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Betriebe investieren in Zukunft

Kleine und mittlere Betriebe investieren verstärkt in ihre Zukunftsfähigkeit

  • Bayerische Wirtschaft mit 1,2 Milliarden Euro gefördert 
  • 3.300 Unternehmen und Kommunen nachhaltig unterstützt
  • Investitionen in Digitalisierung und Innovation nehmen zu 
  • Offensive bei Eigenkapitalprogrammen

Die LfA Förderbank Bayern hat die bayerische Wirtschaft im 1. Halbjahr 2021 mit Darlehen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro unterstützt. Dabei blieb das Geschäft bei den Programmkrediten mit etwa 1,1 Milliarden Euro auf hohem Niveau. Den Großteil davon hat die LfA mit rund 880 Millionen Euro in ihren regulären Förderprogrammen zugesagt. Besonders stark gefragt waren hierbei die Förderung für bestehende mittelständische Betriebe sowie für Gründer und Unternehmensnachfolger. In diesen beiden Bereichen sagte die LfA Förderkredite mit einem Volumen von über 555 Millionen Euro zu. Im Fokus beim bayerischen Mittelstand stand zudem die Innovationsförderung der LfA, hier stiegen die Zusagen um 87 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2020 und um 57 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 auf rund 88 Millionen Euro. Insgesamt fast 3.300 mittelständische Unternehmen und Kommunen profitierten in der ersten Jahreshälfte 2021 von dem Angebot der LfA.


Mit Hilfe der Fördergelder investierten die Unternehmen nicht nur verstärkt in innovative Technologien und Digitalisierung, sondern mit über 350 geförderten Betriebsübernahmen insbesondere auch nachhaltig in den Generationswechsel in ihren Betrieben.

Bei den speziell zur Bewältigung der Krise geschaffenen Corona-Sonderprogrammen ging die Nachfrage auf knapp 233 Millionen Euro zurück (gegenüber rund 394 bzw. über 443 Millionen Euro im zweiten bzw. ersten Halbjahr 2020).

„Wer heute die richtigen Maßnahmen ergreift, kann auch morgen erfolgreich wirtschaften. Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ist eine zentrale Herausforderung für den bayerischen Mittelstand. Dabei steht die LfA kleinen und mittleren Betrieben mit einem attraktiven Förderangebot zur Seite. Allein mit den Programmkrediten der LfA konnten im ersten Halbjahr Investitionen von bayerischen Unternehmen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro unterstützt werden. Damit werden im Freistaat rund 63.000 Arbeitsplätze gefestigt und fast 5.000 neue Stellen geschaffen”, erläutert Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Aiwanger.

Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, ergänzt: „Nach dem Ausnahmejahr 2020 war das Interesse an unserer Förderung auch im ersten Halbjahr 2021 sehr hoch. Erfreulicherweise haben viele bayerische Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres vorrausschauend und nachhaltig in ihre Zukunftsfähigkeit investiert. Die LfA wird die Betriebe weiterhin kraftvoll dabei unterstützen, aktuelle Herausforderungen zu bewältigen und die Chancen des strukturellen Wandels zu ergreifen. So haben wir zuletzt etwa die Förderung von Zukunftsfeldern wie Digitalisierung und Klimaschutz oder von Gründungen durch deutlich günstigere Konditionen weiter intensiviert, hier sind bei kürzeren Laufzeiten und guten Bonitäten Zinsen nahe Null möglich.“


Die LfA stellt den bayerischen Gründern und Unternehmern zur Stärkung ihrer Kapitalbasis überdies allein 2020 und 2021 zusätzliche Eigenkapitalangebote in Höhe von 900 Millionen Euro zur Verfügung, etwa den Startup Shield Bayern, den Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern, den Transformationsfonds Bayern, die Bayern Kapital Innovationsfonds und den Wachstumsfonds Bayern 2 oder den neuen ScaleUp-Fonds Bayern und die LfA-EIF-Fazilität. Die Mittel werden je nach Instrument über die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und die Bayern Kapital GmbH – beides Unternehmen aus der LfA Gruppe – sowie den Kooperationspartner Europäischer Investitionsfonds und von der LfA selbst ausgereicht.

(Quelle: Lfa.de)

Resilienz von Unternehmen

Resilienz von Unternehmen – gegen schwere Zeiten

Unternehmensphasen sind geprägt durch gute und schlechte Zeiten. Auf die schlechten Zeiten muss ein Unternehmen bestmöglich vorbereitet sein. Es besteht ein ständiger Wandel und dieser Wandel wird durch die Digitalisierung immer schneller. Unternehmen müssen widerstandsfähiger werden, um schwere Zeiten besser zu verarbeiten.

Das Thema Resilienz (Widerstandskraft) ist in der Geschäftswelt und in der Führungsebene von Unternehmen angekommen. Resiliente Systeme sind flexible, agile Systeme. Sie schaffen es, sich immer zwischen Erhaltung, Reorganisation und Wachstumsphase zu bewegen. Das gelingt dann, wenn durch eine kontinuierliche Verbesserung schwierige Situationen erkannt und vermieden werden. Ist das Unternehmen auf schwierige Zeiten nicht ausreichend vorbereitet, leidet das ganze Unternehmen bis hin zur Insolvenz. 

Für Unternehmen geht es darum rechtzeitig zu erkennen, wann von außen oder von innen Veränderungen eintreten, um rechtzeitig handeln zu können. Letztlich soll die Widerstandskraft (Resilienz) von Unternehmen gestärkt werden, um Schaden zu vermeiden. Hierbei stellen sich folgende Fragen:


Wichtige Schritte zu einem resilienten Unternehmen

Grundlage für eine gute Resilienz sind Unternehmenswerte. Die Umsetzung dieser Werte führt zu einem resilienten Unternehmen. 


