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Finanzmarktunsicherheit geht zurück – Erholung schreitet aber nur langsam voran

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Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone sank im vierten Quartal 2011 um 0,3%. Sowohl die Auslands- als auch die Inlandsnachfrage gingen zurück. Die Staatsschuldenkrise belastete die Realwirtschaft durch steigende Kreditzinsen, die zu einem Rückgang der Investitionen um 0,5% führten. Die privaten Konsumausgaben sanken aufgrund eines rückläufigen Verbrauchervertrauens und einer geringeren Kaufkraft um 0,5%.

Die Abschwächung des internationalen Handels belastete zudem die Exporte. Anfang 2012 hat sich die Unsicherheit an den Finanzmärkten abgeschwächt, was auf zusätzliche fiskalische Konsolidierungsmaßnahmen in einigen Mitgliedsländern, die Verabschiedung eines Fiskalpakts und die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückgeführt werden kann. Die Stimmung in den Unternehmen hat sich auch verbessert. Das reale BIP Wachstum der Eurozone dürfte sich im Prognosezeitraum daher langsam erholen (-0,2% in Q1, 0% in Q2 und +0,1% in Q3), wobei Abwärtsrisiken bestehen.

Die Konsolidierungsmaßnahmen sowie schlechtere Arbeitsmarkbedingungen dürften den privaten Konsum belasten. Der Rückgang der Finanzmarktunsicherheit dürfte zwar die Kreditvergabebedingungen verbessern – die privaten Investitionen werden sich aber nur langsam erholen. Zudem ist der Ölpreis seit Jahresbeginn aufgrund der geopolitischen Unsicherheit gestiegen und ein weiterer Anstieg ist denkbar. Unter der Annahme, dass der Ölpreis im Prognosezeitraum um 125 USD und der Wechselkurs um 1,33 USD je Euro schwanken werden, wird die Inflationsrate voraussichtlich von 2,6% im März auf 2,2% im September fallen.

(Quelle: Ifo Konjunkturprognose 03. April 2012)