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Mittelstand im Aufwind

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Mittelstand im Aufwind

Stimmung in den mittelständischen Firmen blüht auf

Konjunkturelle Risiken wie insbesondere das in Kürze anstehende Brexit-Referendum wiegen in der Einschätzung der Mittelständler anscheinend nicht so schwer, dass diese sich dadurch die Laune verderben ließen. Im Gegenteil, passend zur Jahreszeit blüht die Stimmung sogar regelrecht auf: Das mittelständische Geschäftsklima verbessert sich im Mai um kräftige 3,0 Zähler und erreicht mit 15,4 Saldenpunkten den höchsten Stand in diesem Jahr. Beide Komponenten des Stimmungsindikators sind deutlich im Plus:

 

Die Urteile der Mittelständler zur aktuellen Geschäftslage ziehen um 3,4 Zähler auf 27,0 Saldenpunkte an – ein Zweijahreshoch. Die sehr gute Lageeinschätzung spricht für eine solide aufwärts gerichtete konjunkturelle Grundtendenz im zweiten Quartal. Gleichwohl dürfte das Realwachstum im Frühling einen Gang zurückschalten, da nach der witterungsbedingt überzeichneten BIP-Rate im ersten Quartal (+0,7 % gegenüber Vorquartal) mit einer korrigierenden Gegenbewegung zu rechnen ist.

 

Dass die kleinen und mittleren Firmen auf einen Fortgang der guten Konjunktur setzen, signalisieren auch ihre Geschäftserwartungen. Diese steigen um 2,7 Zähler auf 3,9 Saldenpunkte. Die Optimisten gewinnen damit allmählich wieder die Oberhand, wenngleich der Vorsprung vor den Pessimisten noch immer nicht so deutlich ausfällt wie Ende 2015. Immerhin hat der Erwartungsindikator nach dem spürbaren Anstieg im Mai inzwischen aber beinahe die Hälfte des Einbruchs von November 2015 bis Februar 2016 wieder aufgeholt. Der gegenüber dem Jahresende 2015 vorsichtigere Grundton bei den Erwartungen ist angesichts der zahlreichen Unwägbarkeiten gerade im außenwirtschaftlichen Umfeld gut nachvollziehbar. Neben den ungeklärten Fragen in Europa prägen die Rezessionen in Russland und Brasilien sowie die Wachstumsabschwächung in China das globale Bild.

 

(Quelle: Kfw.de)