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Digitale Plattformen

Digitale Plattformen sind Intermediäre, die eine Vielzahl von Interaktionen (z. B. Information, Vermittlung, Transaktionsabwicklung, Vergleich) zwischen verschiedenen Nutzergruppen ermöglichen. Aus Unternehmenssicht bieten sie beispielsweise den Vorteil, dass große Kundengruppen erreicht werden können. Sie verändern jedoch auch die Beziehung zwischen Anbietern und Kunden. Digitale Plattformen können die betreffenden Märkte und Branchen stark verändern.

Mit einem Anteil von 37% ist die Nutzung von Plattformen im Mittelstand weit verbreitet. Dies zeigt, dass viele mittelständische Unternehmen Plattformen eine nützliche Funktion beimessen und die Hürden für deren Nutzung nicht allzu hoch gesteckt sind. Andere digitale Technologien, denen aktuell ebenfalls eine hohe Bedeutung beigemessen wird, werden von mittelständischen Unternehmen deutlich seltener genutzt. Vorreiter der Plattformnutzung sind große Mittelständler sowie Unternehmen aus den wissensbasierten Dienstleistungsbranchen sowie dem FuE-intensiven Verarbeitenden Gewerbe. Außerdem zeigt sich, dass junge Unternehmen sowie Unternehmen mit einem hohen Anteil an jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufig auf digitalen Plattformen aktiv sind.

Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass Unternehmen, die Hochschulabsolventen beschäftigen, eine Digitalisierungsstrategie aufweisen oder Innovationen hervorbringen, häufiger auch Plattformen nutzen. Die Durchführung eigener Forschung und Entwicklung (FuE) und das Hervorbringen von originären Innovationen gehen jedoch nicht mit einer darüber hinaus stärker verbreiteten Nutzung einher. Dies deutet darauf hin, dass für die Nutzung von digitalen Plattformen eine Offenheit gegenüber Neuerungen, die Beschäftigung mit dem Nutzen und den Problemen der Digitalisierung und der Aufbau eines gewissen Knowhows hinsichtlich digitaler Technologien ausschlaggebend sind. Eine wissenschaftlich geprägte Arbeitsweise oder die Fähigkeit, Marktneuheiten zu entwickeln, sind dagegen nicht notwendig. Nicht zuletzt zeigt sich, dass Unternehmen, die überdurchschnittlich hohe Digitalisierungsausgaben aufwenden, nicht häufiger auf digitalen Plattformen aktiv sind als Unternehmen mit mittelhohen Digitalisierungsausgaben. Auch dies deutet darauf hin, dass die Anforderungen, die eine Nutzung von digitalen Plattformen stellt, eher als moderat anzusetzen sind.

Für die kommenden Jahre kann daher erwartet werden, dass die Bedeutung von digitalen Plattformen weiter wachsen wird. Damit nehmen auch die Gefahren zu, die aus volkswirtschaftlicher Sicht mit digitalen Plattformen in Verbindung gebracht werden. Die aktuelle Diskussion über die Marktmacht von digitalen Plattformen und einen dadurch eingeschränkten Wettbewerb ist daher wichtig, um mögliche negative Folgen der „Plattformökonomie“ zu begrenzen.

Digitale Plattformen sind ein seit einigen Jahren bekanntes Phänomen, das aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Anbieter sind typischerweise wenige große, global agierende U. S. amerikanische – neuerdings auch häufiger chinesische – Unternehmen. Im Mittelstand spielt E-Commerce – in verschiedenen Varianten – eine wichtige Rolle. 2018 wurden 26% des Umsatzes – über elektronische Kanäle erzielt. Wie stark mittelständische Unternehmen digitale Plattformen für ihre Geschäftstätigkeit nutzen, wird im Folgenden untersucht. Datenbasis für die Untersuchung ist die 2019er-Erhebung zum KfW-Mittelstandspanel.