1. Strategie

Eine Strategie ist nur so gut wie ihre Akzeptanz und Umsetzung. Absolut wichtig ist hierbei, dass die Strategie im Unternehmen und bei den Mitarbeitern gelebt wird. Ansonsten bleibt sie wirkungslos.


2. Diversifikation

Unternehmen müssen ihr Portfolio ständig auf den Prüfstand stellen, denn schnell kann sich das Marktverhalten verändern und die Nachfrage nach den Leistungen und Produkten sich verändern.  Die ständige Überprüfung bestehender und neuer Märkte sowie Leistungen und Produkte gibt immer eine aktuelle Sicht und das Unternehmen kann auf neue Entwicklungen schnell reagieren.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum mit dem Titel „Wie deutsche Unternehmen auf die Wirtschaftskrise reagieren“ waren 2009 mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen von der Krise unmittelbar und zum Teil existenzbedrohend betroffen. Die Mehrheit der Unternehmen sieht darin auch ein schwerwiegendes Hindernis bei der Umsetzung von Restrukturierungs- und Entwicklungsmaßnahmen. In der Studie heißt es sinngemäß: „Da alle ‚Player’ in den Märkten betroffen sind, also Lieferanten und Kunden, ist die Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige über die gesamte Wertschöpfungskette bedroht.“


3. Aussensicht

Unternehmen müssen aktiv ihr Umfeld im Auge haben. Hierdurch werden Marktänderungen und Innovationen erkannt damit Veränderungen rascher wahrgenommen werden können. Zu jeder Zeit ist es notwendig eine funktionierende Aussensicht zu haben und zeitnah Entscheidungen zu treffen, die das Unternehmen am Markt sichern und in schwierigen Zeiten genug Widerstandskraft geben.


4. Innere Stabilität

Mitarbeiter sind das Human Capital im Unternehmen. Sie entscheiden mit für die Zukunft. Mitarbeiter die sich mit dem Unternehmen identifizieren, sind motivierter und schaffen innere Stabilität im Unternehmen. Daraus entsteht Zufriedenheit und Innovationskraft. Dies sind klare Wettbewerbsvorteile und unterstützen die Widerstandskraft des Unternehmens.


5. Offene Unternehmenskultur

Durch eine Unternehmenskultur, die auf eine offene Kommunikation ermöglicht, wird die Grundlage geschaffen, dass sich Ideen entwickeln können. Hieraus können sich weitere Wachstumsmöglichkeiten im Unternehmen etablieren. Gerade durch die zentrale Rolle von Social Media ist eine offene Kommunikation im Unternehmen sehr wichtig. Eine regelmässige Kontrolle und Anpassung der Unternehmenskultur ist elementar wichtig.


6. Einfachheit

KISS: Keep it simple and stupid. Einfache und flexibele Strukturen im Unternehmen sind sehr wichtig und sorgen dafür, dass ein Unternehmen flexibel auf Veränderungen reagieren kann. Daher gilt es alle Prozesse und Abläufe regelmässig zu überprüfen und komplexe Strukturen zu vermeiden. Ohne diese regelmässigen Überprüfungen etablieren sich Abläufe, die inzwischen vielleicht besser und effizienter umgesetzt werden können. Durch stetig verbesserte Prozesse bleiben Unternehmen flexibler und sind dadurch stabiler am Markt. Stichwort KVP: kontinuierlicher Verbesserungsprozess


7. Das Ganze sehen

Gerade in schwierigen Zeiten ist eine Unternehmensführung gefordert, die eine Überblick zulässt um neue Ziele zu erkennen und Antworten auf neue Fragen zu finden. Hierzu ist eine sichere Umsetzung aus den Punkten 1 bis 6 notwendig. Denn ein gut aufgestelltes Unternehmen kommuniziert und hat straffe Prozesse. Hierdurch schafft sich das Unternehmen ein stabiles Fundament um auf schwierige Zeiten adäquat zu reagieren. 


Hinter den sieben Schritten stehen Methoden und Tools, die durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) immer wieder hinterfragt und optimiert werden. Der KVP zeichnet sich dadurch aus, dass er Produkte. Prozesse und Services ständig hinterfragt und verbessert. Dadurch verschafft man dem Unternehmen eine verbesserte Kraft auf besondere Marktereignisse zu reagieren. Es schafft ein verbessertes Unternehmens-Immunsystem. 


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Anfrage

KfW senkt Zinsen

Endkreditnehmer profitieren von deutlichen Zinssenkungen

Die KfW wird ab dem 01.07.2021 negative Bankeneinstände an ihre Finanzierungspartner im bankdurchgeleiteten Fördergeschäft mit Privatkunden und Unternehmen weitergeben können. Voraussetzung hierfür waren umfangreiche Anpassungen der IT-Systeme sowohl bei der KfW als auch bei den Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, Privatbanken und Landesförderinstituten.


Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts begibt die KfW Anleihen auf den internationalen Kapitalmärkten und erzielt dabei im aktuellen Niedrigzinsumfeld niedrige Zinsen bis in den Minusbereich. Die Weitergabe dieses Vorteils führt so zu „negativen Bankeneinständen“ für die durchleitenden Banken und damit zu deutlich niedrigeren Zinsen als bisher in den Förderprogrammen für Existenzgründer, Unternehmer, private Haushalte oder kommunale und soziale Unternehmen. Die Weitergabe des Refinanzierungsvorteils der KfW wird durch ein verbindliches Konditions- und Margensystem zwischen KfW und Hausbanken sichergestellt. Der Zinssatz für die Endkreditnehmer wird nach der Einführung der Weitergabe deutlich sinken, jedoch im positiven Bereich bleiben. Die KfW gewinnt mit der nun möglichen Weitergabe von negativen Bankeneinständen neuen Spielraum für besonders günstige Zinsen, mit denen sie Investitionen in wichtigen Zukunftsfeldern wie z.B. Digitalisierung oder Klimaschutz noch intensiver fördern wird.


Die KfW hat zu Beginn des Jahres bereits Minuszinsen in ihrem Direktgeschäft mit Kommunen, Landesförderinstituten und Leasinggesellschaften gestartet. Ferner ist seit dem 01.02.2021 die Weitergabe eines negativen Bankeneinstandes im Rahmen der Individualfinanzierung für Unternehmen möglich. Die jetzt erfolgte Umsetzung für die bankdurchgeleiteten Förderprogramme wurde zugunsten der von KfW und Kreditwirtschaft gemeinsam durchgeführten KfW-Corona-Hilfe für einige Monate zurückgestellt.


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Anfrage

(Quelle: Kfw.de)

Anstieg Fördermittel

Anstieg des KfW-Fördervolumens auf 24,5 Mrd. EUR

Mit einem sehr guten Jahresauftakt begann die KfW Bankengruppe das Förderjahr 2021. In den ersten drei Monaten erreichte das Fördervolumen einen Höchststand von 24,5 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum 19,8 Mrd. EUR, +24%). Besonders stark hat sich das Zusagevolumen im inländischen Fördergeschäft aufgrund der weiterhin starken Nachfrage nach der KfW-Corona-Hilfe entwickelt (19,7 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 13,6 Mrd. EUR, +45%). Die Zusagen des Geschäftsfelds KfW Capital beliefen sich insgesamt auf 74 Mio. EUR (69 Mio. EUR, +8%). In der Export- und Projektfinanzierung lag das Zusagevolumen aufgrund der Auswirkungen der noch andauernden Corona-Krise auf den Welthandel wie erwartet unter dem Vorjahresniveau (3,4 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 5,7 Mrd. EUR, -41%). Die Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer ist auf 1,2 Mrd. EUR (0,5 Mrd. EUR, +116%) gestiegen. Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank lag nach einem coronabedingten Einbruch im Vorjahr mit 0,9 Mrd. EUR (0,3 Mrd. EUR, +193%) wieder auf dem Niveau der Jahre vor der Corona-Pandemie. Die DEG sagte Finanzierungen in Höhe von 249 Mio. EUR (227 Mio. EUR, +10%) zu.


Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Mit einem Fördervolumen von 17,0 Mrd. EUR per 31.03.2021 erfuhr das Neugeschäft im Geschäftsfeld Mittelstandsbank & Private Kunden einen starken Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (11,9 Mrd. EUR).

Das gewerbliche Segment Mittelstandsbank ist mit 6,1 Mrd. EUR Fördervolumen gut in das Jahr 2021 gestartet (3,8 Mrd. EUR). Dies basierte vor allem auf den weiter nachgefragten Corona-Hilfsprogrammen. Über diese Programme erhielten Unternehmen im Auftrag der Bundesregierung Kredite von insgesamt 3,4 Mrd. EUR (0,5 Mrd. EUR).


Förderschwerpunkte:

  • Gründung & Unternehmensinvestitionen wurden 4,3 Mrd. EUR (1,8 Mrd. EUR) zugesagt. Haupttreiber waren auch hier die Corona-Hilfsprogramme: Der KfW-Unternehmerkredit verzeichnete Zusagen in Höhe von 2,1 Mrd. EUR (1,1 Mrd. EUR), welche nahezu gänzlich im Corona-Sonderprogramm zugesagt wurden. Der KfW-Schnellkredit erreichte Zusagen von 1,1 Mrd. EUR.
  • Energieeffizienz & Erneuerbare Energien, dessen Programme die Klimaziele der Bundesregierung unterstützen, liegen die Neuzusagen mit 1,6 Mrd. EUR unter dem Vorjahresniveau (2,0 Mrd. EUR).
  • Innovation erzielte ein Fördervolumen von 0,2 Mrd. EUR (0,1 Mrd. EUR), welches maßgeblich auf den ERP Digitalisierungs- und Innovationskredit zurück zu führen ist. Der im Jahr 2020 eingeführte Zuschuss zum Kredit wird weiterhin gut angenommen.

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Anfrage

(Quelle: Kfw.de)

Gründung mit Franchise

Beim Franchising eröffnet ein Franchise-gebendes Unternehmen (Franchisegeber) interessierten Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, sich mit seinem Geschäftskonzept selbständig zu machen. Für diese Lizenz wird häufig eine Einstiegsgebühr und eine monatliche Gebühr an den Franchisegeber entrichtet. Im Gegenzug erhalten sie das Nutzungsrecht für das am Markt eingeführte Geschäftsmodell und eine bereits etablierte Produkt- oder Dienstleistungsmarke.

Für den Franchisegeber bedeutet jeder weitere Franchisenehmer eine Erweiterung seines Aktionsradius. Für den Franchisenehmer wiederum zählen der Bekanntheitsgrad des Franchise-Angebots und ein damit verbundener „Vertrauensvorschuss“ bei der Kundschaft. Außerdem können ihm die Hilfestellungen durch den Franchisegeber den Einstieg in die Selbständigkeit erleichtern. Unter dem Strich kann dies das unternehmerische Risiko verringern.

