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Freie Berufe

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Die Freien Berufe werden in der amtlichen Statistik nur sehr unzureichend abgebildet. In der Umsatzsteuerstatistik sind die Freien Heilberufe, wenn sie ausschließlich steuerfreie Umsätze tätigen, nicht erfasst. Auch die Gründungsstatistik lässt keine Aussagen zu Freien Berufen zu, da diese laut Gewerbeordnung nicht meldepflichtig sind. Das IfM Bonn greift deshalb bei der Präsentation der Zahlen zu den Freien Berufen auf die Ergebnisse des Instituts für Freie Berufe (IFB) in Nürnberg zurück. Das IFB wertet die Daten von Berufsorganisationen aus und schätzt z.T. die Zahlen auf Grundlage des Mikrozensus.

Zu Beginn des Jahres 2011 gab es in Deutschland etwa 1.143.000 Selbstständige in den Freien Berufen. Im Zeitraum von 1992 bis 2011 ist die Zahl der Selbstständigen in den Freien Berufen stetig gestiegen. Insgesamt hat sich die Zahl der Selbstständigen von 1992 auf 2011 um rund 630.000 erhöht und damit mehr als verdoppelt. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,3%.

In die Zahl der Selbstständigen in den Freien Berufen sind nicht nur die verkammerten Freiberufler einbezogen, sondern auch Selbstständige im Bereich der Heilberufe, Wirtschaftsberatung, Kultur und Kunst. Nach der Verteilung der Selbstständigen in den Freien Berufen auf die Berufsgruppen haben die Freien Heilberufe mit 30,1% den größten Anteil an den selbstständigen Freiberuflern, die Freien rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufe machen 27,1%, die Freien Kulturberufe 24,9% aus. Den geringsten Anteil halten die Freien technischen und naturwissenschaftlichen Berufe mit 17,8%.

Für den Beginn des Jahres 2011 schätzt das IFB die Zahl der Erwerbstätigen in den Freien Berufen auf gut 4.199.000. 27,2% davon sind Selbstständige, 64,4% sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, den Rest bilden Auszubildende und mithelfende Familienangehörige.

(Quelle: IfM Institut für Mittelstandsforschung, Bonn)