Viele kleine Mittelständler nutzen digitale Plattformen

Mit 38% nutzt auch ein hoher Anteil der kleinen Unternehmen (unter fünf Mitarbeiter (MA)) digitale Plattformen. Gerade bei Verkaufsplattformen dürfte der vergleichsweise einfache Zugang zu einer großen Anzahl potenzieller Kunden in Verbindung mit einer typischerweise einfachen Handhabung solcher Plattformen die treibenden Kräfte dahinter sein. Große mittelständische Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern nutzen digitale Plattformen mit 54% noch häufiger. Dahinter dürfte sich der oftmals beobachtete Zusammenhang verbergen, dass größere Unternehmen bei der Digitalisierung generell aktiver als kleinere Unternehmen sind. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass sie aufgrund ihrer breiteren Aktivitäten auch häufiger Verwendung für digitale Lösungen haben. Der Anstieg über die Größenklassen fällt aufgrund der starken Verbreitung bereits bei den kleinen Unternehmen jedoch vergleichsweise moderat aus.

(Quelle: Kfw.de)

Informationen zum Thema Fördermittel und Zuschüsse Digitalisierung:

Start-ups in Deutschland

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Wie sich die Corona-Krise auf die Zahl der Start-ups 2020 auswirken wird, ist unsicher. Einerseits wird es mehr Unternehmensschließungen geben. Andererseits gibt es gründungsseitig Anlass zur Hoffnung: Internetbasierte und digitale Geschäftsmodelle rücken durch Corona stärker in den Fokus, was die Zahl der Start-ups stützen dürfte. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, bleibt abzuwarten. Zur Finanzierung ihres künftigen Wachstums wollen ein Fünftel der Start-up-Gründerinnen und -Gründer (19%) auf Venture Capital zurückgreifen. Das sind doppelt so viele wie noch 2018 (9 %). Der Wunsch nach VC steigt also. Das hängt auch mit einer gestiegenen Verfügbarkeit von Wagniskapital zusammen, denn: Eine bessere VC-Verfügbarkeit hat einen positiven Effekt auf die Gründung von Start-ups.


Corona-Krise rückt Start-ups stärker in den Fokus

Start-ups sind von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, da diese innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen ein wichtiges Erneuerungs- und Beschäftigungspotenzial in sich tragen. Durch die Corona-Krise droht die Gefahr, eine ganze Start-up Generation zu verlieren. Start-ups sind deshalb auf der wirtschaftspolitischen Agenda höher gerutscht, wie die schnelle Entscheidung für Start-up-Hilfen zeigt.

Vor der Corona-Krise hat sich die Zahl der Start-ups – also der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen – in Deutschland stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Der Ausbruch der Corona-Krise ließ für Start-ups zunächst Schlimmes befürchten. So gingen viele Start-ups im Frühsommer davon aus, dass sie aufgrund der Umsatzeinbrüche das Jahr nicht überstehen würden. Auch platzte so manche sicher geglaubte Finanzierung. Aktuell hat sich die Lage zwar insgesamt eher entspannt. Trotzdem wird es krisenbedingt mehr Unternehmensschließungen geben. Auch Venture Capital-Investoren erwarten eine höhere Ausfallquote in ihren Portfolios.

Gründungsseitig sah es zunächst auch nicht gut aus. Viele Gründungspläne wurden krisenbedingt auf Eis gelegt. Zwar wird es durch die höhere Arbeitslosigkeit zu mehr Notgründungen kommen, durch das erhöhte und verlängerte Kurzarbeitergeld aber weniger stark als erwartet. Die Zurückhaltung bei Chancengründungen wird deshalb wohl nicht durch mehr Notgründungen wettgemacht werden. Allerdings sind Notgründungen seltener innovations- oder wachstumsorientiert, sie sind also für die Zahl der Start-ups ohnehin weniger relevant – internetbasierte und digitale Gründungen dagegen schon. Mit dem Corona-Gebot des Abstand haltens rücken solche Geschäftsmodelle stärker in den Fokus von Gründerinnen und Gründern. Weil internetbasierte und digitale Gründungen auch häufiger Startup-Merkmale aufweisen, dürfte der Anteil von Gründungen mit Start-up-Merkmalen steigen. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, ist aber noch unsicher.