Das Konzept geht offensichtlich auf. Die deutsche Franchise-Wirtschaft ist in der Vergangenheit kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile sind auf dem deutschen Markt nach Angaben des Deutschen Franchiseverbands knapp 1.000 Franchise-Systeme mit insgesamt rund 140.000 Franchise-Nehmern zu finden. Dort sind nahezu 750.000 Beschäftigte tätig, die im Jahr 2020 einen Umsatz von rund 135 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Die Nase vorn haben dabei Systeme aus dem Dienstleistungsbereich, gefolgt von solchen aus Gastronomie, Handel und Handwerk.

Wie bei jeder Gründung ist auch im Franchising der Erfolg wesentlich von der Person und dem Einsatz der Unternehmerin bzw. des Unternehmers abhängig. Außerdem kommt es darauf an, sich für das richtige Franchise-System zu entscheiden. Nicht jedes Franchise-Angebot ist empfehlenswert. Wie man das richtige System findet und worauf man beim Franchising achten sollte, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Der Franchisenehmer ist selbständig und arbeitet auf eigene Rechnung. Das unmittelbare Tagesgeschäft ist allein seine Sache. Das Franchise-gebende Unternehmen ist für die Weiterentwicklung, Vermarktung und Kontrolle des Geschäftskonzepts verantwortlich. Darüber hinaus bietet es häufig Dienstleistungen an, beispielsweise im Bereich Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Anfallende Kosten werden hier nicht selten unter allen Franchisenehmern geteilt.

Das Franchise-System erhält beim Einkauf wegen seiner Größe günstigere Einkaufskonditionen, die allen Netzwerkpartnerinnen und -partnern zugutekommen. Und dadurch, dass man sich einem großen Unternehmensnetzwerk anschließt, kann man außerdem von dessen unternehmerischen Erfahrungen profitieren.

Dank der Hilfen und Entlastungen durch das Franchise-gebende Unternehmen können sich Gründerinnen und Gründer verstärkt darauf konzentrieren, ihren Betrieb vor Ort aufzubauen, ihre Kundschaft kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln. Allerdings müssen sie sich in der Regel an ein bestimmtes Unternehmenskonzept und straffe Marketingvorgaben halten, die allen Partnerinnen und Partnern durch den gemeinsamen Markenauftritt des Franchise-Systems auferlegt werden. Dies begrenzt den unternehmerischen Entscheidungs- und Gestaltungsfreiraum. Einfluss ist hier eventuell möglich durch die Mitbestimmung über Beiräte oder ähnliche Gremien.


Genau prüfen

Bevor man sich für ein Franchise-System entscheidet, sollte man es auf Herz und Nieren prüfen. Schließlich bindet sich der Franchisenehmer auf längere Zeit wirtschaftlich und rechtlich fest an ein Partnerunternehmen. Da ist es wichtig, dass die wirtschaftlichen Rahmendaten, die gemeinsamen Interessen und die Zielsetzungen zueinander passen.

Im Franchise-Vertrag ist zumeist eine Grundausbildung durch den Franchisegeber vorgesehen. Bei dieser Schulung geht es um grundlegende betriebswirtschaftliche Belange. Sie soll Gründerinnen und Gründer in die Lage versetzen, den eigenen Betrieb selbständig und eigenverantwortlich zu führen. Außerdem gewähren viele Franchisegeber im Vertrag Gebietsschutz. Damit ist gemeint, dass keine Franchise-Konkurrenz sich im Einzugsbereich ansiedeln darf.

Mancher Franchisegeber liefert kaum mehr als die Erlaubnis, sein Franchise-Konzept zu nutzen. So fehlen eventuell eine kontinuierliche betriebswirtschaftliche Unterstützung, die Vermittlung von Fachwissen, Beratung und Hilfe und eine erkennbare Fortentwicklung des Systems.


Vorteile Franchise

  • Schneller Markteintritt durch bestehende und etablierte Franchise-Konzepte
  • Minimiertes Gründungsrisiko durch Know-how des Franchisegebers
  • Ausgereifte Marketingstrategie durch Unterstützung der Systemzentrale
  • Einkaufsvorteile durch besondere Konditionen beim gemeinsamen Einkauf
  • Gemeinsam stark durch verlässliche Verhandlungsposition bei der Beschaffung von Fremdkapital
  • Das Wesentliche im Fokus durch die Chance für jeden Franchisenehmer, sich vor Ort auf seine Kernkompetenzen und den Kundenkontakt zu konzentrieren

Nachteile Franchise

  • An Spielregeln halten: Franchisenehmer haben nur begrenzte unternehmerische Freiheiten.
  • Teil eines Systems: Sie müssen regelmäßig Gebühren an den Franchisegeber entrichten.
  • Alle für einen, einer für alle: Wenn der Ruf der Marke durch einen beschädigt wird, betrifft dies alle Franchisenehmer.

