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Digitale Plattformen

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Digitale Plattformen

Digitale Plattformen sind Intermediäre, die eine Vielzahl von Interaktionen (z. B. Information, Vermittlung, Transaktionsabwicklung, Vergleich) zwischen verschiedenen Nutzergruppen ermöglichen. Aus Unternehmenssicht bieten sie beispielsweise den Vorteil, dass große Kundengruppen erreicht werden können. Sie verändern jedoch auch die Beziehung zwischen Anbietern und Kunden. Digitale Plattformen können die betreffenden Märkte und Branchen stark verändern.

Mit einem Anteil von 37% ist die Nutzung von Plattformen im Mittelstand weit verbreitet. Dies zeigt, dass viele mittelständische Unternehmen Plattformen eine nützliche Funktion beimessen und die Hürden für deren Nutzung nicht allzu hoch gesteckt sind. Andere digitale Technologien, denen aktuell ebenfalls eine hohe Bedeutung beigemessen wird, werden von mittelständischen Unternehmen deutlich seltener genutzt. Vorreiter der Plattformnutzung sind große Mittelständler sowie Unternehmen aus den wissensbasierten Dienstleistungsbranchen sowie dem FuE-intensiven Verarbeitenden Gewerbe. Außerdem zeigt sich, dass junge Unternehmen sowie Unternehmen mit einem hohen Anteil an jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufig auf digitalen Plattformen aktiv sind.

Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass Unternehmen, die Hochschulabsolventen beschäftigen, eine Digitalisierungsstrategie aufweisen oder Innovationen hervorbringen, häufiger auch Plattformen nutzen. Die Durchführung eigener Forschung und Entwicklung (FuE) und das Hervorbringen von originären Innovationen gehen jedoch nicht mit einer darüber hinaus stärker verbreiteten Nutzung einher. Dies deutet darauf hin, dass für die Nutzung von digitalen Plattformen eine Offenheit gegenüber Neuerungen, die Beschäftigung mit dem Nutzen und den Problemen der Digitalisierung und der Aufbau eines gewissen Knowhows hinsichtlich digitaler Technologien ausschlaggebend sind. Eine wissenschaftlich geprägte Arbeitsweise oder die Fähigkeit, Marktneuheiten zu entwickeln, sind dagegen nicht notwendig. Nicht zuletzt zeigt sich, dass Unternehmen, die überdurchschnittlich hohe Digitalisierungsausgaben aufwenden, nicht häufiger auf digitalen Plattformen aktiv sind als Unternehmen mit mittelhohen Digitalisierungsausgaben. Auch dies deutet darauf hin, dass die Anforderungen, die eine Nutzung von digitalen Plattformen stellt, eher als moderat anzusetzen sind.

Für die kommenden Jahre kann daher erwartet werden, dass die Bedeutung von digitalen Plattformen weiter wachsen wird. Damit nehmen auch die Gefahren zu, die aus volkswirtschaftlicher Sicht mit digitalen Plattformen in Verbindung gebracht werden. Die aktuelle Diskussion über die Marktmacht von digitalen Plattformen und einen dadurch eingeschränkten Wettbewerb ist daher wichtig, um mögliche negative Folgen der „Plattformökonomie“ zu begrenzen.

Digitale Plattformen sind ein seit einigen Jahren bekanntes Phänomen, das aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Anbieter sind typischerweise wenige große, global agierende U. S. amerikanische – neuerdings auch häufiger chinesische – Unternehmen. Im Mittelstand spielt E-Commerce – in verschiedenen Varianten – eine wichtige Rolle. 2018 wurden 26% des Umsatzes – über elektronische Kanäle erzielt. Wie stark mittelständische Unternehmen digitale Plattformen für ihre Geschäftstätigkeit nutzen, wird im Folgenden untersucht. Datenbasis für die Untersuchung ist die 2019er-Erhebung zum KfW-Mittelstandspanel.

Viele kleine Mittelständler nutzen digitale Plattformen

Mit 38% nutzt auch ein hoher Anteil der kleinen Unternehmen (unter fünf Mitarbeiter (MA)) digitale Plattformen. Gerade bei Verkaufsplattformen dürfte der vergleichsweise einfache Zugang zu einer großen Anzahl potenzieller Kunden in Verbindung mit einer typischerweise einfachen Handhabung solcher Plattformen die treibenden Kräfte dahinter sein. Große mittelständische Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern nutzen digitale Plattformen mit 54% noch häufiger. Dahinter dürfte sich der oftmals beobachtete Zusammenhang verbergen, dass größere Unternehmen bei der Digitalisierung generell aktiver als kleinere Unternehmen sind. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass sie aufgrund ihrer breiteren Aktivitäten auch häufiger Verwendung für digitale Lösungen haben. Der Anstieg über die Größenklassen fällt aufgrund der starken Verbreitung bereits bei den kleinen Unternehmen jedoch vergleichsweise moderat aus.

(Quelle: Kfw.de)

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