(Quelle: Kfw.de)

LfA Corona-Hilfe

Die LfA Förderbank Bayern hat in den ersten 6 Monaten der Corona-Pandemie mehr als 5.900 Kredite als Corona-Hilfen vergeben. Das bis Mitte September zugesagte Kreditvolumen in den Sonderprogrammen LfA-Schnellkredit, Corona-Schutzschirm-Kredit und Corona-Kredit – Gemeinnützige sowie den optimierten Programmen Universalkredit und Akutkredit beträgt insgesamt mehr als 660 Millionen Euro. Von den Vorteilen der durch den Freistaat Bayern ermöglichten eigenen bayerischen Förderprogramme profitierten insbesondere kleine und mittelständische Betriebe. Alleine mit dem LfA-Schnellkredit hat die LfA fast 4.200 Klein- und Kleinstbetriebe mit bis zu 10 Beschäftigten gefördert. Zudem wurden rund 65 LfA- und Staatsbürgschaften mit einem Bürgschaftsbetrag von mehr als 485 Millionen Euro sowie rund 4.700 Tilgungsaussetzungen bei bestehenden Krediten im Gesamtvolumen von über 72 Millionen Euro bewilligt. Die LfA hat damit über 1,2 Milliarden Euro an Corona-Hilfen für den Wirtschaftsstandort Bayern zugesagt.

Zusammen mit ihren Standardkrediten hat die LfA die bayerische Wirtschaft von Mitte März bis Mitte September 2020 mit Darlehen in Höhe von fast 2 Milliarden Euro unterstützt. Dies ist ein Zuwachs von über 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt profitierten rund 7.800 mittelständische Unternehmen und Kommunen von dem Angebot.

Über die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und die Bayern Kapital GmbH – beides Unternehmen aus der LfA Gruppe – stellt die LfA den bayerischen Gründern und Unternehmern zur Stärkung ihrer Kapitalbasis überdies Eigenkapitalangebote, etwa den Startup Shield Bayern, den Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern oder den Wachstumsfonds Bayern, zur Verfügung.

„Die Finanzierungshilfen der LfA sind wichtige Bausteine der bayerischen Stabilisierungsstrategie. Mit diesen Finanzierungsinstrumenten unterstützen wir die mittelständischen Unternehmen schnell und verlässlich in der Coronakrise. So sichern wir den Fortbestand vieler Betriebe und erhalten zahlreiche Arbeitsplätze. Viele Betriebe wollen heraus aus der Krise und investieren in die Zukunft. Wir richten unsere finanziellen Hilfen sowie Förder- und Beratungsangebote daher nicht nur auf die akute Krisenbewältigung aus, sondern unterstützen den Mittelstand auch gezielt dabei, die Chancen von innovativen Technologien und Digitalisierung zu ergreifen“, sagt Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Aiwanger.

LfA-Vorstandsvorsitzender Dr. Otto Beierl ergänzt: „Unsere Finanzierungshilfen zur Bewältigung der Coronakrise sind beim bayerischen Mittelstand gefragt. Der LfA-Schnellkredit mit 100 prozentiger Risikoentlastung ist ein einfaches und wirksames Kreditprodukt speziell für kleine Betriebe. Durch die Ausweitung und Vereinfachung unserer Risikoentlastungen, mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit, dem Corona-Kredit – Gemeinnützige, den Optimierungen bei Universalkredit und Akutkredit sowie unkomplizierten Tilgungsaussetzungen haben wir zudem unser Instrumentarium zur Unterstützung auch der größeren Betriebe deutlich erweitert. Für Zukunftsinvestitionen stehen den Unternehmen unsere umfassende Gründungs- und Wachstumsförderung und die attraktiven Finanzierungsangebote für Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz sowie Innovation und Digitalisierung zur Verfügung.“

(Quelle: LfA.de)

Venture Capital investiert

Beteiligungsgesellschaften sind „institutionelle Investoren“ deren Geschäftszweck es ist, Finanzmittel zu beschaffen, damit Beteiligungen an Unternehmen eingegangen und die Beteiligungen nach eingetretenem Innovations- oder Wachstumserfolg mit Wertsteigerung wieder verkauft werden können. Häufig sind VC-Gesellschaften auf Beteiligungen an Start-ups spezialisiert. Für die Abwicklung des Prozesses (Fundraising / Investment / Exit) werden typischerweise temporär eigene Vehikel gegründet (VC-Fonds). Die Fondsmittel werden in mehrere Start-ups investiert, um das hohe Risiko zumindest etwas zu streuen. Ein bis zwei sehr erfolgreiche Beteiligungen können somit unabhängig von der Entwicklung der anderen Fondsbeteiligungen, idealerweise eine überdurchschnittliche Fondsrendite sichern. VC-Fonds investieren je nach Größe und Schwerpunkt, häufig ab einer Investitionssumme von mehreren 100.000 EUR.