Unbedingt beachten

  1. Neuheit
    Vorsicht bei Franchise-Systemen, die erst seit kurzem auf dem Markt sind. Das Konzept kann noch nicht erprobt sein. Die Gefahr zu scheitern ist unter Umständen größer als bei etablierten Konzepten.
  2. Pilotprojekt 
    Vorsicht, wenn der Franchisegeber sich weigert, mindestens zwei Pilotprojekte zu benennen und die wirtschaftlichen Eckdaten aufzudecken. Ohne Einblick in das Zahlenwerk keine Unterschrift leisten.
  3. Referenzen 
    Finger weg, wenn der Franchisegeber nicht bereit ist, Referenzen zu benennen. Mehrere Franchisenehmer Ihrer Wahl sollten Sie nach deren Erfahrungen befragen. Fragen Sie nach der betriebswirtschaftlichen Seite des Franchise-Systems und der Partnerschaft mit dem Franchisegeber. 
  4. Franchise Handbuch 
    Vorsicht, wenn es kein Franchise-Handbuch gibt. Seriöse Franchisegeber haben das. 
  5. Zeitdruck 
    Lassen Sie sich Zeit. Haben Sie alles verstanden? Lassen Sie sich nie unter Druck setzen. Schließen Sie nie einen Vertrag ab, ohne das Vertragswerk und die kaufmännischen Unterlagen sorgfältig geprüft zu haben (mit fachkundiger Beratung).

Bei weiteren Fragen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Bei uns bekommen Sie einen kostenfreien Franchise-Check.

Anfrage

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, www.bmwi.de)

Gründung im Handwerk

Für Gründungen im Handwerk ist ratsam, was auch für alle anderen Branchen gilt: ein stimmiges Unternehmenskonzept, eine ausreichende Finanzierung sowie ein passendes Marketing. Ganz besonders wichtig ist darüber hinaus: Die Qualifikationen müssen stimmen. Je nach Qualifikation gibt es dabei unterschiedliche Möglichkeiten, einen Betrieb zu gründen.

Wer sich in einem zulassungspflichtigen Handwerk selbständig machen will, benötigt dafür in der Regel einen Meisterbrief: also den Nachweis darüber, die Meisterprüfung in seinem Handwerk bestanden zu haben. Für die Zulassung zur Meisterprüfung reicht es aus, wenn Prüflinge eine Gesel- len- bzw. Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden haben. Einen solchen Meisterbrief muss man üblicherweise für alle Handwerksberufe vorweisen können, die in der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) aufgeführt sind. Und nur mit bestandener Meisterprüfung kann man sich Meister oder Meisterbetrieb nennen. Es gibt allerdings auch eine Reihe von Möglichkeiten, sich ohne Meisterbrief in einem zulassungspflichtigen Handwerk selbständig zu machen.

Ohne Meisterbrief kann man ein Unternehmen in den sogenannten zulassungsfreien Handwerken und handwerksähnlichen Gewerben gründen und führen. Sie sind in den Anlagen B1 und B2 der Handwerksordnung nachzulesen.


Ohne Meisterbrief (Alt-Gesellenregelung)

Gesellinnen und Gesellen mit sechsjähriger Berufserfahrung haben einen Rechtsanspruch darauf, ihr zulassungspflichtiges Handwerk selbständig ausüben zu dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie mindestens vier Jahre in leitender Position gearbeitet haben. Mit „leitender Position“ ist gemeint, dass sie in einem Betrieb oder in einem wesentlichen Betriebsteil die Befugnis für eigenverantwortliche Entscheidungen hatten. Sie können dies durch Arbeitszeugnisse, Stellenbeschreibungen oder in anderer Weise nachweisen. Die erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse, die man benötigt, um ein Handwerk selbständig ausüben zu können, lassen sich in der Regel durch die Berufserfahrung belegen. Ob eine Ausübungsberechtigung erteilt wird, entscheidet die zuständige Handwerkskammer.


Handwerke mit Meisterpflicht

1 Maurer und Betonbauer

2 Ofen- und Luftheizungsbauer

3 Zimmerer

4 Dachdecker

5 Straßenbauer

6 Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer

7 Brunnenbauer

8 Steinmetzen und Steinbildhauer

9 Stuckateure

10 Maler und Lackierer

11 Gerüstbauer

12 Schornsteinfeger

13 Metallbauer

14 Chirurgiemechaniker

15 Karosserie- und Fahrzeugbauer

16 Feinwerkmechaniker

17 Zweiradmechaniker

18 Kälteanlagenbauer

19 Informationstechniker

20 Kraftfahrzeugtechniker

21 Landmaschinenmechaniker

22 Büchsenmacher

23 Klempner

24 Installateur und Heizungsbauer 25 Elektrotechniker

26 Elektromaschinenbauer

27 Tischler

28 Boots- und Schiffbauer

29 Seiler

30 Bäcker

31 Konditoren

32 Fleischer

33 Augenoptiker

34 Hörakustiker

35 Orthopädietechniker

36 Orthopädieschuhmacher

37 Zahntechniker

38 Friseure

39 Glaser

40 Glasbläser und Glasapparatebauer

41 Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik

42 Fliesen-, Platten- und Mosaikleger 43 Betonstein- und Terrazzohersteller 44 Estrichleger

45 Behälter- und Apparatebauer

46 Parkettleger

47 Rollladen- und Sonnenschutztechniker

48 Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher 

49 Böttcher

50 Glasveredler

51 Schilder- und Lichtreklamehersteller

52 Raumausstatter

53 Orgel- und Harmoniumbauer


Zulassungsfreie Handwerke (ohne Meisterpflicht)

