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Konjunktur steigend

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Die deutsche Wirtschaft hat sich von der konjunkturellen Schwäche Mitte des vergangenen Jahres schneller als erwartet erholt. Die Konjunktur steigert weiter. Sie sei auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt, der von der Binnen- und Außennachfrage gestützt wird, schreiben die Bundesbank-Ökonomen in ihrem aktuellen Monatsbericht. Die Binnenwirtschaft profitiere dabei von der guten Arbeitsmarktlage und den kräftigen Einkommenszuwächsen. Das Auslandsgeschäft werde zwar gegenwärtig durch dämpfende Effekte aus der Weltwirtschaft beeinträchtigt, dem stünden aber die Euro-Abwertung und die sich festigende konjunkturelle Erholung des Euro-Raums gegenüber. Zudem dürfte die Weltwirtschaft wieder an Schwung gewinnen, so die Ökonomen.

Unter diesen Bedingungen, schätzen die Bundesbank-Ökonomen, könnte die deutsche Wirtschaft nach einer Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 % im laufenden Jahr im kommenden Jahr um 1,8 % und im darauf folgenden Jahr um 1,5 % expandieren. In kalenderbereinigter Rechnung entspräche dies Expansionsraten von 1,5 % im Jahr 2015 und jeweils 1,7 % in den Jahren 2016 und 2017.

Ein weiteres Schwerpunktthema sind die marktfähigen Finanzierungsinstrumente von Banken. Begünstigt durch Maßnahmen zur Finanzmarktförderung und den europäischen Integrationsprozess habe die marktbasierte Finanzierung von Banken mit Beginn der Währungsunion zum traditionellen Einlagengeschäft aufschließen können, heißt es im Monatsbericht. Das Eurosystem akzeptierte einen Großteil der marktfähigen Finanzierungsinstrumente von Banken als Sicherheit in seinen Refinanzierungsgeschäften. Dies ist nach Darstellung der Bundesbank-Ökonomen Ausdruck eines geldpolitischen Handlungsrahmens, der durch ein breites Spektrum an Sicherheiten und einen breiten Zugang von Banken zu den Refinanzierungsgeschäften die Gleichbehandlung der Geschäftspartner im Euro-Raum fördern soll.

Die Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems seien dabei grundsätzlich umfangreiche kurzfristige Kreditgeschäfte, für die Banken entsprechend notenbankfähige Aktiva zur Besicherung vorhielten. Die Tatsache, dass ein breiter Kreis von Vermögenswerten notenbankfähig sei, unterscheide das Eurosystem wesentlich von vielen anderen Zentralbanken, schreiben die Ökonomen.

(Quelle: Deutsche Bundesbank)