Die häufigste Entscheidung für Venture Capital in Deutschland fiel auf folgende Bereiche:

Mobile Apps                 45,7%

E-Commerce                37,7%

FinTech                        18,5%

Cloud Computing          13,6%

Artificial Intelligence      12,8%

Health Tech                   8,6%

Big Data                         3,1%

IoT                                 2,6%

Clean Technology           2,5%

Manufacturing                2,2%

Electric/Hybric Vehicles   2,0%

(Quelle: Kfw.de)

Wirtschaftliche Erholung

Eine zweite Welle von Corona-Neuinfektionen baut sich in Europa auf und nimmt in einigen Nachbarländern bereits bedenkliche Ausmaße an – eine Gefahr für die wirtschaftliche Erholung. Vor diesem Hintergrund sendet der inzwischen fünfte Anstieg des Geschäfts­klimas im deutschen Mittelstand ein Signal der Beruhigung. Die sich wieder verschärfende Pandemie wird gleichwohl zu einer wachsenden Hürde für die Konjunktur am Anfang der kalten Jahreszeit. Noch kann sie übersprungen werden, doch der schwierige Teil der Erholung beginnt.

(Quelle: Kfw.de)

Regionale Fördermittel

Grünes Licht für die Förderung von Verarbeitung und Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Ziel der bayerischen Agrarpolitik ist es, den ländlichen Raum als eigenständigen und vielfältig ausgeformten Lebensraum zu stärken.

Das VuVregio-Programm fördert Maßnahmen und Vorhaben kleiner regionaler Betriebe in der landwirtschaftlichen Erzeugung nachgelagerten Bereichen, die der Stärkung der Verarbeitung und Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie regionaler Kreisläufe dienen.

Förderung

Gefördert werden Investitionen in der Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten: 

Erfassung, Lagerung, Schlachtung, Kühlung, Sortierung, Verarbeitung, Verpackung, Etikettierung, marktgerechte Aufbereitung und Vermarktung sowie einmalige Ausgaben für die Vorbereitung und Entwicklung einschließlich der Umsetzung von Vermarktungsmaßnahmen

Empfänger

Erzeugergemeinschaften und deren Vereinigungen, Erzeugerzusammenschlüsse und Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung


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Überbrückungshilfe

Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und gemeinnützige Organisationen. Sie hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern.

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Bundesprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020) und einem Programmvolumen von maximal 24,6 Milliarden Euro.

Antragstellende Unternehmen müssen im Rahmen einer Ver­pflichtungs­erklärung bestätigen, dass weder Über­brückungs­hilfen in Steueroasen abfließen, noch sonstige Gewinnverschiebungen in diese Jurisdiktionen erfolgen und dass sie Steuertransparenz gewährleisten.

Zur Antragstellung wenden Sie sich an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer.


Antragstellung und weitere Informationen:

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/

(Quelle: BMWi.de, STMWI.bayern.de)

Mehr Bankkredite, Nachfrage steigt

Die Corona-Krise hat zu einer sprunghaften Beschleunigung der Kreditdynamik geführt. Das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft mit deutschen Unternehmen und Selbstständigen wuchs im ersten Quartal um 7,3% gegenüber dem Vorjahr. Damit hat sich die Zuwachsrate im Vergleich zum Jahresende nahezu verdoppelt.