1 entfällt

2 entfällt

3 entfällt

4 entfällt

5 Uhrmacher

6 Graveure

7 Metallbildner

8 Galvaniseure

9 Metall- und Glockengießer

10 Schneidwerkzeugmechaniker

11 Gold- und Silberschmiede

12 entfällt

13 entfällt

14 Modellbauer

15 entfällt

16 Holzbildhauer

17 entfällt

18 Korb- und Flechtwerkgestalter

19 Maßschneider

20 Textilgestalter (Sticker, Weber, Klöppler, Posamentierer, Stricker)

21 Modisten

22 entfällt

23 Segelmacher

24 Kürschner

25 Schuhmacher

26 Sattler und Feintäschner

27 entfällt

28 Müller

29 Brauer und Mälzer

30 Weinküfer

31 Textilreiniger

32 Wachszieher

33 Gebäudereiniger

34 entfällt

35 Feinoptiker

36 Glas- und Porzellanmaler

37 Edelsteinschleifer und -graveure

38 Fotografen

39 Buchbinder

40 Drucker

41 Siebdrucker

42 Flexografen

43 Keramiker

44 entfällt

45 Klavier- und Cembalobauer 46 Handzuginstrumentenmacher

47 Geigenbauer

48 Bogenmacher

49 Metallblasinstrumentenmacher

50 Holzblasinstrumentenmacher

51 Zupfinstrumentenmacher

52 Vergolder

53 entfällt

54 Holz- und Bautenschützer (Mauerschutz und Holzimprägnierung in Gebäuden) 

55 Bestatter


Handwerksähnliche Gewerbe (ohne Meisterpflicht)

1 Eisenflechter

2 Bautentrocknungsgewerbe

3 Bodenleger

4 Asphaltierer (ohne Straßenbau)

5 Fuger (im Hochbau)

6 entfällt

7 Rammgewerbe (Einrammen von Pfählen im Wasserbau)

8 Betonbohrer und -schneider

9 Theater- und Ausstattungsmaler

10 Herstellung von Drahtgestellen für Dekorationszwecke in Sonderanfertigung

11 Metallschleifer und Metallpolierer

12 Metallsägen-Schärfer

13 Tankschutzbetriebe (Korrosionsschutz von Öltanks für Feuerungsanlagen ohne chemische Verfahren)

14 Fahrzeugverwerter

15 Rohr- und Kanalreiniger

16 Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten)

17 Holzschuhmacher

18 Holzblockmacher

19 Daubenhauer

20 Holz-Leitermacher (Sonderanfertigung)

21 Muldenhauer

22 Holzreifenmacher

23 Holzschindelmacher

24 Einbau von genormten Baufertigteilen (z.B. Fenster, Türen, Zargen, Regale)

25 Bürsten- und Pinselmacher

26 Bügelanstalten für Herren-Oberbekleidung

27 Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration)

28 Fleckteppichhersteller 29 (weggefallen)

30 Theaterkostümnäher 31 Plisseebrenner

32 (weggefallen)

33 Stoffmaler

34 (weggefallen)

35 Textil-Handdrucker 36 Kunststopfer

37 Änderungsschneider

38 Handschuhmacher

39 Ausführung einfacher Schuhreparaturen

40 Gerber

41 Innerei-Fleischer (Kuttler)

42 Speiseeishersteller (mit Vertrieb von Speiseeis mit üblichem Zubehör)

43 Fleischzerleger, Ausbeiner

44 Appreteure, Dekateure

45 Schnellreiniger

46 Teppichreiniger

47 Getränkeleitungsreiniger

48 Kosmetiker

49 Maskenbildner

50 entfällt

51 Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung) 52 Klavierstimmer

53 Theaterplastiker

54 Requisiteure

55 Schirmmacher

56 Steindrucker

57 Schlagzeugmacher


Bei weiteren Fragen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. 

Anfrage

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, www.bmwi.de)

Digitale Plattformen

Digitale Plattformen sind Intermediäre, die eine Vielzahl von Interaktionen (z. B. Information, Vermittlung, Transaktionsabwicklung, Vergleich) zwischen verschiedenen Nutzergruppen ermöglichen. Aus Unternehmenssicht bieten sie beispielsweise den Vorteil, dass große Kundengruppen erreicht werden können. Sie verändern jedoch auch die Beziehung zwischen Anbietern und Kunden. Digitale Plattformen können die betreffenden Märkte und Branchen stark verändern.

Mit einem Anteil von 37% ist die Nutzung von Plattformen im Mittelstand weit verbreitet. Dies zeigt, dass viele mittelständische Unternehmen Plattformen eine nützliche Funktion beimessen und die Hürden für deren Nutzung nicht allzu hoch gesteckt sind. Andere digitale Technologien, denen aktuell ebenfalls eine hohe Bedeutung beigemessen wird, werden von mittelständischen Unternehmen deutlich seltener genutzt. Vorreiter der Plattformnutzung sind große Mittelständler sowie Unternehmen aus den wissensbasierten Dienstleistungsbranchen sowie dem FuE-intensiven Verarbeitenden Gewerbe. Außerdem zeigt sich, dass junge Unternehmen sowie Unternehmen mit einem hohen Anteil an jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufig auf digitalen Plattformen aktiv sind.

Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass Unternehmen, die Hochschulabsolventen beschäftigen, eine Digitalisierungsstrategie aufweisen oder Innovationen hervorbringen, häufiger auch Plattformen nutzen. Die Durchführung eigener Forschung und Entwicklung (FuE) und das Hervorbringen von originären Innovationen gehen jedoch nicht mit einer darüber hinaus stärker verbreiteten Nutzung einher. Dies deutet darauf hin, dass für die Nutzung von digitalen Plattformen eine Offenheit gegenüber Neuerungen, die Beschäftigung mit dem Nutzen und den Problemen der Digitalisierung und der Aufbau eines gewissen Knowhows hinsichtlich digitaler Technologien ausschlaggebend sind. Eine wissenschaftlich geprägte Arbeitsweise oder die Fähigkeit, Marktneuheiten zu entwickeln, sind dagegen nicht notwendig. Nicht zuletzt zeigt sich, dass Unternehmen, die überdurchschnittlich hohe Digitalisierungsausgaben aufwenden, nicht häufiger auf digitalen Plattformen aktiv sind als Unternehmen mit mittelhohen Digitalisierungsausgaben. Auch dies deutet darauf hin, dass die Anforderungen, die eine Nutzung von digitalen Plattformen stellt, eher als moderat anzusetzen sind.

