Förderung werden im Herbst veröffentlicht und zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Die neue Förderung ersetzt die bisherige „Förderung unternehmerischen Know-hows“ sowie die Programme „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“. Antragsberechtigt sind neu gegründete sowie bereits bestehende KMU sowie Freie Berufe im Sinne der EU-Mittelstandsdefinition. Die Durchführung der neuen Beratungsförderung übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

 

Eckpunkte der Gründungs- und Mittelstandsberatung ab 2016

 

  • Zusammenführung der bisherigen Programme Gründercoaching Deutschland (GCD), Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung, Runder Tisch (RT) und Turn-Around-Beratung (TAB) zu einem einheitlichen Beratungsförderungsprogramm des Bundes

 

  • Spezifische Förderkonditionen für Unternehmen in verschiedenen Phasen:
    • neu gegründete Unternehmen bis zwei Jahre nach Gründung (bisher: Gründercoaching Deutschland): maximale Bemessungsgrundlage: 4.000 Euro Fördersatz: 80 Prozent neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 Prozent Region Lüneburg, sonst 50 Prozent
    • bestehende Unternehmen (mindestens zwei Jahre tätig, bisher: KMU-Beratung): maximale Bemessungsgrundlage: 3.000 Euro Fördersatz: 80 Prozent neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 Prozent Region Lüneburg, sonst 50 Prozent
    • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten (bisher: Turn-Around-Beratung und Runder Tisch): Maximale Bemessungsgrundlage: 3.000 Euro Fördersatz: 90 Prozent bundesweit

 

  • In-Kraft-Treten: ab 1. Januar 2016
  • De-minimis-Beihilfe
  • Umsetzung durch das BAFA als zentralem Ansprechpartner
  • Online-Antragsverfahren

 

  • Einbindung von Leitstellen in allen Förderbereichen zur Unterstützung der Programmdurchführung und Antragsbearbeitung, u. a:
    • Information und Öffentlichkeitsarbeit für Berater, Gründer/innen und Unternehmen über die Förderung
    • Qualitätssicherung, Koordinierung und Schulungsangebote in Kooperation mit den Regionalpartnern
    • Unterstützung des BAFA bei Antragsbearbeitung und Verwendungsnachweisprüfung

 

  • Regionalpartner als örtliche Anlaufstellen in Zusammenarbeit mit den Leitstellen:
    • verpflichtend bei Beratung von Gründer/innen (= neu gegründete Unternehmen in den ersten zwei Jahren nach Gründung)
    • fakultativ bei Beratung von (bestehenden) KMU
    • verpflichtend für Beratungen von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Schlankes Verwaltungsverfahren in zwei Stufen:
    • nach Antragstellung erhält das KMU umgehend eine Mitteilung, dass die formalen Fördervoraussetzungen erfüllt sind und mit der Beratung begonnen werden kann
    • Zuwendungsbescheid (Bewilligung) und Auszahlung des Zuschusses durch das BAFA nach erfolgter Beratung und Prüfung des Beratungsberichts
  • Sicherung der Beratungsqualität durch in den Richtlinien festgelegte formale Anforderungen an die Berater und Prüfung der Beratungsberichte

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Gründercoaching Deutschland

Aktuelle Änderungen Förderprogramm Gründercoaching Deutschland

Das Zuschussprogramm Gründercoaching Deutschland unterstützt Gründer und Unternehmer mit einem Zuschuss in Höhe von 50% zu Beratungskosten.

Hierbei handelt es sich um Kosten für Beratungen von Marketing, Vertrieb und Organisation.

Bis zum 30.04.2015 kann das Programm noch nach den alten Konditionen beantragt werden. Die Mittel für die neuen Bundesländer sind allerdings schon erschöpft, in den Gebieten der alten Bundesländer gibt es noch ein Restbudget.

Ab dem 01.05.2015 erfolgt der Zuschuss auf Beratungsleistungen mit angepassten Konditionen. Es werden maximal EUR 4.000,00 bezuschusst. In den neuen Bundesländern beträgt der Zuschuss 75% und in den alten Bundesländern beträgt der Zuschuss 50%.

Einen Antrag dürfen stellen: Selbständige der gewerblichen Wirtschaft, der freien Berufe sowie Social Entrepreneure in gemeinnütziger Rechtsform, in den ersten zwei Jahren nach Gründung.

 

Wichtig: Der Antrag muss vor der Beratung gestellt werden.

 

Die Auszahlung des Zuschusses wird für alle Zusagen ab dem 01.05.2015 ausschließlich an die Antragstellerinnen und Antragsteller erfolgen. Abtretungen an Beraterinnen, Berater oder andere Dritte sind ausgeschlossen. Der Antrag inklusive De-minimis-Erklärung, der Schlussverwendungsnachweis sowie die aktuelle Kumulierungserklärung sind im Original einzureichen.

 

Die Beratungsrechnung und der Kontoauszug der Existenzgründerin bzw. des Existenzgründers als Nachweis für den gezahlten Eigenanteil werden in einfacher Kopie benötigt. Eine Zahlung in bar oder von einem anderen Konto wird nicht anerkannt. Vor Erteilung der Zusage durch die KfW dürfen weder Kosten für die geförderte Beratung in Rechnung gestellt, noch Zahlungen an die Beraterin bzw. den Berater geleistet worden sein. Die Mehrwertsteuer ist generell nicht förderfähig, also auch nicht für Gründerinnen bzw. Gründer, die nichtvorsteuerabzugsberechtigt sind.

(Quelle: KfW)

 

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Änderungen Beratungsförderung KfW

Ab 2014 gibt es Veränderungen bei Förderprogrammen. So auch beim Gründercoaching Deutschland. Informieren Sie sich rechtzeitig. So sind die aktuellen Anpassungen zu den Zuschussprogrammen für Beratungen innerhalb der Beratungsförderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW):

Zuschussprogramm: Gründercoaching Deutschland (GCD)

Änderungen zum 01.01.2014

  • Verlängerung der Laufzeit des „Gründercoaching Deutschland“ bis zum 30.06.2014
  • Planmäßiges Auslaufen der Variante „Gründercoaching Deutschland – Gründungen aus Arbeitslosigkeit“

Wer den Gründungszuschuss erhalten hat und das Programm Gründercoaching Deutschland aus Arbeitslosigkeit noch nicht beantragt hat, sollte dies so schnell wie möglich machen, um sich den Zuschuss in Höhe von 90% noch zu sichern.

Zuschussprogramm: Turn Around Beratung (TAB)

Änderungen zum 01.01.2014

  • Verlängerung der Laufzeit der „Turn Around Beratung“ bis zum 30.06.2014

(Quelle: KfW Bankengruppe)

 

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