Insbesondere der Zugriff auf kurzfristige Kreditmittel war unmittelbar zu Beginn des Corona-Ausbruchs im März ein wichtiges Instrument zur Deckung der abrupt auftretenden Liquiditätslücken. Auch wenn die Erholung begonnen hat, kämpfen die deutschen Unternehmen in der Pandemie weiterhin mit gravierenden Umsatzeinbußen. Wir erwarten daher eine weitere Zunahme des Kreditwachstums mit Höhepunkt im zweiten Quartal.

Der Kreditzugang der Unternehmen wird dabei durch eine Reihe wirtschaftspolitischer Maßnahmen unterstützt, die es den Banken erleichtern ihr Kreditangebot trotz steigender Risikokosten auszuweiten. Dazu zählt auch das jüngst beschlossene Konjunkturprogramm.

Die Pandemie und die mit ihr verbundenen Beeinträchtigungen der Wirtschaftsaktivität werden bis zum Ende des Jahres die Entwicklung am Unternehmenskreditmarkt dominieren. KfW Research schätzt, dass die Wirtschaftsleistung in den Wochen des Lockdown im zweiten Quartal lediglich 75–80 % des Normalniveaus betrug. Auch wenn die Erholung seitdem eingesetzt hat, wird das Vorkrisenniveau voraussichtlich erst 2021 wieder erreicht. Der Finanzierungsbedarf der Unternehmen zur Überwindung des Schocks nimmt deshalb weiter zu und im gleichen Zug die Nachfrage nach Bankkrediten als wichtigstem Fremdfinanzierungsinstrument. Diese Einschätzung wird von den sehr klaren Ergebnissen des jüngsten Bank Lending Survey (BLS) gestützt: Eine Rekordmehrheit von 40 % der befragten deutschen Finanzinstitute meldete eine steigende Kreditnachfrage seitens der Unternehmen und 60 % (Nettosaldo) rechnen damit, dass sie weiter steigt. Auch über das Motiv der Kredit- nachfrage herrscht Einigkeit. Als treibender Faktor dominiert nach Bewertung der Banken die Betriebsmittelfinanzierung.

Nicht nur die Unternehmen der Realwirtschaft, sondern auch die Banken sind durch die Pandemie enormen Belastungen ausgesetzt. Deshalb stellt sich die legitime Frage, ob die schlagartig wachsenden Kreditrisiken und die damit verbundenen Wertberichtigungen zu Einschränkungen beim Kreditangebot führen könnten. Wir sehen jedoch gute Chancen für einen in der Breite weiterhin offenen Kreditzugang. Nicht nur die gute Ausgangsposition der Banken bei Eigenkapital und Liquidität in Kombination mit regulatorischen Entlastungen stimmt uns in dieser Hinsicht optimistisch. Zusätzlich unterstützt eine ganze Reihe der wirtschaftspolitischen Maßnahmen die Banken direkt oder indirekt bei der Ausweitung des Kreditangebots. So sorgt die EZB neben reichlich Liquidität auch über attraktive Refinanzierungskonditionen für eine verbesserte Profitabilität der Kreditvergabe. Für die gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte hat die Notenbank den Zinssatz unter den Einlagensatz zwischen -0,5 und -1 % abgesenkt. Im Rahmen der KfW Programme wer- den die Banken weit reichend von zusätzlichen Risiken neuer Kredite entlastet. Die als Zuschüsse fließenden Liquiditätshilfen von Bund und Ländern mindern das Insolvenzrisiko. Schließlich verbessert das gerade beschlossene Konjunkturprogramm die mittelfristigen geschäftlichen Perspektiven für viele Unternehmen und damit auch die Rückzahlungswahrscheinlichkeit für Kredite.

Nach wie vor gilt, dass alle quantitativen Einschätzungen aufgrund der Einzigartigkeit der Corona-Krise mit höheren Prognoseunsicherheiten behaftet sind als üblich. Dies voran- gestellt rechnen wir auf Basis der wachsenden Nachfrage bei offenem Kreditzugang mit einer Beschleunigung des Kredit- neugeschäfts im laufenden Quartal. Neben dem Zugriff auf Kreditlinien dürften neu verhandelte Überbrückungskredite, die die KfW Programme einschließen, ebenso an Bedeutung gewinnen, wie die Aussetzung von Tilgungen. Insgesamt erwarten wir einen Zuwachs der Neukreditvergabe im Bereich von 10 %. Das ist etwas niedriger als der bisherige Maximalwert zu Beginn der Finanzmarktkrise. Unsere vorsichtige Schätzung berücksichtigt, dass das Kreditneugeschäft bereits vor Krisenbeginn ein hohes Ausgangsniveau erreicht hatte. Zudem greifen große Unternehmen aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen derzeit verstärkt auf den Anleihemarkt zurück, kleinen Unternehmen stehen Liquiditätszuschüsse zur Verfügung. Im weiteren Jahresverlauf dürfte dann mit der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung die Verlangsamung der Kreditvergabe einsetzen.