Für die kommenden Jahre kann daher erwartet werden, dass die Bedeutung von digitalen Plattformen weiter wachsen wird. Damit nehmen auch die Gefahren zu, die aus volkswirtschaftlicher Sicht mit digitalen Plattformen in Verbindung gebracht werden. Die aktuelle Diskussion über die Marktmacht von digitalen Plattformen und einen dadurch eingeschränkten Wettbewerb ist daher wichtig, um mögliche negative Folgen der „Plattformökonomie“ zu begrenzen.

Digitale Plattformen sind ein seit einigen Jahren bekanntes Phänomen, das aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Anbieter sind typischerweise wenige große, global agierende U. S. amerikanische – neuerdings auch häufiger chinesische – Unternehmen. Im Mittelstand spielt E-Commerce – in verschiedenen Varianten – eine wichtige Rolle. 2018 wurden 26% des Umsatzes – über elektronische Kanäle erzielt. Wie stark mittelständische Unternehmen digitale Plattformen für ihre Geschäftstätigkeit nutzen, wird im Folgenden untersucht. Datenbasis für die Untersuchung ist die 2019er-Erhebung zum KfW-Mittelstandspanel.

Viele kleine Mittelständler nutzen digitale Plattformen

Mit 38% nutzt auch ein hoher Anteil der kleinen Unternehmen (unter fünf Mitarbeiter (MA)) digitale Plattformen. Gerade bei Verkaufsplattformen dürfte der vergleichsweise einfache Zugang zu einer großen Anzahl potenzieller Kunden in Verbindung mit einer typischerweise einfachen Handhabung solcher Plattformen die treibenden Kräfte dahinter sein. Große mittelständische Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern nutzen digitale Plattformen mit 54% noch häufiger. Dahinter dürfte sich der oftmals beobachtete Zusammenhang verbergen, dass größere Unternehmen bei der Digitalisierung generell aktiver als kleinere Unternehmen sind. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass sie aufgrund ihrer breiteren Aktivitäten auch häufiger Verwendung für digitale Lösungen haben. Der Anstieg über die Größenklassen fällt aufgrund der starken Verbreitung bereits bei den kleinen Unternehmen jedoch vergleichsweise moderat aus.

(Quelle: Kfw.de)

Informationen zum Thema Fördermittel und Zuschüsse Digitalisierung:

Start-ups in Deutschland

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Wie sich die Corona-Krise auf die Zahl der Start-ups 2020 auswirken wird, ist unsicher. Einerseits wird es mehr Unternehmensschließungen geben. Andererseits gibt es gründungsseitig Anlass zur Hoffnung: Internetbasierte und digitale Geschäftsmodelle rücken durch Corona stärker in den Fokus, was die Zahl der Start-ups stützen dürfte. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, bleibt abzuwarten. Zur Finanzierung ihres künftigen Wachstums wollen ein Fünftel der Start-up-Gründerinnen und -Gründer (19%) auf Venture Capital zurückgreifen. Das sind doppelt so viele wie noch 2018 (9 %). Der Wunsch nach VC steigt also. Das hängt auch mit einer gestiegenen Verfügbarkeit von Wagniskapital zusammen, denn: Eine bessere VC-Verfügbarkeit hat einen positiven Effekt auf die Gründung von Start-ups.


Corona-Krise rückt Start-ups stärker in den Fokus

Start-ups sind von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, da diese innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen ein wichtiges Erneuerungs- und Beschäftigungspotenzial in sich tragen. Durch die Corona-Krise droht die Gefahr, eine ganze Start-up Generation zu verlieren. Start-ups sind deshalb auf der wirtschaftspolitischen Agenda höher gerutscht, wie die schnelle Entscheidung für Start-up-Hilfen zeigt.

Vor der Corona-Krise hat sich die Zahl der Start-ups – also der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen – in Deutschland stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Der Ausbruch der Corona-Krise ließ für Start-ups zunächst Schlimmes befürchten. So gingen viele Start-ups im Frühsommer davon aus, dass sie aufgrund der Umsatzeinbrüche das Jahr nicht überstehen würden. Auch platzte so manche sicher geglaubte Finanzierung. Aktuell hat sich die Lage zwar insgesamt eher entspannt. Trotzdem wird es krisenbedingt mehr Unternehmensschließungen geben. Auch Venture Capital-Investoren erwarten eine höhere Ausfallquote in ihren Portfolios.

Gründungsseitig sah es zunächst auch nicht gut aus. Viele Gründungspläne wurden krisenbedingt auf Eis gelegt. Zwar wird es durch die höhere Arbeitslosigkeit zu mehr Notgründungen kommen, durch das erhöhte und verlängerte Kurzarbeitergeld aber weniger stark als erwartet. Die Zurückhaltung bei Chancengründungen wird deshalb wohl nicht durch mehr Notgründungen wettgemacht werden. Allerdings sind Notgründungen seltener innovations- oder wachstumsorientiert, sie sind also für die Zahl der Start-ups ohnehin weniger relevant – internetbasierte und digitale Gründungen dagegen schon. Mit dem Corona-Gebot des Abstand haltens rücken solche Geschäftsmodelle stärker in den Fokus von Gründerinnen und Gründern. Weil internetbasierte und digitale Gründungen auch häufiger Startup-Merkmale aufweisen, dürfte der Anteil von Gründungen mit Start-up-Merkmalen steigen. Ob der Zuwachs durch neue Start-ups die Schließungen im Bestand überkompensieren wird, ist aber noch unsicher.

(Quelle: Kfw.de)

LfA Corona-Hilfe

Die LfA Förderbank Bayern hat in den ersten 6 Monaten der Corona-Pandemie mehr als 5.900 Kredite als Corona-Hilfen vergeben. Das bis Mitte September zugesagte Kreditvolumen in den Sonderprogrammen LfA-Schnellkredit, Corona-Schutzschirm-Kredit und Corona-Kredit – Gemeinnützige sowie den optimierten Programmen Universalkredit und Akutkredit beträgt insgesamt mehr als 660 Millionen Euro. Von den Vorteilen der durch den Freistaat Bayern ermöglichten eigenen bayerischen Förderprogramme profitierten insbesondere kleine und mittelständische Betriebe. Alleine mit dem LfA-Schnellkredit hat die LfA fast 4.200 Klein- und Kleinstbetriebe mit bis zu 10 Beschäftigten gefördert. Zudem wurden rund 65 LfA- und Staatsbürgschaften mit einem Bürgschaftsbetrag von mehr als 485 Millionen Euro sowie rund 4.700 Tilgungsaussetzungen bei bestehenden Krediten im Gesamtvolumen von über 72 Millionen Euro bewilligt. Die LfA hat damit über 1,2 Milliarden Euro an Corona-Hilfen für den Wirtschaftsstandort Bayern zugesagt.

Zusammen mit ihren Standardkrediten hat die LfA die bayerische Wirtschaft von Mitte März bis Mitte September 2020 mit Darlehen in Höhe von fast 2 Milliarden Euro unterstützt. Dies ist ein Zuwachs von über 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt profitierten rund 7.800 mittelständische Unternehmen und Kommunen von dem Angebot.

Über die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und die Bayern Kapital GmbH – beides Unternehmen aus der LfA Gruppe – stellt die LfA den bayerischen Gründern und Unternehmern zur Stärkung ihrer Kapitalbasis überdies Eigenkapitalangebote, etwa den Startup Shield Bayern, den Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern oder den Wachstumsfonds Bayern, zur Verfügung.

„Die Finanzierungshilfen der LfA sind wichtige Bausteine der bayerischen Stabilisierungsstrategie. Mit diesen Finanzierungsinstrumenten unterstützen wir die mittelständischen Unternehmen schnell und verlässlich in der Coronakrise. So sichern wir den Fortbestand vieler Betriebe und erhalten zahlreiche Arbeitsplätze. Viele Betriebe wollen heraus aus der Krise und investieren in die Zukunft. Wir richten unsere finanziellen Hilfen sowie Förder- und Beratungsangebote daher nicht nur auf die akute Krisenbewältigung aus, sondern unterstützen den Mittelstand auch gezielt dabei, die Chancen von innovativen Technologien und Digitalisierung zu ergreifen“, sagt Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Aiwanger.

LfA-Vorstandsvorsitzender Dr. Otto Beierl ergänzt: „Unsere Finanzierungshilfen zur Bewältigung der Coronakrise sind beim bayerischen Mittelstand gefragt. Der LfA-Schnellkredit mit 100 prozentiger Risikoentlastung ist ein einfaches und wirksames Kreditprodukt speziell für kleine Betriebe. Durch die Ausweitung und Vereinfachung unserer Risikoentlastungen, mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit, dem Corona-Kredit – Gemeinnützige, den Optimierungen bei Universalkredit und Akutkredit sowie unkomplizierten Tilgungsaussetzungen haben wir zudem unser Instrumentarium zur Unterstützung auch der größeren Betriebe deutlich erweitert. Für Zukunftsinvestitionen stehen den Unternehmen unsere umfassende Gründungs- und Wachstumsförderung und die attraktiven Finanzierungsangebote für Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz sowie Innovation und Digitalisierung zur Verfügung.“

(Quelle: LfA.de)

Venture Capital investiert

Beteiligungsgesellschaften sind „institutionelle Investoren“ deren Geschäftszweck es ist, Finanzmittel zu beschaffen, damit Beteiligungen an Unternehmen eingegangen und die Beteiligungen nach eingetretenem Innovations- oder Wachstumserfolg mit Wertsteigerung wieder verkauft werden können. Häufig sind VC-Gesellschaften auf Beteiligungen an Start-ups spezialisiert. Für die Abwicklung des Prozesses (Fundraising / Investment / Exit) werden typischerweise temporär eigene Vehikel gegründet (VC-Fonds). Die Fondsmittel werden in mehrere Start-ups investiert, um das hohe Risiko zumindest etwas zu streuen. Ein bis zwei sehr erfolgreiche Beteiligungen können somit unabhängig von der Entwicklung der anderen Fondsbeteiligungen, idealerweise eine überdurchschnittliche Fondsrendite sichern. VC-Fonds investieren je nach Größe und Schwerpunkt, häufig ab einer Investitionssumme von mehreren 100.000 EUR.

Die häufigste Entscheidung für Venture Capital in Deutschland fiel auf folgende Bereiche:

Mobile Apps                 45,7%

E-Commerce                37,7%

FinTech                        18,5%

Cloud Computing          13,6%

Artificial Intelligence      12,8%

Health Tech                   8,6%

Big Data                         3,1%

IoT                                 2,6%

Clean Technology           2,5%

Manufacturing                2,2%

Electric/Hybric Vehicles   2,0%

(Quelle: Kfw.de)