(Quelle: KfW Research)

Start-Ups legen zu

Die Zahl innovations- oder wachstumsorientierter junger Unternehmen in Deutschland ist erneut gestiegen. Im Jahr 2018 gab es 70.000 Start-ups nach 60.000 im Jahr zuvor.

Die für Start-ups typischen Merkmale sind bei Existenzgründungen von Frauen seltener zu finden. Im Schnitt weisen nur 3 von 100 Existenzgründungen von Frauen Start-up-Merkmale auf. Bei Männern sind es 9 von 100. Aufgrund dessen sind Start-up- Gründerinnen im Vergleich zu Gründern deutlich unterrepräsentiert.

Die größten Unterschiede zwischen Gründungen von Frauen und Männern gibt es bei der Innovati- ons- und Wachstumsorientierung. Das erklärt warum es wenige Start-ups von Frauen gibt. Geeignete Maßnahmen, um diese Lücken zu schließen, sind beispielsweise

− noch stärkere Anstrengungen, um Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu gewinnen,

− eine Verankerung unternehmerischer Kenntnisse in der Schule sowie

− eine stärkere Ansprache von Frauen durch Beratungsangebote.

In Deutschland hat sich die Zahl der Start-ups erneut erhöht, auf zuletzt 70.000 im Jahr 2018. Bei einer durchschnittlichen Teamgröße von 1,8 stehen hinter diesen Start-ups rund 129.000 aktive Gründerinnen und Gründer. Deren Charakteristika sind im KfW-Start-up-Report 2018 näher beleuchtet. Sie sind beispielsweise jünger und akademisch geprägter als andere Gründerinnen und Gründer, vor allem aber sind Männer deutlich stärker vertreten.

Insbesondere dieses Phänomen, dass Gründerinnen bei Start-ups deutlich unterrepräsentiert sind, ist ein oft diskutierter Fakt. Die Kernfragen dabei sind: Warum sind Frauen so stark unterrepräsentiert und wie kann man das ändern? Lösungen auf diese Fragen zu finden ist wichtig, um das Beschäftigungs- und Innovationspotenzial von Start-ups volkswirtschaftlich noch besser ausschöpfen zu können.

(Quelle: Kfw.de)

Zuschuss Beratung 100%

Aufgrund der derzeitigen Situation bzgl. Covid-19 oder auch Corona hat die Bundesregierung ein Zuschussprogramm auf 100% ausgeweitet. Das bekannte Zuschussprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“, ist ein Programm bei dem kleine und mittlere Unternahmen (KMU) Beratungsleistungen von einer Unternehmensberatung zu wirtschaftlichen, organisatorischen und finanziellen Themen beauftragen können. Diese Dienstleistungen werden gefördert über einen Zuschuss. Im Zuge der Corona Situation ist der Zuschuss auf 100% erhöht worden. 

Beratungsleistungen sind unter anderem:

– Aufarbeitung notwendiger Unterlagen für Banken und Förderinstitute
– Liquiditätsplanung
– Investitionsplanung
– Analyse und Optimierung Kostenstruktur
– Erarbeitung neuer Geschäftsfelder
– Neue Marketingstrategien
– Vorbereitung Banken
– Begleitung Banken
– Kapitalbeschaffung
– Jede andere Form der Unterstützung


Diese Beratung ist für Unternehmen und Kleinstunternehmen bzw. Einzelunternehmen aus Handel, Handwerk und Freie Berufe, die von der Corona Situation betroffen sind.


(Quelle: Bafa.de)